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Hans Detlev Becker deutscher Journalist und Verlagsdirektor Sprache Beobachten Bearbeiten Hans Detlev Becker 11 Juni 1921 in Freiburg Elbe 2 November 2014 in Reinbek war ein deutscher Journalist Nachdem er 1947 das Ressort Deutschland beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel ubernommen hatte war er von 1959 bis 1961 Chefredakteur des Magazins und ab 1962 Direktor des Spiegel Verlags sowie ab 1971 auch Geschaftsfuhrer des Manager Magazin Verlags In den 1980er Jahren zog er sich von seinen Posten zuruck Er gilt als eine der pragenden Personlichkeiten des fruhen Spiegel und zweiter Mann hinter Rudolf Augstein Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Literatur 3 Weblinks 4 EinzelnachweiseLeben und Wirken BearbeitenDer Sohn eines Oberzollrats absolvierte das Staatliche Reform Realgymnasium in Peine und die Staatliche Goethe Oberschule in Hannover Nach dem Abitur studierte er Rechts und Staatswissenschaften an der Universitat Munster Er nahm von 1939 bis 1945 am Zweiten Weltkrieg teil Zuletzt diente er als Unteroffizier bei der Funkabwehr des Oberkommandos der Wehrmacht Nach Kriegsende nahm Becker kurzzeitig sein Studium wieder auf wurde aber schon 1946 Redakteur beim Neuen Tageblatt in Osnabruck Von der britischen Militarregierung erhielt er das Angebot beim 1946 in Hannover neu gegrundeten Nachrichtenmagazin Diese Woche mitzuarbeiten entschied sich aber dagegen 1 1947 wechselte er zum Nachfolgemagazin Der Spiegel in Hamburg bei dem er die Leitung des Deutschland Ressorts ubernahm 1950 wurde er geschaftsfuhrender Redakteur und arbeitete von 1959 bis 1961 als Chefredakteur Ab 1962 war er Direktor des Spiegel Verlags und von 1971 bis 1981 zugleich Geschaftsfuhrer der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH 1984 gab er den Posten des Verlagsdirektors auf und war bis 1986 noch als beratender Gesellschafter tatig Becker galt beim Spiegel als zweiter Mann hinter Rudolf Augstein mit dem er eng befreundet war und mit dem er auch das Pseudonym Moritz Pfeil teilte 1 Bei der Neuordnung der Besitzverhaltnisse des Spiegels 1974 erhielt Becker 4 Gesellschaftsanteile an der neuen Rudolf Augstein GmbH 2 und bis 1992 Anteile in Hohe von insgesamt 5 Er gehorte zu den Journalisten die die journalistischen Standards des Magazins festlegten und verschaffte mit Enthullungsgeschichten dem Spiegel offentliche Aufmerksamkeit So berichtete er 1948 uber eine Hausdurchsuchung beim schleswig holsteinischen Landwirtschaftsminister Erich Arp und 1950 uber die Manipulationen bei der Wahl Bonns zur Bundeshauptstadt 1 Ausserdem war Becker wesentlich an der Entwicklung des sogenannten Spiegel Jargons beteiligt der durch neu gebildete Verben wie wahlkampfen Lehnubersetzungen aus dem Englischen wie Weisskragen und Wortkompositionen wie Zukunfts Kanzler gekennzeichnet war 3 Vor allem Becker war es der den Kontakt des Spiegels zu den Geheimdiensten wie der Organisation Gehlen bzw dem Bundesnachrichtendienst unterhielt Er hielt dazu einen durch Hans Heinrich Worgitzky hergestellten losen personlichen Kontakt zu Reinhard Gehlen Im Vorfeld der Spiegel Affare liess er uber einen Kontakt zu Adolf Wicht durch den BND abklaren ob der Artikel Bedingt abwehrbereit von Conrad Ahlers geheimhaltungswurdige Stellen enthielt Bedenken des BND wurden vor der Publikation berucksichtigt Die Entdeckung von Gesprachsprotokollen zwischen Becker und Wicht bei Augstein bestatigte Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Sichtweise dass der BND hinter der Affare stecke 4 Becker wurde verhaftet und fur 34 Tage inhaftiert 1 In einem Interview mit dem Spiegel Redakteur Klaus Wiegrefe 2007 zur Beschaftigung ehemaliger Nationalsozialisten und SS Offiziere wie Horst Mahnke und Georg Wolff als Redakteure des Nachrichtenmagazins in den 1950er Jahren verneinte Becker die Frage ob man damals nicht grundsatzliche Bedenken gehabt habe ehemalige NSDAP Mitglieder oder SS Leute einzustellen Sofern sie als entnazifiziert gegolten hatten habe dies keine Rolle gespielt 5 Literatur BearbeitenMartin Doerry Hauke Janssen Hrsg Die SPIEGEL Affare Ein Skandal und seine Folgen DVA Munchen Spiegel Hamburg 2013 ISBN 978 3 421 04604 8 Weblinks BearbeitenBiographie auf Munzinger deEinzelnachweise Bearbeiten a b c d Heinz Egleder SPIEGEL Mitbegrunder Hans Detlev Becker Der Mann in Augsteins Schatten In Spiegel Online 15 November 2014 Heiko Buschke Deutsche Presse Rechtsextremismus und nationalsozialistische Vergangenheit in der Ara Adenauer Campus Frankfurt M 2003 S 110 Bruno Jahn Augstein Rudolf In Killy Literaturlexikon Bd 1 A Blu De Gruyter Berlin 2008 S 256 Stefanie Waske Mehr Liaison als Kontrolle Die Kontrolle des BND durch Parlament und Regierung 1955 1978 Dissertation an der Universitat Marburg 2007 VS Verlag fur Sozialwissenschaften GWV Fachverlage Wiesbaden 2009 ISBN 978 3 531 91390 2 S 69f Entnazifiziert war entnazifiziert Ex Verlagsdirektor Hans Detlev Becker 85 uber ehemalige Nationalsozialisten im SPIEGEL Interview Von Klaus Wiegrefe In Der Spiegel Nr 2 vom 8 Januar 2007 Normdaten Person GND 116103361 OGND AKS VIAF 77058886 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Becker Hans DetlevALTERNATIVNAMEN Pfeil Moritz Pseudonym KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist und VerlagsdirektorGEBURTSDATUM 11 Juni 1921GEBURTSORT Freiburg ElbeSTERBEDATUM 2 November 2014STERBEORT ReinbekAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Hans Detlev Becker amp oldid 213290948, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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