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Roma europaisches Volk aus mehreren Gruppen mit der gemeinsamen Sprache Romanes Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel thematisiert die romanessprachigen Bevolkerungsgruppen Zu anderen Bedeutungen siehe Roma Begriffsklarung Roma Mehrzahl mannlich mitunter auch Rom Einzahl mannlich Rom Einzahl weiblich Romni Mehrzahl weiblich Romnija ist der Oberbegriff fur eine Reihe von Bevolkerungsgruppen denen eine Sprache das indoarische Romanes und mutmasslich auch eine historisch geographische Herkunft indischer Subkontinent gemeinsam sind Die meist als diskriminierend aufgefasste 1 Bezeichnung Zigeuner gilt als veraltet Ganz uberwiegend sind Roma seit mindestens 700 Jahren in Europa beheimatet Sie sind in ihren jeweiligen Heimatlandern bei unterschiedlicher Grossenordnung stets Minderheiten Sie bilden insgesamt keine geschlossene Gemeinschaft sondern teilen sich in zahlreiche unterschiedliche Gruppen mit vielfaltigen von der Sprache Kultur und Geschichte der jeweiligen Dominanzgesellschaft gepragten Besonderheiten Roma bilden die grosste ethnische Minderheit Europas 2 Viele Angehorige der Roma werden sowohl aufgrund ethnischer Zuschreibungen als auch aufgrund ihrer sozialen Situation marginalisiert und stehen so im Schnittfeld zweier Formen gesellschaftlicher Ausgrenzung die sich wechselseitig verstarken In manchen europaischen Staaten sind sie uber eine gesellschaftliche Randstellung hinaus noch in jungster Zeit offener Verfolgung ausgesetzt gewesen oder noch ausgesetzt Roma wird im Deutschen etwa im Wortpaar Sinti und Roma abgrenzend von der Teilgruppe der Sinti auch als Bezeichnung fur osteuropaische Roma oder mit diffusem Inhalt benutzt Inhaltsverzeichnis 1 Bezeichnungen 1 1 Selbstbezeichnungen 1 1 1 Roma 1 1 2 Sinti und Roma Roma und Sinti 1 1 3 Kale 1 1 4 Gitanos 1 2 Nichtroma im Romanes 2 Geschichte Herkunftshypothesen 3 Sprache 4 Verbreitete Fremdvorstellungen und ihre Kritik 5 Diskriminierung und Verfolgung 5 1 Erinnerungskultur in Deutschland 6 Demografie 7 Jungere politische Entwicklungen 7 1 Internationale Zusammenschlusse 7 2 Organisationen in Deutschland 7 3 Rechtliche und staatlich politische Anerkennung in Deutschland 7 4 Organisationen in Osterreich 7 5 Rechtliche und staatlich politische Anerkennung in Osterreich 7 6 Sonderfall Sudosteuropa und Visegrad Staaten 8 Soziale Organisation Kultur 8 1 Die Bedeutung der Grossfamilie 8 2 Wirtschaftliche und soziale Organisation 8 3 Reinheits und Meidungsvorschriften 8 4 Religion 9 Literatur 10 Rundfunkberichte 11 Weblinks 12 EinzelnachweiseBezeichnungen BearbeitenSelbstbezeichnungen Bearbeiten Roma Bearbeiten Im allgemeinen Verstandnis und in weitgefasster Definition bezeichnet roma Sg m rom Pl m neben roma auch rom Sg f romni Pl f romnija rom ein von dem Romanes Nomen abgeleitetes deutsches Adjektiv gibt es nicht gruppenubergreifend ausgehend von der Eigenbezeichnung in der Sprache Romanes die Angehorigen der Gesamtminderheit 3 Historisch belegt sind rom und romni im deutschen Sprachraum ein erstes Mal 1726 im Waldheimer Lexikon der rothwelschen und der zigeunerischen Sprache eines unbekannten Verfassers mit der Ubersetzung Manns Person und Frau 4 In einer Darstellung von Zigeunern in Preussisch Litauen von 1793 stellt der Verfasser die Frage Wie also nennen sich die Zigeuner Er beantwortet sie mit Rom oder Romma in der mehrern Zahl Rom in der einfachen Er schreibt dass das Wissen seines Gewahrsmanns mehrere Jahrzehnte zuruckreiche es durfte mithin aus der Mitte des 18 Jahrhunderts stammen 5 Das Romani Projekt der Universitat Graz geht davon aus Roma stelle ein grundlegendes wahrscheinlich das ursprunglichste und alles mit einbeziehende Autonym der Angehorigen der Minderheit dar Roma hatten diesen Namen aus Indien mitgebracht 6 Auf Empfehlung seiner Sprachkommission tritt der von den Vereinten Nationen anerkannte Weltdachverband die International Roma Union IRU fur Roma bzw englisch auch Romani als Bezeichnung aller Menschen mit Roma Herkunft ein 7 Der erste Weltkongress der internationalen Burgerrechtsbewegung der Roma in London 1971 legte die Bezeichnung Roma als Gesamtkategorie fur die unterschiedlichen Teilgruppen offiziell fest Auch der zweite internationale Dachverband von Roma Organisationen der Roma National Congress RNC verwendet den Begriff Roma als Uberbegriff 8 Die Europaische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz ECRI empfahl 1998 den Mitgliedsstaaten des Europarats mit ihrer Allgemeinen politischen Empfehlung Nr 3 Bekampfung von Rassismus und Intoleranz gegen Roma Sinti dafur zu sorgen dass der fur die verschiedenen partikularen Gruppen der Roma verwendete Name der ist mit dem die jeweilige Gemeinschaft bezeichnet werden mochte 9 Die Durchsetzung von Roma partikularen Eigenbezeichnungen Aschkali Beasch Burgenland Roma Lalleri Kalderasch Lovara Manouches Sinti Xoraxane 6 bzw regional ublicher Doppelbezeichnungen Sinti und Roma bzw Roma und Sinti im medialen halbamtlichen und amtlichen Sprachgebrauch geht wesentlich zuruck auf die Anstrengungen der seit den 1970er Jahren entstandenen Selbstorganisationen der Roma und der Burgerrechtsbewegung fur die gesellschaftliche Anerkennung und Integration der Minderheit Die Romanes Eigenbezeichnungen sollen dazu beitragen den abschatzigen mehrheitsgesellschaftlichen Blick in Frage zu stellen wie er diskriminierend in Zigeuner Ausdruck findet 1 Sie sollen die gesellschaftliche Anerkennung und Eingliederung der Minderheit fordern Inzwischen beginnt sich die Feststellung von einer in zahlreiche Untergruppen gegliederten Minderheit 10 gegen altere essentialistische und oft erbbiologisch rassistische oder kulturrassistische Konzepte durchzusetzen Es gibt demnach keine in sich geschlossene Kultur der Roma sondern eine Vielfalt von Roma Kulturen Die verschiedenen Gruppen seien gepragt von den ebenfalls jeweils im Vergleich miteinander wie in sich vielfaltigen Mehrheitsgesellschaften in denen sie beheimatet sind oder es im Zuge von Migrationsbewegungen waren 11 Diese Sichtweise geht einher mit einer verstarkten Hervorhebung der Einzelgruppen mit ihren jeweiligen Eigenbezeichnungen Dennoch vertritt der Sinto Romani Rose als Vorsitzender des Dachverbands Deutscher Sinti und Roma mit Blick auf die von seinem Verband gewahlte Einzelgruppen betonende Doppelbezeichnung Sinti und Roma den Standpunkt der Oberbegriff ist eigentlich Roma weil die 10 bis 12 Millionen Angehorigen unserer Minderheit sich als Roma bezeichnen 12 Wichtige Kategorien der Selbstdefinition einer Teilgruppenzugehorigkeit der Abgrenzung von anderen Gruppen und der Selbstbenennung sind historische Berufsgruppen Kalderasch Lovara die Sprache z B Turkisch in Sudosteuropa die Religionszugehorigkeit z B Moslem in christlichem Umfeld Xoraxane oder geografische Herkunftszuschreibungen Agypter Sinti Extraixaria osterreichische Sinti Neben dem systematischen Gebrauch von Roma als ubergeordneter Bezeichnung der romanessprachigen Gesamtminderheit tritt der Begriff in einigen Anwendungen mit diffusem Inhalt in unterschiedlichen oft disparaten Reihungen auf zwar wiederum als Sammeletikett jedoch unterhalb von Gesamtminderheit wer in Roma einbezogen ist bleibt stets ungenannt als gleichrangiges Subgruppenetikett gemeinsam mit eng definierten Subgruppentiteln wo in Europa oder global diese Roma anzutreffen sind bleibt stets ungenannt bis hin zu tsiganologischen an soziographischen oder anthropologischen Definitionen von Zigeunern orientierten disparaten Gruppenkompositionen mit ungeklarter geographischer und sonstiger Situierung von Roma Beispiele fur die ersten beiden Falle waren Roma Sinti und Kale 13 14 Sinti Roma Lalleri Lowara oder Manusch 15 Roma und the Sinti groups which includes the Romanichals the Cale of Spain and other such 16 Roma Sinti Manus Kale Gitanos Cinganos 17 Roma and their conational Sinti Kale Manouches and Romanichals 18 Ein Beispiel fur den dritten Fall ware Roma Gypsies Manouches Kalderash Machavaya Lovari Churari Romanichal Gitanoes so Kalo Sinti Rudari Boyash Travellers Ungaritza so Luri Bashalde Romungro Yenish Xoraxai and other groups 19 Das schliesst jeweils nicht aus dass Roma daneben zugleich als Dachbezeichnung fur die genannten Gruppen gesehen und verwendet wird Es handelt sich jeweils um individuelle singulare Verwendungsweisen eines Autors von Bezeichnungskonventionen lasst sich in diesen Fallen nicht sprechen Eine hybride Form verwendet der Literaturwissenschaftler Klaus Michael Bogdal mit dem von der Selbstbezeichnung abgeleiteten Gesamttitel Romvolker Es handle sich so eine Kritik unter Verweis auf das 19 Jahrhundert um einen Neologismus der in der Tradition der Konstruktion von Volkern stehe 20 Sinti und Roma Roma und Sinti Bearbeiten Hauptartikel Sinti und Roma Abseits der europaischen Konvention bewegt sich die Sammelbezeichnung Sinti und Roma bzw Roma und Sinti Sie entspricht der Terminologie der Mitgliedsverbande des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma 21 bzw in umgekehrter Rangfolge der Terminologie osterreichischer Selbstorganisationen wie des Kulturvereins osterreichischer Roma 22 Ausserhalb des deutschen Sprachraums ist die Doppelbezeichnung weitgehend unublich Mit dem Wortpaar gemeint sind zum einen die Angehorigen der in Deutschland Osterreich den Niederlanden Frankreich Norditalien und Sudosteuropa 23 beheimateten Sinti franzosischer Sprachraum Manouches In Osterreich bilden Sinti eine kleine Minderheit innerhalb der Gesamtminderheit daher dort der zweite Platz 24 sowie zum zweiten unbestimmt entweder regional begrenzt alle romanessprachigen osteuropaischen Gruppen oder insgesamt alle anderen romanessprachigen Gruppen weltweit mit Ausnahme der Sinti Daneben existiert eine enge Auslegung von Sinti und Roma durch deutsche mehrheitlich von Sinti bestimmte Selbstorganisationen die von deutschen Sinti und Roma sprechen Zusammengefuhrt werden hier nach Staatsburgerschaft als Teil eines deutschen Staatsvolks erstens autochthone Sinti und zweitens in der Mitte des 19 Jahrhunderts nach Deutschland migrierte osteuropaische Roma Darin nicht aufgenommen sind die im 20 Jahrhundert in mehreren Schuben nach Deutschland migrierten osteuropaischen Roma von denen freilich viele z B als Gastarbeiter Roma ebenfalls die deutsche Staatsangehorigkeit haben 25 In Deutschland bzw in Osterreich ist das Wortpaar im offentlichen Sprachgebrauch neben Roma etabliert wiewohl es begrifflich inkonsistent ist eine Bezeichnung fur eine Teilgruppe Sinti wird mit einer Gesamtbezeichnung gleichgestellt Roma Falschaussagen hervorruft Flamenco als Musik der Sinti und Roma albanische Sinti und Roma territorial begrenzten minderheitspolitischen Sonderinteressen folgt 26 Sinti tritt 1787 in der Variante Sende in der Sulzer Zigeunerliste auf dann mit Sinte heisst also dieses Volk ein weiteres Mal in der oben genannten Quelle von 1793 Wiederum ist es auf die Gesamtheit der Angehorigen der Minderheit bezogen wenngleich nachrangig zu Roma 27 Kale Bearbeiten Eine ebenfalls europaweit verbreitete bei Nicht Roma kaum bekannte alte Gesamtbezeichnung ist Kale Das Wort ist abzuleiten von kalo Romanes fur schwarz und gehort ebenfalls zu den aus dem 18 Jahrhundert bekannten Eigenbezeichnungen fur die Gesamtheit der Angehorigen der Minderheit wenngleich nachrangig zu Roma 28 Es findet sich im weiten europaischen Raum fur albanische Aschkali finnische Kale iberische Cale der unterschiedlichen regionalen Zuordnung bohmische Lalere Kale 29 oder walisische Kaale Welsh Kaale Volsenenge Kale 30 Gitanos Bearbeiten Gitanos xiˈtaːnos spanisch von egipcianos Agypter 31 Einzahl mannlich Gitano traditionelle Ubersetzung Zigeuner weiblich Gitana Zigeunerin weibliche Mehrzahl Gitanas bezeichnet spanische Roma 32 33 die von Indien uber Arabien nach Nordafrika und von dort ab 1425 34 nach Sudspanien Andalusien wo sie 1783 rechtlich integriert wurden 35 und ganz Europa zogen 36 Nichtroma im Romanes Bearbeiten Das bevorzugte Romanes Wort fur die Angehorigen der Mehrheitsbevolkerung ist gadzo weiblich gadzi 37 In Spanien gibt es dafur auch das Wort payo 38 Die Transkription des gesprochenen Worts gadzo fallt aufgrund unterschiedlicher Aussprache und unterschiedlicher Normierung unterschiedlich aus Wortlich ubersetzt heisst es Bauer 39 Es erklart sich aus der Lebenswelt der Vormoderne sowie aus einem Abgrenzungsbedurfnis gegenuber der Mehrheitsgesellschaft und hat oft eine negative Konnotation Ein weiterer weniger an dem Stereotyp eines Gegensatzes von nicht sesshafter und ortsansassiger Lebenswelt orientierter zwar abgrenzender aber nicht abwertend gemeinter Begriff ist im Romanes der Sinti raklo f rakli 40 Auch in Spanien Wales oder Sudosteuropa bedeutet raklo Junge bzw Bursche oder Geselle Knecht rakli entsprechend Madchen oder Dienstmadchen Magd Bernhard Helzle Drehwald Der Gitanismo im spanischen Argot Geschichte Herkunftshypothesen BearbeitenSoweit sich Migration von Roma oder ihrer historischen Vorgangergruppen feststellen lasst ordnet sie sich ein als eine Normalitat wie sie generell in der Geschichte von Bevolkerungsgruppen zu beobachten ist Migration ist kein Spezifikum von Roma oder von einzelnen Roma Gruppen 41 Seit der zweiten Halfte des 18 Jahrhunderts legen sprachwissenschaftliche Untersuchungen die Annahme nahe dass die fruhen Vorfahren der europaischen Roma auf vormals im Nordwesten des indischen Subkontinents lebende Bevolkerungsgruppen zuruckgefuhrt werden konnen Die heutige Romanes Linguistik prazisiert diese Hypothese zu Zentralindien Auswanderung nach dem Nordwesten und langerem Aufenthalt dort 42 Populationsgenetische Annahmen wie sie gelegentlich in den Tagesmedien in Erscheinung treten sind fur die fachliche Diskussion nicht von Bedeutung Herkunft Zeitpunkt und Ursachen der Abwanderung der Vorfahren der Roma sind nach wie vor strittig Zu den jeweiligen Kulturen konnten mangels Belegen keine gesicherten Aussagen getroffen werden 43 Lebendige Verbindungen zu den Herkunftsraumen des indischen Subkontinents gibt es seit Jahrhunderten nicht mehr zu damals dort lebenden Bevolkerungsgruppen kann es sie nicht geben Eine gemeinsame Herkunftsgruppe der heutigen Roma und der heutigen nahostlichen Dom mit ebenfalls einer Sprache indoarischer Herkunft und mit nomadischer Lebensweise wie sie real fur Roma untypisch ist gilt als spekulativ 44 Den Versuchen die Herkunft der Roma auf die Herkunft von einzelnen heutigen indischen Bevolkerungsgruppen zu beziehen so auf Dom Jat Zott oder Luri fehlen jeweils uberzeugende Belege DNA Analysen deuten jedoch auf eine Herkunft aus Nordindien hin 45 Der Bezug zu Indien hat demnach Bedeutung vor allem als Herkunftsmythos Er hat eine feste Position in der Minderheit im mehrheitsgesellschaftlichen Alltagsdenken wie im wissenschaftlichen Fachdiskurs Er ist von Analogien zum mehrheitsgesellschaftlichen Konstrukt von Zigeunern bzw Gypsies Nomadenvolk Marginalisierung und Diskriminierung als Paria ambulanter Erwerb haufiges Musizieren usw gepragt Daher gelten entsprechende Verweise manchen Fachwissenschaftlern auch als fragwurdig 46 Hypothetisch sind auch die Angaben zur Migration der Vorganger der heutigen Roma nach Europa Einen Konsens gibt es in etwa daruber dass sie jedenfalls spatestens seit dem 14 Jahrhundert aus Kleinasien kommend in Sudosteuropa leben 47 Annahmen zu mehreren unterschiedlichen Zugangsrouten gelten inzwischen als durch den sprachlichen Befund widerlegt 48 Dass der Erbwortschatz des Romanes keine arabischen Worter enthalt belegt nach der Historikerin Karola Fings 2016 dass diese Menschen mit einer einzigen Migrationsbewegung nach Europa kamen und nicht zusatzlich uber eine durch arabischsprachige Gebiete fuhrende Sudroute Bereits die Ethnologin Katrin Reemtsma nannte zwanzig Jahre zuvor in ihrer Ubersichtsdarstellung diese mitunter erwogene an einen agyptischen und orientalischen Herkunftsmythos anknupfende zweite Route nicht mehr 49 Die Rekonstruktion der Geschichte der Roma in der Fruhzeit ist insgesamt nach wie vor hypothetisch und luckenhaft 50 Linguisten so ein niederlandischer Migrationsforscher werden nie in der Lage sein schlussig auf all jene Fragen zu antworten die die Rekonstruktion der Geschichte der Zigeuner im Orig Gypsies betreffen 51 Da die Vorganger der europaischen Roma in sehr unterschiedliche geografische und kulturelle Raume migrierten und sie dort jeweils Minderheit waren ist ihre Geschichte seit Jahrhunderten gepragt von den jeweiligen Umgebungsgesellschaften das heisst dass es eine geschlossene einheitliche Geschichte der europaischen Roma nicht gibt sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Geschichten Insbesondere die altere Geschichte der jeweiligen Gruppen ist bis heute kaum ein Gegenstand der Historiografie gewesen Sprache BearbeitenDie Sprache der Roma das Romanes oder Romani wird nach zuruckhaltender Schatzung von weit mehr als 3 5 Millionen Menschen gesprochen 52 Seit dem 19 Jahrhundert wird in der englischsprachigen wissenschaftlichen Literatur der Terminus Romani verwendet der wie Romanes inzwischen mitunter auch im deutschsprachigen Raum das dort lange ubliche Wort von der Zigeunersprache ablost Die Linguistik rechnet das Romanes zu den neuindischen Sprachen innerhalb der indoarischen Sprachengruppe und weist es Zentralindien zu nicht aber dem Nordwesten des indischen Subkontinents als dem lange angenommenen ursprunglichen Herkunftsraum der Gruppe vor ihrer weiteren Westmigration 53 Ihre Sprache hat sich seither unabhangig von den ubrigen indischen Sprachen aber unter starkem Einfluss der Umgebungs und Kontaktsprachen entwickelt und auf diesem Weg sehr unterschiedliche Dialektvarianten ausgebildet Die Dokumentation des Romanes begann im 16 Jahrhundert mit der Publikation von Wortlisten und von einzelnen Satzen vor allem in Westeuropa spater dann auch in Sudosteuropa Einen ersten Hinweis auf die indische Herkunft des Romanes und damit der Roma lieferte die sprachvergleichende Arbeit Sprache und Herkunft der Zigeuner aus Indien von Johann Christian Christoph Rudiger aus dem Jahr 1782 54 Das Romanes hat nirgendwo den Status einer Amtssprache es ist nicht standardisiert verfugt also auch nicht uber eine normierte Schriftform und wird vor allem in der gruppeninternen Kommunikation Familienverband Nachbarschaft gesprochen In einigen Teilgruppen der Roma so in der der Sinti hat die Sprache aus der Sicht traditionalistischer Sprecher Schutzaufgabe und soll Nicht Roma nicht mitgeteilt werden Bis in das 20 Jahrhundert hinein war das Romanes weitgehend nichtschriftlich Seit den 1970er Jahren und mit der Entstehung einer minderheitspolitischen Bewegung bemuhten sich vor allem Roma Intellektuelle um die Verschriftlichung ihrer Sprache nicht zuletzt um damit die Emanzipation der Gesamtminderheit sprachpolitisch zu unterstutzen In der Folge der staatlichen Zerfallsprozesse in Osteuropa verlor diese Bestrebung an Einfluss Normierung geschieht seither verstarkt im begrenzten regionalen Rahmen 55 Erwachsene Romanessprecher sind immer mehrsprachig Sie verfugen uber die Sprache mindestens der Umgebungsbevolkerung und kommunizieren mit ihr in deren Sprache Darauf sind sie auch deshalb verwiesen weil Nicht Roma nicht zuletzt aufgrund des sozialen Status der Romanessprecher das Romanes nur selten lernen teils gilt aber auch vor allem bei Sinti stark ausgepragt ein Sprachtabu das es untersagt Romanes an Angehorige der Mehrheitsgesellschaft Gadsche weiterzugeben Die Verfugung uber das Romanes ist innerhalb der Gesamtminderheit unterschiedlich ausgebildet Sie reicht vom literarischen Umgang mit der Sprache durch Roma Schriftsteller uber eine als Para Romani bezeichnete Varietat die nur mehr uber ein Romanes Teillexikon verfugt bis hin zum volligen Sprachverlust Das Romanes der verschiedenen Sprechergruppen ist wie generell die jeweilige Kultur von der jeweiligen regionalen Umgebungsgesellschaft gepragt Es gibt einen von den Kontaktsprachen entlehnten umfangreichen nichtindischen Wortschatz und eine in gleicher Weise beeinflusste Syntax Lexeme des mittelalterlichen Griechisch haben unter nur geringem lautlichen Wandel das Romanes bereichert wie etwa drom Strasse foro Stadt okto acht und andere Lehnworter die sich bis heute erhalten haben Armenischen Ursprungs sind Lexeme wie grast Pferd oder bov Ofen Als Belege von Alltagskontakten der mitteleuropaischen Sinti mit der deutschsprachigen Mehrheitsbevolkerung sind Entlehnungen aus dem Romanes ins umgangssprachliche Deutsch zu sehen Aufgrund der geringen Grosse der Minderheit im mitteleuropaischen Raum ist es eine kleine Zahl Dazu gehoren Bock im Sinne von auf etwas Bock haben als Entlehnung von bok fur Hunger 56 Kaff als Entlehnung von gab oder gaw fur Dorf 57 Kohle im Sinne von Geld als Entlehnung von kalo fur schwarz uber das Rotwelsche abgebrannt sein schwarz sein 58 Kaschemme als Entlehnung von katcima fur Wirtshaus 59 Schund als Entlehnung von skunt fur Schmutz Dreck 60 Zaster als Entlehnung von saster fur Eisen 61 Die methodische Erfassung der Lehnworter diente dazu die Migrationsbewegungen der Roma zu rekonstruieren was jedoch nur bedingt moglich ist Immerhin hat die Linguistik inzwischen zu einer brauchbaren Einteilung der verschiedenen Dialekte des Romanes gefunden Aufgrund der starken Differenzierung der Gesamtethnie in zahlreiche partikulare Subgruppen gibt es etwa 60 Dialekte Die regionalspezifischen Sinti Dialekte 62 des Romanes bzw vereinheitlichend das deutsche Romanes 63 werden auch als Sintikanes sintengheri tschib bezeichnet Verbreitete Fremdvorstellungen und ihre Kritik BearbeitenIn einer folklorisierenden und exotisierenden Perspektive nahmen und nehmen Betrachter aus der Mehrheitsgesellschaft die Ethnie als homogene nomadisierende Stammesgesellschaft wahr Zigeuner seien insgesamt unfahig zur Anpassung an sich verandernde soziookonomische und politische Bedingungen Ein kollektives und unbeeinflussbares entweder genetisches oder archaisches kulturelles Erbe mache sie grundsatzlich entwicklungsunfahig und zwinge sie zur ewigen Wanderung Dieser Blick geht daruber hinweg dass die ganz uberwiegende Mehrheit der europaischen Roma keinesfalls nomadisiert sondern seit langem ortsfest lebt und nicht anders als andere regionale Bevolkerungen auf eine lange Geschichte fester Ansiedlung in regionalen Raumen zuruckschauen kann Die Vorstellung vom Nomadenvolk ist ohne empirische Grundlage dass Migration strukturelle nicht aber ethnische Ursachen hat Der Zwang zur Dauermigration wie er in der Fruhen Neuzeit einem grossen Teil der Mehrheitsbevolkerung 64 wie auch den nach ihrer Zahl sehr viel kleineren Bevolkerungsgruppen der Juden und Zigeuner auferlegt war hatte unvermeidlich den okonomischen rechtlichen und sozialen Ausschluss zur Folge der mit einem allgemeinen Aufenthaltsverbot einherging Sie war Strafe und erzwungen dass dem eine von oben erzwungene Anbindung der Mehrheitsbevolkerung an Ort und Territorium bis in die Mitte des 19 Jahrhunderts entsprach die jedoch eine vor allem erwerbsbedingte erhebliche Mobilitat nicht verhindern konnte Im Alltagsdenken ist das polarisierende Klischee von einer nomadisierenden Minderheit hier und einer angeblich immobilen sesshaften Mehrheitsbevolkerung dort nach wie vor lebendig Das antiziganistische Stereotyp von ewig wandernden Zigeunern korrespondiert in Inhalt und Popularitat mit dem antisemitischen Stereotyp vom ewigen Juden Die meisten Roma in Europa vor allem Osteuropa und Spanien leben seit vielen Generationen zum Teil wie in der Slowakei 65 oder im Burgenland 66 schon seit Jahrhunderten ebenso ortsgebunden wie die Mehrheitsbevolkerung Ein kleiner kaum zu beziffernder Anteil 67 vor allem in West und Mitteleuropa lebt wie es in gleicher Weise auf Teile der Mehrheitsbevolkerung immer zutraf und auch heute zutrifft in unterschiedlichen Mischformen der Ortsfestigkeit und einer in der Regel temporaren Abwesenheit von einem Bezugsdomizil So ergaben staatliche Zahlungen bereits 1893 fur Ungarn und die Slowakei einen im Vergleich der Bevolkerungsgruppen demografisch unauffalligen Anteil von 3 3 sogenannter Wanderzigeuner ohne langeren festen Aufenthalt an der Gesamtzahl der als Zigeuner Eingestuften 68 Ahnlich geringe Zahlen zeigen sich aus den 1960er und 1970er Jahren etwa fur die Slowakei und die CSSR 69 Der ohnehin minderheitliche Anteil der traditionell Reisenden und die Dauer der Reise nehmen weiter ab Heute wird der Anteil der saisonweise oder dauerhaft migrierenden Roma an der weltweiten Roma Gesamtpopulation auf maximal funf Prozent geschatzt 70 was angesichts einer hohen Mobilitat auch in der Umgebungsgesellschaft nicht bemerkenswert ist Im Rahmen der innereuropaischen Arbeitsmigration seit den 1960er Jahren kam eine grosse Zahl von Roma aus sudosteuropaischen und sudeuropaischen Staaten nach West Mittel und Nordeuropa Diese Form der Migration blieb deshalb unauffallig weil die Roma Migranten nicht als solche sondern als Angehorige ihrer jeweiligen Staaten in Erscheinung traten 71 Im Kontext von zunehmender Arbeitslosigkeit Armut und Krieg in den sudosteuropaischen Staaten nach dem Systemumbruch migrierten seit den 1990er Jahren zahlreiche Roma Familien als Burgerkriegsfluchtlinge und Arbeitsmigranten nach Sud West Mittel und Nordeuropa Die Sinti Aktivistin Roxanna Lorraine Witt beschreibt in ihrem Aufsatz Ich fuhle mich ungesehen weil den hohen Grad der Entmenschlichung und eine verbreitete gesellschaftliche Akzeptanz des Rassismus gegen Sinti und Roma als spezifische Charakteristika des Rassismus gegen die Gruppen Der Rassismus gegen Sinte zze und Rom nja zeichnet sich in seiner einzigartigen besonderen Schwere durch das Merkmal der vollkommenen Absprache des Mensch Seins von Angehorigen der Gruppen aus Das Othering die Zuschreibung von Andersartigkeit als Mittel der kunstlichen Hierarchisierung von Menschengruppen in uns und die Anderen zum Zweck der Ausbeutung findet im spezifischen Rassismus gegen Rom nja und Sinte zze seinen Gipfel Die vollkommene Enthumanisierung die totale Absprache des Mensch Seins fuhrt zu einem Ausmass der sozialen und gesellschaftlichen Akzeptanz der unterschiedlichen Arten rassistischer Gewalt gegen Sinte zze und Rom nja wie es bei keiner anderen Gruppe in diesem Ausmass der Fall ist Roxanna Lorraine Witt 72 Diskriminierung und Verfolgung Bearbeiten Antiziganistische Demonstration in Sofia 2011 Hauptartikel Antiziganismus In der etwa 700 jahrigen Geschichte der Roma in Europa war die Minderheit spatestens seit Beginn des 16 Jahrhunderts zahlreichen Formen von Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde eine unbekannte Zahl von Roma Opfer eines Volkermords siehe Abschnitt unter Porajmos vergleichbar der Vernichtung der europaischen Juden Schoah Auch heute noch sind Roma Diffamierung Diskriminierung und sozialer okonomischer und politischer Marginalisierung ausgesetzt und in vielen Staaten eine von der Mehrheitsbevolkerung nicht erwunschte Minderheit 73 In einigen sudosteuropaischen Landern waren Roma in den vergangenen zwei Jahrzehnten mitunter offener Verfolgung ausgesetzt So wurden wahrend des Kosovo Krieges ganze Siedlungen von Roma Aschkali und Balkan Agyptern diese beiden sind ebenfalls der Romaethnie zuzuordnen von Angehorigen der albanischen Mehrheitsbevolkerung geplundert und niedergebrannt und die Bewohner vertrieben 74 Aus Bosnien wurden im Zuge ethnischer Sauberungen die alle Ethnien betrafen die meisten Roma vertrieben Viele fanden wahrend des Burgerkriegs als Opfer von Ubergriffen den Tod 75 Bis heute wird von europaischen Politikern unter Verwendung tradierter antiziganistischer Stereotype und Schlagworte Uberschwemmung Volkerwanderung die Forderung nach Ausschluss und Abschiebung von Roma erhoben Gemeint sind in aller Regel Roma aus Osteuropa vornehmlich aus Bulgarien Rumanien Serbien und Nordmazedonien Weit uber die Grenzen der jeweiligen Lander hinaus wurden derartige Erscheinungen im westlichen Europa aus der Schweiz Italien Osterreich und Frankreich bekannt 76 Gesellschaftlicher Benachteiligung und einer erheblichen Repression bis hin zu offener Verfolgung unterliegen die osteuropaischen Roma auch in ihren Heimatlandern in denen antiziganistische Haltungen in der Mehrheitsbevolkerung weit verbreitet sind 77 78 Erinnerungskultur in Deutschland Bearbeiten Die Zeit des Nationalsozialismus pragte die Erinnerungskultur die stets auch eine Verfolgungsgeschichte war innerhalb der Minderheit am starksten Die mehrheitsgesellschaftliche Kultur der Erinnerung aber ist anders als zur Geschichte der judischen Minderheit oder zur Verfolgung politischer oder kirchlicher Gegner der Nationalsozialisten wenig entwickelt Nur sehr selten widmen sich Strassenbenennungen Denkmaler Gedenktafeln offentliche Veranstaltungen oder andere Zeichen oder Orte der Erinnerung dem Thema Ravensburg Mahnmal zum Gedenken an nach Auschwitz deportierte und im Porajmos ermordete Sinti aus Ravensburg Paradeplatz in Wurzburg Mahnmal zum Gedenken an die Wurzburger Sinti Inschrift auf Romanes Es waren Initiativen der Betroffenen selbst die nach Jahrzehnten des Schweigens uber die Verbrechen und fortgefuhrter Diffamierungs und Diskriminierungspraxis seit Ende der 1970er Jahre eine gewisse Veranderung zumindest im politisch offiziellen Raum und in den Medien bewirkten 1979 fand eine erste internationale Gedenkkundgebung von Roma und Unterstutzern aus der Mehrheitsbevolkerung im KZ Bergen Belsen statt Ostern 1980 fuhrte eine Sinti Gruppe einen weltweit beachteten Hungerstreik im KZ Dachau durch 79 Diese und folgende Aktionen zunachst kleinerer Gruppen veranderten nicht nur die mediale und die politische Perspektive auf die Minderheit sie trugen zugleich wesentlich zur Sammlung eines grossen Teils der in Teilgruppen und Familienverbande zersplitterten Minderheit in den Landesverbanden und Mitgliedsorganisationen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma Heidelberg sowie in kleineren Interessensorganisationen mit regionaler Bedeutung bei Daneben gibt es selbstorganisierte Aktivitaten die auf die Situation der osteuropaischen Roma Migranten aufmerksam machen sollen ein Bleiberecht einfordern und sich dabei auf die europaweite Verfolgung von Roma im Nationalsozialismus beziehen So protestierten 1989 Roma mit einer Besetzung auf dem Gelande des fruheren Konzentrationslagers Neuengamme in dem auch Roma inhaftiert waren gegen die Ausweisung von Asylsuchenden 1993 gab es einen Marsch sudwestdeutscher Roma nach Baden Baden und zur KZ Gedenkstatte Dachau Diese und andere bleiberechtliche Aktivitaten wurden jeweils von der Hamburger Rom und Cinti Union angeleitet und begleitet 80 Bekannt sind kunstlerische und dokumentierende Hinweise im offentlichen Raum aus Bad Berleburg Nordrhein Westfalen Bergen Belsen Bremen Dreihausen Hessen Dusseldorf Flensburg Frankfurt am Main Hamburg Hannover Hildesheim Kiel Koblenz Koln Leipzig Magdeburg Mannheim Marburg Merseburg Mulfingen Nurtingen Ravensburg Magdeburg Wiesbaden und Wurzburg 81 Das Dokumentations und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg richtete in den 1990er Jahren die einzig vorhandene Dauerausstellung zum nationalsozialistischen Volkermord an den Sinti und Roma ein Eine entsprechende Wanderausstellung konnte in vielen Orten der Bundesrepublik gezeigt werden Denkmal fur die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin 1992 beschloss die Bundesregierung die Errichtung des Denkmals fur die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas die als Zigeuner verfolgt inhaftiert und getotet wurden und im Porajmos der Entsprechung zur Schoah kollektiver Vernichtung anheimfielen Der israelische Kunstler Dani Karavan legte einen Entwurf vor Die Realisierung verzogerte sich jedoch jahrelang da sich die Verbande der Betroffenen uber den Inhalt des Widmungstextes zunachst nicht einig wurden Ende 2007 hat der Bundesrat beschlossen dass er auf der Grundlage von Vorschlagen der Verbande und in Zusammenarbeit mit dem Institut fur Zeitgeschichte Munchen Berlin und dem NS Dokumentationszentrum der Stadt Koln erarbeitet und entschieden werden soll Der symbolische Baubeginn erfolgte im Februar 2008 Am 24 Oktober 2012 erfolgte die Einweihung in Berlin mit einem feierlichen Festakt 82 Demografie BearbeitenRoma stellen in keinem Land der Welt die Bevolkerungsmehrheit Die grossten Gemeinschaften leben in Europa vor allem in Sudosteuropa Ostmitteleuropa Sudwesteuropa und Russland sowie ausserhalb davon in den USA Brasilien und der Turkei In Deutschland leben nach ubereinstimmenden Angaben sowohl der staatlichen Verwaltung als auch des Zentralrats ungefahr 70 000 Angehorige der Minderheit mit deutscher Staatsburgerschaft als Nachfahren der historischen Zuwanderer der letzten 600 Jahre 83 Es gibt aber auch die Schatzung der renommierten Fachwissenschaftlerin Katrin Reemtsma die 1998 von etwa 40 60 000 Sinti und Roma mit deutscher Staatsangehorigkeit sprach Die Anzahl an ehemaligen Arbeitsmigranten in der dritten Generation in Deutschland und Fluchtlinge n mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht aus dem ehemaligen Jugoslawien setzte sie ebenso hoch wie die der lange Eingesessenen an also ebenfalls auf zwischen 40 000 und 50 000 84 Daneben gibt es aus dem Umfeld des Zentralrats 2011 wiederum die Angabe von 80 000 bis 120 000 Sinti und Roma in der Zentralratsdefinition also lange eingesessene deutsche Staatsburger sowie unter Verweis auf eine UNO Schatzung von 2006 50 000 davon zu unterscheidende als Fluchtlinge und so genannte Arbeitsmigranten bezeichnete Roma 85 Abweichend vom oben genannten Sonderfall einer ausnahmsweise ubereinstimmenden Angabe zwischen Staat und Selbstorganisation ist allgemein festzustellen dass staatliche Verwaltungen zu niedrigen Angaben tendieren wahrend Roma Organisationen zu hohen Angaben neigen Es handelt sich jeweils um politische Zahlen Staatliche Zahlungen sind durchweg nicht zuverlassiger als die Angaben von Selbstorganisationen oder von NGOs 86 weil ein Teil der Roma im Land nicht im Besitz der Staatsburgerschaft ist aber nur die Staatsburger gezahlt werden weil nach der ethnischen Herkunft nicht gefragt werden darf und also nach zweifelhaften Kriterien mit grossen Spielraumen geschatzt wird weil ein Bekenntnis zur Ethnie Zahlungsvoraussetzung ist von vielen Roma aber aus sozialen und historischen Grunden verweigert wird weil die Zahler angesichts der Unzuverlassigkeit von Angaben gemutmasster Roma Dritte z B die Nachbarn befragen weil Angehorige der Minderheit sich trotz einer Teil Herkunft aus der Roma Minderheit im Zuge von Assimilierungsprozessen inzwischen in andere Nationalitaten vorwiegend solche die in ihrem Umfeld in der Mehrheit sind einordnen oder weil durch burgerkriegsbedingte Vertreibungen selbst jungere Zahlen hinfallig wurden Aufgrund der unterschiedlichen Ansatze und der besonderen Bedingungen demografischer Erhebungen zu Roma und angesichts der in aller Regel grossen Differenzen nach Zeitpunkt und nach amtlicher oder nichtamtlicher Tragerschaft in den Ergebnissen sind Zahlen zu Bevolkerungsanteilen der Minderheit meist ohne ernsthafte Aussagekraft Dazu die folgenden Beispiele In den 1980er Jahren wurde die europaische Roma Bevolkerung einmal auf zwischen 1 988 000 und 5 621 000 summiert ein anderes Mal auf zwischen 3 421 750 und 4 935 000 Fur die Niederlande wurden 1 000 Roma behauptet dann zwischen 30 000 und 35 000 fur Schweden 1 000 bis 8 000 aber auch zwischen 60 000 und 100 000 87 Etwa 25 Jahre spater 2010 legte der Europarat eine vergleichende Staatenubersicht mit jeweils Mindest und Hochstangaben vor Dabei fasste er Roma und Traveller also mehrheitsgesellschaftliche Fahrende zusammen ungeachtet der Tatsache dass die ganz uberwiegende Mehrheit der Roma nicht fahrt und noch nie fuhr und Roma auch sonst keine historischen oder kulturellen Gemeinsamkeiten mit der Zweitgruppe aufweisen Der Europarat nannte als Mindestzahl 6 4 und als Maximum 16 Millionen Roma und Traveller 88 Der Europarat bezifferte 2011 die Anzahl der Roma in Europa auf 10 bis 12 Millionen 89 Der Anteil der Roma an der Gesamtbevolkerung betragt laut Europarat 10 3 in Bulgarien 4 9 laut eigenem Zensus 2011 9 6 in Nordmazedonien 2 7 laut eigenem Zensus 2002 9 2 in der Slowakei 2 0 laut eigenem Zensus 2011 8 3 in Rumanien 3 0 laut eigenem Zensus 2011 8 2 in Serbien ohne Kosovo 2 1 laut eigenem Zensus 2011 7 1 in Ungarn 3 2 laut eigenem Zensus 2011 3 8 in der Turkei 3 2 in Albanien 0 3 laut eigenem Zensus 2011 2 5 in Griechenland 1 5 in SpanienIn Albanien wurden 2011 bei den letzten Volkszahlungsergebnissen nur 8 301 Roma gezahlt obwohl bei dieser Volkszahlung 390 938 Personen von 2 800 138 bevorzugten keine Antwort zu ihrer ethnischen Herkunft zu geben 90 Laut Statista Portal 91 wird die Anzahl der Roma in einzelnen europaischen Landern wie folgt geschatzt Rumanien 1 95 Millionen Bulgarien 750 000 Spanien 700 000 Ungarn 600 000 Slowakei 500 000 Serbien 500 000 Frankreich 310 000 Tschechien 275 000 Nordmazedonien 185 000 Griechenland 175 000 Italien 130 000 Deutschland 120 000 Grossbritannien 100 000 Bosnien Herzegowina 60 000 Niederlande 40 000 Osterreich 37 500 als Mittelwert zu fachlich angegebenen Schatzungen 25 000 50 000 92 Portugal 37 500 Kroatien 35 000 Polen 32 500 Montenegro 24 000 Schweden 17 500 Belgien 12 500 Slowenien 10 000 Finnland 10 000 Norwegen 5 000 Lettland 4 500 Litauen 3 350 Irland 3 000 Estland 1 250 Die griechische Regierung schatzt die Zahl der Roma auf 200 000 93 Experten auf bis zu 350 000 93 In den ehemaligen Staaten der Sowjetunion sollen in der Ukraine 2001 nach Schatzungen uber 400 000 Roma leben und 94 in Russland um 250 000 in Weissrussland um 7 000 Zensus 2009 in Moldawien vielleicht um 25 000 in Lettland um 4 500 in Litauen um 3 000 in Estland um 1 250 Roma leben Fur die weltweite Zahl der Roma ergibt sich dass sie nicht serios beziffert werden kann Die existierenden Schatzungen veranschaulichen das Problem Sie reichen von zwei bis zwolf Millionen 95 70 Zuverlassige Angaben zum Bevolkerungsanteil sei es regional sei es europaweit oder universal sind somit ebenfalls in aller Regel schwer moglich Jungere politische Entwicklungen BearbeitenInternationale Zusammenschlusse Bearbeiten Flagge der Roma Blau fur Himmel Freiheit Spiritualitat und Ewigkeit Grun fur Natur Erde Fruchtbarkeit und Leben das Rad fur Wohnwagen Mobilitat Fortschritt und die indischen Wurzeln 1967 grundete sich das Internationale Zigeunerkomitee 1971 beim ersten Weltromakongress in London wurde der Begriff Roma verabschiedet eine Flagge die Hymne Gelem Gelem und der Internationale Tag der Roma am 8 April eingefuhrt Als internationaler Zusammenschluss der Roma wurde 1978 auf dem zweiten World Romani Congress WRC in Genf die International Romani Union IRU auf Romanes Romano Internacionalno Jekhetanipe als Dachverband regionaler und nationaler Interessenvertretungen gegrundet 96 Heute 2014 ist die Situation unubersichtlich Sowohl eine in International Roma Union umbenannte Institution 16 als auch eine weiterhin den ursprunglichen Namen tragende International Romani Union 97 erheben den Anspruch globaler Vertretung Seit 1979 ist die IRU als nichtstaatliche Organisation NGO Mitglied im Wirtschafts und Sozialrat der Vereinten Nationen und hat beratenden Status in der UNESCO Seit 1986 ist sie Mitglied von UNICEF Eine zweite internationale Vereinigung ist der Roma National Congress RNC 98 Ehrenprasident der IRU war in der Grundungsphase der bekannte Schauspieler Yul Brynner Er spielte in den 1970er Jahren eine aktive Rolle bei den Bestrebungen der Roma sich international zusammenzuschliessen und internationale Anerkennung zu finden 96 Fur Europa gibt es seit 2005 das European Roma and Travellers Forum ERTF 99 dessen Sprecher beide Zusammenschlusse reprasentieren Es ist durch ein Partnerschaftsabkommen mit dem Europarat verbunden Es setzt sich nicht nur fur Roma sondern zugleich fur Nichtromagruppen wie Pavee oder Jenische in ahnlichen sozialen okonomischen und bildungsmassigen Problemlagen ein Organisationen in Deutschland Bearbeiten 1972 wurde in Heidelberg der Sinto Anton Lehmann von einem Polizisten erschossen es kam zu einer Demonstration zahlreicher Sinti und es konstituierte sich daraufhin der Verband deutscher Sinti 1982 schlossen dessen Landesverbande und unabhangige Ortsverbande sich zum Dachverband Zentralrat deutscher Sinti und Roma zusammen dessen Sitz Heidelberg ist Er ist die staatlich anerkannte Spitzenvertretung der Roma deutscher Staatsburgerschaft und wird aus Mitteln des Bundesministeriums fur Jugend Frauen und Familie finanziert Seine Landesverbande werden als Projekte der Landesministerien gefordert Der langjahrige Vorsitzende des Zentralrats der deutsche Sinto Romani Rose war einer der fuhrenden Aktivisten der Burgerrechtsbewegung der 1970er und 1980er Jahre Eine zentrale und wichtige Organisation die sich in Deutschland sowohl den Belangen autochthoner als den Interessen allochthoner Romnja und Sintezze annimmt ist das feministische Romaniphen Archiv mit Sitz in Berlin Das Wissensarchiv gilt als progressive Vereinigung und akademisches Zentrum der Sinti und Roma in Deutschland Unter der Leitung des Archivs durch die Sozialwissenschaftlerin Isidora Randjelovic sowie den von Wissenschaftlerinnen und Kunstlerinnen gepragten Vorstand des Archivs bestehend aus den Erziehungswissenschaftlerinnen Jane Weiss und Tayo Awosusi Onutur 100 wurden 2020 grossflachig Studien im deutschen Raum durchgefuhrt die darauf abzielten eine Erhebung der Verbreitung von Rassismus gegen Sinti und Roma sowie die Ressourcen zur Bekampfung desselbigen durch die Untersuchungskommission Antiziganismus 101 des Bundes zu ermoglichen Die Mitglieder der Kommission Weiss und Jonuz sind gemeinsam mit Randjelovic Mitgrunderinnen des feministischen Archivs und verfassen regelmassig Fachpublikationen und Artikel zum Themenkomplex Intersektionalitat Bildung Migration Emanzipation und Kritik an Sozialwissenschaftlicher und ethomythologischer Forschung im Bereich Roma und Sinti Zu den weiteren bekannten Mitgliedern des vom Archiv aus geleiteten IniRromnja Netzwerkes gehoren neben Fatima Hartmann die Wissenschaftlerin Hajdi Barz welche 2019 gemeinsam mit dem Integrationspreistrager und niedersachsischen Jugend Landesvorsitzenden der Grunen Nino Novakovic die erste akademische Schrift zu Empowerment und Powersharing von Sinti und Roma veroffentlichte 102 Anders als der Zentralrat organisieren die Rom und Cinti Union Hamburg und die Roma Union Frankfurt auch in den letzten Jahrzehnten in die Bundesrepublik migrierte Roma und vertreten deren bleibe und asylrechtliche Interessen Rudko Kawczynski staatenloser Hamburger Rom und bekannter Vertreter der Rom und Cinti Union gehorte zu den fuhrenden Kopfen der Burgerrechtsbewegung wie sie im norddeutschen Raum durch offentliche Aktivitaten hervortrat Seit einigen Jahren existiert ein Bundes Roma Verband 103 der die Absicht hat moglichst viele bestehende Roma Vereine Initiativen und Gruppen unter ein Dach zu bringen Er wendet sich auch an Roma die aus Osteuropa in die Bundesrepublik migrierten Kleinere Selbstorganisationen mit regionaler Bedeutung und ohne Herkunft aus der sozialen und Burgerrechtsbewegung sind die Sinti Allianz Deutschland Gottingen die eine Homepage unterhalt oder die Roma Union Grenzland Aachen Wichtige gemeinsam von Roma und von Menschen aus der Mehrheitsbevolkerung getragene Zusammenschlusse mit sozialpolitischem und sozialarbeiterischem Schwerpunkt die sich unter Einschluss von Arbeitsmigranten und Fluchtlingen allen Romagruppen zuwenden sind regional der Rom e V Koln und der Forderverein Roma Frankfurt am Main 104 Als Interessenvertreterin der als Burgerkriegsfluchtlinge nach Deutschland zugewanderten Roma versteht sich auch das Centre of Integration Affirmation and Emanzipation of the Roma in Germany Roma Union e V Essen Rechtliche und staatlich politische Anerkennung in Deutschland Bearbeiten Seit Ende der 1990er Jahre sind vier nationale Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt nachdem die Bundesrepublik 1997 das Rahmenubereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten und 1998 die Europaische Charta der Regional oder Minderheitensprachen ratifizierte Danen Friesen Sorben und die deutschen Sinti und Roma Der Schutz als nationale Minderheit erstreckt sich demnach nur auf Sinti und Roma deutscher Staatsangehorigkeit Er ist zudem nach dem Abstammungsprinzip eingeschrankt auf die Alteingesessenen 105 schliesst also die Roma deutscher Staatsangehorigkeit mit familiarer Herkunft aus Sudosteuropa oder Spanien nicht ein Am 14 November 2012 hat Schleswig Holstein als erstes Bundesland die deutschen Sinti und Roma neben den Danen und Friesen als Minderheit in die Landesverfassung aufgenommen 22 Jahre kampfte der Verband Deutscher Sinti und Roma e V Landesverband Schleswig Holstein mit seinem Landesvorsitzenden Matthaus Weiss um die Anerkennung als Minderheit In dieser Zeit wurden sechs Antrage zur Verfassungsanderung in das Landesparlament eingebracht Funfmal scheiterten sie an der notwendigen Zweidrittelmehrheit Am 23 August 2012 brachten die Fraktionen von Bundnis 90 Die Grunen SPD die Abgeordneten des SSW und die Fraktionen von Piraten und FDP erneut einen Gesetzentwurf zur Anderung der Verfassung des Landes Schleswig Holstein ein 106 Der Landtag uberwies diesen durch Plenarbeschluss an den Innen und Rechtsausschuss und mitberatend an den Europaausschuss Nachdem der Ausschuss dem Landtag bei Enthaltung der Stimmen der Fraktion der CDU die unveranderte Annahme des Gesetzentwurfs empfahl 107 wurde der Beschluss uber die Anderung der Landesverfassung am 14 November 2012 in der Plenarsitzung des Landtages Schleswig Holstein einstimmig gefasst Nach vorhergehenden Bedenken stimmte schliesslich auch die CDU Fraktion zu In Artikel 5 der Verfassung des Landes Schleswig Holstein heisst es nun Die nationale danische Minderheit die Minderheit der deutschen Sinti und Roma und die friesische Volksgruppe haben Anspruch auf Schutz und Forderung In Baden Wurttemberg unterzeichneten 2013 Daniel Strauss in Vertretung des Verbands Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden Wurttemberg und Ministerprasident Winfried Kretschmann fur das Land Baden Wurttemberg einen Staatsvertrag der unter anderem die Kooperation zwischen Land und Minderheit starken den Dialog mit Sinti und Roma Baden Wurttembergs auf eine verlassliche gesellschaftspolitische Grundlage stellen diese verbreitern sowie gemeinsames Vorgehen gegen Antiziganismus begrunden soll 108 109 110 Er legt dazu eine verbindliche Forderung fest Dieser Staatsvertrag wurde vom Landtag im selben Jahr verabschiedet 111 Organisationen in Osterreich Bearbeiten Am 15 Juli 1989 112 wurde der erste Roma Verein in Osterreich in Oberwart gegrundet 1999 entstand eine Roma Volkshochschule als Teilorganisation der Burgenlandischen Volkshochschulen ebenfalls in Oberwart 113 In dieser Zeit am 4 Februar 1995 totete der Mehrfachattentater Franz Fuchs in Oberwart 4 Roma durch eine Sprengfalle an einem Schild Roma zuruck nach Indien Rechtliche und staatlich politische Anerkennung in Osterreich Bearbeiten In der Republik Osterreich 92 sind seit 1993 neben den Volksgruppen der Kroaten Slowaken Slowenen Ungarn und Tschechen auch die Roma im Sinne des Volksgruppengesetzes anerkannt 114 115 Roman es die lokale Varietat des Romani 116 ist hier anerkannte Minderheitensprache das heisst es besteht Recht auf Schulunterricht der Muttersprache gewisse Verwendung der Sprache bei Amtsgangen und Vertretung in den offentlich rechtlichen Medien Die Volksgruppe pflegt sich selbst als osterreichische Roma oder Roma und Sinti zu bezeichnen 117 Dieser Schutz autochthoner Minderheiten mit eigener Muttersprache und Volkstum betrifft nur die Burgenland Roma Sinti und Lovara die schon lange jedenfalls aber vor Grundung der Republik auf dem Gebiet des heutigen Osterreichs leben ungarisch burgenlandische Roma seit dem 15 Jahrhundert meist tschechische und suddeutsche Sinti und slowakische Lovara im spaten 19 Jahrhundert 92 115 Von den ca 8000 in den 1930er Jahren im Burgenland registrierten Roma hatten nur einige hundert den NS Genozid uberlebt 92 Daneben gibt es auch in den 1960ern als Gastarbeiter teils aber auch nach Fall des eisernen Vorhangs ab den 1990ern als Fluchtlinge oder illegal 115 zugewanderte Kalderas und Gurbet Serbien 118 sowie Arlije Nordmazedonien 119 und auch Angehorige anderer Gruppen die nicht unter diesen Schutz fallen 115 92 120 Die letzte Zahlung der Statistik Austria 2001 erfasste 6273 Romansprechende davon 4348 osterreichische Staatsburger 115 Spatere Daten gibt es nicht es besteht keine Verpflichtung die Zugehorigkeit zu einer Volksgruppe nachzuweisen 1 3 Volksgruppengesetz Insgesamt schatzt man die Zahl aller Roma in Osterreich auf etwa 40 000 115 25 000 50 000 92 Damit stellt die anerkannte Minderheit nur einen kleinen Teil der Roma in Osterreich Eine von mehreren Selbstorganisationen die die Minderheit in Osterreich vertreten ist der 1991 gegrundete Kulturverein Osterreichischer Roma in Wien der auch im Volksgruppenbeirat nach Volksgruppengesetz vertreten ist 114 April 2011 wurde Roman die Sprache der Burgenland Roma von der Osterreichischen UNESCO Kommission in das Verzeichnis des nationalen immateriellen Kulturerbes in Osterreich aufgenommen fur das Burgenland Oktober 2011 auch die Lieder der Lovara Wien und Burgenland 121 Zweck dieser Ausweisung ist ein verbindlicher Schutz als lebendige Kulturtradition Die osterreichischen Roma sind heute durchwegs sesshaft integriert 115 Fur die wenigen Fahrenden gibt es zwei offizielle betreute Durchreiseplatze Braunau und Linz 122 115 weitere sind wegen der EU Strategie zur Einbeziehung der Roma bis 2020 in Uberlegung 123 Sonderfall Sudosteuropa und Visegrad Staaten Bearbeiten In den sudosteuropaischen Landern und den sogenannten Visegrad Staaten lebt die grosse Mehrheit der europaischen Roma Bevolkerung In der sozialistischen Phase eroffneten sich fur Roma eine Reihe von individuellen Moglichkeiten der Qualifizierung und des sozialen Aufstiegs Es entwickelten sich Roma Eliten mit hoher Qualifikation wie sie in Westeuropa nicht zu finden sind 124 Inzwischen hat sich die Lebenssituation der sudosteuropaischen Roma durch die politischen und soziookonomischen Auflosungs und Neuformierungsprozesse der 1990er Jahre und durch die damit einhergehenden durch Ethnisierung und neue Nationalismen ausgelosten Konflikte und Verdrangungen grundlegend verschlechtert 125 Allgemein hatten die Rekapitalisierung der landwirtschaftlichen und der industriellen Produktion die Massenentlassungen und die Entstehung eines unregulierten Arbeitsmarktes eine hohe Arbeitslosigkeit und allgemeine Verarmung und Verelendung der Roma zur Folge Die Entlassungen auf dem Land und in den kleineren Orten bewirkten eine erhohte Landflucht in die bereits ohnehin ubervolkerten und schlecht ausgestatteten Romaquartiere Mahala der grossen Stadte Die sudosteuropaischen Mahala haben Ghetto Charakter So werden z B die Schulen der bulgarischen Romaviertel als heute in hochstem Masse vernachlassigt beschrieben Der Analphabetismus unter jungen Roma nehme rapide zu 126 Die aus der produktiven Sphare Ausgeschlossenen versuchen ihrer Verelendung vor allem mit kombinierten Noterwerbsweisen zu entrinnen kleiner Handel Sammeln und Aufarbeiten von Resten Gelegenheitstatigkeiten Damit einher gehen die typischen sozialen Konsequenzen solcher Prozesse wie drastisch sinkende Bildungschancen Alkoholismus und Drogenrisiken Die im mehrheitsgesellschaftlichen Alltagsdenken verbreitete Vorstellung einer minderheitstypischen Delinquenz die ein traditionelles Element des mehrheitsgesellschaftlichen Zigeunerbilds ist lasst sich mit Zahlen nicht belegen Zum einen differenziert in keinem europaischen Staat die offizielle Kriminalitatsstatistik nach Volksgruppen Nationalitaten oder Primarsprachen Dass Verbrechen und die Zugehorigkeit zu einer Minderheit nichts miteinander zu tun haben gehort zu den Standardannahmen moderner polizeilicher Ermittlungsarbeit Ethnic profiling ist daruber hinaus verpont wenn nicht verboten Es gibt also keine Zahlen Und zum anderen mussten solche Zahlen mit denen von Gruppen unter ahnlichen sozialen Bedingungen verglichen werden die es aber in ganz Europa sonst nicht gibt 127 Ahnliche Lebensbedingungen bestehen in sudafrikanischen oder sudamerikanischen Elendsvierteln Die Kriminalitatsgefahr liege in jeder Hinsicht in den sudosteuropaischen Roma Quartieren weit darunter bemerkt der Sudosteuropaexperte Norbert Mappes Niediek In den grossen Vierteln der Roma in Shuto Orizari in Skopje Ferentari in Bukarest Stolipinowo in Plowdiw oder Fakulteta in Sofia kann sich jeder Besucher frei und unbehelligt bewegen 128 Auch in Jugoslawien gab es bis zum Staatszerfall eine relative Integration der Roma und damit vergleichsweise gute Bildungschancen Viele Roma konnten hohere Schulabschlusse und einige gar einen Hochschulabschluss erwerben Inzwischen ist die Minderheit auf den vorsozialistischen Stand der Bildungsdiskriminierung zuruckgefallen Im Zuge des staatlichen Niedergangs und der damit aufbrechenden ethno nationalistisch inspirierten burgerkriegsartigen Auseinandersetzungen richteten sich massive Aggressionen auch gegen die jeweilige Romabevolkerung Sie war kollektiven Angriffen durch Angehorige der Mehrheitsethnien Zerstorungen und Plunderungen ihrer Wohnstatten mit dem Ziel ihrer Vertreibung ausgesetzt Ein Beispiel ist die 1999 von albanischen Nationalisten geplunderte und niedergebrannte Romska Mahala von Mitrovica Kosovo die von 5000 Roma Aschkali und Agyptern RAE bewohnt wurde 129 Viele sudosteuropaische Roma fluchteten vor diesem Hintergrund nach West und Mitteleuropa oder auch nach Nordamerika 130 Soziale Organisation Kultur BearbeitenDie kulturellen Uberlieferungen die kulturelle Vergangenheit und Gegenwart der europaischen Roma weisen uberaus gewichtige regionale Unterschiede auf und auch der Blick der Gadje auf die Sinti und Roma ist jeweils ein anderer was u a eng mit deren Anteil an der jeweiligen Gesamtgesellschaft und mit der An oder Abwesenheit weiterer kultureller Minderheiten zusammenhangt 131 Der mehrheitsgesellschaftliche Einfluss auf die Entwicklung der Minderheitskultur brachte insofern historisch und regional unterschiedliche Ergebnisse hervor Dennoch lassen sich einige Gemeinsamkeiten feststellen wobei die Frage offenbleiben muss inwieweit sie einem gemeinsamen ethnischen Erbe oder aber ahnlichen oder gemeinsamen strukturellen Bedingungen geschuldet sind Roma und Sinti agieren seit der zweiten Halfte des 20 Jahrhunderts in Autobiografien und Romanen auf autobiografischer Grundlage sichtbar als historische Subjekte 132 In diese Gruppe gehoren zum Beispiel die Deutsche Philomena Franz die Slowakin Ilona Lackova die Osterreicherin Ceija Stojka der Franzose Mateo Maximoff der Ungar Menyhert Lakatos und der Deutsche Otto Rosenberg Durch Reflexion der eigenen Geschichte unterlaufen sie in ihren Veroffentlichungen Stereotypen 132 Dabei werden Verfolgung Generationen und Rollenkonflikte Identitat Umbruch und Tradition ebenso thematisiert wie die Position in der aktuellen Gesellschaft 132 Die Bedeutung der Grossfamilie Bearbeiten Der Zusammenhalt der Roma Gemeinschaft wird traditionell durch grossfamiliare verwandtschaftliche Beziehungen gestiftet 133 14 wie sie bis vor wenigen Generationen auch in den europaischen Umgebungsgesellschaften mehrheitlich noch existierten Ob bzw inwieweit das heute noch in den vor Jahrzehnten beschriebenen Formen gilt ist unbekannt Wirtschaftliche und soziale Organisation Bearbeiten Noch zu Beginn der 1980er Jahre bezeichnete der Ethnologe Rudiger Vossen die lose strukturierte kumpania als romatypischen wirtschaftlichen sozialen und auch politischen Zusammenschluss mit gruppenbezogener wirtschaftlicher und moralischer Kontrollfunktion 134 Inwieweit diese Aussage heute noch zutreffend ist muss offenbleiben Das weithin anerkannte Informationsangebot der Seite rombase der Universitat Graz reduziert die Bedeutung dieser Organisationsform inzwischen auf die Teilgruppe der Kalderasch und betont den Aspekt der Vielfalt Die Ethnologin Katrin Reemtsma spricht die kumpania gar nicht an und verweist auf den allgemeinen Wandel der Erwerbsstrukturen der auch im Falle der Kalderasch die Aufgabe des traditionellen oft noch ambulant ausgeubten Schmiedehandwerks und den Wechsel in ortsfest ausgeubte andere Berufe zur Folge gehabt habe 135 Die bereits seit dem 12 Jahrhundert im Kosovo ortsfest lebenden Roma grundeten laut rombase bereits fruh anerkannte Gewerbevereinigungen vergleichbar mit den mittel und westeuropaischen Handwerkszunften Dabei hebt die Seite die Bedeutung der Arlije Roma fur die wirtschaftliche und soziale Selbstorganisation hervor 136 Nur wenige Roma welcher Teilgruppe auch immer uben als Marktbeschicker Schausteller Artist Zirkusfachkraft oder unternehmer usw einen Reiseberuf aus 137 Diese Eigenschaft teilen sie jeweils mit einer Mehrheit von Menschen anderer ethnischer Zuschreibung wie sie meist aus der Mehrheitsbevolkerung kommen Im einen wie im anderen Fall schliesst das in aller Regel einen ortsfesten Lebensmittelpunkt nicht aus sondern ein In vielen Staaten Europas zum Beispiel In Bulgarien oder Serbien gehoren die Roma zu den am starksten von Marginalisierung betroffenen Bevolkerungsgruppen Ihre soziale Lage ist oftmals von Armut einem zumeist niedrigen Ausbildungs und Erwerbsniveau sowie sozialer Stigmatisierung gepragt Diese Lebenssituation trifft besonders die Roma Frauen die sowohl unter sozialer Perspektivlosigkeit als auch unter patriarchalen Familienstrukturen zu leiden haben Reinheits und Meidungsvorschriften Bearbeiten Manche traditionalistischen Roma legen Wert auf die Unterscheidung zwischen rein und unrein in ubertragener Bedeutung 138 So unterliegen zum Beispiel Frauen in solchen Fallen eigenen Reinheitsvorstellungen Menstruation und Geburt gelten dann als unrein mit der Folge besonderer Umgangsweisen Ahnliche Reinheits und Unreinheitsvorstellungen finden sich auch in traditionalistischen Auspragungen von Hinduismus Islam Judentum und Christentum so etwa im Katholizismus bei der aus dem Alten Testament abgeleiteten bis mindestens in die 1970er Jahre hinein im deutschsprachigen Raum gepflegten Aussegnung der Wochnerin oder bei Maria Lichtmess 139 Religion Bearbeiten Die Religionszugehorigkeit von Roma korrespondiert in hohem Masse mit der umgebenden Mehrheitsreligion Dementsprechend gehoren im europaischen Sudosten vielfach den Muslimen oder Orthodoxen an in Mitteleuropa den Katholiken und Protestanten auch gibt es Sinti und Roma uberall in der Welt die Mitglieder von Freikirchen sind 140 Stets gibt es aber Ausnahmen von der Regel und synkretistische Uberschneidungen Die Ethnologin Katrin Reemtsma belegte in den 1990er Jahren diese Feststellung mit folgenden Fallen 141 Kalderasch beschrieb sie als uberwiegend christlich orthodox In den USA bekennen sie sich aber auch zur romisch katholischen Glaubensrichtung Xoraxane die in den vormals osmanischen Teilen des fruheren Jugoslawien lebten wurden als muslimische Roma gelten feierten aber auch die christlich orthodoxen Feiertage mit praktizierten eine liberale Form des Islam bis hin zum islamisch christlich orthodoxen Synkretismus verknupft mit nicht christlichen und nicht muslimischen Elementen in ganz unterschiedlicher Intensitat Die Mehrheit deutscher Sinti sei katholisch Eine kleine Minderheit sei evangelisch oder ordne sich freikirchlichen Gemeinschaften wie der Pfingstbewegung zu Literatur BearbeitenUberblicksdarstellungen Wolfgang Benz Sinti und Roma Die unerwunschte Minderheit Schriftenreihe der Bundeszentrale fur politische Bildung 1531 Bonn 2015 online Sinti und Roma Schwerpunktheft der Reihe Aus Politik und Zeitgeschichte 22 23 Bundeszentrale fur politische Bildung Bonn 2011 online Klaus Michael Bogdal Europa erfindet die Zigeuner Eine Geschichte von Faszination und Verachtung Suhrkamp Berlin 2011 ISBN 978 3 518 42263 2 Jean Paul Clebert Les Tziganes Paris Deutsche Ubersetzung Das Volk der Zigeuner Wien 1964 Rajko Đuric Jorg Becken Bertolt Bengsch Ohne Heim ohne Grab Die Geschichte der Roma und Sinti Aufbau Berlin 2002 ISBN 3 7466 8081 6 Pedro Aguilera Cortes Katalin Barsony Ljubomir Bratic u a Romanistan ist uberall Markierungen im unwegsamen Gelande IG Kultur Osterreich Wien 2013 ISBN 3 9500544 7 2 Karola Fings Sinti und Roma Geschichte einer Minderheit C H Beck Wissen 2707 C H Beck Munchen 2016 ISBN 978 3 406 69848 4 Angus Fraser The Gypsies 2 Aufl Blackwell Oxford 2001 ISBN 0 631 19605 6 The peoples of Europe Mozes F Heinschink Ursula Hemetek Hrsg Roma Das unbekannte Volk Schicksal und Kultur Bohlau Wien 1994 ISBN 978 3 205 98149 7 Kurt Holl Hrsg Die vergessenen Europaer Kunst der Roma Roma in der Kunst Ein Projekt des ROM e V Koln in Kooperation mit dem Kolnischen Stadtmuseum Verlag des Rom e V Koln 2008 ISBN 978 3 9803118 8 5 Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 12 Mai 2008 bis 3 Januar 2009 Yaron Matras Hans Winterberg Michael Zimmermann Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Metropol Berlin 2003 ISBN 3 936411 26 3 Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Beck sche Reihe 1155 C H Beck Munchen 1996 ISBN 3 406 39255 5 Susan Tebbutt Hrsg Sinti und Roma in der deutschsprachigen Gesellschaft und Literatur Forschungen zur Literatur und Kulturgeschichte 72 Peter Lang Frankfurt 2001 ISBN 3 631 35349 9 englisch Sinti and Roma Gypsies in German Speaking Society and Literature Herbert Uerlings Iulia Karin Patrut Hrsg Zigeuner und Nation Reprasentation Inklusion Exklusion Inklusion Exklusion Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart Bd 8 Frankfurt am Main u a 2008 ISBN 978 3 631 57996 1 Rudiger Vossen Zigeuner Roma Sinti Gitanos Gypsies Zwischen Verfolgung und Romantisierung Ullstein Frankfurt am Main 1983 ISBN 3 548 34135 7 Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Museum fur Volkerkunde Hamburg Speziell zur Zeitgeschichte Herbert Heuss Arnold Rossberg Hrsg Schonung fur die Morder Die justizielle Behandlung der NS Volkermordverbrechen und ihre Bedeutung fur die Gesellschafts und die Rechtskultur in Deutschland Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Schriftenreihe 9 Heidelberg 2015 Wold In der Maur Die Zigeuner Wien 1969 Norbert Mappes Niediek Arme Roma bose Zigeuner Was an den Vorurteilen uber die Zuwanderer stimmt Links Berlin 2012 ISBN 978 3 86153 684 0 Michael Zimmermann Rassenutopie und Genozid Die nationalsozialistische Losung der Zigeunerfrage Hamburger Beitrage zur Sozial und Zeitgeschichte 33 Christians Hamburg 1996 ISBN 3 7672 1270 6 Michael Zimmermann Hrsg Zwischen Erziehung und Vernichtung Zigeunerpolitik und Zigeunerforschung im Europa des 20 Jahrhunderts Franz Steiner Stuttgart 2007 ISBN 978 3 515 08917 3 Speziell zu Deutschland Oliver von Mengersen Hrsg Sinti und Roma Eine deutsche Minderheit zwischen Anpassung und Ausgrenzung Schriftenreihe der Bundeszentrale fur politische Bildung 1573 Bonn 2015 ISBN 978 3 8389 0573 0 Speziell zu Osterreich Dieter W Halwachs Roma and Romani in Austria In Romani Studies 5 15 2 2005 S 145 173 Speziell zum Osmanischen Reich Kai Merten Untereinander nicht nebeneinander Das Zusammenleben religioser und kultureller Gruppen im Osmanischen Reich des 19 Jahrhunderts Band 6 von Marburger religionsgeschichtliche Beitrage LIT Verlag Munster 2014 ISBN 978 3 643 12359 6 9 Die Roma Zigeuner im Osmanischen Reich S 265 279 eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche Rundfunkberichte BearbeitenRainer Link Sinti und Roma in Deutschland Zwischen Integration und Abschiebung In Deutschlandfunk Sendung Hintergrund 16 September 2018 abgerufen am 28 Marz 2020 Sinti und Roma in Deutschland Zwischen Integration und Abschiebung mp3 Audio 17 2 MB 18 49 Minuten In Deutschlandfunk Sendung Hintergrund 16 September 2018 archiviert vom Original am 23 September 2018 abgerufen am 28 Marz 2020 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Roma Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Roma Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Roma in Europa Schwerpunkt auf euro topics net Bundeszentrale fur politische Bildung Rombase Online Enzyklopadie und didaktisch aufbereitete Informationen uber Roma und Sinti Europako Romano thaj Travelerengo Forumo European Roma and Travellers Forum dROMa zweisprachige Zeitschrift Deutsch und Romani mit redaktionellem Weblog zu Romathemen dROMa Blog Decade of Roma Inclusion Euromosaik Studie Romani in der Tschechischen Republik dort auch Links zu Roma in anderen Staaten Osterreich Memento vom 19 Juni 2010 im Internet Archive Nationalsozialismus Schweiz Beate Eder Jordan Forscherin zur Literatur der Roma und Sinti Universitat Innsbruck Vgl Literaturwissenschaft zahlreiche Veroffentlichungen Online PDF 442 kB Deutsches Komitee fur Unicef Zur Situation von Kindern kosovarischer Roma Ashkali und Agypter in Deutschland und nach ihrer Ruckfuhrung in den Kosovo 2010 Die Situation der Roma in elf EU Mitgliedstaaten Umfrage Ergebnisse auf einen Blick von Agentur der Europaischen Union fur Grundrechte FRA Wien 2012 deutsches Resumee viele weitere Sprachen sind verfugbar Das Original Langfassung in Englisch verlinkt als pdf RomArchive digitales ArchivEinzelnachweise Bearbeiten a b Alexandra Opera Margareta Matache Reclaiming a Narrative A Critical Assesment of Terminology in the Fight for Roma Rights In European Network Against Racism and Central Council of German Sinti and Roma Hrsg Dimensions of Antigypsyism in Europe Brussels 2019 ISBN 978 2 9601308 2 9 S 276 300 enar eu org PDF Roma integration in the EU abgerufen am 4 April 2020 Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss in ders Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 232 f Friedrich Kluge Rotwelsch Quellen und Wortschatz der Gaunersprache und der verwandten Geheimsprachen Strassburg 1901 ND 1987 S 187 f Johann Erich Biester Ueber die Zigeuner besonders im Konigreich Preussen in Berlinische Monatsschrift Bd 21 1793 S 108 165 360 393 hier S 364 ff a b Siehe Rombase Untergruppen der Roma Universitat Graz Vgl auch Archivierte Kopie Memento vom 20 August 2011 im Internet Archive PDF 11 kB Da das Romanes eine vor allem gesprochene Sprache ist finden sich selbst bei zentralen Begriffen gelegentlich abweichende jeweils dialektbezogene Schreibweisen wie rroma romma oder rommenes Siehe Roma Projekt an der Universitat Graz Archivierte Kopie Memento vom 18 Mai 2013 im Internet Archive Allgemeine politische Empfehlung Nr 3 von ECRI Bekampfung von Rassismus und Intoleranz gegen Roma Sinti PDF 830 kB Nicht mehr online verfugbar 6 Marz 1988 archiviert vom Original am 15 Februar 2009 abgerufen am 17 Mai 2013 Karola Fings Ulrich Friedrich Opfermann Glossar in dies Hrsg Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 1933 1945 Geschichte Aufarbeitung und Erinnerung Paderborn 2012 S 337 359 hier S 350 Z B Max Matter Zur Lage der Roma im ostlichen Europa in ders Hrsg Die Situation der Roma und Sinti nach der EU Osterweiterung Gottingen 2005 S 9 28 hier S 14 f Rajko Djuric Jorg Becken Bertolt A Bengsch Ohne Heimat ohne Grab Die Geschichte der Roma und Sinti Berlin 1996 Siehe Antiziganismus ist salonfahig Gesprach mit Romani Rose Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma in Wolfgang Benz Sinti und Roma Die unerwunschte Minderheit Berlin 2014 S 49 63 hier S 50 Reetta Toivanen Michi Knecht Hrsg Europaische Roma Roma in Europa In Berliner Blatter Ethnographische und ethnologische Beitrage Hrsg vom Institut fur Europaische Ethnologie der Humboldt Universitat zu Berlin und der Gesellschaft fur Ethnographie e V Munster 2006 Ausgabe 39 S 7 a b Rajko Djuric Zigeuner des Lexikons Memento vom 3 Juni 2015 im Internet Archive Die Roma in Nachschlagewerken Ein Vorschlag zur Korrektur 1999 Djuric ist Kulturwissenschaftler und ehemaliger Prasident der Internationalen Roma Union Informationstafeln des Denkmals fur die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas zit nach Dokumentations und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Hrsg Pressemappe Sinti und Roma DENKMAL WEITER Kulturveranstaltungen zur Einweihung des Holocaust Denkmals in Berlin 19 25 Oktober 2012 S 16 siehe auch Pressemappe Memento vom 25 August 2018 im Internet Archive a b Stellungnahme zum Schisma Michael Smith International Romani Union now International Roma Union which is it to be O NEVO DROM Dezember 2008 abgerufen am 1 September 2014 englisch Marco Solimene The challenge of defining the object of study The case study of a group of bosnian roma Reykjavik 2012 siehe Archivierte Kopie Memento vom 15 Oktober 2014 im Internet Archive Francesco Melfi Immigrants Roma and Sinti unveil the National in Italian Identity PDF Juni 2014 S 9 abgerufen am 9 Oktober 2014 Cleveland Europaische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit EUMC Roma and Travellers in Public 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Romani Patrin 1999 2 Oberwart 1999 PDF 22 kB Michael Zimmermann Rassenutopie und Genozid Die nationalsozialistische Losung der Zigeunerfrage Hamburg 1996 S 17 ff Ulrich Friedrich Opfermann Seye kein Ziegeuner sondern kayserlicher Cornet Sinti im 17 und 18 Jahrhundert Berlin 2007 S 31 f Zentralrat Deutsche Sinti und Roma Karola Fings Ulrich Friedrich Opfermann Glossar in dies Hrsg Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 1933 1945 Geschichte Aufarbeitung und Erinnerung Paderborn 2012 S 337 359 hier S 351 f Sende ebenda S 252 Sinte Johann Erich Biester Ueber die Zigeuner besonders im Konigreich Preussen in Berlinische Monatsschrift Bd 21 1793 S 108 165 360 393 hier S 364 ff Johann Erich Biester Ueber die Zigeuner besonders im Konigreich Preussen in Berlinische Monatsschrift Bd 21 1793 S 108 165 360 393 hier S 364 ff Biesters Gewahrsmann war ein protestantischer Pfarrer in Litauen der in einem engen Kontakt zu dort ansassigen Angehorigen der Minderheit stand Archivierte Kopie Memento vom 8 Oktober 2013 im Internet Archive Stephane Laederich Wer sind die Rroma Zurich 2008 S 9 siehe auch Archivierte Kopie Memento vom 25 Oktober 2013 im Internet Archive PDF 4 6 MB Romani Linguistics and Romani Language Projects Manchester siehe Archivierte Kopie Memento vom 22 September 2017 im Internet Archive Ehrenhard Skiera Flamenco Gitarrenschule Ricordi Munchen 1973 S 3 und 5 Gitano In duden de Gitana In duden de Kersten Knipp Flamenco Suhrkamp Frankfurt am Main 2006 ISBN 3 518 45824 8 S 11 Kersten Knipp Flamenco 2006 S 32 Vgl auch Nicolas Reyes einer der Mitbegrunder der Musikgruppe Gipsy Kings Die Musik der Gitanos ist so alt sie spielen sie seit Jahrhunderten seit sie in Karawanen von Arabien nach Nordafrika und von dort nach Sudspanien und ganz Europa zogen Zitiert aus Wieland Harms The Unplugged Guitar Book 2 Gerig 1996 ISBN 3 87252 250 7 S 111 Zu diesem wie auch dem vorausgehenden Abschnitt Ulrich F Opfermann Du alter Zigeuner sieh zu dass du Land gewinnst Begriffsgeschichten in Nevipe Nachrichten und Beitrage aus dem Rom e V 2 2012 PDF 1 8 MB S 14 18 Ehrenhard Skiera Flamenco Gitarrenschule mit theoretischer und praktischer Einfuhrung rhythmischen Ubungen Liedtexten Vorstudien und vollstandigen Solostucken Ricordi Munchen 1973 S 58 Gadscho bei Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache Hamburg 1993 S 89 Ulrich Friedrich Opfermann Seye kein Ziegeuner sondern kayserlicher Cornett Sinti im 17 und 18 Jahrhundert Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen Berlin 2007 S 311 Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache Hamburg 1993 S 192 Klaus J Bade u a Hrsg Enzyklopadie Migration in Europa Vom 17 Jahrhundert bis zur Gegenwart Paderborn 2007 Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss in ders Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 233 f Zitate Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 17 Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss in ders Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 233 f Sinti und Roma Erbgutanalyse bestatigt Indien als Herkunftsland auf spiegel de Karola Fings Sinti und Roma Sprache Herkunft Bezeichnungen in Esther Quicker Hans Peter Killguss Hrsg Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung Stimmen und Hintergrunde zur aktuellen Debatte Koln 2013 38 41 hier S 39 Siehe den Uberblick bei Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 16 f Lev Tcherenkov Stephane Laederich The Rroma Bd 2 History language and groups Basel 2004 S 11 33 Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 13 26 Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 13 17 Wim Willems In Search of the True Gypsy From Enlightenment to Final Solution London 1997 S 308 Alle Angaben soweit im Einzelfall nicht anders angegeben nach Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss In ders Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 Harald Haarmann Die Indoeuropaer Herkunft Sprachen Kulturen Munchen 2010 S 98 Alle Angaben in diesem Abschnitt mit Ausnahme der zuletzt belegten bei Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss In Yaron Matras Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 231 235 Yaron Matras Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss In Yaron Matras Hans Winterberg Michael Zimmermann Hrsg Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 231 235 260 Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache romani tsiw Hamburg 1993 S 62 Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache romani tsiw Hamburg 1993 S 89 Siegmund A Wolf Worterbuch des Rotwelschen Hamburg 1985 2 Auflage S 178 Siegmund A Wolf Worterbuch des Rotwelschen S 154 Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache romani tsiw S 133 Siegmund A Wolf Grosses Worterbuch der Zigeunersprache romani tsiw S 202 Yaron Matra Die Sprache der Roma Ein historischer Umriss In Yaron Matras Hans Winterberg Michael Zimmermann Sinti Roma Gypsies Sprache Geschichte Gegenwart Berlin 2003 S 231 261 hier S 259 Reinhold Lagrene Das deutsche Romanes Geschichte einer nicht kodifizierten Sprache In Christel Stolz Hrsg Neben Deutsch Die autochthonen Minderheiten und Regionalsprachen Deutschlands Bochum 2009 S 87 102 passim Das Marchen von den Bremer Stadtmusikanten thematisiert diese allgemeine Erfahrung von Menschen der unteren Segmente der sozialen Hierarchie der Mehrheitsgesellschaft Servika Roma Slowakische Roma kherutne domaca Roma Rombase Universitat Graz abgerufen am 4 Juni 2013 Burgenland Roma Rombase Universitat Graz abgerufen am 4 Juni 2013 Gegenuber Zahlen ist in diesem Zusammenhang Vorsicht angebracht Nomadisch und sesshaft Rombase Universitat Graz abgerufen am 13 Januar 2009 Jozsef Jekelfalussy im Auftrag des Konigl Ung Handelsministers verfasst und hrsg durch das Konigl Ung Statistische Bureau Ergebnisse der in Ungarn am 31 Janner 1893 durchgefuhrten Zigeuner Conscription Budapest 1895 Ungarische Statistische Mittheilungen Neue Folge Band IX Faksimile Druck mit einer engl Erlauterung von Istvan Hooz JPTE Pecs 1992 Siehe David M Crowe A History of the Gypsies of Eastern Europe and Russia St Martin s Griffin New York 1996 S 41 vgl auch Willy Guy Ways of Looking at Roms The Case of Czechoslovakia in Farnham Rehfisch Hrsg Gypsies Tinkers and Other Travellers Academic Press London 1975 S 201 229 S 211 Quelle fur beide ist Emilia Horvathova Cigani na Slovensku Bratislava Vytadel stvo Slovenskej Akademie Vied 1964 a b Nomadisch und sesshaft Rombase Universitat Graz abgerufen am 13 Januar 2009 Zur Geschichte dieser Migrationsbewegung aus der Sicht der dritten Generation siehe z B Nadine Michollek Schweigen aus Angst vor Vorurteilen Junge Roma haben in Deutschland mit jahrhundertealten Stereotypen zu kampfen in Kolner Stadt Anzeiger 27 November 2011 S 50 Roxanna Lorraine Witt Ich fuhle mich ungesehen weil In no hate speech de Neue Deutsche Medienmacher 10 Dezember 2020 abgerufen am 2 Januar 2021 deutsch Generell Die Geschichte der Roma stellt sich uber weite Strecken als eine Geschichte der Verfolgung Diskriminierung und Marginalisierung dar Noch heute befinden sich Roma in den meisten Landern Europas und nicht nur Europas am untersten Rand der Gesellschaft Rombase Universitat Graz siehe Roma Personlichkeiten europaweit Mitteilungen der Europaischen Kommission an das Europaische Parlament den Rat den Europaischen Wirtschafts und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen EU Rahmen fur nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020 Memento vom 17 Mai 2011 im Internet Archive vom 5 April 2011 PDF 117 kB Roma Migranten in Deutschland Reinhard Marx Roma in Deutschland aus auslanderrechtlicher Sicht in Aus Politik und Zeitgeschichte Nr 22 23 vom 30 Mai 2011 siehe Archivierte Kopie Memento vom 22 Mai 2013 im Internet Archive Ungarn okonomische Marginalisierung Rainer Deppe Melanie Tatu Rekonstitution und Marginalisierung Frankfurt am Main S 66 650 Jahre Roma Kultur im Kosovo und ihre Vernichtung Das Pogrom Koln o J Rajko Djuric Jorg Becken und A Bertolt Bengsch Ohne Heim Ohne Grab Die Geschichte der Roma und Sinti Berlin 1996 S 116 Schweiz Tagesanzeiger 30 Januar 2008 Memento vom 19 Juni 2008 im Internet Archive Italien Le Monde 4 November 2007 Tagesspiegel 27 Juni 2008 2008 kundigte die italienische Regierung an systematisch Fingerabdrucke von Roma zu nehmen auch von Kindern Diese Plane trafen auf harsche Kritik von Menschenrechtsorganisationen insbesondere stehe eine solche Massnahme im Widerspruch zu der von Italien ratifizierten UN Kinderrechtskonvention David Charter Italian Government s Mussolini methods anger human rights groups The Times 5 Juli 2008 abgerufen am 19 August 2010 englisch bei den Verhandlungen des Europaischen Parlaments im Juli 2008 ausserte der Niederlander Jan Marinus Wiersma Auch wir sind besturzt uber die Massnahmen die die italienische Regierung jungst zur Losung des so genannten Roma Problems in Italien ankundigte Es ist eine grosse Schande dass wir hier und heute eine solche Aussprache fuhren mussen Das jungst von dem italienischen Innenminister Roberto Maroni angekundigte Paket mit dem er gegen den Roma Notstand wie ihn die Regierung mittlerweile bezeichnet vorgehen will hinterlasst einen bitteren Nachgeschmack Die Einrichtung einer Datenbank mit den Fingerabdrucken von Roma Kindern ist in keiner Weise mit den EU Grundsatzen der Nichtdiskriminierung der Gleichheit vor dem Gesetz und des Minderheitenschutzes vereinbar Die Europaische Kommission befindet sich hier in einer meines Wissens noch nie dagewesenen Situation Verhandlungen des Europaischen Parlaments Montag 7 Juli 2008 S 34 Osterreich Kleine Zeitung Roma und Sinti Haider warnt vor Volkerwanderung aus Italien Memento vom 24 Februar 2014 im Internet Archive Frankreich 2010 kam es in Frankreich nach der Erschiessung eines Rom durch die Polizei zu Ausschreitungen Susanne Gotze Wir sind genauso Franzosen wie alle anderen auch www heise de 5 August 2010 abgerufen am 19 August 2010 Sascha Lehnartz Vertreter der Roma werfen Sarkozy Rassismus vor Welt Online 23 Juli 2010 abgerufen am 19 August 2010 Der franzosische Staatsprasident kundigte daraufhin hartere Repressionen gegen Roma an Die Politik Frankreichs traf auf scharfe Kritik europaischer Institutionen siehe den Abschnitt hierzu im Artikel Roma Politik der EU Dazu siehe z B die Seite Rombase der Universitat Graz Rassismus und Menschenrechte Siehe ausfuhrlich zu ganz Europa Michael Stewart The Gypsy Menace Populism and the new anti Gypsy politics Hurst London 2012 ISBN 1 84904 220 9 englisch Sinti und Roma im ehemaligen KZ Bergen Belsen am 27 Oktober 1979 Eine Dokumentation der Gesellschaft fur bedrohte Volker und des Verbands Deutscher Sinti Gottingen 1980 Michael Frost u a Roma Feindlichkeit in fremdenfreundlichen Milieus Thesen uber einen spezifischen Rassismus In Joachim S Hohmann Hrsg Sinti und Roma in Deutschland Frankfurt am Main u a 1995 S 231 251 siehe auch Archivierte Kopie Memento vom 25 Mai 2013 im Internet Archive Category Memorials to the Sinti and Romani people in Germany Ein Denkmal fur die ermordeten Sinti und Roma Mahnmal in Berlin eingeweiht Nicht mehr online verfugbar Tagesschau 24 Oktober 2012 archiviert vom Original am 27 Oktober 2012 abgerufen am 24 Oktober 2012 Erster Bericht der Bundesrepublik Deutschland gemass Artikel 25 Absatz 1 des Rahmenubereinkommens des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten PDF 1999 abgerufen am 8 Juni 2019 Berlin Katrin Reemtsma Exotismus und Homogenisierung Verdinglichung und Ausbeutung Aspekte ethnologischer Betrachtungen der Zigeuner in Deutschland nach 1945 In Landeszentrale fur politische Bildung Baden Wurttemberg Hrsg Zwischen Romantisierung und Rassismus Sinti und Roma 600 Jahre in Deutschland Stuttgart 1998 S 63 72 hier S 63 online Daniel Strauss Hrsg Studie zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma Dokumentation und Forschungsbericht Marburg 2011 S 4 PDF Memento vom 12 Juli 2011 im Internet Archive Vgl zu den Zahlenspielen Angus Fraser The Gypsies Malden MA 2007 15 Aufl S 299 ff Angus Fraser The Gypsies Malden MA 2007 15 Aufl S 300 Fraser verweist auf Rudiger Vossen Zigeuner Frankfurt am Main 1983 S 157 162 und Jean Pierre Liegeois Gypsies London 1986 S 47 Document prepared by the Council of Europe Roma and Travellers Division in Excel Datei 14 September 2010 Europarat Schutz der Rechte der Roma Volkszahlung Albanien 2011 Memento vom 25 April 2013 im Internet Archive albanisch PDF 6 5 MB zuletzt abgerufen am 10 Mai 2013 Geschatzte Anzahl der Roma in europaischen Landern a b c d e f Die Osterreichischen Roma In Dieter Halwachs romani PROJEKT Karl Franzens 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Minderheitenschutz Staatsvertrag mit Sinti und Roma unterzeichnet in Webseite des Staatsministerium Baden Wurttemberg Pressestelle abgerufen am 30 Juni 2014 Das Land Baden Wurttemberg unterzeichnet Staatsvertrag mit den Sinti und Roma in Webseite des Verbands Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden Wurttemberg e V abgerufen am 30 Juni 2014 Entwurf des Staatsvertrages Landtagsdrucksache 15 4128 vom 8 Oktober 2013 abgerufen am 30 Juni 2014 Memento vom 14 Juli 2014 im Internet Archive Ulrike Bauerlein Sinti und Roma Landtag beschliesst historisches Gesetz zum Staatsvertrag in Staatsanzeiger vom 18 Dezember 2013 abgerufen am 30 Oktober 2014 Memento vom 24 September 2015 im Internet Archive Der Verein Memento vom 24 Marz 2019 im Internet Archive Roma Verein Oberwart verein roma at abgerufen 2 Dezember 2019 30 Jahre Roma Bewegung in Osterreich orf at 2 Dezember 2019 abgerufen 2 Dezember 2019 a b Minderheiten politik demokratiezentrum org abgerufen 31 Marz 2016 a b c d e f g h Etwa 40 000 Roma und Sinti leben in Osterreich medienservicestelle at o D abgerufen 29 Januar 2019 Eintrag zu Burgenlandroma im Austria Forum Vergl z B Dokumentations u Informationszentrum Kulturverein Osterreichischer Roma kv roma at abgerufen 29 Januar 2019 Gurbet In Dieter Halwachs romani PROJEKT Rombase Karl Franzens Universitat Graz rombase uni graz at Arlije In Dieter Halwachs romani PROJEKT Rombase Karl Franzens Universitat Graz rombase uni graz at Parlament erklart Die Rechte der Volksgruppen Osterreichisches Parlament parlament gv at o D abgerufen 29 Januar 2019 Roman die Sprache der Burgenland Roma Und Lieder der Lovara Osterreichische UNESCO Kommission Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Osterreich immaterielleskulturerbe unesco at Durchreiseplatze fur Sinti und Roma Oberosterreich ist Vorbild In Oberosterreichische Nachrichten online nachrichten at 4 Februar 2015 Durchreiseplatze fur Roma und Sinti volksgruppen ORF at o D 2014 abgerufen 19 Januar 2019 Herbert Heuss Civil 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mehr online verfugbar Archiviert vom Original am 1 Dezember 2017 abgerufen am 20 Oktober 2009 UNMIK Stellungnahme zum Beginn der Wiederansiedlung 2007 PDF 1 2 Vorlage Toter Link www unmikonline org Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven Siehe z B Daniela Jetzinger Das Grundrecht auf Eigentum in den Transitionsstaaten des Balkan zu Ereignissen in Bulgarien Montenegro Rumanien Munchen 2006 Bosnien Herzegowina Wolfgang Petritsch in Romano Centro Nr 32 03 2001 Tilman Zulch Vergewaltigung Konzentrationslager Mord und Vertreibung In gfbv de Abgerufen am 8 Juni 2019 Kosovo Stephan Muller Menschenrechte und Europaische Union Zur Situation der Roma im Kosovo online Memento vom 30 Oktober 2013 im Internet Archive Rom e V Hrsg 650 Jahre Roma Kultur im Kosovo und ihre Vernichtung Koln o J 2002 Zielland Kanada Ungarnflut an der Hudson Bay Memento vom 6 Juli 2010 im Internet Archive im Pester Lloyd vom 20 Januar 2010 abgerufen am 20 Februar 2010 Herbert Uerlings Julia Karin Patrut Zigeuner Europa und Nation in dies Zigeuner und Nation Reprasentation Inklusion Exklusion Frankfurt am Main u a 2008 S 9 63 hier S 49 a b c Karola Fings Sinti und Roma Geschichte einer Minderheit Beck Verlag Munchen 2016 S 119 Siehe Vossen S 204 ff Cristina Kruck Rroma Traditionen in Helena Kanyar Becker Hrsg Jenische Sinti und Roma in der Schweiz Basel 2003 S 163 176 Vossen S 207 ff Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 63 f Alle Angaben soweit nicht anders angegeben siehe Webseite der Universitat Graz Memento vom 12 November 2011 im Internet Archive Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 60 George von Soest Zigeuner zwischen Verfolgung und Integration Weinheim 1979 S 56 ff Vgl zur Aussegnung der Wochnerin Rudiger Vossen Zigeuner Roma Sinti Gitanos Gypsies Zwischen Verfolgung und Romantisierung Frankfurt am Main Westberlin Wien 1983 S 243 ff Siglinde Clementi Alessandra Spada Hrsg Der ledige Un Wille zur Geschichte lediger Frauen in der Neuzeit Bozen Wien 1998 S 185 ff M Monika Niermann Deutsche Kindheit in der Dobrudscha Marburg 1996 S 62 ff Oswald A Erich Richard Beitl Worterbuch der deutschen Volkskunde Stuttgart 1974 3 Aufl neu bearb von R Beitl unter Mitwirkung v K Beitl Edith Saurer Hrsg Die Religion der Geschlechter Historische Aspekte religioser Mentalitaten Wien Koln Weimar 1995 S 9 f Udo Engbring Romang Ein unbekanntes Volk Daten Fakten und Zahlen bpb Abgerufen am 4 Februar 2021 Katrin Reemtsma Sinti und Roma Geschichte Kultur Gegenwart Munchen 1996 S 63 f Normdaten Sachbegriff GND 4050473 6 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Roma amp oldid 213071332, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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