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AIDS Krankheit welche schrittweise das Immunsystem zerstort Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter AIDS Begriffsklarung aufgefuhrt AIDS ɛɪ t s Akronym von englisch acquired immune deficiency syndrome erworbenes Immunschwachesyndrom auch Akquiriertes Immun Defizienz Syndrom 1 bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen die beim Menschen infolge der durch eine HIV Infektion ausgelosten Zerstorung des Immunsystems auftreten 2 Bei den Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen und Tumoren AIDS wurde nach Definition des Zusammentreffens bestimmter Krankheitszeichen als AIDS durch die US amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention CDC am 1 Dezember 1981 als eigenstandige Krankheit erkannt AIDS gehort zu den sexuell ubertragbaren Krankheiten Laut dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen fur HIV Aids UNAIDS lebten im Jahr 2019 weltweit etwa 37 9 Millionen HIV positive Menschen 2019 kam es zu etwa 1 7 Millionen HIV Neuinfektionen 4650 pro Tag und etwa 0 77 Millionen Menschen starben an den Folgen von HIV AIDS Seit Beginn der Epidemie starben 35 Millionen Menschen an AIDS 3 Der Anteil der HIV Infizierten liegt im weltweiten Durchschnitt bei etwa 0 8 der 15 bis 49 Jahrigen erreicht in einzelnen afrikanischen Staaten jedoch Werte um 25 4 Eine Schutzimpfung steht nicht zur Verfugung Durch die effektivere Behandlung von HIV Infizierten mit neuen Medikamenten ist AIDS in Mitteleuropa seltener geworden 5 Sich aus einer Immunzelle herauslosendes HI Virus Die Rote Schleife als Symbol der Solidaritat mit HIV positiven und AIDS kranken Menschen Inhaltsverzeichnis 1 Definition und Klassifikation 1 1 Klassifikation in der ICD 10 1 2 Einstufung der HIV Infektion und AIDS Definition 1 2 1 CDC Definition 1 2 2 Europaische Definition 1 2 3 WHO Definition 2 Ubertragung 2 1 Ubertragung Mutter Kind 2 2 Ubertragung durch Bluttransfusionen 2 3 Ubertragung durch Nadeln Kanulen Nadelstiche 2 4 Ubertragung durch Geschlechtsverkehr 2 5 Postexpositionelle Prophylaxe 3 HIV Tests 4 Anonymisierte Meldepflichten 5 Krankheitsverlauf 5 1 Akute Phase 5 2 Latenzphase 5 3 AIDS Related Complex ARC 5 4 Krankheitsphase 6 Therapie 6 1 Highly Active Antiretroviral Therapy HAART 6 2 Wirkstoffe 6 2 1 Nukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NRTI 6 2 2 Nichtnukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NNRTI 6 2 3 Proteaseinhibitoren PI 6 2 4 Entry Inhibitoren 6 2 5 Fusions Inhibitoren FI 6 2 6 Integrase Inhibitoren II 6 2 7 CCR5 Korezeptor Inhibitoren CCR5I 6 2 8 Monoklonaler Antikorper 6 3 Experimentelle Therapien 6 3 1 Maturations Inhibitoren 6 3 2 Tre Rekombinase 6 3 3 Monoklonale Antikorper 6 3 4 Stammzelltransplantation 6 3 5 Gentherapie 7 Vorbeugung 8 Prophylaxe opportunistischer Infektionen 9 Epidemiologie 9 1 Allgemein 9 2 Weltweit 9 3 Deutschland 9 4 Osterreich 9 5 Schweiz 9 6 Afrika 9 7 Nachfolgestaaten der Sowjetunion 10 Geschichte 10 1 Entstehungstheorien 10 2 Verschworungstheorie 10 3 Erste Infektionen 10 4 Erste Krankheitsbeschreibungen 10 5 Isolation des Virus und erste Therapien 10 6 Gesellschaftliche Entwicklung 10 7 Rote Schleife wird Symbol fur Kampf gegen AIDS 10 8 Veranderungen nach Einfuhrung des PCR Tests auf HIV 11 Abweichende Thesen 12 Sozialethische Beurteilung 13 Siehe auch 14 Literatur 14 1 Leitlinien 14 2 Zeitschrift 14 3 Sonstiges 15 Weblinks 16 EinzelnachweiseDefinition und KlassifikationKlassifikation in der ICD 10 Klassifikation nach ICD 10B20 Infektiose und parasitare Krankheiten infolge HIV KrankheitB20 0 Mykobakterielle Infektionen infolge HIV Krankheit z B Tuberkulose infolge HIV Krankheit B20 1 Sonstige bakterielle Infektionen infolge HIV KrankheitB20 2 Zytomegalie infolge HIV KrankheitB20 3 Sonstige Virusinfektionen infolge HIV KrankheitB20 4 Kandidose infolge HIV KrankheitB20 5 Sonstige Mykosen infolge HIV KrankheitB20 6 Pneumocystis Pneumonie infolge HIV KrankheitB20 7 Mehrere Infektionen infolge HIV KrankheitB20 8 Sonstige infektiose und parasitare Krankheiten infolge HIV KrankheitB20 9 Nicht naher bezeichnete infektiose oder parasitare Krankheit infolge HIV KrankheitB21 Bosartige Neubildungen infolge HIV KrankheitB21 0 Kaposi Sarkom infolge HIV KrankheitB21 1 Burkitt Lymphom infolge HIV KrankheitB21 2 Sonstige Typen des Non Hodgkin Lymphoms infolge HIV KrankheitB21 3 Sonstige bosartige Neubildungen des lymphatischen blutbildenden und verwandten Gewebes infolge HIV KrankheitB21 7 Mehrere bosartige Neubildungen infolge HIV KrankheitB21 8 Sonstige bosartige Neubildungen infolge HIV KrankheitB21 9 Nicht naher bezeichnete bosartige Neubildungen infolge HIV KrankheitB22 Sonstige naher bezeichnete Krankheiten infolge HIV KrankheitB22 0 Enzephalopathie infolge HIV KrankheitB22 1 Interstitielle lymphoide Pneumonie infolge HIV KrankheitB22 2 Kachexie Syndrom infolge HIV KrankheitB22 7 Mehrere anderenorts klassifizierte Krankheiten infolge HIV KrankheitB23 Sonstige Krankheitszustande infolge HIV KrankheitB23 0 Akutes HIV InfektionssyndromB23 1 Persistierende generalisierte Lymphadenopathie infolge HIV KrankheitB23 2 Blut und Immunanomalien infolge HIV Krankheit anderenorts nicht klassifiziertB23 8 Sonstige naher bezeichnete Krankheitszustande infolge HIV KrankheitB24 Nicht naher bezeichnete HIV KrankheitICD 10 online WHO Version 2019 In dem weltweit anerkannten medizinischen Diagnoseklassifikationssystem ICD 10 der WHO konnen sowohl die HIV Infektion als auch zahlreiche Krankheiten als Folge einer HIV Infektion codiert werden Die genaue Art der Folgeerkrankung wird in der zuletzt fur das Jahr 2013 von der Weltgesundheitsorganisation aktualisierten Version der ICD 10 in einer vierten Stelle verschlusselt zum Beispiel B20 6 Pneumocystis Pneumonie infolge HIV Krankheit Einstufung der HIV Infektion und AIDS Definition CDC Definition Gemass Falldefinitionen der US amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention CDC gilt ein bestatigter positiver HIV Test als Nachweis der HIV Infektion 6 Die Bewertung der HIV Infektion nach Grad der Schwere einschliesslich AIDS wurde im Jahr 2008 deutlich geandert Bis dahin wurden klinische Befunde und Laborwerte separat eingestuft und als Buchstaben Ziffern Codierung dargestellt Dabei wurden auch asymptomatische sowie mit HIV verbundene aber nicht AIDS definierende Erkrankungen einbezogen 7 Seit dem Jahr 2008 werden nur noch die AIDS definierenden Erkrankungen berucksichtigt Die Einteilung nach Anzahl der CD4 positiven T Lymphozyten T Helferzellen und die Liste der AIDS definierenden Erkrankungen blieben hingegen unverandert Die in der Praxis noch weit verbreitete Buchstaben Ziffern Codierung ist somit veraltet Dabei ist zu berucksichtigen dass die Falldefinition in erster Linie der epidemiologischen Uberwachung von HIV und AIDS dient und nicht als Leitfaden fur eine klinische Diagnostik So kann eine Falleinstufung nicht wieder herabgesetzt werden sie sagt daher gegebenenfalls nichts uber den aktuellen Status eines Patienten aus HIV Einstufung bei Erwachsenen und Jugendlichen 6 Stadium CD4 Zellzahl pro µl in Prozent aller Lymphozyten1 500 gt 29 und keine AIDS definierende Erkrankung2 200 499 14 28 und keine AIDS definierende Erkrankung3 AIDS lt 200 lt 14 oder mindestens eine AIDS definierende ErkrankungUnbekannt keine Werte und kein Befund einer AIDS definierenden Erkrankung verfugbar Nachweis der HIV Infektion ist vorausgesetzt Als AIDS gelten der Nachweis der HIV Infektion und eine AIDS definierende Erkrankung Stadium 3 oder aber der Nachweis der HIV Infektion und eine CD4 Zellzahl lt 200 Zellen bzw lt 14 Als AIDS definierende Erkrankungen Symptome wurden von den CDC festgelegt 8 Candidose Pilzinfektion von Bronchien Luftrohre oder Lungen Osophageale Candidose Pilzinfektion der Speiserohre CMV Infektionen ausser Leber Milz Lymphknoten CMV Retinitis Netzhautentzundung mit Visusverlust Enzephalopathie HIV bedingt Herpes simplex Infektionen chronische Ulzera gt ein Monat bestehend oder Bronchitis Pneumonie Osophagitis Histoplasmose disseminiert oder extrapulmonal Isosporiasis chronisch intestinal mehr als ein Monat bestehend Kaposi Sarkom Kokzidioidomykose disseminiert oder extrapulmonal Kryptokokkose extrapulmonal Kryptosporidiose chronisch intestinal gt ein Monat bestehend Burkitt Lymphom Lymphom immunoblastisches Lymphom primar zerebral Mycobacterium avium complex or M kansasii disseminiert oder extrapulmonal Mycobakteriose andere oder nicht identifizierte Spezies disseminiert oder extrapulmonal Pneumocystis Pneumonie Pneumonien bakteriell rezidivierend gt zwei innerhalb eines Jahres Progressive multifokale Leukenzephalopathie Salmonellen Sepsis rezidivierend Tuberkulose Toxoplasmose zerebral Wasting Syndrom durch HIV bedingt Zervixkarzinom invasivEuropaische Definition Gemass Falldefinition der Europaischen Kommission gilt ein bestatigter positiver HIV Test als Nachweis der HIV Infektion 9 10 Eine Bewertung der HIV Infektion nach Grad der Schwere wird nicht vorgenommen Als AIDS gelten der Nachweis der HIV Infektion und eine der in der europaischen Falldefinition fur AIDS festgelegten Erkrankungen Diese sind mit denen der CDC Aufstellung identisch siehe dort Eine AIDS Diagnose lediglich auf Grund von Laborwerten ohne jedweden klinischen Befund CDC Stadium 3 wurde verworfen 11 Die europaische Falldefinition dient der epidemiologischen Uberwachung von HIV und AIDS WHO Definition Gemass WHO Falldefinition gilt ein bestatigter positiver HIV Test als Nachweis der HIV Infektion 12 Immunologische und klinische HIV Einstufung bei Erwachsenen und Jugendlichen 12 Stadium Symptome CD4 Zellzahl pro µl aller Lymphozyten1 Asymptomatisch 500 Asymptomatische Erkrankung en 2 Milde Symptome 350 499 Fur dieses Stadium definierte Erkrankung z B Herpes Zoster3 Fortgeschrittene Symptome lt 350 Fur dieses Stadium definierte Erkrankung z B Orale Haarzellleukoplakie4 AIDS Schwerwiegende Symptome lt 200 lt 15 oder mindestens eine der AIDS definierenden Erkrankungen Nachweis der HIV Infektion ist vorausgesetzt Fur die epidemiologische Uberwachung wird bei Erwachsenen und Jugendlichen die fortgeschrittene HIV Infektion definiert als Nachweis der HIV Infektion und eine Erkrankung der klinischen Stadien 3 oder 4 12 Als AIDS gilt bei Erwachsenen und Jugendlichen der Nachweis der HIV Infektion und einer AIDS definierenden Erkrankung Stadium 4 oder aber der Nachweis der HIV Infektion und eine CD4 Zellzahl lt 200 Zellen bzw lt 15 Die AIDS definierenden Erkrankungen Symptome sind weitgehend mit denen der CDC Aufstellung identisch Ubertragung Orale Candidiasis Mundsoor Uberwucherung der Mundhohle mit dem Hefepilz Candida albicans Kaposi Sarkom der Haut bei einem AIDS Patienten ausgelost durch das Humane Herpesvirus 8 Augenhintergrund bei Entzundung der Netzhaut verursacht durch das Cytomegalievirus CMV Retinitis Das HI Virus wird mit den Korperflussigkeiten Blut Sperma Vaginalsekret Liquor und Muttermilch ubertragen Potentielle Eintrittspforten sind frische noch blutende Wunden in Schleimhauten Bindehaut Mund Nasen Vaginal und Analschleimhaut bzw nicht ausreichend verhornte leicht verletzliche Stellen der Aussenhaut Eichel Innenseite der Penisvorhaut Die haufigsten Infektionswege sind der ungeschutzte Vaginal oder Analverkehr die Benutzung kontaminierter Spritzen bei intravenosem Drogenkonsum und der aufnehmende Oralverkehr wenn Schleimhautkontakt mit Sperma bzw Menstruationsblut Beim aufnehmenden Oralverkehr mit unverletzter Mundschleimhaut stellt der Kontakt mit Praejakulat oder Vaginalsekret ein vernachlassigbares Infektionsrisiko dar ebenso wie der passive Oralverkehr Manner die Sex mit Mannern haben gelten als Risikogruppe Wie hoch das Risiko beim Geschlechtsverkehr ist hangt vor allem von der Viruslast in der Samenflussigkeit im Scheidensekret und im Blut ab Diese ist in den ersten Wochen nach der Infektion bevor sich Antikorper gebildet haben besonders hoch nimmt dann ab und steigt in spaten Stadien der Erkrankung wieder an HIV wird nicht uber Speichel Schweiss Tranenflussigkeit Tropfcheninfektion oder durch Insektenstiche ubertragen Ebenso wenig fuhrt die Kontamination intakter Haut mit virushaltiger Korper Flussigkeit zu einer Ansteckung Auch stellen Korperkontakte im alltaglichen sozialen Miteinander die gemeinsame Benutzung von Geschirr Besteck u a sowie die gemeinsame Benutzung sanitarer Einrichtungen kein Infektionsrisiko dar 13 14 Bei Patienten mit AIDS Vollbild besteht ein Ansteckungsrisiko mit den typischen opportunistischen Erregern Viren der Herpes Gruppe Candida Streptokokken Pneumokokken Partner von Patienten mit AIDS Vollbild sollten sich auch uber diese Erreger und deren Infektionswege informieren Geschatztes Ubertragungsrisiko nach Infektionsweg 15 Infektionsweg Risiko pro 10 000 Kontakten mit infektioser Quelle In ProzentParenteralBluttransfusion 9 250 92 5Drogeninjektion mit gebrauchter Nadel 63 0 0 63Nadelstich durch die Haut 23 0 0 23Sexuell ungeschutzter Verkehr Analverkehr empfangender Partner 138 0 1 38Vaginalverkehr empfangender Partner 8 0 0 08Analverkehr einfuhrender Partner 11 0 0 11Vaginalverkehr einfuhrender Partner 4 0 0 04Oralverkehr gering1 1 Falle von HIV Ubertragung durch Oralsex wurden wissenschaftlich dokumentiert sind jedoch selten Eine prazise Schatzung des Risikos ist aufgrund der schlechten Datenlage nicht verfugbar Thorax Rontgenaufnahme eines Patienten mit Pneumocystis jiroveci Pneumonie Ubertragung Mutter Kind Das Risiko einer Infektion eines Kindes durch eine HIV infizierte Mutter wahrend der Schwangerschaft oder wahrend der Geburt wird auf 10 bis 30 geschatzt 16 Bei bekannter HIV Infektion der Mutter kann das Risiko einer Ubertragung auf das Kind durch die Gabe antiretroviraler Medikamente an die Mutter vor und das Kind nach der Geburt die Geburt durch Kaiserschnitt und den Verzicht auf das Stillen des Kindes auf unter ein Prozent vermindert werden 13 Allerdings wird das Stillen in Entwicklungslandern trotz HIV Infektion der Mutter empfohlen sofern antiretrovirale Medikamente eingesetzt werden die das Infektionsrisiko senken 17 Dies liegt daran dass Stillen wichtige Vorteile gegenuber der industriell hergestellten Fertignahrung beinhaltet insbesondere dann wenn diese unter schlechten hygienischen Bedingungen oder mit unsauberem Wasser zubereitet wird wie es in Entwicklungslandern haufig der Fall ist Ausserdem verbessert Muttermilch die Uberlebenschance HIV infizierter Sauglinge die beispielsweise schon vor oder wahrend der Geburt angesteckt wurden 18 Die WHO empfiehlt daher das exklusive Stillen uber eine Dauer von sechs Monaten auch fur HIV positive Mutter 19 Ubertragung durch Bluttransfusionen Hauptartikel Infektionen durch HIV kontaminierte Blutprodukte Bluttransfusionen bergen ebenfalls das Risiko einer HIV Infektion Eine Routineuberwachung der Blutspende wie sie in Deutschland durchgefuhrt wird reduziert dieses jedoch stark so dass heutzutage das Risiko eine HIV Infektion uber Transfusion eines Blutproduktes zu erhalten verschwindend gering ist In den ersten Jahren nach der Entdeckung von HIV 1981 war die Gefahr der Infektion uber kontaminierte Blutprodukte sehr gross da es noch keine zuverlassigen Labortests zum Nachweis des HI Virus gab um Blutspender zu testen Daruber hinaus ist die Gefahr einer Infektion bei Transfusion von infizierten Blutprodukten besonders hoch ca 90 Prozent Besonders betroffen waren an Hamophilie der Bluterkrankheit erkrankte Personen die regelmassig Gerinnungsfaktor Konzentrate transfundiert bekommen mussten Diese Gerinnungsfaktor Konzentrate wurden aus zahlreichen Plasmaspenden hergestellt Dies hatte zur Folge dass bis zum Ende der 1980er Jahre ungefahr 50 aller etwa 15 000 Hamophilie Kranken in den USA mit HIV infiziert wurden 20 Auch in Deutschland wurden etwa 1 800 der ungefahr 3 000 Hamophilie Kranken und weitere 460 Personen durch Blutprodukt Transfusionen infiziert obwohl es bereits damals die allerdings sehr teure Moglichkeit einer Virusinaktivierung der Plasmapraparate gab 21 Der sich daraufhin in der deutschen Offentlichkeit entwickelnde Blut Skandal fuhrte 1994 letztlich zur Auflosung des Bundesgesundheitsamtes das als Aufsichtsbehorde fur die Sicherheit von Blutprodukten zustandig gewesen war durch den damaligen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer 22 Bedingt durch die Skandale um mit HIV oder Hepatitis C Virus infizierte Blutprodukte wurde das Bluttransfusionswesen in Deutschland und anderen Landern einer rigorosen und strengen gesetzlichen Kontrolle unterworfen Seit 1985 ist in den USA und Deutschland die Testung aller Blutprodukte auf HIV Antikorper gesetzlich vorgeschrieben wodurch sich das Infektionsrisiko auf deutlich weniger als 1 100 000 verminderte fast alle transfusionsbedingten Infektionen waren vor 1985 erfolgt Allerdings verblieb noch ein kleines Restrisiko da erst einige Wochen nach Virusinfektion Antikorper nachweisbar sind diagnostische Lucke Seit dem 1 Mai 2004 ist in Deutschland die Testung jeder Blutspende nicht nur auf Antikorper sondern auch direkt auf das Vorhandensein von HIV RNA gesetzlich vorgeschrieben Dadurch konnen auch frische Infektionen erkannt werden Das Risiko eine HIV Infektion uber ein infiziertes Blutprodukt zu erwerben wird heute in Deutschland auf 1 4 3 Millionen oder geringer geschatzt 23 Ubertragung durch Nadeln Kanulen Nadelstiche Vor allem in der Anfangszeit der Epidemie infizierten sich viele Intravenos Drogenabhangige durch die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln Auch Arzte und pflegerisches Personal haben ein gewisses Risiko der Ansteckung bei Nadelstichverletzungen im OP oder nach Punktionen an infizierten Patienten Das Infektionsrisiko durch Nadelstiche hangt sehr von den Umstanden ab Das Infektionsrisiko wird durchschnittlich mit 0 3 angegeben und steigt mit folgenden Faktoren sehr tiefe Verletzungen 16 fach erhoht sichtbare Blutspuren auf der Nadel oder Nadel war vorher in einer Vene oder Arterie des Ubertragers jeweils funffach erhoht bei hoher Viruslast des Ubertragers sechsfach erhoht Das Risiko bei Hohlnadeln ist hoher als bei geschlossenen Nadeln Das Risiko sich bei gemeinsamer Benutzung einer Kanule z B beim Spritzen von Heroin zu infizieren liegt um 0 7 und sinkt mit dem zeitlichen Abstand zwischen den Injektionen allerdings nur langsam da in der Kanule eingeschlossenes Blut tagelang infektios bleiben kann Ein Auskochen der Nadeln ist zwar generell moglich allerdings sind handelsubliche Nadeln oft nicht dafur geeignet weil die verwendeten Kunststoffe nicht entsprechend hitzefest sind Eine chemische Desinfektion mit Bleiche oder anderen Desinfektionsmitteln kann das Risiko deutlich verringern ist jedoch nicht ausreichend um eine Ubertragung sicher auszuschliessen 24 25 Sonderfall Verwendung unsteriler mehrfach verwendeter Schneidewerkzeuge bei weiblicher Genitalverstummelung Wegen der Mehrfachverwendung von Rasierklingen oder anderen Werkzeugen bei der auch als weibliche Beschneidung bekannten Genitalverstummelung von Madchen und Frauen die oftmals in grosserer Anzahl innerhalb eines umgrenzten Zeitraums erfolgt kann es zur Ubertragung von Bakterien und Viren darunter das HIV kommen 26 AIDS Raten von teilweise mehr als 20 in der jungeren Bevolkerung sudafrikanischer Landstriche verweisen auf das Ausmass des Problems 27 Ubertragung durch Geschlechtsverkehr Das individuelle Risiko einer Infektion mit HIV durch Geschlechtsverkehr ist sehr variabel und hangt von vielen Faktoren ab Eine Infektion ist nach einmaligem Geschlechtsverkehr moglich es sind jedoch auch Falle bekannt in denen trotz mehrjahrigen ungeschutzten Sexualkontaktes mit einem infizierten Partner keine Ansteckung erfolgte Eine gleichzeitig vorliegende andere Geschlechtserkrankung erhoht das Infektionsrisiko um das 5 bis 10fache eine hohe Viruslast des Ubertragers sogar um das 10 bis 30fache Frischinfizierte weisen in den ersten Wochen eine hohe Viruslast auf da der Korper in diesem Stadium uber keine spezifischen Antikorper gegen das HI Virus verfugt Geschlechtsverkehr wahrend der Regelblutung der Frau ist mit einem erhohten Infektionsrisiko fur beide Partner verbunden beschnittene Manner haben ein geringeres Infektionsrisiko Insgesamt scheint das Infektionsrisiko nicht konstant uber die Anzahl der Kontakte zu sein so dass das Risiko einzelner Kontakte womoglich erheblich zu niedrig angegeben ist Mit einer antiretroviralen Therapie nimmt das Ubertragungsrisiko durch die sinkende Viruslast in Blut und Sekreten erheblich ab Vaginalverkehr Ungeschutzter vaginaler Geschlechtsverkehr ist mit vergleichsweise hohem Risiko behaftet 0 05 0 1 pro Sexakt Trockener Sex Das Infektionsrisiko ist hierbei deutlich erhoht da aufgrund der schmerzhaften Friktionen Einrisse und Blutungen der Vaginalschleimhaut haufig vorkommen und Kondome falls verwendet in dem trockenen Milieu seltener funktionsfahig bleiben 28 29 Bei Analverkehr treten haufig kleine Risse an der Schleimhaut auf daher ist das Risiko im Vergleich zum Vaginalverkehr nochmals signifikant erhoht Fellatio Oralverkehr mit Spermaaufnahme durch den Mund Das Infektionsrisiko ist sehr gering eine Infektion ist jedoch nicht ausgeschlossen Das Risiko einer Infektion durch Vorflussigkeit Praejakulat ist sehr klein und bei Oralsex vernachlassigbar 30 Cunnilingus Oralverkehr bei der Frau Das Risiko wird ebenfalls als ausserst gering eingeschatzt solange kein Kontakt mit Menstruationsblut stattfindet Anilingus Das Risiko wird als ausserst gering eingeschatzt Andere Sexualpraktiken bei denen kein Kontakt zu Schleimhauten Blut Sperma oder Vaginalsekret besteht haben ein extrem geringes Infektionsrisiko Postexpositionelle Prophylaxe Hauptartikel Postexpositionsprophylaxe Teilweise besteht nach einer Risikosituation die Option einer moglichen HIV Infektion entgegenzutreten Solche Massnahmen beinhalten das Waschen des Penis nach dem Verkehr Ausdrucken der Stichwunden und Behandlung mit Desinfektionsmittel Daruber hinaus besteht die Moglichkeit einer medikamentosen postexpositionellen Prophylaxe PEP Diese bietet den bestmoglichen Schutz wenn die Behandlung innerhalb von zwei Stunden nach Exposition begonnen wird kann aber bis zu 24 Stunden nach intravenoser und bis zu 72 Stunden nach anderer Exposition uber die Schleimhaute noch immer wirksam sein 16 Deshalb sollte nach einem begrundeten Ansteckungsverdacht immer sofort ein Arzt aufgesucht werden der uber mogliche Massnahmen informiert und diese auch einleiten kann Die Medikation der PEP entspricht im Wesentlichen der antiretroviralen Therapie eines HIV positiven Patienten und dauert in der Regel vier Wochen HIV Tests Hauptartikel HIV Test HIV Tests unterteilen sich in Suchtests und Bestatigungstests Ziel eines Suchtests zum Beispiel ELISA Suchtest ist es moglichst alle infizierten Personen zu erkennen um den Preis dass auch einige nichtinfizierte falschlicherweise positiv getestet werden Wird eine Person im Suchtest positiv getestet so ist in vielen Landern ein Bestatigungstest in Deutschland und den USA Western Blot Bestatigungstest vorgeschrieben um eine falsch positive Diagnose zu verhindern HIV Tests werden meist in einem Labor durchgefuhrt Es existieren jedoch auch Schnelltests die ohne technische Hilfsmittel teilweise bereits nach wenigen Minuten ein Ergebnis anzeigen konnen 31 Ein HIV Test darf nur mit ausdrucklicher Zustimmung des Betroffenen durchgefuhrt werden eine Testung ohne Wissen des Patienten ist rechtlich unzulassig und kann dementsprechend geahndet werden Anonymisierte MeldepflichtenIn Deutschland ist der direkte oder indirekte Nachweis von HIV nichtnamentlich meldepflichtig nach 7 Absatz 3 des Infektionsschutzgesetzes IfSG Also muss ein positiver HIV Test vom Labor in anonymisierter Form an das Robert Koch Institut in Berlin gemeldet werden 8 Absatz 1 Nummer 2 3 oder Absatz 4 10 Absatz 2 und 4 IfSG In Osterreich ist nur die AIDS Erkrankung nicht aber die blosse HIV Infektion meldepflichtig Denn eine AIDS Erkrankung ist nach dem AIDS Gesetz 32 definiert wenn sowohl der Nachweis einer Infektion mit dem HI Virus als auch zumindest eine Indikatorerkrankung 33 vorliegt 1 AIDS Gesetz Eine solche Erkrankung sowie jeder dadurch verursachte Todesfall sind meldepflichtig 2 AIDS Gesetz Die Meldung muss binnen einer Woche ab Diagnosestellung an das Gesundheitsministerium in Wien gestellt werden Dabei sind allerdings nur die Initialen Anfangsbuchstabe des Vor und Familiennamens Geschlecht und Geburtsdatum und relevante anamnestische und klinische Angaben zu ubermitteln 3 AIDS Gesetz In der Schweiz sind erfullte klinische Kriterien zur Erkrankung AIDS und der positive laboranalytische Befund zum HI Virus meldepflichtig und zwar nach dem Epidemiengesetz EpG in Verbindung mit der Epidemienverordnung und Anhang 1 bzw Anhang 3 der Verordnung des EDI uber die Meldung von Beobachtungen ubertragbarer Krankheiten des Menschen Vom Arzt Spital usw sind nur Vornamenscode Wohnort Geburtsdatum Geschlecht Staatsangehorigkeit und Herkunftsland vom Labor sind nur Vornamenscode Wohnort Geburtsdatum und Geschlecht zur Person zu melden Krankheitsverlauf Verlauf einer HIV Infektion AIDS Lymphozytenzahl Viruslast CD4 T Lymphozytenzahl Helferzellzahl Zellen mm HIV RNA Kopien pro ml Blutplasma Eine HIV Infektion verlauft in vier Phasen Akute Phase Zwei bis sechs Wochen nach einer Infektion konnen grippeahnliche Symptome wie Fieber Nachtschweiss geschwollene Lymphknoten und Ubelkeit auftreten Die haufigsten Symptome einer akuten HIV Infektion sind angegeben nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens 34 80 Fieber 78 Abgeschlagenheit Mudigkeit 68 Unwohlsein Krankheitsgefuhl 54 Kopfschmerzen 54 Appetitverlust 54 Arthralgien Gelenkschmerzen 51 Hautausschlag 51 Nachtschweiss 49 Myalgien Muskelschmerzen 49 Ubelkeit 46 Diarrhoe Durchfall 46 Fieber und Ausschlag als Kombination 44 Pharyngitis oder Schluckschmerzen 37 orale Ulzerationen Geschwure im Mund 34 Steifer Nacken vermutlich aufgrund der auch dort befindlichen und angeschwollenen Lymphknoten 32 Gewichtsverlust grosser als 2 5 kg 24 Lichtscheu Manche Patienten bemerken obige Symptome jedoch nicht oder sie haben keine Da die Symptome sehr unspezifisch sind und viele andere Ursachen haben konnen bleiben HIV Infektionen oft erst unerkannt Eine HIV positive Diagnose kann nicht allein anhand von Symptomen der akuten Phase gestellt werden sondern nur mittels eines HIV Tests Zur Diagnostik einer akuten HIV Infektion dient ein positiver HIV RNA Test durch eine RT PCR und ein negativer oder grenzwertiger Bestatigungstest 34 HIV Infektionen die sechs Wochen oder mehr zuruckliegen werden in der Regel per Antikorper Antigen Suchtest statt PCR diagnostiziert Latenzphase In dieser Zeit vermehrt sich das Virus im Korper Betroffene sofern sie von ihrer Infektion wissen leiden allenfalls psychisch darunter korperliche Symptome treten hingegen oft nicht auf Die Latenzzeit dauert im Durchschnitt neun bis elf Jahre Es gibt sowohl Patienten die innerhalb von Monaten nach der Ansteckung AIDS entwickeln als auch solche bei denen trotz Ansteckung in den 80er Jahren und ohne antiretrovirale Therapie bis heute keine Progression zu AIDS festzustellen ist 35 AIDS Related Complex ARC Dieser Ausdruck wurde fruher fur das klinische Stadium B der CDC Klassifikation also das Auftreten von klinischen Symptomen die aber nicht zu den AIDS definierenden Erkrankungen gehoren verwendet Unbehandelt folgt der Ubergang in das Vollbild AIDS 36 Krankheitsphase Die Diagnose AIDS wird gestellt wenn bei einem HIV Positiven bestimmte Infektionen oder bosartige Tumoren die sogenannten AIDS definierenden Erkrankungen festgestellt werden Die Infektionen werden als opportunistische Infektionen bezeichnet Fur das intakte Immunsystem eines gesunden Menschen sind sie oft harmlos Durch das kompromittierte Immunsystem eines HIV Positiven kann sich der Organismus jedoch nicht ausreichend wehren es treten die oben genannten Infektionen auf Als Mass fur die Zerstorung des Immunsystems dient die Anzahl der T Helfer Zellen im Blut eines HIV Infizierten TherapieDie Indikation zur Behandlung einer HIV Infektion ergibt sich aus klinischem Befund HIV assoziierte Symptome und Erkrankungen opportunistische Infektionen Immunstatus CD4 positive T Helfer Lymphozyten und Virusdynamik HI Viruslast bei den infizierten Patienten 37 Highly Active Antiretroviral Therapy HAART Mit Highly active antiretroviral therapy HAART wird die medikamentose Kombinationstherapie aus mindestens drei antiretroviralen Wirkstoffen bezeichnet Ziel von HAART ist das Immunsystem zu rekonstituieren und den Ausbruch des Krankheitsbildes AIDS zu verhindern Eine erfolgreiche HAART druckt die Viruslast Konzentration des HI Virus 38 im Blut unter die Nachweisgrenze woraufhin die Anzahl der CD4 Zellen wieder ansteigt und damit das Immunsystem gegen opportunistische Infektionen und andere AIDS definierende Erkrankungen gestarkt wird Da das Virus schnell Resistenzen gegen einzelne Wirkstoffe entwickelt hat sich die Therapie durch die Einnahme aus drei antiretroviralen Wirkstoffen durchgesetzt Bei aktuellen Medikamenten sind diese drei Wirkstoffe in einer Tablette vereint die einmal taglich eingenommen wird Antiretrovirale Therapie kann die Lebenserwartung HIV Infizierter deutlich verlangern jedoch keine vollstandige Eradikation des Virus und damit eine Heilung bewirken Zudem konnen mitunter schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten denen jedoch in der Regel durch einen Wechsel der Wirkstoffkombination entgegengetreten werden kann Eine einmal begonnene ART sollte nicht mehr abgesetzt werden um Resistenzbildung zu verhindern Aus demselben Grund ist eine regelmassige Tabletteneinnahme unumganglich siehe Adherence Basiskombinationen Nukleosid Nukleotidkombinationen wie Tenofovir Emtricitabin oder Abacsavir Lamivudin wurden 2009 fur die Initialtherapie mit einem NNRTI wie Efavirenz oder Nevirapin oder einem PI wie Atazanavir Fosamprenavir Lopinavir oder Saquinavir kombiniert 39 Aufgrund neuer medizinischer Studienergebnisse sowie der Entwicklung und Zulassung neuer antiretroviraler Arzneistoffe und Substanzklassen befindet sich HAART in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess Dennoch gibt es eindeutige Leitlinien auf nationaler 40 41 europaischer 42 und internationaler 43 Ebene zu den verschiedenen Aspekten der antiretroviralen Therapie Zurzeit werden mehrere Wirkstoffklassen angewandt Nukleosid und Nukleotidanaloga NRTI Nichtnukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NNRTI HIV Proteaseinhibitoren PI Entry und Fusionsinhibitoren sowie Integraseinhibitoren Die Kriterien fur den besten Startzeitpunkt einer HAART sind in den jeweiligen nationalen Leitlinien definiert Diese wagen die Gefahr an AIDS zu erkranken gegen die Risiken einer moglichen Langzeittoxizitat und Resistenzbildung ab Die europaische Empfehlung zum Therapiebeginn berucksichtigt drei Faktoren das klinische Bild des Patienten seinen CD4 Wert und die Viruslast Patienten die bereits AIDS definierende Erkrankungen haben CDC C wird eine HAART dringend empfohlen Auch beim Auftreten von Erkrankungen die auf ein geschwachtes Immunsystem hindeuten jedoch nicht AIDS definierend sind CDC B wird eine HAART empfohlen Dies gilt auch fur Patienten die symptomfrei sind deren Anzahl der CD4 Zellen aber unter 350 liegt Ebenso angeraten ist der Beginn der HAART laut der Empfehlung bei Patienten mit einem CD4 Wert zwischen 350 und 500 wenn eine hohe Viruslast vorliegt gt 100 000 Aufgrund der fur den Patienten weitreichenden Konsequenzen wird die Entscheidung individuell getroffen so dass der Patient zuvor uber Risiken und Nebenwirkungen ausreichend informiert und psychisch auf die Therapie eingestellt ist Wirkstoffe Schematische Darstellung der Mechanismen vier verschiedener Wirkstoffklassen antiretroviraler Medikamenten gegen HIV Nukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NRTI Nukleosid Analoga auch nukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NRTI umgangssprachlich Nukes genannt setzen an der reversen Transkriptase an einem Enzym des HI Virus das das virale RNA Genom in doppelstrangige DNA ubersetzt Anschliessend baut ein weiteres virales Enzym die Integrase diese virale DNA in die DNA der menschlichen Wirtszelle ein Die NRTI stellen hierbei ein alternatives Substrat dar und konkurrieren mit den physiologischen korpereigenen Nukleosiden unterscheiden sich von diesen jedoch durch ein verandertes Zuckermolekul Der Einbau der NRTI behindert die Struktur der Doppelstrangbindung und fuhrt daher zu Kettenabbruchen in der Virus DNA Hierbei entsprechen die Wirkstoffe Zidovudin Azidothymidin AZT und Stavudin d4T dem DNA Baustein Thymidin Lamivudin 3TC dem Cytidin wahrend Didanosin ddl analog zu Inosin und Abacavir ein Guanosin Anologon ist Eine Kombination von Analoga mit gleichem Ansatzpunkt etwa AZT und d4T ist nicht sinnvoll Zahlreiche Nebenwirkungen konnen bei der Therapie mit NRTI auftreten Haufig sind Kopfschmerzen gastrointestinale Beschwerden Vollegefuhl oder Ubelkeit Erbrechen und Diarrhoeen sowie allgemeine Mudigkeit Als Folge langerer Anwendung kann es zur Laktatazidose Ansammlung von Milchsaure im Blut Myelotoxizitat Knochenmarksschadigung Schadigung peripherer Nerven und Bauchspeicheldrusenentzundungen kommen Auch eine Lipodystrophie eine auch bei Therapie mit HIV Proteaseinhibitoren zu beobachtende Umlagerung von Korperfett kann bei langerer Einnahme von NRTI auftreten Viele dieser Nebenwirkungen sind eine Folge der mitochondrialen Toxizitat Mitochondrien die in den Zellen fur die Energiebereitstellung verantwortlich sind benotigen ebenfalls Nukleoside Durch den Einbau von NRTI statt Nukleosiden kommt es zu Stoffwechselstorungen und zur Degeneration der Mitochondrien 44 Bei der Toxizitat der einzelnen Substrate gibt es erhebliche Unterschiede NRTI werden unverandert in die Zelle aufgenommen und dort durch Phosphorylierung aktiviert Sie werden uberwiegend uber die Niere renal eliminiert und haben daher wenig Wechselwirkung mit Medikamenten die in der Leber verstoffwechselt werden Weiter NRTI sind Emtricitabin und Tenofovir 45 Nichtnukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NNRTI Wahrend NRTIs als falsche Bausteine die reverse Transkriptase hemmen binden nichtnukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren NNRTI direkt an dieses Enzym nahe der Substratbindungsstelle fur Nukleoside Zurzeit gibt es drei NNRTIs auf dem Markt Nevirapin NVP Delavirdin DLV und Efavirenz EFV Wahrend Nevirapin und Efavirenz etwa gleich effektiv sind spielt Delavirdin in der Therapie kaum eine Rolle und ist in Deutschland noch nicht zugelassen Ein weiterer NNRTI ist Etravirin Als Einzelsubstanz zeigen NNRTIs nur eine begrenzte Wirkung in Kombinationstherapie mit zwei NRTIs sind sie aus immunologisch virologischer Sicht mit HIV Proteaseinhibitoren gleichwertig Bisher konnte keine Studie nachweisen dass die Uberlebenszeit verbessert wurde und die Krankheit langsamer fortschreitet als mit HAART 46 Jedoch wurde eine Verbesserung der Lebensqualitat beschrieben 47 Zur Zulassung wurden ausschliesslich Studien zu verbesserten CD4 Zellzahlen und zur niedrigeren Viruslast benutzt Surrogatmarker Studien Durch ihre gute Vertraglichkeit und die geringere Pillenzahl werden sie haufig den HIV Proteaseinhibitoren vorgezogen NNRTIs sind recht empfindlich Schon eine Punktmutation genugt um eine Resistenz des Virus gegen den Wirkstoff zu erzeugen Zudem bestehen Kreuzresistenzen Zeigt ein Virus Resistenzen gegen einen NNRTI so sind meist alle NNRTIs wirkungslos NNRTIs werden in der Leber verstoffwechselt Cytochrom P450 System Die Nebenwirkungsprofile der einzelnen Wirkstoffe unterscheiden sich erheblich Bei der Therapie mit Nevirapin stehen vor allem allergische Reaktionen und Lebertoxizitat im Vordergrund Ein Ausschlag tritt bei bis zu 20 der Patienten auf und fuhrt bei 7 zum Abbruch der Nevirapineinnahme Um die Gefahr von Allergien zu mindern wird Nevirapin zu Beginn der Therapie in niedriger Dosierung gegeben Anschliessend wird die Dosis schrittweise erhoht Lebertoxizitat ist eine seltene aber unter Umstanden lebensbedrohliche Nebenwirkung von Nevirapin Daher sollten zu Beginn der Therapie die Leberwerte vor allem die Transaminasen engmaschig kontrolliert werden Die Nebenwirkungen von Efavirenz betreffen hingegen vor allem das zentrale Nervensystem Sie treten meist zu Beginn der Therapie auf und schwachen sich danach ab Wahrend der ersten vier Wochen einer Studie traten bei zwei Dritteln der Patienten Schwindel bei nahezu der Halfte Albtraume und bei etwa einem Drittel der Patienten Benommenheit und Schlafstorungen auf Diese nahmen aber meist nach einiger Zeit ab Wahrend Nevirapin zur Vorbeugung gegen eine Mutter zu Kind Ubertragung PMTCT Prevention of Mother to Child Transmission eingesetzt wird ist Efavirenz in der Schwangerschaft kontraindiziert Angesichts der Wirkung auf das zentrale Nervensystem ist die Verkehrstauglichkeit fraglich Ein Vorteil von Efavirenz gegenuber Nevirapin ist die geringere Lebertoxizitat Delavirdin ist wegen der hohen Pillenzahl und der dreimal taglichen Einnahme den anderen Wirkstoffen unterlegen Zudem ist es zurzeit nicht auf dem deutschen Markt zugelassen Proteaseinhibitoren PI Kann das HIV Enzym HIV Protease das virale Makromolekul gag pol Polyprotein nicht spalten so werden nichtinfektiose Viruspartikel produziert HIV Proteaseinhibitoren etwa Atazanavir Darunavir Fosamprenavir Indinavir Nelfinavir Saquinavir und Tipranavir 48 wurden mit dem Wissen uber die molekulare Struktur des Enzyms so modelliert dass sie direkt im aktiven Zentrum der Protease binden konnen Die gute Wirksamkeit von HIV Proteaseinhibitoren wurde anhand von klinischen Endpunkten nachgewiesen Sie haben zu einer deutlichen Verbesserung der Therapie beigetragen 49 Bei der Langzeitbehandlung zeigen sich jedoch einige Probleme die zu Storungen im Fettstoffwechsel fuhren und in der Folge Lipodystrophie Fettverteilungsstorungen und Dyslipidamie erhohte Blutfettwerte auslosen konnen Der Grund liegt wahrscheinlich in der mitochondrialen Toxizitat da HIV Proteaseinhibitoren offenbar ahnlich den NRTI die Mitochondrien schadigen 44 Weitere Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden Der Abbau der HIV Proteaseinhibitoren geschieht in der Leber durch das Cytochrom P450 Enzymsystem Der HIV Proteaseinhibitor Ritonavir RTV hemmt dieses System Man ging daher dazu uber andere Proteaseinhibitoren zusammen mit Ritonavir zu verabreichen um den Abbau zu verlangsamen und die Plasmahalbwertszeit zu verlangern Dies wird als Booster bezeichnet Mittlerweile gibt es den HIV Proteaseinhibitor Lopinavir LPV r kombiniert mit einer Boosterdosis Ritonavir 50 Dies fuhrt zu einer fast 100 fach grosseren Plasma Konzentration von Lopinavir und zu einer grosseren Barriere gegen Resistenzen Daher wird Lopinavir Ritonavir Handelsname Kaletra zumeist nach Therapieversagen anderer Medikamente benutzt Salvage Bereich Ein weiteres Problem ist die Wechselwirkung von HIV Proteaseinhibitoren mit vielen anderen Substanzen zum einen uber das Cytochrom P450 Enzymsystem mit Inhaltsstoffen der Grapefruit zum anderen besteht eine gegenseitige Wechselwirkung sowohl gegenseitige Abschwachung als auch gegenseitige Verstarkung zu Ostrogen was den gleichzeitigen Einsatz von HIV Proteasehemmern und hormonellen Kontrazeptiva verhindert 51 Entry Inhibitoren Entry Inhibitoren unterbrechen den Eintritt des Virus in die Wirtszelle Fusions Inhibitoren FI Anfang 2003 wurde der erste Fusionsinhibitor Enfuvirtid ENF entwickelt unter der Bezeichnung T 20 auf den Markt gebracht T 20 bindet an das fur die Fusion des Virus mit der Zellmembran der T Helferzellen wichtige Transmembranprotein gp41 und blockiert so den Eintritt des Virus in die Zelle Besonders interessant wird die Substanz dadurch dass sie keine mitochondriale Toxizitat und damit kein Lipodystrophiesyndrom auslost T 20 ist mit seinen 36 Aminosauren zu gross fur eine orale Einnahme In seiner jetzigen Form muss T 20 taglich subkutan gespritzt oder uber eine Infusionspumpe verabreicht werden Als Nebenwirkung treten haufig Hautirritationen an der Einstichstelle auf Erste Studien ergaben dass eine blosse Hinzugabe von T 20 zu einer klassischen antiretroviralen Therapie nur einen begrenzten Erfolg mit sich bringt Zwei grosse Studien die T 20 zu einer optimierten HAART gegen eine optimierte HAART ohne T 20 verglichen zeigte jedoch signifikant bessere Werte im T 20 Arm der Studie Das lasst darauf schliessen dass besonders diejenigen Patienten von T 20 profitieren die noch andere medikamentose Optionen haben 52 T 20 kann offenbar zu Interaktionen mit Granulozyten fuhren die bei einigen Patienten zu vermehrten Infektionen fuhrten Eine rasche Resistenzbildung des Virus ist zudem recht wahrscheinlich Jedoch scheint die virale Angepasstheit an den menschlichen Wirt der resistenten Stamme vermindert zu sein Dennoch gibt T 20 den Patienten die auf Grund von Nebenwirkungen oder Resistenzen ihre Therapie umstellen mussen eine Option Erste Wahl zu Therapiebeginn ist T 20 jedoch nicht und das nicht nur auf Grund der Studienlage T 20 ist nach Aussage der Herstellerfirma F Hoffmann La Roche AG eine der am aufwendigsten zu produzierenden Substanzen der Firmengeschichte Dies spiegelt sich im Preis wider der mit uber 24 000 Euro pro Jahr hoher als einige Dreifachkombinationen herkommlicher antiretroviraler Medikamente liegt Weiterhin gibt es seit Fruhjahr 2007 Maraviroc MVC im Expanded Access Programm zur Letztbehandlung von HIV Patienten die sonst keine Therapieoption mehr haben An anderen Fusionsinhibitoren und an einer wochentlich zu verabreichenden T 20 Injektion wird geforscht Integrase Inhibitoren II Nach vielen Fehlschlagen und Schwierigkeiten in den 1990ern begann ab 2000 die Entwicklung der Integrase Inhibitoren an Fahrt aufzunehmen Damals wurde das Prinzip der Strangtransfer Inhibition aufgedeckt 53 Seit 2005 geht es nun auch in klinischen Studien rasant voran spatestens nach den ersten Daten der Phase III Studien zu Raltegravir MK 0518 sind die Integrasehemmer die nachste neue Substanzgruppe in der HIV Therapie MK 0518 ist mittlerweile im Expanded Access Programm also zur Letztbehandlung von HIV Patienten die sonst keine Therapieoption mehr haben zugelassen 54 CCR5 Korezeptor Inhibitoren CCR5I Maraviroc s o 55 Monoklonaler Antikorper Im Marz 2018 hat die FDA den ersten HIV 1 Inhibitor und langwirksamen Monoklonalen Antikorper Ibalizumab uiyk Trogarzo Hersteller TaiMed Biologics Taiwan und Theratechnologies Kanada zugelassen und zwar zur Behandlung von solchen Patienten die multiresistent auf die Behandlung mit all den o a Behandlungsschemata sind Die FDA bewilligte den Zulassungsantrag im Rahmen von Fast Track Priority Review und Breakthrough Therapy Trogarzo erhielt auch den Orphan Drug Status der Anreize zur Unterstutzung und Forderung der Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Krankheiten bietet 56 57 58 Experimentelle Therapien Maturations Inhibitoren Maturations Inhibitoren Reifungshemmer hemmen die Knospung neuer Virionen Wie bei den Integrasehemmern wurde 2005 erstmals in vivo eine antiretrovirale Wirkung nachgewiesen Bevirimat PA 457 ist ein Derivat der Betulinsaure die als Triterpen Carbonsaure aus Birken oder Platanenrinde isolierbar ist und als Zytostatikum gegen Melanome eingesetzt wird PA 457 hemmt die Knospung bzw Reifung neuer Virionen 59 Studien der Phase IIa sind bereits veroffentlicht 60 Studien der Phase IIb verlaufen aufgrund unerwarteter Schwierigkeiten in der Dosisfindung schleppend 61 Tre Rekombinase Forscher des Hamburger Heinrich Pette Instituts Leibniz Institut fur Experimentelle Virologie und des Max Planck Instituts fur molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden arbeiten mit dem vielversprechenden Ansatz das HIV Genom gezielt aus der DNA infizierter Wirtszellen herauszuschneiden und damit die Infektion dieser Zellen ruckgangig zu machen Dafur haben sie ein spezielles Enzym die Tre Rekombinase entwickelt das als Gen Schere fungiert Das Enzym wird nur in Anwesenheit der proviralen DNA aktiviert also nur in infizierten Zellen Nach mehreren vielversprechenden Experimenten in vitro 62 gelang es den Wissenschaftlern 2013 mit HIV infizierte humanisierte 63 Mause von HIV zu befreien und damit zu heilen Allerdings trugen diese transgenen Mause das Gen fur die Tre Rekombinase von vornherein im Genom 64 Ob mit Hilfe der Tre Rekombinase eine effiziente Therapie von HIV Infektionen bzw eine Heilung entwickelt werden kann ist derzeit noch nicht abzuschatzen Die Forscher hoffen in naher Zukunft die Wirksamkeit der Tre Rekombinase im Rahmen einer klinischen Studie auch am Menschen untersuchen zu konnen Monoklonale Antikorper Eine einmalige Gabe eines Cocktails mit mehreren Antikorpern wirkte bei infizierten Rhesusaffen im Schnitt 56 Tage lang Einige Tiere blieben danach auf Dauer gesund 65 Stammzelltransplantation Anfang 2013 gab eine Arbeit die Hoffnung auf Heilung die zeigte dass eine langzeitige Virusreduktion gefolgt von einer hamatopoetischen Stammzelltherapie das HI Virus vielleicht vollstandig entfernen konnte 66 Dies schien vorerst auch zu funktionieren jedoch erlitten beide in Boston so behandelten Patienten nach einigen Wochen Virusfreiheit ein Rezidiv und mussen nun wieder antiretroviral behandelt werden 67 Wahrend der US Amerikaner Timothy Ray Brown der ebenfalls eine Stammzelltransplantation erhielt bis heute als erster geheilter Aids Patient gilt 68 69 Gentherapie Durch teilweise Entfernung des Corezeptors CCR5 aus dem Genom der CD4 positiven T Zellen mit einem adoptiven Zelltransfer und Genome Editing kann das Absinken der Konzentration der CD4 positiven T Zellen verlangsamt werden 70 Vorbeugung AIDS Pravention in der Offentlichkeit Pravention ist die effektivste Massnahme gegen HIV Allgemein sollte der Kontakt zu fremdem Blut und Sperma vermieden werden Durch den Gebrauch von Kondomen auch Femidomen und Lecktuchern sterilen Nadeln bei der Einnahme von Drogen beim Stechen von Piercings Tatowierungen und anderen blutigen Methoden der Korpermodifikation wie auch im medizinischen Bereich sowie einer strikten Kontrolle des Blutes im Rahmen von Blutspenden kann man einer Infektion sehr sicher entgehen Vorsicht ist auch bei wundverursachenden Methoden im Bereich des BDSM geboten Die UNESCO hat 2004 mit EDUCAIDS ein weltweites Programm zur Aufklarung der Bevolkerung gestartet Erfolgreich 71 eingesetzt wird auch die Praexpositionsprophylaxe PrEP als Praventionsmassnahme bei der HIV negative Personen praventiv Medikamente der antiretroviralen HIV Therapie einnehmen um sich vor einer moglichen HIV Infektion zu schutzen Nach einem Ereignis mit Ansteckungsrisiko kann die Wahrscheinlichkeit einer Infektion vermindert werden wenn eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe durchgefuhrt wird Ein ausreichend effektiver HIV Impfstoff existiert bisher nicht An der hohen Mutationsrate des HI Virus scheiterten bisher die langjahrigen Forschungen um Impfstoffe die die Bildung von schutzenden Antikorpern gegen das Oberflachenprotein gp120 fordern sollten Als das Mittel gegen das sehr ahnliche SIV SI Virus simian Immunodeficiency virus der Affen erfolgreich getestet worden war hatte das HI Virus in freier Wildbahn die Struktur seines gp120 Oberflachenproteins verandert Prophylaxe opportunistischer InfektionenAbhangig von Ausmass der Immunsuppression ergibt sich die Indikation zur Primarprophylaxe opportunistischer Infektionen CD4 Schwellenwerte oberhalb derer bestimmte HIV assoziierte Erkrankungen unwahrscheinlich sind unterhalb 50 µl CMV Retinitis Kryptosporidiose und atypische Mykobakteriosen MOTT unter 100 µl zerebrale Toxoplasmopse HIV Encephalopathie Kryptokokkose und Miliarttuberkulose unter 250 µl Pneumocystis jiroveci Pneumon Soor Osophagitis und progressive multifokale Leukencephalopathie unter 350 µl Zoster durch Herpes Zoster Virus Ulzera durch Herpes simplex Viren HSV und Mundsoor ohne Grenze des Schwellenwerts Kaposi Sarkom Lungen Tuberkulose und bakterielle Pneumonien Im Gegensatz zur von der CD4 Zellzahl abhangigen Primarprophylaxe erfolgt eine Sekundarprophyaxe oder Postexpositionsprophylaxe siehe auch postexpositionelle Prophylaxe als Erhaltungstherapie nach bereits durchgemachter Erkrankung Gabe von Cotrimoxazol nach Lungenentzundung Pneumonie durch Pneumocystis jirovecii PCP und Toxoplasmose Isoniazid INH bei Risikopatienten nach Tuberkulose Azithromycin nach atypischer Mykobakteriose Pneumokokken Impfung nach bakterieller Pneumonie Expositionsprophylaxe nach Erkrankung durch Kryptosporidien Vermeiden des Trinkens von Leitungswasser keine Primarprophylaxe empfohlen Stand 2009 nach CMV Retinitis Candidose HSV Varizella Zoster Virus und Kryptokokken 72 EpidemiologieDie Pravalenz betragt weltweit 0 0059 in Deutschland 0 0007 in Osterreich 0 0011 Stand 2006 Allgemein Anteil der HIV Infizierten und AIDS Kranken an der Bevolkerung weltweit 2009 keine Daten verfugbar unter 0 1 0 1 0 5 0 5 1 1 5 5 15 15 50 Globale Statistik der HIV AIDS Epidemie Jahr Mit HIV lebende Personen Neuinfektionen Todesfalle Personen unter Therapie Quelle2000 28 9 Mio 3 2 Mio 1 5 Mio 0 8 Mio 2005 31 8 Mio 2 5 Mio 2 0 Mio 2 2 Mio 2010 33 3 Mio 2 2 Mio 1 5 Mio 7 5 Mio 2011 33 9 Mio 2 2 Mio 1 4 Mio 9 1 Mio 2012 34 5 Mio 2 2 Mio 1 4 Mio 11 Mio 2013 35 2 Mio 2 1 Mio 1 3 Mio 13 Mio 2014 35 9 Mio 2 1 Mio 1 2 Mio 15 Mio 2015 36 7 Mio 2 1 Mio 1 1 Mio 17 Mio 2016 36 7 Mio 1 8 Mio 1 0 Mio 20 9 Mio 73 2017 36 9 Mio 1 8 Mio 0 9 Mio 20 9 Mio 74 2018 37 9 Mio 1 7 Mio 0 77 Mio 23 3 Mio 75 2019 38 0 Mio 1 7 Mio 0 69 Mio 25 4 Mio 76 Aus epidemiologischer Sicht war das weltweite Verteilungsmuster von HIV sowie dessen ungleichmassige Ausbreitung im Gegensatz zu den meisten anderen Viren ungewohnlich Das erste entdeckte HI Virus war HIV 1 Subtyp B aus der Hauptgruppe M Dieses Virus tauchte erstmals um 1925 in Zentralafrika auf 77 Ein internationales Forscherteam kam nach Gen Analysen zahlreicher HIV Subtypen aus aller Welt zu dem Schluss dass dieses Virus um das Jahr 1966 von Afrika nach Haiti gelangte Die Untersuchungen belegen ferner dass sich das Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit zunachst innerhalb von Haiti und danach von dort uber die ganze Welt ausbreitete Es erreichte von Haiti aus im Jahr 1969 die USA was anhand von Virusproben der ersten bekannten AIDS Patienten aus Haiti nachvollzogen werden konnte 78 In den USA habe sich das Virus zunachst sehr langsam in der heterosexuellen Bevolkerung ausgebreitet bevor es sich dann wenig spater innerhalb der Hochrisiko Gruppe homosexueller Manner starker verbreitete Wahrend die HIV Epidemie in den USA bereits in den 1980er Jahren begann gab es einige Lander die von HIV verschont zu sein schienen dann aber mit grosser Geschwindigkeit vom Virus erobert wurden So geschah es vor allem in Osteuropa und Asien Mitte der 1990er Jahre In anderen Landern zum Beispiel Kamerun blieb die Pravalenz von HIV jahrelang stabil um dann sprunghaft anzusteigen Auch eine Obergrenze in der HIV Pravalenz scheint es nicht zu geben So stieg die Quote der schwangeren Frauen mit HIV in stadtischen Zentren in Botswana nach 1997 in vier Jahren von 38 5 auf 55 6 Eine nachhaltig erfolgreiche Bekampfung von HIV AIDS in afrikanischen Hochpravalenzlandern muss die Reduktion sowohl von AIDS bedingten Todesfallen als auch von Neuinfektionen umfassen Daten aus einigen schwer von der HIV Epidemie getroffenen Landern wie Kenia Ruanda Uganda und Simbabwe zeigen dass sich die Rate der Neuinfektionen durch verschiedene Massnahmen verringern lasst Als Grundlagen dieses Erfolges gelten die landesweite Einfuhrung von Sexualkundeunterricht die zunehmende Einfuhrung der antiretroviralen Therapie flachendeckende Kampagnen zur Steigerung der Akzeptanz von Kondomen HIV Tests deren Ergebnisse noch am selben Tag bekannt gegeben werden und Selbsthilfe Kits fur sexuell ubertragbare Krankheiten Diese Erfolge sind jedoch nur mit finanziellen Mitteln durchfuhrbar die viele der Hochendemie Lander in Afrika nicht allein aufbringen konnen Unabdingbar ist ferner ebenso ein politischer Wille diese Seuche aktiv zu bekampfen Laut Daten aus Uganda konnte die Pravalenz von HIV bei schwangeren Frauen von fast 30 im Jahr 1992 auf 5 4 im Jahr 2007 gesenkt werden 5 Das Erfolgsmodell Uganda ist nicht unumstritten Zur Reduktion der HIV Pravalenz haben auch eine verbesserte Datenerhebung und die dramatische Sterblichkeitsrate von Menschen mit HIV AIDS beigetragen In Simbabwe ging die Pravalenz von 29 1997 auf 16 2007 zuruck Eine interdisziplinare UNAIDS Studie kam zum Schluss dass der hauptsachliche kausale Faktor eine Anderung des Sexualverhaltens war die durch Reduktion von ausserehelichem kommerziellem und gelegentlichem Sex zu einer deutlichen Reduktion der Anzahl von Sexualpartnern fuhrte 79 Weltweit Siehe auch Liste der Lander nach HIV Pravalenz Nach wie vor ist das sudliche Afrika besonders stark von der Epidemie betroffen Im Jahr 2012 fanden 70 aller HIV Neuinfektionen unter Erwachsenen hier statt Jedoch zeigt sich dass die Aufklarungs und Praventionsprogramme Erfolg haben Zwischen 2001 und 2012 sind die jahrlichen HIV Neuinfektionen im sudlichen Afrika um 34 zuruckgegangen Weltweit nahmen in 26 Landern die HIV Neuinfektionen im Zeitraum 2001 bis 2012 gar um 50 oder mehr ab darunter Athiopien Ghana Indien Thailand und die Ukraine Ein Anstieg der Neuinfektionen ist hingegen in Osteuropa und Zentralasien sowie dem Mittleren Osten und Nordafrika zu verzeichnen Das Land mit der weltweit hochsten HIV Rate ist Swasiland wo 2012 26 5 der Erwachsenen 15 bis 49 Jahre mit HIV infiziert waren 4 Deutschland HIV Infektionen in Deutschland Stand Ende 2018 Alle Zahlen sind Schatzungen Statistische Grosse ZahlHIV Infizierte 87 900Davon Manner 70 600 80 Davon Frauen 17 300 20 Verteilung nach InfektionsrisikoManner die Sex mit Mannern haben 54 200 73 5 Heterosexuell Infizierte 10 900 14 8 Intravenose Drogengebraucher 0 8 200 11 1 Durch Blutprodukte Infizierte 00 450 0 6 Neuinfektionen 2018Gesamt 0 2 400Davon Manner 0 2 000 80 Davon Frauen 00 400 20 AIDS TodesfalleSeit Beginn der Epidemie 29 200Im Jahr 2018 00 440Medizinische Versorgung 2018Geschatzte Zahl an Personen denen ihre HIV Infektion nicht bekannt ist 10 600 5 HIV Infizierte unter antiretroviraler Therapie 87 900 93 Quelle Epidemiologisches Bulletin Robert Koch Institut 2019 Im Jahr 1986 erreichte die Anzahl der HIV Neuinfektionen mit knapp 6000 Infektionen ihren Hohepunkt Im Jahr 1987 hat beispielsweise die bayerische Staatsregierung im Kampf gegen die Verbreitung des HI Virus eine Gesetzesinitiative zur Verscharfung des damaligen Bundes Seuchengesetzes erwogen mit Zwangstests fur Bewerber fur den offentlichen Dienst und Strafgefangene der Ausweisung HIV positiver Auslander bis hin zur Quarantane infizierter Personen in speziellen Heimen 80 81 In den 1990er Jahren kam es jahrlich zu etwa 2000 HIV Neuinfektionen Von 2000 bis 2005 stieg die Zahl der Neuinfektionen jahrlich kontinuierlich an besonders bei Mannern die Sex mit Mannern haben MSM Seit 2005 scheinen sich die jahrlichen Neuinfektionen bei einem Wert von etwa 3000 zu stabilisieren In Deutschland zahlt AIDS im Vergleich mit anderen Todesursachen mit etwa 460 Toten pro Jahr zu den eher unbedeutenden Todesursachen Nach Daten des Robert Koch Instituts RKI erlagen bis Ende 2015 insgesamt etwa 28 100 Menschen in Deutschland den Folgen der Immunschwache Im Jahr 2015 waren geschatzt 84 700 Menschen in Deutschland ca ein Mensch auf 1000 mit HIV infiziert 82 Die Inzidenz an Neuinfektionen ist dabei regional sehr unterschiedlich In Grossstadten Berlin Koln Hamburg Stuttgart Frankfurt am Main betrug sie im Jahr 2012 zwischen 10 und 13 100 000 Einwohnern wahrend sie im landlichen Raum deutlich niedriger lag Jedoch zeigt eine Analyse der Meldezahlen seit 2000 dass insbesondere unter MSM die Zahl der Meldungen ausserhalb der Grossstadte starker zugenommen hat als die Meldungen aus den Grossstadten und sich somit die Zahlen langsam angleichen 83 In grossen Stadten sind laut RKI 10 bis 12 Prozent der MSM HIV positiv 84 Von den etwa 3200 Neuinfizierten im Jahr 2015 waren nach Schatzungen des RKI etwa 82 Manner 64 der Neuinfizierten sind Manner die Sex mit Mannern haben etwa 13 der Ubertragungen kamen durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr zustande Tendenz steigend 9 der Infektionen durch infizierte Spritzen bei intravenosem Drogenkonsum und weniger als 1 Ubertragungen von der Mutter auf das Kind wahrend der Schwangerschaft und der Geburt Die Zahl der bisher noch nicht diagnostizierten HIV Positiven in Deutschland betragt laut Schatzungen etwa 12 600 82 Das Infektionsrisiko fur Manner die Sex mit Mannern haben ist damit signifikant hoher als bei ungeschutztem Geschlechtsverkehr bei heterosexuellen Paaren Die Krankheit betrifft alle gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Schichten 85 Die vom RKI ermittelten Daten zur Verbreitung von HIV und AIDS sind nur begrenzt mit fruher publizierten Schatzungen vergleichbar da zusatzliche Daten und Informationen sowie die Anpassung der Erhebungsmethodik die Berechnungen von Jahr zu Jahr verandern Das RKI passt daher die alljahrliche Auswertung der sich verandernden Datenlage an und interpoliert beispielsweise Daten aus den Anfangszeiten der HIV Epidemie um eine Gesamttendenz sichtbar zu machen Grund zur Besorgnis gibt weiterhin der kontinuierliche Anstieg von anderen sexuell ubertragbaren Krankheiten Nicht nur dass sich damit das Risiko einer HIV Infektion erhoht es zeigt auch dass die Akzeptanz von Kondomen rucklaufig ist und die Praventionsmassnahmen der letzten Jahrzehnte offensichtlich an Wirkung verlieren Osterreich Anfang 2008 lebten etwa 12 000 bis 15 000 HIV Infizierte in Osterreich etwa die Halfte davon in Wien Die Zahl der Neuinfektionen betragt seit 2003 etwa 450 pro Jahr 2015 428 86 Die niedrigste Rate war 1997 mit 297 die hochste 1993 mit 561 Neuinfektionen Die Anzahl der Neuinfektionen bleibt mittlerweile relativ konstant Zwischen 1983 und dem 5 Mai 2008 sind in Osterreich 2608 Menschen an AIDS erkrankt und 1468 gestorben Von 2003 mit 50 neuen Erkrankungen stiegen sie im Jahr 2004 auf 65 an 2006 erfolgten fast 42 der Neuinfektionen uber heterosexuelle Kontakte 1998 waren es 27 28 6 uber homosexuelle Kontakte und 20 5 uber intravenosen Drogenkonsum Pro Jahr werden in Osterreich rund eine Mio HIV Antikorper Tests durchgefuhrt 500 000 davon durch Spenden finanziert Ein Problem ist dass die Tests oft in der falschen Zielgruppe durchgefuhrt werden Pensionisten Einerseits wird sehr viel getestet andererseits wird bei vielen der Betroffenen die HIV Infektion erst im Zuge der tatsachlichen Erkrankung bekannt Schweiz In der Schweiz wurden im Jahr 2014 519 positive HIV Tests gemeldet Seit 2008 gibt es einen kontinuierlichen leicht abnehmenden Trend bei der Anzahl der HIV Diagnosen Besonders stark betroffen sind die Kantone Zurich Waadt und Genf Im Jahr 2014 kamen 50 der Infektionen bei Mannern die Sex mit Mannern haben zustande Die Anzahl der Ansteckungen nach heterosexuellem Verkehr folgt mit 39 1 Die Ansteckungen nach Drogenkonsum sinken kontinuierlich und liegen bei 1 6 Bei Mannern sowohl homo als auch heterosexuell fand die Infektion mit HIV ofter bei Gelegenheitssex als bei Sex mit einem festen Partner statt Hingegen steckten sich Frauen uberwiegend in einer festen Partnerschaft an Dementsprechend schutzt eine feste Partnerschaft nicht zwingend vor HIV 87 Afrika Hauptartikel HIV AIDS in Afrika Die HIV AIDS Pandemie hat ihre schlimmsten Ausmasse sudlich der Sahara Hier leben 24 7 Millionen Menschen mit einer HIV Infektion ca einer von zwanzig Erwachsenen ist infiziert Die Hauptubertragungswege von HIV unterscheiden sich grundlegend von denen in Europa und Nordamerika Der heterosexuelle Geschlechtsverkehr ist in Afrika mit etwa 50 der HIV Infektionen der weitaus haufigste Ubertragungsweg Zu weiteren 5 bis 10 der Ansteckungen kommt es durch infizierte Bluttransfusionen Die Ubertragung des Virus von HIV positiven schwangeren Frauen auf ihre Neugeborenen wahrend der Schwangerschaft der Geburt und der Stillzeit ist ein weiterer Ansteckungsweg In einigen Landern hatte sich durch die Immunschwacheerkrankung die Lebenserwartung um mehr als zehn Jahre gesenkt Inzwischen hat sich die Situation gebessert Im Jahre 2013 kannten etwa die Halfte der Infizierten sudlich der Sahara ihren HIV Status Von diesen erhielten 87 eine antiretrovirale Therapie 88 Es scheint einige Faktoren zu geben die die Ausbreitung des HI Virus begunstigen Wahrend in Europa und Nordamerika schon kurz nach der Entdeckung des HI Virus die Massenmedien grosse Teile der Bevolkerung mit Informationskampagnen uber die todlichen Gefahren einer HIV Infektion und Pravention informierten blieb AIDS in vielen Teilen Afrikas ein Tabuthema So hatte das HI Virus fast zwanzig Jahre mehr Zeit sich ungehindert auszubreiten Nachfolgestaaten der Sowjetunion Siehe auch HIV AIDS in der Ukraine Die ersten HIV Infektionen in der Sowjetunion wurden erst Ende der 1980er Jahre registriert Eine epidemische Ausbreitung begann Anfang der 1990er Jahre und zwar zunachst fast ausschliesslich unter Benutzern von Injektionsdrogen Der Hauptansteckungsweg war der gemeinsame Gebrauch von Spritzen Mit der sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ausbreitenden Drogensucht stieg auch die Zahl der Infektionen mit HIV Bis heute wo je nach Region bereits bis zu 60 der Neuinfektionen auf sexuellem Weg stattfinden pragt ihre Entstehung im Drogenmilieu das Erscheinungsbild der HIV Epidemie in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion Am starksten betroffen und im Hinblick auf die Charakteristika der Epidemie beispielhaft fur viele Regionen der ehemaligen Sowjetunion ist die Ukraine GeschichteEntstehungstheorien Mit dem menschlichen HI Virus fast identisch ist das bei Affenarten vorkommende simiane Immundefizienz Virus SIV Es durfte seit mindestens 32 000 bis 75 000 Jahren existieren wie durch Vergleiche von Proben ermittelt wurde die von der im Golf von Guinea vor Afrika liegenden Insel Bioko und vom afrikanischen Festland stammen 89 Man unterscheidet vor allem das afrikanische SIVcpz von chimpanzee von dem HIV 1 abstammt und das asiatische SIVmac von macaque von dem das seltenere HIV 2 abstammt Genetische Analysen von Virologen der University of Alabama at Birmingham aus dem Jahre 2003 zeigen dass SIVcpz eine Kombination aus zwei Virusstammen ist die in Weissnasenmeerkatzen und Halsbandmangaben vorkommen Da diese Arten von Schimpansen gejagt und gefressen werden konnten sich die Schimpansen mit den zwei Virusstammen infiziert haben aus denen sich dann in ihrem Korper das SI Virus gebildet haben konnte 90 Die Ubertragung dieses SI Virus auf den Menschen erfolgte nach Ansicht der Forscher wohl bereits vor den 1930er Jahren durch Verletzungen bei der Jagd oder Verzehr von Schimpansen wobei es Hinweise gibt dass dies in isolierten Fallen bereits fruher geschah Weitere wissenschaftliche Untersuchungen ergaben dass das HI Virus zuerst in Westafrika auftrat jedoch ist nicht mit letzter Sicherheit geklart ob es nicht mehrere Virusherde gab Neue phylogenetische Untersuchungen also Verwandtschaftsvergleiche zwischen den unterschiedlichen Subtypen von HIV und zwischen HIV und SIV lassen vermuten dass mehrere unabhangige Ubertragungen vom Schimpansen auf den Menschen in Kamerun und oder dessen Nachbarlandern stattfanden Die alteste Blutprobe die nachgewiesenermassen HIV Antikorper enthalt wurde 1959 im Kongo von einem erwachsenen Mann genommen Die Authentizitat dieser Probe ist jedoch nicht sicher geklart 91 In alten Paraffin DNA Proben konnten bei einer im Kongo gestorbenen Frau 1960 Lymphknotengewebe einem amerikanischen Jugendlichen 1969 und einem norwegischen Matrosen 1976 HIV Gene gefunden werden Verschworungstheorie Neben der derzeit anerkannten Theorie verbreitete der KGB im Rahmen der gegen die USA gerichteten Desinformationsaktion Infektion die Behauptung ein neuartiges Virus sei von US amerikanischen Forschern auf der Suche nach geeigneten Erregern zur biologischen Kriegsfuhrung in Afrika entdeckt im US Militarlabor Fort Detrick vermehrt und untersucht worden und dabei schliesslich entwichen 92 Eine wissenschaftlich untersetzte Hypothese eines kunstlichen HIV Ursprungs erarbeitete daraufhin ab 1985 Jakob Segal Erste Infektionen Die fruheste dokumentierte Infektion mit HIV 1 wurde anhand 1959 entnommener Blutproben eines Mannes aus Leopoldville Belgisch Kongo nachgewiesen Der Vergleich mit spateren Proben von einer 1976 an AIDS verstorbenen Familie eines norwegischen Seemanns deutet auf Divergenz von einem gemeinsamen Vorfahren aus den 1940er bis fruhen 1950er Jahren hin Es wird angenommen dass HIV 1 einige Jahre zuvor auf den Menschen ubersprang Der genetische Unterschied zwischen HIV 1 und HIV 2 deutet jedoch auch darauf hin dass diese Subtypen bereits weitaus fruher divergierten 93 Die Genetikerin Bette Korber vom Los Alamos National Laboratory datierte im Jahre 2000 anhand der Probe von 1959 die erste Ubertragung auf etwa das Jahr 1931 Der Evolutionsbiologe Michael Worobey von der University of Arizona datierte im Jahre 2008 mit Hilfe einer zusatzlichen Probe aus dem Jahre 1960 die erste Ubertragung auf die Zeit zwischen 1884 und 1924 Er vermutet dadurch dass die Grundung der Kolonialstadte dem Virus half Fuss zu fassen 94 Erste Krankheitsbeschreibungen 1981 beschrieb Michael S Gottlieb in der am 5 Juni erschienenen Ausgabe des Morbidity and Mortality Weekly Report eines wochentlichen Bulletins der US Gesundheitsbehorde CDC eine Haufung einer seltenen Form der Lungenentzundung Diese durch den Pilz Pneumocystis jirovecii ausgeloste Form befallt nahezu ausschliesslich Patienten mit schwerwiegender Immunschwache wurde von Gottlieb jedoch bei funf zuvor gesunden homosexuellen Mannern in Los Angeles festgestellt 95 Ahnliche Berichte aus anderen US amerikanischen Stadten folgten Zudem wurden verstarkt auch andere opportunistische Erkrankungen etwa Kaposi Sarkome festgestellt die uberwiegend Patienten mit geschwachtem Immunsystem befallen 96 Schon fruh wurde eine erworbene Immunschwacheerkrankung die sexuell ubertragen werden kann als wahrscheinliche Ursache in Betracht gezogen Anfangs gab es keinen offiziellen Namen und es wurde oft auf die Namen der Krankheiten verwiesen wie Lymphadenopathie oder Kaposi Sarkom teilweise mit einem Verweis auf homosexuelle Manner 97 98 die Task Force der CDC wurde Kaposi s Sarcoma and Opportunistic Infections benannt welches auch fur Berichte genutzt wurde 99 100 In der allgemeinen Presse wurde unter anderem ab Mai 1981 von Gay Related Immune Deficiency GRID 101 oder Gay People s Immuno Deficiency Syndrome GIDS geschrieben Weitere epidemiologische Untersuchungen in den USA zeigten jedoch dass die Krankheit auch unter Hamophilen 102 Empfangern von Blut zum Beispiel durch Bluttransfusionen 103 und heterosexuellen Drogenabhangigen auftrat was neben sexueller auch eine parenterale Ubertragung nahelegt Auf der Suche nach einem Namen kreierte die CDC auch den Namen the 4H disease verweisend auf die vermeintlichen Hauptbetroffenengruppen Haitianer Homosexuelle Hamophile und Heroin Suchtige 104 Am 27 Juli 1982 einigte man sich bei einer Konferenz auf den beschreibenden Namen Acquired Immune Deficiency Syndrome und die Abkurzung AIDS 105 was ab August 1982 2 verwendet wurde und ab September 1982 bei der CDC 106 bzw im franzosischen Sprachraum als Syndrome d Immuno Deficience Acquise SIDA in Erscheinung tritt In Deutschland berichtete der Spiegel erstmals am 31 Mai 1982 unter dem Titel Der Schreck von druben 107 und die Krankheit wurde erstmals im Juli 1982 bei einem Patienten aus Frankfurt am Main diagnostiziert 108 In Osterreich wurden die ersten beiden Falle im April 1983 gemeldet und anlasslich des ersten Verstorbenen berichteten im Fruhjahr 1983 erstmals die osterreichischen Tageszeitungen Viele Medien berichteten in reisserischen Tonen der Spiegel charakterisierte die Erkrankung als Homosexuellen Seuche oder Schwulenpest 109 110 In der Folge erstellten die HOSI Wien mit Klaus Wolff und Christian Kunz ein an schwule Manner gerichtetes Informationsblatt und gaben es gemeinsam mit der Wiener Arbeitsgemeinschaft fur Volksgesundheit heraus Es war die erste AIDS Informationsbroschure Europas 111 Isolation des Virus und erste Therapien 1983 isolierte eine franzosische Forschergruppe um Francoise Barre Sinoussi und Luc Montagnier ein zuvor unbekanntes Retrovirus das Lymphadenopathie Virus LAV das sie als Ursache fur AIDS vermuteten 112 Eine kausale Beziehung zwischen dem Virus und der Immunschwacheerkrankung wurde kurze Zeit spater behauptet 1984 wurde im US Krebsinstitut ein bei AIDS Patienten entdecktes Virus Human T cell Lymphotropic Virus III HTLV III genannt 113 Im Marz 1985 stellte sich aufgrund weiterer Berichte zu LAV und HTLV III heraus dass diese identisch sind 1985 erhielt Robert Gallo das US Patent fur den ersten ELISA Antikorper Test der von der US Zulassungsbehorde zugelassen wurde Im Jahr 1986 wurde fur das Virus der Name Humanes Immunschwachevirus HIV 114 etabliert Ein Jahr spater 1987 wurde mit AZT Retrovir das erste Therapeutikum zugelassen 1989 wurde bei HIV Patienten die Pentamidin Inhalation zur Prophylaxe der Pneumocystis Pneumonie eingefuhrt Im Januar 1982 wurde mit Gay Men s Health Crisis GMHC die alteste Organisation zur Unterstutzung von Menschen mit AIDS in New York City gegrundet 1983 wurde in Berlin die AIDS Hilfe gegrundet 1985 folgten jene in Wien und die Aids Hilfe Schweiz Im selben Jahr fand in Atlanta USA die erste Welt AIDS Konferenz statt und mit Rock Hudson starb der erste Weltstar infolge der Immunschwache Aus der GMHC spaltete sich im Marz 1987 die aktivistische politische Initiative Act Up ab Als bei einer routinemassigen Pressekonferenz am 15 Oktober 1982 im Weissen Haus eine Frage uber AIDS gestellt wurde wurde das Thema ins Lacherliche gezogen 115 Der damalige US Prasident Ronald Reagan fand im Mai 1987 bei der 3 Internationalen AIDS Konferenz in Washington erstmals offizielle Worte Elizabeth Taylor hatte ihm zuvor einen flehenden Brief geschrieben mitzuhelfen das archaische Stigma Krankheit von Homosexuellen aufzubrechen Bis dahin waren bereits 36 058 US Burger diagnostiziert worden 20 849 an den Folgen gestorben und die Infektion wurde in 113 Landern festgestellt 116 1985 etablierte Norman L Letvin das erste nicht menschliche Primaten Modell zur Erforschung von HIV nachdem es ihm gelungen war das Simiane Immundefizienz Virus SIV zu isolieren und nachzuweisen dass es bei indischen Rhesusaffen AIDS ahnliche Schadigungen des Immunsystems und Todesfalle verursacht 117 Seit 1987 ist das Global Program on HIV AIDS der WHO aktiv aus dem 1996 UNAIDS entstand Im Jahr 1988 wurde von der WHO der 1 Dezember zum Welt AIDS Tag erklart Der nachfolgende US Prasident Bill Clinton erklarte im Jahr 2000 AIDS zum Staatsfeind da die Epidemie Regierungen sturzen Chaos in der Weltwirtschaft verursachen und ethnische Konflikte auslosen konne 116 Gesellschaftliche Entwicklung Zu Anfang galt die Erkrankung in der offentlichen Wahrnehmung als Problem von Randgruppen wie Homosexuellen und Drogenabhangigen Dies anderte sich jedoch auf dramatische Weise durch das Aufkommen von HIV Tests Denn auch Menschen ohne klinische Symptome hatten Antikorper was auf eine symptomfreie Latenzzeit von mehreren Jahren hindeutete in der das Virus moglicherweise auch weitergegeben wurde 1984 ergaben Untersuchungen dass AIDS in Kinshasa bei Mannern und Frauen gleich haufig auftrat unabhangig von Drogenkonsum und Bluttransfusionen In den USA wurde 1985 berichtet dass bei untersuchten Hamophiliekranken Blutern die sich durch Blutkonserven infiziert hatten die Ansteckungsrate der Ehefrauen bei 70 lag Die Erkenntnis dass die Ansteckungsgefahr bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr deutlich hoher zu sein schien als zunachst angenommen fuhrte zu einem grossen offentlichen Interesse Die Kombination aus den nun bekannten Ansteckungswegen und langer Latenzzeit liess epidemiologische Hochrechnungen ein pessimistisches Bild zeichnen 1987 startete in Deutschland eine gross angelegte mediale Aufklarungskampagne des Bundesamtes fur gesundheitliche Aufklarung mit dem Slogan Gib AIDS keine Chance Am bekanntesten war ein Werbespot aus dem Jahr 1989 mit Hella von Sinnen als Kassiererin die laut quer durch den Laden rief Tina wat kosten die Kondome als der von Ingolf Luck verkorperte Kunde sie kaufen wollte 118 Die jahrliche Verdopplung von Neuerkrankungen hielt in Deutschland nur von 1984 bis 1987 an danach verlief der Anstieg der Zahl von Erkrankten weniger steil bis sich die Zahlen im Jahre 1993 auf etwa 2000 einpendelte Dadurch anderte sich auch schnell wieder das offentliche Interesse an HIV AIDS 2015 steckten sich weltweit ungefahr 2 1 Millionen Menschen neu mit dem Virus an im selben Jahr starben etwa 1 1 Millionen Menschen daran 73 Rote Schleife wird Symbol fur Kampf gegen AIDS Im Jahr 1990 wurde aus Protest gegen die Diskriminierung von HIV Infizierten auf der AIDS Konferenz in San Francisco das Red Ribbon ein rotes Armband etabliert Ein Jahr spater wurde die Rote Schleife international zum Symbol fur den Kampf gegen AIDS 1992 wurde aufgrund der US Einreisebestimmungen der Welt AIDS Kongress von Boston nach Amsterdam verlegt Ausserdem wurde im Gedenken an Freddie Mercury von den verbleibenden Queen Mitgliedern die Stiftung Mercury Phoenix Trust gegrundet Veranderungen nach Einfuhrung des PCR Tests auf HIV 1994 wurde die HIV PCR als wichtiger diagnostischer Test fur die Therapiekontrolle des Infektionsverlaufes etabliert Im folgenden Jahr 1995 kam der erste HIV Proteasehemmer Saquinavir in den USA auf den Markt Im folgenden Jahr wurde Nevirapin als erster nichtnukleosidischer Reverse Transkriptase Hemmer zugelassen Durch die intensive Kombinationstherapie nahm die Sterberate in den USA 1997 drastisch ab 2003 wurde mit Enfuvirtid Fuzeon der erste Fusionshemmer in den USA zugelassen 2004 wurde von der WHO die Initiative 3 by 5 gestartet Drei Millionen Infizierte sollten im Jahr 2005 mit Medikamenten versorgt werden Abweichende Thesen Hauptartikel AIDS Leugnung Trotz gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse bestreitet eine sehr geringe Zahl von Wissenschaftlern entweder die Existenz von HIV oder den Zusammenhang von HIV und AIDS Dazu gehoren insbesondere der deutsch amerikanische Retrovirologe Peter Duesberg 119 und der Chemiker Kary Mullis Ihre Thesen beeinflussten den ehemaligen Prasidenten Sudafrikas Thabo Mbeki der Duesberg 2001 zum Mitglied der sudafrikanischen AIDS Beratungskommission ernannte 120 In Sudafrika waren 2001 ca 15 3 der Bevolkerung an HIV AIDS erkrankt und etwa 200 000 Menschen starben im selben Jahr dort an AIDS 4 Kary Mullis ist fur die Entdeckung des PCR Verfahrens bekannt wofur er den Nobelpreis fur Chemie erhielt und mit dem unter anderem HI Viren im Korper von Betroffenen nachgewiesen werden Er selbst hat jedoch nie an HIV oder AIDS geforscht 121 Nachdem er sich aber als mogliches Entfuhrungsopfer von Ausserirdischen bezeichnet und seine Vorliebe fur Astrologie bekundet hat hat seine Reputation als Wissenschaftler stark gelitten 122 Die Position der AIDS Leugner wird von der uberwaltigenden Mehrheit der Mediziner und Wissenschaftler als gefahrliche Verschworungstheorie eingestuft und scharf kritisiert Auch das Robert Koch Institut nahm Stellung zu diesen Positionen 123 In Sudafrika verzogerte sich wegen der durch das Leugnen des Zusammenhangs zwischen HIV und AIDS gepragten Gesundheitspolitik die Einfuhrung der HIV Therapie bis 2004 Man nimmt an dass es als Folge dieser Politik zwischen 2000 und 2005 zum fruhzeitigen AIDS Tod von mindestens 330 000 Menschen gekommen ist und dass durch fehlende HIV Infektionspravention 35 000 Neugeborene mit HIV infiziert wurden 124 125 126 127 128 Sozialethische BeurteilungDas Krankheitssyndrom AIDS hat sich weltweit zu einer ernsten Herausforderung entwickelt fur direkt Betroffene die Medizin Wissenschaft aber auch fur all jene die erkrankte Personen betreuen oder mit ihnen zusammenleben Fernab von jeder Stigmatisierung 129 AIDS kranker Patienten siehe Diskriminierung von Menschen mit HIV AIDS gilt es Mittel und Wege zu finden ihnen besser wirksam zu helfen Sei es durch immer noch nicht ausreichend verfugbare therapeutische Massnahmen sei es im Sinn der symptomatischen Therapie 130 und Palliativmedizin 131 Geboten ist zudem umfassende und wirksame Pravention Die Suche nach einer ethisch vertretbaren Bekampfungsstrategie gegen HIV AIDS fuhrt zu teils gegenteiligen Ergebnissen Die einen betonen die unbedingte Notwendigkeit eines ausschliesslich oder doch primar technischen Schutzes gegen die Ausbreitung der Krankheit Andere sehen diese Antwort als nicht ausreichend an bzw lehnen diese aus Grunden einer religiosen Ethik ab Sie betonen den Wert der dauerhaften ehelichen Treue neu bzw fordern im konkreten Fall auch zeitweise oder vollige Enthaltsamkeit ein Die Propagierung von Kondomen als Schutz gegen AIDS sei vom religios christlichen Standpunkt aus bedenklich Man argumentiert auf diese Weise werde ein mit Promiskuitat und gewissen sexuellen Praktiken assoziierter verantwortungsloser Lebensstil gefordert der die eigene Person sowie andere Menschen einer todbringenden Gefahr aussetze Diese Forderungen sind allerdings im Kontext der insbesondere in der katholischen Kirche verbreiteten Morallehre zu sehen die Promiskuitat negativ konnotiert Da die katholische Kirche wahrend der Ausbreitungsphase von AIDS in Afrika erheblichen gesellschaftlichen Einfluss hatte sind durch die jahrelange Behinderung von Aufklarung und Vorbeugung etwa von Sexualaufklarung an den Schulen und der Verteilung von Kondomen zahlreiche Neuansteckungen in Kauf genommen worden 132 In dem 2010 erschienenen Interview Buch Licht der Welt betonte das Oberhaupt der romisch katholischen Kirche Papst Benedikt XVI dass er die Verwendung von Kondomen naturlich nicht als wirkliche und moralische Losung ansehe Ein begrundeter Einzelfall fur eine Ausnahme von dieser Haltung konne aber etwa sein dass mannliche Prostituierte ein Kondom verwenden Dies konne dann ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein und helfen ein Bewusstsein zu entwickeln dass nicht alles gestattet ist und man nicht alles tun kann was man will Grundsatzlich lehnte der Papst die Verwendung von Kondomen im Kampf gegen die weltweite Epidemie jedoch weiterhin ab 133 HIV positive und an AIDS erkrankte Menschen sind des Ofteren Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt So kam eine Studie der Deutschen AIDS Hilfe 2012 zu dem Ergebnis dass 77 der uber 1100 befragten HIV Positiven im Jahr vor der Befragung diskriminiert wurden von Tratsch uber Beleidigungen bis hin zu tatlichen Angriffen Mehr positive Menschen verloren ihren Job aufgrund von Diskriminierung als aus gesundheitlichen Grunden Kundigungen hatten in 84 der Falle mit Diskriminierung zu tun Rund 20 der Befragten wurde im Jahr vor der Befragung aufgrund von HIV eine medizinische Behandlung verweigert zum Beispiel beim Zahnarzt 134 Abgesehen von offener Ablehnung berichten HIV Patienten auch immer wieder von verzogerten Terminvergaben separaten Behandlungszeiten oder Diskriminierung z B mit Verweis auf arbeitsintensive Hygienerichtlinien Die wissenschaftliche Fachgesellschaft Deutsche AIDS Gesellschaft DAIG e V sowie die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Arzte in der Versorgung HIV Infizierter DAGNA betonen jedoch dass bei der zahnarztlichen Behandlung HIV Infizierter keine uber die Standardmassnahmen hinausgehenden hygienischen Anforderungen gelten bzw erforderlich sind um eine HIV Ubertragung zu verhindern 135 Vor allem in Osterreich hat sich fur die Benachteiligung HIV Positiver der Begriff des sozialen AIDS erhalten 136 Sogar prinzipiell behandlungspflichtige Arzte verweigern in Einzelfallen die Behandlung keine Lust habe sich solch einer Gefahr auszusetzen 137 In Hanau und dem Main Kinzig Kreis wurde hierzu eine Umfrage mit telefonischer Kontaktaufnahme und Fragebogen gestartet allerdings mit geringem Rucklauf Praxismitarbeiter wussten nichts mit den Begriffen HIV und AIDS anzufangen Der Hauptgrund fur eine Ablehnung war der angebliche hohere Hygieneaufwand bei der Behandlung von Menschen mit HIV Dabei ist in einer Praxis generell so hygienisch zu arbeiten dass dort kein Ubertragungsrisiko besteht 138 Etwa 16 der HIV Positiven in Deutschland wissen noch nichts von ihrer Infektion Offentlichkeitswirksam aufklaren wollen das ganze Jahr uber die AIDS Hilfen und andere Organisationen Auch der Welt AIDS Tag am 1 Dezember wird dazu genutzt und der inzwischen international beachtete Life Ball in Wien will nicht nur Spenden sammeln sondern uber die Medienprasenz auch mit positiven Slogans gegen die Stigmatisierung ankampfen Siehe auchListe von Personlichkeiten die an Aids gestorben sindLiteraturLeitlinien S2k Leitlinie Antiretrovirale Therapie der HIV Infektion der Deutschen AIDS Gesellschaft DAIG In AWMF online Stand 2014 S2k Leitlinie Antiretrovirale Therapie der HIV Infektion bei Kindern und Jugendlichen der Deutschen AIDS Gesellschaft DAIG In AWMF online Stand 2019 S2 Leitlinie HIV Praexpositionsprohphylaxe PrEP der Deutschen AIDS Gesellschaft DAIG In AWMF online Stand 2018 S2k Leitlinie Antiretrovirale Therapie der HIV Infektion bei Kindern und Jugendlichen der Deutschen AIDS Gesellschaft DAIG In AWMF online Stand 2019 S2k Leitlinie HIV Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV exponierten Neugeborenen der Deutschen AIDS Gesellschaft DAIG In AWMF online Stand 2020 Zeitschrift Die wissenschaftliche Fachzeitschrift AIDS Reviews erscheint vierteljahrlich und veroffentlicht Ubersichtsarbeiten die sich mit den verschiedenen Aspekten von HIV und AIDS beschaftigen Sonstiges chronologisch Peter Lichtenberg und Michael Malm Bearbeiter Aids Fakten und Konsequenzen Zwischenbericht der Enquete Kommission des 11 Deutschen Bundestages Gefahren von AIDS und wirksame Wege zu ihrer Eindammung Hrsg Deutscher Bundestag Referat Offentlichkeitsarbeit Zur Sache Themen parlamentarischer Beratung Bd 3 88 Bonn 1988 ISBN 3 924521 22 0 283 S Birgit Adam Die Strafe der Venus Eine Kulturgeschichte der Geschlechtskrankheiten Orbis Munchen 2001 ISBN 3 572 01268 6 hier S 23 25 HIV Infektion Aids und 205 233 Aids die Lustseuche der heutigen Zeit Hansjoerg Dilger Leben mit Aids Krankheit Tod und soziale Beziehungen in Afrika Eine Ethnographie Campus Frankfurt am Main 2005 ISBN 3 593 37716 0 Barbel Hacker AIDS In Werner E Gerabek Bernhard D Haage Gundolf Keil Wolfgang Wegner Hrsg Enzyklopadie Medizingeschichte De Gruyter Berlin New York 2005 ISBN 3 11 015714 4 S 20 22 Allan Stratton Woruber keiner spricht Roman Deutscher Taschenbuch Verlag Munchen 2005 ISBN 3 423 78204 8 Bartholomaus Grill Stefan Hippler Gott Aids Afrika Das todliche Schweigen der katholischen Kirche Mit einem Vorwort von Henning Mankell Bastei Lubbe Bergisch Gladbach 2009 ISBN 978 3 404 60615 3 James Chin Der Aids Mythos Medizinische Fakten versus politische Korrektheit ubersetzt von Cathrine Hornung Ares Verlag Graz 2009 ISBN 3 902475 50 1 Susanne Roessiger Safer Sex und Solidaritat Die Sammlung internationaler Aidsplakate im Deutschen Hygiene Museum in Zeithistorische Forschungen Studies in Contemporary History 10 2013 S 502 514 Henning Tummers GIB AIDS KEINE CHANCE Eine Praventionsbotschaft in zwei deutschen Staaten in Zeithistorische Forschungen Studies in Contemporary History 10 2013 S 491 501 Henning Tummers AIDS Autopsie einer Bedrohung im geteilten Deutschland Wallstein Verlag Gottingen 2017 ISBN 978 3 8353 3005 4 W David Hardy Fundamentals of HIV Medicine 2019 Oxford 2019 online books google de engl Weblinks Wiktionary Aids Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Wiktionary AIDS Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons AIDS Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikiquote AIDS Zitate Deutsche AIDS Hilfe Deutsche AIDS Stiftung Osterreichische AIDS Hilfe AIDS Aufklarung Schweiz Informationsmaterial zum Herunterladen AIDS Hilfe Schweiz viele Broschuren herunterladbar UNAIDS Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV AIDS englisch franzosisch russisch spanisch Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Arzte in der Versorgung HIV Infizierter DAGNA e V Informationen aktuelle Entwicklungen und Liste niedergelassener HIV Schwerpunktpraxen www hivbuch de Detaillierte und aktuelle Informationen zum Thema HIV und AIDS HIV AIDS Eckdaten und Trends fur Deutschland und fur die Bundeslander In rki de Johannes Georg Gostomzyk Acquired Immune Deficiency Syndrome AIDS In Historisches Lexikon Bayerns 28 Mai 2013 Sine Maier Bode Hildegard Kriwet Aids In planet wissen de ARDEinzelnachweise HIV bereitgestellt durch das Digitale Worterbuch der deutschen Sprache lt https www dwds de wb HIV gt abgerufen am 12 Marz 2021 a b J L Marx New disease baffles medical community In Science 217 Nr 4560 1982 S 618 621 PMID 7089584 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Stand 2009 20 50 HIV RNA Kopien mL absenken sollte Marianne Abele Horn Antimikrobielle Therapie Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten Unter Mitarbeit von Werner Heinz Hartwig Klinker Johann Schurz und August Stich 2 uberarbeitete und erweiterte Auflage Peter Wiehl Marburg 2009 ISBN 978 3 927219 14 4 S 302 f Marianne Abele Horn 2009 S 304 Leitlinien fur Diagnostik und Therapie der HIV Infektion Deutsche AIDS Gesellschaft e V Daignet de Abgerufen am 9 September 2010 Deutsch Osterreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV 1 Infektion Rki de 4 Marz 2010 Archiviert vom Original am 9 Marz 2014 Abgerufen am 14 August 2012 webmaster eacs ws EACS European AIDS Clinical Society Web archive org Archiviert vom Original am 26 Mai 2008 Abgerufen am 9 September 2010 Guidelines HIV Weltgesundheitsorganisation Marz 2014 abgerufen am 3 Marz 2014 englisch a b K Brinkman et al Mitochondrial toxicity induced by nucleoside analogue reverse transcriptase 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