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Georg Wolff Journalist deutscher Journalist und SS Hauptsturmfuhrer Sprache Beobachten Bearbeiten Georg Wolff 14 Februar 1914 in Wittenberge 1996 war ein deutscher SS Hauptsturmfuhrer und Journalist Im Zweiten Weltkrieg war Wolff Referatsleiter in der Abteilung III des SD beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in Oslo Nach dem Krieg war er von 1952 bis zu seiner Pensionierung Ende 1978 in leitenden Funktionen Redakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Zeit des Nationalsozialismus 1 2 Nachkriegszeit 2 Schriften 3 Literatur 4 Weblinks 5 EinzelnachweiseLeben BearbeitenGeorg Wolff war der Sohn des Volksschullehrers Friedrich Wilhelm Wolff und dessen Ehefrau Dora Das Elternhaus mutterlicherseits gehorte zur gehobenen sozialen Schicht der Grossvater war Rechnungsrat bei der Eisenbahn Die Familie besass ein eigenes Heim und Wolff wuchs zusammen mit seinem zwei Jahre alteren Bruder Hans in gesicherten Verhaltnissen auf 1 Zeit des Nationalsozialismus Bearbeiten Wolff trat nach seinem Abitur und der Machtubergabe an die Nationalsozialisten 1933 der SA bei 2 3 Nach einem Volontariat bei der Tageszeitung Nordischer Kurier in Itzehoe kehrte Wolff nach Wittenberge zuruck und studierte an der Universitat Kiel ein Semester lang Volkswirtschaftslehre Nach einem freiwilligen Arbeitsdienst und zwei Jahren Wehrdienst absolvierte Wolff ein zeitungswissenschaftliches Studium bei Franz Six in Konigsberg das er jedoch nach zwei bis drei Semestern abbrach 4 Weil Six Brigadefuhrer der SS war konnte Wolff durch seine Vermittlung und ohne Studienabschluss im Marz 1938 zum hauptamtlichen Referenten beim SD Leitabschnitt Konigsberg avancieren Sein dortiger Vorgesetzter SS Sturmbannfuhrer Kurt Gritschke bescheinigte dem NSDAP Mitglied Mitgliedsnummer 4 982 494 1940 ausgezeichnete Leistungen Wolff sei so die Gesamtbeurteilung in jeder Hinsicht Nationalsozialist 5 1940 agierte Wolff im SS Einsatzkommando unter SS Standartenfuhrer Walther Stahlecker in Norwegen dann bis Kriegsende als Referatsleiter in der Abteilung III des SD beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in Oslo wo er die Meldungen aus Norwegen an das Reichssicherheitshauptamt betreute SS General Six forderte Wolff nach Kraften und empfahl per Rundschreiben vom 13 Februar 1942 an alle Referenten des Reichssicherheitshauptamts einen ausfuhrlichen Wolff Bericht uber das gegenwartige Geschehen in Norwegen wegen der objektiven Darstellung und vergleichenden Wertsetzung In dem Bericht der auch an Reinhard Heydrich gelangte analysiert Wolff warum die Vernichtung des Widerstandswillens des norwegischen Volkes nicht gelungen sei 6 In der SS stieg Wolff bis zum Hauptsturmfuhrer auf was dem Rang eines Hauptmanns im Heer entspricht Bei Kriegsende 1945 geriet Wolff wie auch sein Bruder Hans der Landgerichtsdirektor in Kopenick gewesen war und 1944 beim Reichskommissar Norwegen die Abteilung Binnenwirtschaft geleitet hatte in norwegische Gefangenschaft 7 Nachkriegszeit Bearbeiten Nach dem Krieg schrieb Wolff zusammen mit Horst Mahnke mit dem er zusammen bei Six in Konigsberg studiert hatte 1950 beim Spiegel die Serie Am Caffeehandel betheiligt bei der die beiden Autoren vor allem judische Displaced Persons DPs fur den Kaffeeschmuggel verantwortlich machten Im Marz 1952 wurde Wolff zunachst Ressortleiter Internationales bzw Ausland des Spiegels und dann von 1959 bis 1961 dessen stellvertretender Chefredakteur Nach den Recherchen des ehemaligen Spiegel Redakteurs Peter Ferdinand Koch kooperierte er in Fragen der Auslandsberichterstattung mit dem fruheren Goebbels Adjutanten Wilfred von Oven der in den 1950er Jahren fur den Spiegel als Sudamerika Korrespondent wirkte 8 9 Wolff verfasste alleine fur den Zeitraum von 1952 bis 1961 uber 80 Titelgeschichten fur den Spiegel unter anderem uber Charles de Gaulle 1952 die Negerfrage am Beispiel der Neger Studentin Lucie 1956 das sowjetische Politburomitglied Jekaterina Furzewa 1957 John Foster Dulles 1953 und 1959 acht Spiegel Folgen uber Konrad Adenauer 1961 1962 und 15 Folgen uber den Weltkommunismus die noch 1961 unter dem Titel Warten auf das letzte Gefecht beim Verlag DuMont auch als Buchpublikation erschienen Fur eine Spiegel Geschichte zum neuen Bundeskanzler Ludwig Erhard 1966 kooperierte Georg Wolff mit seinem Bruder Hans der unter Ludwig Erhard Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium war 10 Zudem publizierte Wolff eine Art Besinnungsaufsatze in der Zeitschrift fur Geopolitik die im Leske Verlag dessen Geschaftsfuhrung Franz Six innehatte erschienen 11 1953 schrieb er dort uber die schwarze Bevolkerung in Kolonialafrika Der Neger ist intelligent anstellig und lernbegierig aber er ist faul Er hat keine Moral und kein Arbeitsethos 12 1966 wurde extra fur Wolff das Ressort Geisteswissenschaften geschaffen das er bis zu seiner Pensionierung am 31 Dezember 1978 leitete In dieser Funktion fuhrte er fur das Magazin auch Interviews mit Jean Paul Sartre Max Horkheimer Arnold Gehlen und Martin Heidegger 13 1986 stellte er seine unveroffentlichten Memoiren fertig die zu dem Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister gelangten 14 Da seine Vergangenheit als SS Hauptsturmfuhrer zunehmend bekannt geworden war erschien bei seinem Tod 1996 kein Nachruf im Spiegel 15 Schriften BearbeitenWarten auf das letzte Gefecht Aspekte des Kommunismus Marx Lenin Mao DuMont Schauberg Koln 1961 Zusammen mit Horst Mahnke 1954 Der Frieden hat eine Chance Leske Darmstadt 1953 beide Verfasser waren Spiegel Redakteure Six war Geschaftsfuhrer des Verlags Hrsg Wir leben in der Weltrevolution Gesprache mit Sozialisten Mit einer Einleitung von Dieter Brumm Munchen List Verlag 1971Literatur BearbeitenLutz Hachmeister Ein deutsches Nachrichtenmagazin Der fruhe Spiegel und sein NS Personal In ders mit Friedemann Siering Hrsg Die Herren Journalisten Die Elite der deutschen Presse nach 1945 Beck Munchen 2002 ISBN 3 406 47597 3 S 87 120 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 ISBN 978 3 549 07447 3 Kapitel Georg Wolff Vom SD Offizier zum Geisteswissenschaftler des Spiegel S 145 171 Ernst Klee Das Personenlexikon zum Dritten Reich Wer war was vor und nach 1945 S Fischer Frankfurt 2003 ISBN 3 10 039309 0 Peter Ferdinand Koch Enttarnt Doppelagenten Namen Fakten Beweise Ecowin Salzburg 2011 ISBN 978 3 7110 0008 8 S 212 225 Otto Kohler Rudolf Augstein Ein Leben fur Deutschland Droemer Munchen 2002 ISBN 3 426 27253 9 Am Caffeehandel betheiligt Deutschland Schmuggler In Der Spiegel Nr 27 1950 online erster Teil der Serie Weblinks BearbeitenLiteratur von und uber Georg Wolff in der bibliografischen Datenbank WorldCatEinzelnachweise Bearbeiten Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 150 f Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 153 Heiko Buschke Deutsche Presse Rechtsextremismus und nationalsozialistische Vergangenheit in der Ara Adenauer Campus Frankfurt 2003 ISBN 3 593 37344 0 S 113 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 153f u S 162 Lutz Hachmeister Ein deutsches Nachrichtenmagazin Der fruhe Spiegel und sein NS Personal 2002 S 101 Lutz Hachmeister Ein deutsches Nachrichtenmagazin Der fruhe Spiegel und sein NS Personal 2002 S 102 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 160 Andreas Forster Braune Vergangenheit Ein Buch beleuchtet wie eng das Magazin Der Spiegel in seinen Anfangsjahren mit NS Tatern kooperierte In Berliner Zeitung 14 April 2011 abgerufen am 11 Juni 2015 Peter Ferdinand Koch Enttarnt Doppelagenten Namen Fakten Beweise Ecowin Verlag Salzburg 2011 S 224 225 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 151 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 164 Zit nach Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 164 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 167 Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 145f Lutz Hachmeister Heideggers Testament Der Philosoph der Spiegel und die SS Propylaen Berlin 2014 S 171 Normdaten Person GND 1029633827 OGND AKS VIAF 293524502 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Wolff GeorgKURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist und SS HauptsturmfuhrerGEBURTSDATUM 14 Februar 1914GEBURTSORT WittenbergeSTERBEDATUM 1996Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Georg Wolff Journalist amp oldid 189391113, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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