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Jens Bullerjahn deutscher Politiker SPD MdL Sprache Beobachten Bearbeiten Jens Bullerjahn 15 Juli 1962 in Halle an der Saale ist ein deutscher Politiker SPD Er war vom 24 April 2006 bis zum 25 April 2016 Finanzminister des Landes Sachsen Anhalt und von 2006 bis 2007 stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD Er war Spitzenkandidat der SPD bei den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt 2006 gegen Ministerprasident Wolfgang Bohmer und 2011 gegen Reiner Haseloff CDU Jens Bullerjahn 2012 Inhaltsverzeichnis 1 Familie Ausbildung und Beruf 2 Partei 3 Abgeordneter 4 Finanzminister 5 Weitere Mitgliedschaften 6 Weblinks 7 EinzelnachweiseFamilie Ausbildung und Beruf BearbeitenNach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in Bernburg Saale machte Bullerjahn von 1979 bis 1981 eine Ausbildung zum Elektromonteur Anschliessend diente er bis 1984 bei der Nationalen Volksarmee Danach absolvierte er eine Weiterbildung an der Fachschule Magdeburg die er 1987 als Elektroingenieur beendete Von 1987 bis 1990 war Bullerjahn als Ingenieur fur Prozessautomatisierung im Mansfeld Kombinat tatig Jens Bullerjahn ist verheiratet und hat zwei Kinder Partei BearbeitenIm Oktober 1989 wurde Bullerjahn Mitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR SDP die in der gesamtdeutschen SPD aufging Er gehorte seit 2005 dem Bundesvorstand der SPD an und war seit Dezember 2005 Vorsitzender des Forums Ostdeutschland der SPD Fur die Landtagswahl 2006 war Bullerjahn Spitzenkandidat der SPD Sachsen Anhalt fur das Amt des Ministerprasidenten des Landes Mit einem Ergebnis von 21 4 der Stimmen konnte sich die SPD unter seiner Fuhrung zwar leicht verbessern blieb aber hinter der CDU und der Linkspartei PDS drittstarkste Kraft Auf Vorschlag des SPD Vorsitzenden Kurt Beck wurde Bullerjahn auf dem ausserordentlichen Parteitag der SPD am 14 Mai 2006 mit 84 97 der Stimmen zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewahlt Im Mai 2007 wurde bekannt dass Beck die Anzahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden von funf auf drei verringern wollte weshalb Bullerjahn fur den Parteitag im November 2007 nicht fur die Wiederwahl vorgeschlagen wurde Im September 2009 schlug der SPD Landesvorstand Jens Bullerjahn als Spitzenkandidat fur die Landtagswahl 2011 vor nachdem Holger Hovelmann erklart hatte dafur nicht zur Verfugung zu stehen 1 Abgeordneter BearbeitenVon 1990 bis 1994 gehorte Bullerjahn dem Gemeinderat seines Wohnortes Ahlsdorf und von 1990 bis 1998 dem Kreistag des Landkreises Eisleben bzw des Landkreises Mansfelder Land an Von 1990 bis 2016 war er Mitglied des Landtages von Sachsen Anhalt Hier war er von 1993 bis 2004 Parlamentarischer Geschaftsfuhrer der SPD Landtagsfraktion In dieser Funktion war er 1994 auch massgeblich an der Bildung des so genannten Magdeburger Modells beteiligt das er gemeinsam mit seinem Kollegen von der PDS Wulf Gallert im Hintergrund steuerte Von Juni 2004 bis April 2006 war er Vorsitzender der SPD Landtagsfraktion Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ betrachtete er die Zeit nach dem Scheitern des Magdeburger Modells mit starken Stimmenverlusten bei der Landtagswahl 2002 als Damaskus Erlebnis und anderte danach seine inhaltliche Ausrichtung Um die bisherige stark anwachsende Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen legte er 2004 ein Konzeptpapier vor das unter dem Titel Zukunftsorientierte Finanzpolitik bis 2020 Strategien fur eine nachhaltige Konsolidierung 2 ein grundlegendes Umsteuern in der Finanzpolitik hin zu fiskalischer Strenge forderte 3 Im Dezember 2014 erklarte Bullerjahn dass er zur Landtagswahl in Sachsen Anhalt 2016 nicht erneut kandidieren werde um sich auf sein Ministeramt zu konzentrieren das er auch nach der Wahl weiter ausuben wolle 4 Im Herbst 2015 gab er jedoch bekannt er werde alle politischen Positionen nach der Legislaturperiode abgeben 3 Finanzminister BearbeitenDa nach der Landtagswahl 2006 die bisherige CDU FDP Koalition ihre Mehrheit verloren hatte kam es im April 2006 zur Bildung einer CDU SPD Koalition Bullerjahn wurde daraufhin am 24 April 2006 als Finanzminister und Stellvertreter des Ministerprasidenten in die von Wolfgang Bohmer CDU gefuhrte Landesregierung von Sachsen Anhalt berufen Kabinett Bohmer II Bullerjahn begann seine Vorstellungen einer fiskalpolitischen Konsolidierung in einer Konsequenz umzusetzen die die FAZ als beispiellos im deutschen Foderalismus bezeichnete 3 Nach der Landtagswahl 2011 wurde die schwarz rote Koalition fortgefuhrt mit Reiner Haseloff als neuem Ministerprasidenten Im Kabinett Haseloff I behielt Bullerjahn seine Amter als Finanzminister und Stellvertreter des Regierungschefs Bullerjahn setzte einen rigiden Sparkurs durch mit 15 000 Stellenstreichungen darunter in der Inneren Sicherheit und in Kultur und Wissenschaft der unter anderem Protestaktionen wie Massendemonstrationen von Universitaten ausloste Er erreichte es dass der Landeshaushalt von 2014 bis 2016 ohne neue Schulden auskam Kritiker halten ihm vor er habe die offentliche Daseinsvorsorge kaputtgespart 3 An der Regierungsbildung nach der Landtagswahl im Marz 2016 beteiligte sich Bullerjahn nicht und trat ankundigungsgemass nicht in das zweite Kabinett Haseloff ein weshalb seine Amtszeit als Minister mit dem Antritt des neuen Kabinetts am 25 April 2016 endete Weitere Mitgliedschaften BearbeitenSeit dem 24 April 2006 war Bullerjahn Mitglied des Aufsichtsrates der Nord LB Im Oktober 2012 wurde Bullerjahn einstimmig zum Vorsitzenden des Vorstandes der Tarifgemeinschaft deutscher Lander TdL gewahlt 5 Weblinks Bearbeiten Commons Jens Bullerjahn Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Personliche Homepage Lebenslauf von Jens Bullerjahn beim Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen AnhaltEinzelnachweise Bearbeiten Sachsen Anhalt SPD setzt auf Bullerjahn In Mitteldeutsche Zeitung 28 September 2009 Digitalisat a b c d Reinhard Bingener Sachsen Anhalt Ein Sozialdemokrat der mit Geld umgehen kann In Frankfurter Allgemeine Zeitung 26 Februar 2016 Stuhlerucken vor der Landtagswahl 2016 Memento vom 26 Marz 2015 im Internet Archive In MDR de 20 Dezember 2014 Neuer Vorsitzender des Vorstandes In TDL Online de abgerufen am 8 Mai 2013 Finanzminister des Landes Sachsen Anhalt 1945 52 Werner Bruschke Richard Kunisch Ernst Lorenz Seit 1990 Werner Munch Wolfgang Bohmer Joachim Kupfer Wolfgang Schaefer Wolfgang Gerhards Karl Heinz Paque Jens Bullerjahn Andre Schroder Michael RichterVorsitzende der SPD Fraktion im Landtag von Sachsen Anhalt Reinhard Hoppner 1990 1994 Rudiger Fikentscher 1994 2002 Manfred Puchel 2002 2004 Jens Bullerjahn 2004 2006 Katrin Budde 2006 2016 Andreas Steppuhn 2016 Katja Pahle seit 2016 Normdaten Person GND 131650858 OGND AKS LCCN nb2006025855 VIAF 77452869 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Bullerjahn JensKURZBESCHREIBUNG deutscher Politiker SPD MdLGEBURTSDATUM 15 Juli 1962GEBURTSORT Halle Saale Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Jens Bullerjahn amp oldid 213937909, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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