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Rote Armee Bezeichnung fur das Heer und die Luftwaffe Sowjetrusslands bzw ab 1922 der Sowjetunion Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt die Armee der Sowjetunion bis 1946 Zu anderen Bedeutungen siehe Rote Armee Begriffsklarung Die Rote Arbeiter und Bauernarmee russisch Raboche krestyanskaya Krasnaya armiya RKKA Rabotsche krestjanskaja Krasnaja armija RKKA kurz russisch Krasnaya armiya KA Rote Armee RA war die Bezeichnung fur das Heer und die Luftstreitkrafte Sowjetrusslands bzw ab 1922 der Sowjetunion Sie stammte aus der unmittelbaren Zeit nach der Oktoberrevolution als die Bolschewiki eine Armee konstituierten die im Russischen Burgerkrieg den Militarverbanden ihrer Gegner insbesondere die unter dem Oberbegriff Weisse Armee zusammengefassten Gruppen gegenuberstand Seit Februar 1946 trug die Rote Armee die zusammen mit der sowjetischen Marine den Hauptbestandteil der Streitkrafte der Sowjetunion darstellte den offiziellen Namen Sowjetarmee russisch Sovetskaya armiya SA Sowjetskaja armija Rote Arbeiter und Bauernarmee Sowjetische Armee Raboche krestyanskaya Krasnaya armiya Sovetskaya armiyaFuhrungOberbefehlshaber de jure Vorsitzender des Prasidiums des Obersten SowjetsOberbefehlshaber de facto Generalsekretar der KPdSUVerteidigungsminister Georgi Schukow Volkskommissar Minister fur VerteidigungMilitarische Fuhrung Generalstab der Streitkrafte der UdSSRMilitarische StarkeAktive Soldaten 20 000 000 1939 1945 Wehrpflicht ja fur MannerWehrtauglichkeitsalter vollendetes 18 LebensjahrGeschichteGrundung 15 Januarjul 28 Januar 1918greg Auflosung 1946 umbenannt in Sowjetarmee Obwohl die Rote Armee bzw ab 1946 die Sowjetarmee ausschliesslich die Teilstreitkrafte Landstreitkrafte Luftstreitkrafte Luftverteidigung ab 1948 1 und Strategische Raketentruppen ab 1960 umfasste standen beide Begriffe in der allgemeinen Wahrnehmung oftmals fur die gesamten sowjetischen Streitkrafte Nach der Auflosung der Sowjetunion 1991 ubernahm Russland den Grossteil der verbliebenen personellen und materiellen Ausstattung der Sowjetarmee und der ubrigen sowjetischen Streitkrafte 2 zur Bildung der Russischen Streitkrafte Inhaltsverzeichnis 1 Grundung und Aufbau 1 1 Reform und Aufrustung der Roten Armee in den 1930er Jahren 1 2 Stalinsche Sauberungen 2 Strategie 2 1 Prinzip der Planung und allseitigen Sicherstellung 3 Waffengattungen 3 1 Artillerie 3 1 1 Artillerietaktik 3 2 Panzerwaffe 3 3 Infanterie 3 3 1 Taktik der Menschlichen Welle 3 3 2 Massenheroismus 3 3 3 Infiltrationstaktik 3 4 Luftstreitkrafte 3 4 1 Nachtbomber 3 5 Fallschirmtruppe 3 6 Logistik 3 7 Chemische Truppen 4 Frauen in der Roten Armee 5 Einsatzgeschichte 5 1 Asien 5 2 Polen 5 3 Finnland 5 4 Deutsch Sowjetischer Krieg 5 4 1 Ausgangssituation 5 4 2 1941 5 4 2 1 Uberraschende Kampfmoral 5 4 2 2 Verlauf 5 4 2 3 Schlacht um Moskau 5 4 3 1942 5 4 4 1943 5 4 5 1944 5 4 6 1945 5 5 Kriegsverbrechen 6 Ehrung und Gedenken 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseGrundung und Aufbau Bearbeiten Parade der Roten Armee in Moskau 1922 Die Rote Armee wurde durch einen Beschluss des Rates der Volkskommissare am 15 Januarjul 28 Januar 1918greg auf Grundlage der Roten Garde gegrundet Die Umsetzung erfolgte unter der massgeblichen Beteiligung des Volkskommissars fur Militarwesen Leo Trotzki der dazu auf die Hilfe von Militarspezialisten der ehemaligen zaristischen Armee zuruckgriff Bei ihrer Grundung war die Rote Armee eine Freiwilligenarmee ohne Dienstgrade Range ohne Rangabzeichen oder besondere Hervorhebung einzelner Funktionstrager Dadurch sollte das Ideal der Gleichheit aller Menschen betont werden Kommandierende wurden demokratisch gewahlt und die Befehle der Offiziere konnten durch die Untergebenen diskutiert und abgelehnt werden Dies lag begrundet erstens in der Organisation der Roten Garden aus denen sich die Rote Armee teilweise zusammensetzte zweitens in der bolschewistischen Friedenspropaganda vor der Oktoberrevolution welche die Soldaten der Zarenarmee zu Widerstand gegen ihre Offiziere aufrief Um die militarische Effizienz zu steigern wurde dieses System kurz nach der Grundung der Roten Armee von Kriegskommissar Trotzki mit Unterstutzung des Politburos aufgehoben Die Kommandeure wurden jetzt wieder von oben ernannt und nicht mehr gewahlt 3 Es gab danach die Bezeichnung von Dienststellungen aus denen sich Dienstgrade entwickelten siehe Dienstgrade der sowjetischen Streitkrafte 1918 1935 Am 29 Mai 1918 wurde mitten im Burgerkrieg die allgemeine Wehrpflicht fur Manner zwischen 18 und 40 Jahren eingefuhrt um den Kampf gegen die Weissen Garden Armeen der antibolschewistischen Bewegungen aufzunehmen Die Rote Armee fuhrte neue Uniformen ein darunter die Budjonowka als Kopfbedeckung Das Kampflied wahrend des Burgerkrieges wurde Weisse Armee schwarzer Baron Wegen des Mangels an Offizieren vor allem in hoheren Kommandofunktionen wurden anfangs auf freiwilliger Basis Generale und Offiziere der zaristischen Armee gewonnen Einige Generale wie Alexei Brussilow Michail Bontsch Brujewitsch Dmitri Parski Wladislaw Klembowski Alexei Gutor und der erste Oberbefehlshaber der neu gegrundeten Roten Armee General Jukums Vacietis hatten unter dem Zaren Fronten und Armeen befehligt oder hatten in hohen Stabsfunktionen gedient Der Generalstab setzte sich zunachst beinahe ausschliesslich aus solchen Offizieren zusammen spater kamen neu ausgebildete Offiziere wie der spatere Oberbefehlshaber Sergei Kamenew hinzu Jedem Verband der Roten Armee bis zur Bataillonsebene wurde ein Politkommissar Politruk politicheskij rukovoditel zugeteilt Er besass die Autoritat Befehle von Kommandeuren aufzuheben die gegen die Prinzipien der KPdSU verstiessen Dies verminderte zwar die militarische Effizienz stellte aber die politische Zuverlassigkeit der Armee gegenuber der Partei sicher Mit der Einfuhrung der Wehrpflicht wurden weitere Generale und Offiziere einberufen darunter solche die bereits kurzzeitig in der Weissen Armee gedient hatten Am Ende des Burgerkriegs dienten rund 75 000 ehemalige zaristische Generale und Offiziere in der Roten Armee von denen rund 15 000 von der Weissen Armee kamen Zu den zaristischen Offizieren die noch im Zweiten Weltkrieg und danach in der Sowjetarmee dienten gehoren Boris Schaposchnikow Alexander Wassilewski und Leonid Goworow Unter der Leitung des Volkskommissars fur Armee und Flotte Michail W Frunse der kurz vor seinem Tod als Vorsitzender des Revolutionaren Militarrats noch Oberbefehlshaber der Armee wurde fand eine Militarreform statt Die Rote Armee wurde als gemischte Kader Milizarmee organisiert Im Kaukasus und in Zentralasien wurden auch territoriale Truppenteile aus ortsansassigen Bevolkerungsgruppen gebildet 1925 wurde das erste fur die gesamte Sowjetunion gultige Wehrpflichtgesetz erlassen Die Einberufung erfolgte mit dem vollendeten 21 Lebensjahr bei Dienstzeiten von zwei bis vier Jahren im stehenden Heer bzw weniger als einem Jahr in den Milizverbanden Zum Waffendienst wurden nur Arbeiter und Bauern herangezogen Personen anderer sozialer Herkunft wie Grossbauern Kosaken oder Burger dienten in ruckwartigen Einheiten und Arbeitstruppen oder hatten eine Militarsteuer zu zahlen Nach dem Abschluss des Vertrages von Rapallo gab es zwischen den Weltkriegen eine deutsch sowjetische Zusammenarbeit auf militarischem Gebiet Das betraf vor allem die Luftwaffe Panzertruppe und Chemiewaffen deren Besitz dem Deutschen Reich verboten war Zu diesem Zweck wurde 1925 in Lipezk die Geheime Fliegerschule und Erprobungsstatte der Reichswehr gegrundet In der 1927 gegrundeten Massenorganisation OSSOAWIACHIM wurde die sowjetische Jugend paramilitarisch geschult Reform und Aufrustung der Roten Armee in den 1930er Jahren Bearbeiten Sowjetischer Befehlshaber Michail Tuchatschewski Die ursprunglich als Erbe des Zarismus abgeschafften Berufsoffiziere wurden 1935 wieder eingefuhrt Den Generalstab bildeten zumeist Offiziere mit Erfahrungen aus dem Burgerkrieg Die Friedensstarke der sowjetischen Streitkrafte lag Ende der 1920er Jahre bei etwa 700 000 Mann und wuchs bis 1933 auf mehr als eine Million an 4 In dieser Zeit entwickelten unter anderem W K Triandafillow M N Tuchatschewski J P Uborewitsch I E Jakir A I Sedjakin G S Isserson J I Alksnis moderne Militartheorien wobei dem Konzept der Tiefen Operation fur zukunftige Kriege der allgemeinen Motorisierung und Mechanisierung der Armee mit Betonung auf der Panzerwaffe die entscheidende Rolle zukam Dem Aufbau der Rustungsindustrie mit dem Schwerpunkt der Panzerproduktion wurde daher im ersten und zweiten Funfjahresplan der sowjetischen Industrie eine zentrale Position eingeraumt Bis 1936 wurden zwischen 10 000 und 15 000 hauptsachlich leichte und mittlere Panzer gebaut Bis zum deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 wurde diese Zahl auf 24 000 erhoht Die Rote Armee besass damit die an Zahl und Gewicht starkste Panzerwaffe der Welt Zum Vergleich Deutschland besass im Jahre 1939 etwa 2500 hauptsachlich leichte und mittlere Panzer Frankreich etwa 4000 Panzer aller Gewichtsklassen Die Panzertruppe wurde zunachst in mechanisierte Korps Panzer mit motorisierter Infanterie und Artillerie und Panzertruppen zur Infanterieunterstutzung aufgeteilt Die ersteren sollten fur tiefe Einbruche in die feindlichen Linien und zum darauf folgenden Einkesseln und Aufrollen des Gegners verwendet werden Die mechanisierten Korps ahnelten damit in Funktion und teilweiser Ausstattung den deutschen Panzerdivisionen Weiterhin war die Sowjetunion fuhrend beim Aufbau von Luftlandetruppen 1934 1935 wurden die ersten sowjetischen Radaranlagen RUS 1 und RUS 2 erprobt die im Winterkrieg gegen Finnland erstmals eingesetzt wurden Grossen Gebrauch machte die Rote Armee von Panzerzugen 1918 verfugte sie uber 23 Panzerzuge Ende 1919 uber 59 und 1921 waren es 103 Unterstellt waren sie den Panzertruppen Die im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Hauptarten waren die BP 35 OB 3 NKPS 42 und BP 43 5 Bis November 1942 wurden 78 OB 3 und NKPS 42 gebaut Vom leichten Panzerzug BP 43 21 Stuck 6 Unter Interpretation der sowjetischen Erfahrungen im Spanischen Burgerkrieg wurde das sowjetische Heer erneut umstrukturiert Die sowjetischen Militars machten die Erfahrung dass Panzerangriffe ohne direkte Infanterie und Artillerieunterstutzung aufgrund der relativ guten Ausstattung der Franquisten mit Panzerabwehrkanonen leicht abgewehrt werden konnten Die Deutschen zogen ausgehend von ahnlichen Erwagungen schon fruh den Schluss die unterstutzende Infanterie und Artillerie zu mechanisieren und im Nahbereich des Angriffs einzusetzen die Sowjetunion hingegen loste die mechanisierten Korps auf und gliederte ihre Panzer und motorisierten Truppen in die bestehenden Infanteriedivisionen ein Diese Massnahme kostete die Rote Armee einen grossen Teil ihrer bis dahin vorhandenen Mobilitat da die vorruckenden Panzer nun gezwungen waren ihre Geschwindigkeit der langsamen Infanterie anzupassen Eine andere Lehre aus dem Spanischen Burgerkrieg sollte sich jedoch ausserst positiv fur die Rote Armee auswirken Da sich die vorhandenen Panzer T 26 BT 5 und BT 7 als zu leicht gepanzert fur Sturmangriffe erwiesen wurde die Entwicklung schwererer besser gepanzerter Modelle in die Wege geleitet Resultat dieser Entwicklung waren die Kampfpanzer T 34 KW 1 und KW 2 die sich im Verlauf des spateren Krieges als ausserst nutzlich und den deutschen Modellen der Fruhphase als weit uberlegen erweisen sollten Die Massenproduktion dieser Modelle wurde schnellstmoglich eingeleitet und ab 1939 wurden die ersten dieser Panzer an die Truppe ausgeliefert Die Zahl der ausgelieferten Panzer blieb jedoch im Vergleich zu den vorhandenen leichten Panzern bis 1941 gering Die als Stalin Verfassung bekannte Verfassung der UdSSR von 1936 erklarte im Zeichen einer weiterhin massiven Aufrustung die Wehrpflicht nunmehr zur heiligen Pflicht samtlicher Sowjetburger In der Folge wurde das Wehrpflichtgesetz von 1939 verabschiedet Es schrieb den Ubergang zu einer vollstandig nach dem Kaderprinzip organisierten Armee fest und setzte das Einberufungsalter auf 19 Jahre herab Im Laufe der dreissiger Jahre zielte die Propaganda nicht mehr primar auf die politische Dimension des Klassenkampfes ab sondern wandte sich mehr mit dem Sowjetpatriotismus den patriotischen Gefuhlen der Bevolkerung zu und bezog sich positiv auf die vorrevolutionare russische Geschichte So wurde Krieg gegen die deutschen Angreifer als Grosser Vaterlandischer Krieg bezeichnet eine Bezugnahme auf den Vaterlandischen Krieg gegen Napoleon Bonaparte 1812 Traditionelle russische Helden wie Alexander Newski und Michail Kutusow wurden ein wichtiger Teil der Propaganda Wahrend des Krieges horten Repressionen gegen die Russisch Orthodoxe Kirche auf die traditionelle Praxis Waffen vor dem Gefecht kirchlich zu segnen wurde wieder eingefuhrt Die militarische Einzelleitung russisch edinonachalie wurde 1943 eingefuhrt Aus den Politkommissaren wurden Stellvertreter fur politische Arbeit der jeweiligen Kommandeure Rangabzeichen Orden und Medaillen nach vorrevolutionarem Muster wurden wieder eingefuhrt In jener Zeit wurden viele revolutionaren Errungenschaften innerhalb der Streitkrafte abgeschafft So wurde eine strikte Grusspflicht und strenge formale Disziplin erst jetzt durchgesetzt die Kluft zwischen Fuhrern und Mannschaften vertiefte sich Ein Merkmal hierfur war auch die Ausgabe reprasentativer Uniformen fur hohere Offiziere und die Wiedereinfuhrung von Generalsrangen Die bisher ublichen nuchternen Rangbezeichnungen wie Brigadekommandeur Kombrig Kombrig oder Divisionskommandeur Komdiv Komdiw verschwanden Nach den Erfahrungen des sowjetisch finnischen Winterkrieges und des japanisch sowjetischen Grenzkonfliktes wurde die sowjetische Panzerwaffe erneut umstrukturiert Die zuvor aufgelosten mechanisierten Korps sollten neu aufgestellt und vergrossert werden Dieser Reorganisationsprozess steckte beim Ausbruch des Grossen Vaterlandischen Krieges jedoch noch in der Anfangsphase Am 27 Juli 1940 wurde der Aufbau einer Flotte aus 15 Schlachtschiffen der Sowjetski Sojus Klasse beschlossen 7 Stalinsche Sauberungen Bearbeiten Wahrend der grossen Stalinschen Sauberungen vor allem in den Jahren 1937 bis 1939 wurden sehr viele hohere Offiziere durch den NKWD in Gulags deportiert oder ermordet Verhaftet wurden drei von funf Marschallen der Sowjetunion 13 von 15 Armeekommandeuren 57 von 85 Korpskommandeuren fast alle Kommandeure von Divisionen und Brigaden etwa die Halfte aller Regimentskommandeure und 75 von 80 Mitgliedern des Obersten Militarrats Diese weitestgehende Zerschlagung des Offizierskorps sollte sich zunachst im Winterkrieg gegen Finnland und dann im Grossen Vaterlandischen Krieg bitter rachen Auch nach den Sauberungen war die Rote Armee kaum selbststandig womit die KPdSU vor allem jegliche politische Konkurrenz abwenden wollte Allerdings lahmte sie dadurch auch ihre militarische Handlungsfahigkeit Beispielsweise fand die Offiziersausbildung in von der Partei gefuhrten Akademien statt Daruber hinaus war eine Beforderung moglich wenn der fragliche Offizier Parteimitglied war und ebenso bedurfte jeder militarische Befehl der Gegenzeichnung eines Politoffiziers Des Weiteren bildeten Mitglieder des Zentralkomitees der politischen Aufklarung Glawpolitproswet das Ruckgrat der militarischen Hierarchie Routinemassig hatten die Raketentruppen keine Verfugungsgewalt uber Sprengkopfe ebenso wenig wie die Luftlandetruppen uber Transportmittel oder die Panzertruppen uber Munition 8 Von Anfang 1937 bis Anfang Mai 1940 wurden 34 301 Offiziere aus ihren Amtern entfernt Von ihnen mussten etwa 70 den Weg in den Gulag gehen Die Erschiessungen betrafen vor allem die oberste Fuhrungsebene verbunden mit einer Schwachung bei den Fuhrungsaufgaben der Roten Armee Strategie BearbeitenDie sowjetische Kriegslehre betont das Primat der Offensive In der Infanterie Kampfvorschrift von 1941 heisst es Der Offensivkampf ist die Haupt Gefechtsform der Roten Armee 9 Auch die Verteidigung wurde stets durch Gegenangriffe aktiv gefuhrt und diente der stets einzuleitenden spateren Gegenoffensive Unterschieden wurden 4 Formen des Offensivmanovers der frontale Schlag der Durchbruch der Flankenangriff die Umfassung Der Frontalangriff war das grundlegendste und haufigste Manover Die haufigste angewandte Form war der zerschmetternde Schlag Eine spezielle Form des zerschmetternden Schlages war der Stosskeil auch schneidenden oder spaltender Schlag genannt Dabei suchte die Rote Armee nicht den einzelnen alles entscheidenden Schlag wie Deutschland mit der Strategie des Blitzkrieges sondern eine Serie von zerschmetternden Schlagen mit wachsender Starke bei denen der letzte der machtigste sein sollte Dieses Prinzip kam in den zehn stalinschen Schlagen im Jahre 1944 zum Ausdruck Die sowjetische Kriegslehre legt besonderen Wert auf das Prinzip der Konzentration und Okonomie der Krafte Sie strebte eine kampfentscheidende Uberlegenheit uber den Gegner an Die vorherrschende Form der Konzentration der Krafte war der Hauptschlag Die Bestimmung des Hauptschlages wurde als das vorherrschende Problem der Strategie angesehen und als von ausserster Bedeutung erachtet Als Mindestuberlegenheit wurde in der Vorkriegszeit eine Starkeverhaltnis von 2 1 oder 3 1 betrachtet Wahrend des Krieges wurde nach Garthoffs Einschatzung ein Verhaltnis von 6 1 angestrebt bei einem Minimum von 4 1 Die Uberlegenheit in der Hauptrichtung wird hauptsachlich uber die Okonomie der Krafte hergestellt durch Einsparungen in zweitrangigen Richtungen Die sowjetische Kriegslehre legte Wert auf eine hohe Schwungkraft des Angriffs der die vollige Vernichtung des Feindes als Ziel hat Nach einem Durchbruch musste die Verfolgung des Gegners eingeleitet werden um ihn vollstandig zu vernichten Eine besonders haufig benutzte Redewendung dabei war bis zum letzten Ende 10 Prinzip der Planung und allseitigen Sicherstellung Bearbeiten Fur die sowjetische Militarfuhrung war Zufall lediglich eine Gefahr die aus mangelhafter Planung und Voraussicht entsteht Garthoff meint der Zufall kann keine normale Rolle spielen in einer Theorie wie den Marxismus Leninismus der behauptet den Lauf der Geschichte voraussagen zu konnen 11 Wahrend das deutsche Militar Krieg als eine Kunst betrachtet betrachtete die Rote Armee den Krieg als eine Wissenschaft 12 So basiert fur den General Lothar Rendulic ein Entschluss auf Intuition und einem gefuhlsmassigen Einleben uber deren Geheimnis sich auch der Handelnde nicht restlos Rechenschaft geben kann 13 Die Betrachtung als Wissenschaft kommt besonders deutlich in den Formeln fur die notwendige Dichte von Waffen Sperren usw zum Ausdruck 14 So hat die sowjetische Artillerie Normen fur die Menge an Granaten fur die Vernichtung von feindlichen Gruppierungen abhangig vom Grad der Zerstorung der Grosse des Zieles usw Auf diese Normen wurde grosser Wert gelegt und sie waren streng einzuhalten 15 Waffengattungen BearbeitenArtillerie Bearbeiten Sowjetische Briefmarke mit dem Schriftzug Artillerie Gott des Krieges Fur Stalin und die sowjetische Fuhrung war die Artillerie der Gott des Krieges 16 Sie wurde haufig die Hauptschlagwaffe genannt Generalleutnant I S Protschko schrieb 1946 Die Artillerie war und bleibt die machtigste Waffe der Roten Armee 17 Iwan S Konew ausserte Ein gut vorbereiteter Artillerieangriff verkorperte fur uns die Kraft der Armee 18 So verfugte die Rote Armee von allen kriegsfuhrenden Parteien uber die grosste Zahl an Artilleriewaffen Auch der relative Anteil war bei der Roten Armee am hochsten So stieg der Anteil der Artillerieeinheiten an der Heeresstarke von 15 am Anfang des Krieges auf 50 am Ende des Krieges 19 Schon bei Kriegsbeginn konnte man die sowjetische Artillerie in Bezug auf Geschutzmaterial Organisation Ausbildung usw als gut und modern bezeichnen 20 Alexander Stahlberg beobachtete beim Bau einer Pionierbrucke uber die Memel im Juni 1941 wie diese durch sowjetische Artillerie punktgenau zerstort wurde und schatzte dies als artilleristische Meisterleistung wie wir sie unserem Gegner nicht zugetraut hatten ein 21 Generalstabschef Franz Halder notierte am 5 August 1941 Truppe schreit nach Artilleriebekampfung 22 Die sowjetische Artillerie war von Anfang an vollstandig motorisiert Die beiden Hauptgeschutzarten der sowjetischen Divisionsartillerie waren die 7 6 cm Kanone und die 12 2 cm Feldhaubitze Damit blieb sie unter den 10 5 cm und 15 cm der entsprechenden deutschen Geschutze und tauschte damit Feuerkraft gegen eine hohere Beweglichkeit ein Der General Gotthard Heinrici notierte am 12 September 1941 Leider sehr gut ist die russische Artillerie Sie trifft und ist unerwunscht beweglich 23 Sehr stark wurde auch von Granatwerfern Gebrauch gemacht die zu ganzen Granatwerferbataillonen regimentern und brigaden selbst in Granatwerfer Divisionen zusammengefasst wurden 1941 wurde sogar ein Kommissariat fur Granatwerferproduktion geschaffen Die Dichte der Artillerie stieg von 110 Geschutzen je Kilometer beim Beginn der Offensive bei Stalingrad 290 Geschutzen je Kilometer in der Schlacht um Kursk auf 610 Geschutze je Kilometer im Endkampf um Berlin 24 Nach Kenntnisstand des Generals Iwan S Konew wurde die hochste Konzentration mit 650 Rohren je Frontkilometer beim Forcieren der 3 Gardepanzerarmee uber den Teltowkanal am 24 April 1945 erreicht 25 Es wurden spezielle Artillerie Durchbruchsdivionen und Artilleriedurchbruchskorps aufgestellt die dem Oberbefehlshaber einer Front unterstellt wurden Dieser durfte sie nur geschlossen einsetzen ohne sie zu zersplittern Hatten sie ihre Aufgabe an einer Stelle erfullt wurden sie an andere Abschnitte verlegt 26 Nach sowjetischen Angaben verschoss die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg 775 Millionen Granaten aller Kaliber 27 Davon 42 105 000 in der Schlacht bei Kursk von denen 15 500 000 vor der Schlacht deponiert wurden und 26 619 000 als Nachschub heran kamen 28 Sowjetische Quellen schatzen dass die sowjetische Artillerie 70 aller personellen und materiellen Verluste der Wehrmacht an der Ostfront verursachte 29 Ab 1944 wurde jahrlich am 19 November dem Tag des Beginns der Gegenoffensive bei Stalingrad der Tag der Artillerie begangen Artillerietaktik Bearbeiten Dichte der Artillerie im Durchbruchssektor in ausgewahlten Operationen der Roten Armee 30 Operat Einheit Zahl der Rohre Durch bruchs sektor in km Dichte pro 1 kmUranus Nov 42 5 Panzerarmee 1067 10 107119 Division 554 5 111421 Regiment 183 2 9165 Armee 1980 9 220Kursker Jul 43 11 Gardearmee 2516 14 1808 Gardekorps 734 3 24511 Gardedivision 381 1 5 25433 Gardekorps 1610 6 268Bagration Juni 44 18 Korps 1572 8 19737 Gardedivision 470 2 235Lwow Juli 44 60 Armee 2183 8 3 26428 Korps 1090 4 272302 Division 469 1 5 326Jassy Aug 44 37 Armee 1877 6 3136 Gardekorps 900 2 5 360Petsamo Okt 44 14 Armee 1540 9 171131 Korps 684 4 17110 Gardedivision 440 2 220Weichsel Jan 45 8 Gardearmee 2438 7 34829 Gardekorps 1051 2 5 42027 Gardekorps 517 1 8 287Berliner April 45 5 Stossarmee 2430 7 34713 Armee 2356 9 252102 Korps 1350 5 270147 Division 450 1 5 300 Fur sowjetische Angriffe charakteristisch war ein halbstundiges bis mehrstundiges schlagartig eroffnetes Trommelfeuer mit grosstem Munitionsaufwand nach einem grundlich ausgearbeiteten Feuerplan Dazu wurde fur die Versammlung der Artilleriemassen mehrere Wochen Zeitbedarf in Kauf genommen Dann folgte das Schiessen einer Feuerwalze der teils unter Inkaufnahme der Gefahr die eigenen Leute zu treffen die angreifenden Truppen dicht folgten Strafkompanien gingen bisweilen sogar im eigenen Artilleriefeuer vor Die deutsche Seite reagierte auf das sowjetische Trommelfeuer damit die Truppen in ruckwartige Stellungen zu verlegen und dann nach beendeter Artillerievorbereitung wieder nach vorn zu verlegen Daraufhin reagierte die sowjetische Seite mit der Taktik der Gewaltsamen Aufklarung 31 sowie vorubergehenden Feuereinstellungen und fingierten Angriffen mit kleinen Stosstrupps Puppen oder Nebeleinsatz Es wurden oft auch 150 m breite Feuergassen ausgespart in denen schon wahrend der Artillerievorbereitung Truppen in die gegnerischen Stellungen eindrangen Man erachtete die Verluste die durch Artilleriefeuer den eigenen Truppen zugefugt wurden als geringer als die Verluste die ohne diese Taktik auftreten wurden 32 10 bis 15 Minuten vor dem Angriff der Panzer und der Infanterie wurde nochmal alle Feuerkraft auf die beiden vorderen Graben vereinigt haufig abgeschlossen von einer machtigen Salve aus Raketengeschutzen In spateren Kriegsjahren als genugend Munition zur Verfugung stand wurde die sogenannte Doppelte Feuerwalze geschossen Bei ihr wurde permanent der Hauptfeuerstreifen mit Granatwerfern beschossen wahrend die Infanterie und Panzer hinter Zwischenfeuerstreifen vorgingen Sie gewahrleistete immer einen sicheren Durchbruch der Stellung Der sowjetische General Wassili I Tschuikow berichtete dass er keinen Fall kenne bei dem eine Stellung bei einer doppelten Feuerwalze nicht durchbrochen hatte werden konnen 33 Am 10 Januar 1942 wurde durch einen Befehl Stalins das Konzept der Artillerieoffensive eingefuhrt Nach diesem wurde nicht nur eine Artillerievorbereitung durchgefuhrt sondern den angreifenden Truppen permanent Artillerieunterstutzung geboten Es wurde 3 Phasen unterschieden 34 Artillerievorbereitung Artillerieunterstutzung des Angriffs Artillerieunterstutzung in der Tiefe der feindlichen Verteidigung Dazu wurden ein grosser Teil der Geschutze im direkten Richten eingesetzt Im Gegensatz zu den Deutschen und den Westalliierten legte die sowjetische Fuhrung den Fokus auf eine hohe Anzahl von Rohren pro Rohr wurde aber weniger Munition verschossen Dies hatte einige Vorteile Man konnte mehr Munition in kurzerer Zeit verschiessen was die Feuerwucht vergrosserte Ausserdem wurde die Artillerie sehr oft mindestens zu einem Drittel im direkten Schuss eingesetzt Dies vereinfachte das Schiessverfahren und verbesserte die Munitionsokonomie Das kostspielige Verfahren des Manovers mit der Flugbahn wurde durch das Manover mit den Geschutzen ersetzt Nach sowjetischer Darstellung hatte damit ein sowjetisches Geschoss eine hohere Nutzwirkung als ein deutsches 35 Munitionsverschwendung wie bei den amerikanischen Truppen kam in der Roten Armee nicht vor 36 Nachteilig war dass die hohe Rohrzahl wegen Munitionsmangel oft nicht ausgenutzt wurde Die Artillerieaufklarung und Bekampfung war schwach entwickelt Reger Gebrauch wurde vom Planschiessen gemacht bei dem mit grossem Munitionseinsatz auch Raume beschossen wurden in denen der Gegner nur vermutet wurde 37 Panzerwaffe Bearbeiten Panzerangriffe ohne Artillerieunterstutzung waren verboten 38 Im Sommer 1942 wurden die ersten sowjetischen Panzerarmeen aufgestellt Nach Einschatzung des deutschen Panzergenerals Friedrich Wilhelm von Mellenthin waren die ersten Einsatze vollige Fehlschlage Er schreibt In dichten Massen kurvten sie in unserer HKL herum sie bewegten sich nur zogernd vorwarts ohne Plan Sie standen sich buchstablich selber im Wege taumelten vor unsere Pak oder nachdem sie die vordersten Stutzpunkte durchbrochen hatten taten sie nichts um ihren Erfolg auszunutzen Sie waren unbeweglich und trage Auch 1943 war noch ein Lehrjahr fur die sowjetische Panzerwaffe 1944 entwickelte sie sich hingegen zu einem hochbeweglichen scharfgeschliffenen Werkzeug in der Hand wagemutiger und fahiger russischer Fuhrer Diese aussergewohnliche Entwicklung urteilt Mellenthin muss Organisation und Planung hochster Grade erfordert haben Russische bzw sowjetische Truppenkorper seien seit der Zarenzeit massierte unbewegliche und langsame Truppenkorper gewesen der Aufstieg der sowjetischen Panzerwaffe habe dies grundlegend geandert Im Fall eines Dritten Weltkrieges hatten sich die sowjetischen Luftflotten und Panzer Armeen mit einer Geschwindigkeit und Entschlossenheit sondergleichen auf den Gegner geworfen die alle Erinnerungen an den Blitzkrieg weit ubertrafen 39 Fridolin von Senger und Etterlin schrieb uber die sowjetischen Panzermassen am 8 Dezember 1943 an seine Frau Wie die Reiterhorden Dschingis Khans kommen diese schwarzen Biester aus den Tiefen des Ostens und suchen uns zu uberfluten Sie kommen in Massen angebraust und werden in Massen oft tief im Hinterland wo sie wie blinde Huhner herumkurven abgeschossen 40 Mellenthin beschreibt einen Angriff der 1 Ukrainischen Front sudwestlich von Pereslaw auf das XXXXVIII Panzerkorps am 16 Oktober 1943 Nach einer zweistundigen Artillerievorbereitung nach der das Grabensystem wie ein frisch umgepfluckter Acker aussah und viele der schweren Waffen und Panzerabwehrwaffen ausgeschaltet wurden begann hinter einer starken Feuerwalze von vielen Panzern und Schlachtfliegern unterstutzt der Infanterieangriff der schon ein furchterregendes Schauspiel sei Eine Welle nach der anderen kam wilde Schreie ausstossend herangestampft so dass man schon Nerven aus Stahl haben musste um mit solchen Angriffen fertig zu werden Mellenthin berichtet das General Dietrich von Choltitz damals Chef des angegriffenen Panzerkorps glaubte die Front nicht halten zu konnen und bereits die sowjetischen Massen gleich einem Ozean mit gigantischen Wellen auf Deutschland hereinbrechen sah Er habe beschloss Hitler davor zu warnen Zwei Tage nach dem er abgereist war wurde der Angriff jedoch endgultig abgeschlagen 41 Choltitz schrieb nach dem Krieg das es nichts nutzte wenn von 1000 angreifenden russischen Panzern 400 erledigt wurden die verbleibenden 600 Panzer errangen den operativen Durchbruch und gewannen die Schlacht 42 Die sowjetische Panzerproduktion war gross genug auch die Infanterie mit Panzern auszustatten Anfang 1945 waren von den etwa 30 000 verfugbaren Panzern rund 10 000 auf die 70 Panzerkorps und selbststandigen Panzerverbande und 20 000 auf die 400 Schutzendivisionen und Panzerbrigaden verteilt 43 Besonders unangenehm war nach Middeldorf der Einsatz der Panzer als bewegliche Artillerie Bei dieser Taktik kampften sowjetische Panzer aus weiter sicherer Entfernung in direktem Schuss unter geschickter Ausnutzung von Gelandedeckungen rasch auftauchend und verschwindend ein Waffennest nach dem anderen nieder 44 Am 17 September 1942 empfing Stalin den Kommandeur der 1 Panzerarmee M J Katukow Er ordnete an das die Panzer zukunftig aus der Bewegung schiessen sollten um die gegnerischen Kanonen nieder zu halten Auch wenn sie nicht direkt getroffen wurde musste sich die feindlichen Soldaten erst einmal hinwerfen und sich still verhalten Er versprach das die dafur zusatzlich benotigten Granaten geliefert wurden 45 Panzerangriff mit aufgesessener Infanterie Das Problem den Panzern Infanterieunterstutzung zu geben loste die Rote Armee nicht durch Schutzenpanzerwagen sondern durch die Panzerlandung das Aufsitzen von meist etwa 10 Mann Infanterie auf Panzern Dazu wurden Haltegriffe an den Panzern angebracht 46 Infanterie Bearbeiten Die Felddienstordnung von 1936 legte fest das die Verbindung zwischen der Infanterie und der Artillerie unter keinen Umstanden fur einen einzigen Augenblick abbrechen darf 47 Die Infanterie mied den offenen Grosskampf und machte den Kampf unter besonderen Verhaltnissen also bei Nacht Nebel im Wald in Steppenschluchten im Schlamm im Sumpf bei hohem Schnee und in Dorfern zum normalen Infanteriekampf Das Hauptverfahren des sowjetischen Infanterieangriffs war der Uberfall auf kurzeste Entfernung Dazu pirschte man sich meist bei Nacht oft verbunden mit langem Frieren lautlos in die Ausgangsstellungen Oft schanzte sich die Infanterie an die deutschen Stellungen heran 48 Taktik der Menschlichen Welle Bearbeiten Hauptartikel Menschliche Welle und Karpathentaktik Bei frei einsehbaren Gelande hingegen erfolgte ein schlagartiger Angriff in 3 bis 5 oder noch mehr Wellen einer Taktik wie sie mit der Karpathentaktik bereits im Ersten Weltkrieg angewandt worden ist Beim Angriff sturmten Mann neben Mann aus allen Handwaffen schiessend Urrah brullend vor um in den Nahkampf zu kommen in dem sich die Rote Armee uberlegen fuhlte Nahkampf und Bajonettfechten waren in ihr ein eigenes Ausbildungssystem Wurde eine Welle zusammen geschossen sturmte die nachste Welle ohne Rucksicht auf Verluste daruber hinweg Scheiterte ein Angriff erfolgte mit Sicherheit ein zweiter dritter vierter und funfter Angriff mit derselben Rucksichtslosigkeit und Entschlossenheit 49 Nach Mellenthin erfolgten die Angriffe mit einem Schwung den man unmoglich aufhalten konnte im Nu wimmelte das Gelande vor unseren Stutzpunkten von Russen durch Feuer gerissene grosse Lucken schlossen sich fast automatisch wieder Zur Abwehr solcher Angriffe waren neben ausreichend Waffen und Munition gut ausgebildete erfahrene Soldaten unter Fuhrung entschlossener Kommandeure notig die vor allem die Furcht uberwanden und die Nerven behielten Diese Kampfmethoden stellten nach Mellenthin die unmenschlichste und zugleich auch die teuerste Art zu kampfen dar 50 Eine Direktive an alle Kommandeure und Kommissare der Divisionen und Brigaden der Westfront vom 30 Marz 1942 unterzeichnet von General Georgi Konstantinowitsch Schukow stellte fest dass in zahlreichen Briefen von Soldaten Kommandeuren und Politarbeitern und in Diskussionen Beschwerden uber das kriminelle Verhalten von Kommandeuren aller Grade eingingen die in schlecht vorbereiteten Angriffen gegen intakte Verteidigungsstellungen intakte Maschinengewehre und nicht unterdruckte Feuernester sinnlos Menschenleben opferten Die Direktive bestimmte dass jeder Angriff mit ungewohnlich hohen Verlusten innerhalb von 24 Stunden zu untersuchen und das Ergebnis dem Hauptquartier zu melden ware jeder Kommandeur seinem vorgesetzten Kommandeur vor jedem Angriff einen sorgfaltigen Plan zum Niederhalten des feindlichen Abwehrfeuers vorzulegen hatte und dass bei ungewohnlichen Verlusten eine personliche Erklarung abgegeben werden musste wer dafur verantwortlich ware und was in Zukunft gegen derartige Verluste unternommen werden wurde 51 Massenheroismus Bearbeiten Die sowjetische Geschichtsschreibung betonte das Massenheldentum der sowjetischen Soldaten So wird behauptet dass es 200 bekannte Falle gegeben hat wo sich Soldaten vor die Schiessscharten feindlicher Feuernester warfen 52 Laut Garthoff sind die sowjetischen Ausspruche ubertrieben jedoch hat sich der sowjetische Soldat dem Anspruch den Heroismus zum taktischen Prinzip zu machen gewachsen gezeigt So sind viele Beispiele dafur dass sich Soldaten mit Granaten unter herankommende Panzer warfen oder feindliche Flugzeuge oder Panzer mit beschadigten Maschinen gerammt wurden auch in nuchternen Berichten neutraler westlicher Beobachter und ehemaliger deutscher Gegner zu finden 53 Der General Fedor von Bock hielt in seinem Tagebuch am 28 Juni 1941 fest das 100 km hinter der Front die 293 Infanterie Division immer noch um eine Reihe stark ausgebauter Bunker kampfen musste deren Besatzungen sich trotz schwersten Feuers und Anwendung aller Mittel nicht ergaben und jeder von ihnen einzeln tot geschlagen werden musste 54 Hermann Balck berichtet von einem Fall bei dem ein sowjetischer Panzerfahrer in einem abgeschossenen Panzer auf deutscher Seite tagelang auf ein lohnendes Ziel wartete Als ein deutsches Stabsfahrzeug hielt warf er eine Handgranate heraus und verschwand wieder im Panzer der danach zerstort wurde 55 Infiltrationstaktik Bearbeiten Fast jeder sowjetische Angriff wurde durch Einsickern kleiner Einheiten und Einzelkampfer durch die gegnerischen Stellungen eingeleitet Nach Mellenthin waren die Russen in dieser Kampfart unubertroffen Plotzlich sassen die Sowjets in der eigenen Stellung und niemand hatte sie kommen sehen noch wusste irgendjemand woher sie gekommen waren 56 Standig wurden auch die Ruckwartigen Dienste durch uber die HKL eingesickerte Einheiten angegriffen Sie griffen Lager Lazarette Batteriestellungen Flugplatze und Kolonnen auf Rollbahnen an und zwangen die ruckwartigen Dienste zum standigen Igeln Fahren im Geleit und dauerndem Sicherungsdienst 57 Panzer liess man ebenfalls in kleinen Rudeln mit aufgesessener Infanterie besonders in Waldgebieten oder Mulden einsickern 58 Auch bei Ausbruch aus Kesseln wurde die Sickertaktik angewandt Laut dem deutschen General Erhard Raus gab es durch diese Ausweichtaktik in der die Russen Meister waren in den Kesseln meist bloss wenige Gefangene 59 Raus schrieb Durch den raschen Vorstoss gegen Osten zersprengt und weit uberholt versickerte die russische Infanterie in den Waldern und Getreidefeldern und verschwand als ware sie vom Erdboden verschlungen worden Wahrend der Nacht aber sickerte sie durch die weitmaschigen deutschen Sicherungen und stand am folgenden Tage wieder geschlossen und fest in der Hand ihrer Fuhrer im nachsten Verteidigungsabschnitt 60 Luftstreitkrafte Bearbeiten Die sowjetische Luftkriegslehre betonte besonders das Prinzip des Gefechts der verbundenen Waffen So waren zwei Drittel der sowjetischen Luftstarke direkt oder indirekt zum Kampf gegen die feindlichen Landstreitkrafte vorgesehen Daher wurde nie eine vollstandige Luftherrschaft uber die gesamte Front angestrebt sondern nur an den Durchbruchsstellen Entsprechend wurde Luftherrschaft definiert als Fahigkeit zur beliebigen Konzentration von Feuerkraft fur die Unterstutzung der Bodentruppen Deswegen gab es an der Ostfront nie so etwas wie die Luftschlacht um England Die sowjetischen Luftstreitkrafte blieben Teil der russischen Dampfwalze 61 Laut Adolf Galland hat die sowjetische Luftwaffe ihre begrenzte und fast ausschliessliche Aufgabe den Bodentruppen zu helfen stets erfullt trotz Uberlegenheit der deutschen Luftwaffe und astronomischer Abschusserfolge konnte sie nie daran gehindert werden Jeder Ostkampfer wisse davon zu berichten wie ihm die Ratas Il 2 Mig und Lag das Leben schwer machten 62 Eine Ausnahme bildete das wahrend der Schlacht um Stalingrad gebildete 9 Gardejagdfliegerregiment einer Eliteeinheit die Angriffe gegen die feindliche Fliegerkrafte und Einsatze in Freier Jagd flog Die Sowjetunion als einziges Land uber ein schwer gepanzertes Schlachtflugzeug die Iljuschin Il 2 welches immer noch eines der am meist gebauten Flugzeuge der Welt ist Die Luftstreitkrafte wurden dabei als weitertragende Artillerie betrachtet Die Schlachtflieger wurden gewohnlich in Gruppen von 6 bis 8 Maschinen eingesetzt geschutzt von Begleitjagern wobei auf 4 bis 6 Maschinen 12 Begleitjager und auf 16 bis 24 Maschinen 20 Jager kamen Im Gegensatz zur deutschen Punktzielbekampfung im Sturz oder Gleitflug griffen sie im Tiefflug an und wirkten mehr durch die Streuwirkung ihrer Bordwaffen und Bomben 63 Die Schlachtflieger flogen ein Viertel aller Kampfeinsatze des Krieges zwischen 50 und 60 Prozent aller Kampfeinsatze entfielen auf die Jagdwaffe Fur die taktische Aufklarung wurden hauptsachlich Jager eingesetzt Nach sowjetischen Angaben war angeforderte Luftwaffenunterstutzung innerhalb von 30 Minuten zur Stelle wenn die Zusammenarbeit und die Nachrichtenverbindung gut organisiert waren Der Chef der britischen Militarmission Noel MacFarlane beobachtete dass Luftwaffenunterstutzung fur gewohnlich in weniger als einer Stunde zur Stelle war 64 Nach Olaf Groehler flogen die sowjetischen Luftstreitkrafte 4 Millionen Einsatze im Zweiten Weltkrieg Im Vergleich dazu flogen die United States Army Air Forces 2 3 Millionen Einsatze und die Royal Air Force 1 6 Millionen Einsatze Er zieht aus der Tatsache dass die amerikanischen Luftstreitkrafte bis zum 31 Dezember 1943 lediglich 235 000 Einsatze geflogen haben den Schluss dass bis dahin die Sowjetunion auch im Luftkrieg die Hauptlast des Krieges getragen habe und entscheidenden Anteil an der Wende des Luftkrieges hatte 65 Rolf Dieter Muller wendet dagegen ein das man diese Einsatze nicht in ihrer Effizienz gleichsetzen konne 66 Nachtbomber Bearbeiten Umfangreich wurde von Nachtbombern Gebrauch gemacht Dazu wurden aus Polikarpow Po 2 bestehende Nachtbomber Regimenter und Divisionen aufgestellt Diese bombardierten Stellungen Verbindungswege Stabe Konzentrierungsraume Verkehrsknotenpunkte und Ruheraume Sie sollten den Gegner zermurben und damit seine Kampfkraft schwachen Oft wurden sie vor einem Angriff eingesetzt Die Nachtbomber flogen im Tiefflug und waren gegenuber kleinkalibrigen Waffen relativ unempfindlich Sie hatten meist einen Schalldampfer an den Auspuffanlagen und stellten oft beim Anflug den Motor ab Um nicht eigene Truppen zu treffen wurde die Frontlinie mit Lichtsignalen markiert 67 68 Nach Janusz Piekalkiewicz war der Nachtbomber fur den deutscher Landser eine wahre Plage der ihm die nachtliche Ruhe raubte und in dauernder Unruhe und Anspannung hielt Nach sowjetischen Angaben warfen die Nachtbomber in der Schlacht um Stalingrad 20 000 Tonnen Bomben was den Bombenabwurfen der deutschen Luftwaffe uber England 1941 entsprache 69 Siehe auch Nachthexen Fallschirmtruppe Bearbeiten Der General Kurt Student der den Aufbau der deutschen Fallschirmtruppe leitete schreibt uber die sowjetische Fallschirmtruppe folgendes Die Idee von Luftlandeeinheiten wurde in der Sowjetunion geboren und die Sowjetunion hatte als erstes Land der Welt eine Fallschirmtruppe aufgestellt Fallschirmspringen wurde durch die Massenorganisation OSSOAWIACHIM zu einem Volkssport Die Gesellschaft verfugte uber 1000 grosse Ortsgruppen die im ganzen Land Sprungturme Fesselballons und Ubungsflugzeuge unterhielt Auch Frauen beteiligten sich in grosser Zahl Bemerkenswert ist dass diese Uberraschungswaffe 1935 beim Manover im Kiewer Militarbezirk auslandischen Militarbeobachtern vorgefuhrt wurde Zu Kriegsbeginn stand die sowjetische Fallschirmtruppe mit 12 einsatzbereiten Luftlandebrigaden mit weitem Abstand an der Spitze der grossen Militarmachte Das erste Luftlandeunternehmen der Welt fand am 30 November 1939 bei Petsamo im Winterkrieg statt Dieses und weitere Landungen wahrend dieses Krieges scheiterten jedoch da die Bodentruppen nicht schnell genug die Landepunkte erreichten Im Deutsch Sowjetischen Krieg wurde ratselhafterweise trotz technischer Brauchbarkeit keine einzige grossere Luftlandeoperation durchgefuhrt Es gab nur 3 Einsatze in Brigadestarke Der erste wurde im Februar 1942 bei Juchnow zur Verstarkung des 5 Monate hinter den feindlichen Linien kampfenden Kavalleriekorps von Pawel Below unternommen Im Marz 1942 sprang eine Brigade nachts in den Kessel bei Demjansk und sollte das Hauptquartier von General Walter von Brockdorff Ahlefeldt ausheben Obwohl die Brigade vollig uberraschend im Kessel erschien scheiterte der Handstreich Schliesslich wurde eine Luftlandebrigade im Herbst 1943 zur Bildung eines Bruckenkopfes uber den Dnepr eingesetzt was aber nur teilweise gluckte 70 Logistik Bearbeiten Eisenbahntransporte aus dem Hinterland an die Front sowjetische Angaben 71 Operation WaggonsMoskauer 333 500Stalingrader 202 877Kursker 467 255Bagration 440 000Lwow Jassy 240 000Berliner 192 000 Die Einheiten der Roten Armee hatten einen wesentlich kleineren Verwaltungs und Versorgungsapparat als andere Armeen Dies fuhrte dazu dass sowjetische Einheiten bei geringerer Gesamtstarke der Divisionen Korps etc eine gleichartige Kopfstarke wie die kampfende Truppe aufwiesen Nach George C Marshall sind von 100 000 Mann der amerikanischen Armee nur 23 000 im Kampf wahrend es in der sowjetischen Armee 80 000 Mann sind 72 Die Rote Armee versorgte sich aus dem Land und hatte wesentlich weniger Gepack als andere Armeen Der Rotarmist hatte nicht viel mehr als er am Korper trug Zudem gab es keine Versorgungslager Die Versorgung erfolgte direkt von der Eisenbahn und von den Nachschubkolonnen bzw wurde durch vollgepackte Kampffahrzeuge gewahrleistet 73 Der Panzergeneral Hasso von Manteuffel berichtet das man die Rote Armee nicht wie eine gewohnliche Armee durch Abschneiden ihrer Verbindunglinien zum Halten bringen konnte denn man finde kaum irgendeine Nachschubkolonne die man zerschlagen konnte 74 Chemische Truppen Bearbeiten Das Thema Chemiewaffen der Roten Armee unterliegt bis heute einer nahezu vollstandigen Geheimhaltung Einzige Quelle sind daher die Erkenntnisse die deutsche Stellen durch das Unternehmen Barbarossa erlangen konnten sowie deutsche Geheimdiensterkenntnisse der Vorkriegszeit Offiziell erklarte die Sowjetunion Chemiewaffen niemals als Erste einzusetzen Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestand das Chemiewaffenarsenal der Roten Armee in 1 Linie aus Senfgas und daneben aus Blausaure und Lewisit Alle anderen Kampfstoffe waren diesen drei Kampfstoffen weit nachgeordnet 1943 machte der deutsche militarische Nachrichtendienst 23 sowjetische Chemiewaffenfabriken aus und schatzte deren Kapazitat auf 250 000 Tonnen Damit konnte die Sowjetunion Ende der 1930er Jahre uber die grosste Kapazitat zur Erzeugung von Chemiewaffen verfugt haben Der Einsatz sollte primar bei Verteidigungsoperationen erfolgen da man Chemiewaffen fur Offensivoperationen wegen ihrer bewegungshemmenden Natur fur ungeeignet hielt Primar sollte der Einsatz aus der Luft durch Bomben oder Spruhgerate erfolgen wobei Spruhgerate den Vorrang hatten und in zweiter Linie durch Artillerie Zum Erstaunen der Deutschen hatten sowjetische Forscher ein sehr effektives Spruhgerat fur Blausaure entwickelt es ermoglichte Uberraschungsangriffe bei denen keine Zeit blieb die Gasmasken aufzusetzen Diese Gerate hatten der sowjetischen Seite im Falle eines chemischen Krieges einen nicht unbetrachtlichen Vorsprung gegeben Grossen Wert legte die Sowjetunion auch auf den ABC Schutz 75 Frauen in der Roten Armee BearbeitenDer Einsatz von sowjetischen Frauen in der Armee ubertraf bei weitem den jeder anderen Gesellschaft in der Weltgeschichte Die Sowjetunion ist die einzige Grossmacht der Geschichte die Frauen erlaubte in signifikanter Zahl den bewaffneten Kampf an der Front zu fuhren sowie Kampfflugzeuge zu fliegen Es ist allgemein akzeptierte Auffassung dass 800 000 Frauen in der Roten Armee dienten In jeder sowjetischen Armee etwa 2000 bis 3500 Hauptsachlich kamen sie als Sanitaterinnen Scharfschutzinnen Aufklarerinnen Kraftfahrzeugfahrerinnen und Geschutzbesatzungen zum Einsatz Einige Quellen sprechen von 100 000 Scharfschutzinnen 250 000 kamen in der Luftverteidigung zum Einsatz davon 121 000 als Flak Besatzungen 1942 bildete der Komsomol 7 800 Frauen als leichte MG Schutzinnen und 4 500 als schwere MG Schutzinnen aus 1943 verliessen die Woroschilow Infanterie Schule 1 400 Frauen ausgebildet an Gewehr MG und Granatwerfer Es gab 3 Flugzeugregimenter mit ausschliesslich weiblichen Soldaten darunter das 588 Nachtbombenfliegerregiment Nachthexen Panzersoldatinnen gab es nur wenige 76 Es gab auch ein weibliches Fliegerass Lidija W Litwjak die 7 Flugzeuge abschoss 77 Zum Anfang des Krieges kampften Frauen in Manneruniformen Als Stalin davon erfuhr befahl er unverzuglich Uniformen fur Frauen herzustellen und ihnen so schnell wie moglich zur Verfugung zu stellen 78 Einsatzgeschichte BearbeitenAsien Bearbeiten Ihren ersten Einsatz auf fremden Territorium hatte die Rote Armee 1929 im sowjetisch chinesischen Grenzkrieg 79 Stalin machte spater keinen Hehl daraus dass der Konflikt willkommen war da damit die Leistungsfahigkeit der Roten Armee einem Test unterzogen werden konnte Einen realistischen Aufschluss uber die eigene Kampfkraft liess die Auseinandersetzung jedoch nicht zu da die schwache chinesische Gegenwehr nicht weiter ins Gewicht fiel 80 Diesem Konflikt folgten 1934 die sowjetische Invasion von Sinkiang und 1939 der japanisch sowjetische Grenzkrieg 81 82 Polen Bearbeiten Hauptartikel Sowjetische Besetzung Ostpolens Am 17 September begann noch vor der Zerschlagung der organisierten polnischen Verteidigung durch die Wehrmacht vor dem Zusammenbruch des polnischen Staates und vor der Flucht der polnischen Regierung nach Rumanien die sowjetische Besetzung Ostpolens in Ubereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des Deutsch sowjetischen Nichtangriffspakts Dabei besetzte die Rote Armee Teile Ostpolens in erster Linie die Westukraine den westlichen Teil Weissrusslands und das Gebiet um Wilno ohne dabei auf organisierten militarischen Widerstand zu stossen Dieses Gebiet bis zur Curzon Linie war von Polen im Polnisch Sowjetischen Krieg 1920 erobert worden Dabei hatte die Rote Armee 3000 Opfer zu beklagen Diese Aktion hatte erst am 18 Dezember 1939 die Deklarierung eines Kriegszustandes mit der Sowjetunion seitens der polnischen Exilregierung zur Folge Finnland Bearbeiten Hauptartikel Winterkrieg Die Rote Armee betrachtete den Krieg im Winter als eine ihrer Starken Das Handbuch fur den Truppeneinsatz im Winter von 1939 begann mit der Feststellung dass die Rote Armee den anderen Staaten in Hinblick auf die Praxis und die Befahigung unter den harten Bedingungen des Winters zu operieren in allem uberlegen sei 83 Beginnend mit einem Luftangriff von 9 Bombern auf Helsinki 84 befahl Stalin 1939 den Uberfall auf Finnland Finnland war wegen der Nahe zu Leningrad als Bedrohung eingestuft worden Als Kriegsgrund wurde der Mainila Zwischenfall inszeniert Die zahlenmassig weit unterlegene finnische Armee vermochte sich aber im sogenannten Winterkrieg 1939 zunachst erfolgreich zu verteidigen Die grosse Ubermacht der sowjetischen Truppen konnte sich nicht richtig auswirken da das Waldgelande und der tiefe Schnee Operationen abseits der wenigen Strassen kaum zuliessen und nur ein Regiment vorn kampfen konnte wahrend sich die ubrigen dahinter entlang der Strasse aufreihten wo sie plotzlichen Uberfallen ausgesetzt waren 85 Erst nach einer Umorganisation konnte die Rote Armee am 11 Marz 1940 die Mannerheim Linie durchbrechen womit ein Vormarsch bis Helsinki moglich gewesen ware Daraufhin bat die finnische Regierung unter Risto Ryti um Friedensverhandlungen Das durch Grossbritannien und Frankreich aufgestellte Hilfskorps fur Finnland kam nicht mehr zum Einsatz und wurde nach dem deutschen Uberfall auf Norwegen im Raum Narvik eingesetzt Im Fortsetzungskrieg kam es 1941 bis 1944 zu einer erneuten Konfrontation im anschliessenden Lapplandkrieg waren beide Armeen formell Alliierte Deutsch Sowjetischer Krieg Bearbeiten Hauptartikel Deutsch Sowjetischer Krieg Ein wahrend des Zweiten Weltkriegs gebrauchlicher Stahlhelm der Roten Armee Ausgangssituation Bearbeiten Im Vorfeld des Grossen Vaterlandischen Krieges verfugte die Sowjetunion uber eine grosse und teilweise sehr modern ausgerustete Armee Sie besass die bei weitem grosste Panzerarmee der Welt eine grosse Zahl von Geschutzen und Flugzeugen und eine sehr umfangreiche und gut ausgerustete Infanterie Fur die deutsche Seite war es eine ziemliche Uberraschung dass ganze sowjetische Einheiten mit den Selbstladegewehren Simonow AWS 36 und Tokarew SWT 40 ausgerustet waren 86 Grosse Teile der Artillerie waren ebenso wie ein kleiner Teil der Infanterie motorisiert Die Starke der Roten Armee betrug 25 508 Panzer darunter 10 055 T 26 und 7 549 BT 87 etwa 17 000 Flugzeuge etwa 34 000 Geschutze etwa 5 700 000 Soldaten Diese Streitmacht gliederte sich Stand 22 Juni 1941 in 198 Schutzendivisionen 13 Kavalleriedivisionen 61 Panzer und 31 motorisierte Divisionen sowie funf Schutzenbrigaden und ein Schutzenregiment Diese wurden durch zehn Panzerabwehr Brigaden eine Panzerwagen Brigade 169 Artillerie Regimenter 29 Motorrad Regimenter zwei Flugabwehr Regimenter 45 Flugabwehr Abteilungen zwolf selbstandige Artillerie Abteilungen und eine selbstandige Panzerabteilung unterstutzt Zur Fuhrung dieser Verbande waren vier Fronten 27 Armeeoberkommandos sowie 62 Schutzen vier Kavallerie und 29 mechanisierte Korps gebildet worden Zur Verteidigung der Grenzen waren 57 Befestigte Gebiete gebildet worden Siehe auch Schematische Kriegsgliederung der Roten Armee am 22 Juni 1941 1941 Bearbeiten Rotarmisten im Angriff Sommer 1941 Am 22 Juni 1941 dem Beginn des Uberfalls auf die Sowjetunion umfasste die Rote Armee etwa 5 6 Millionen Soldaten von denen 2 9 Millionen in den westlichen Militarbezirken stationiert waren Die Gesamtstarke der Armee sollte laut Mobilisierungsplan 7 85 Millionen Personen betragen Der von gut ausgerusteten und erfahrenen Deutschen ca drei Millionen Mann und seinen Verbundeten ca 600 000 Mann ausgefuhrte Angriff traf die sowjetische Fuhrung und die schlecht gestaffelte Rote Armee vollig uberraschend Selbst nach Stunden und sogar Tagen glaubte Stalin nur an eine zielgerichtete Provokation um die unvorbereitete Sowjetunion in einen Krieg mit dem hochgerusteten NS Staat zu verwickeln Uberraschende Kampfmoral Bearbeiten Adolf Hitler und die fuhrenden Nazis unterschatzten vollig die Kampfbereitschaft und das Rustungspotential der Roten Armee Sie glaubten die Sowjetunion innerhalb von 8 bis 10 Wochen zerschlagen zu konnen Auch die Mehrheit der Generale und Offiziere bis auf warnende Einzelstimmen teilten diese Einschatzung Aber auch der amerikanische Kriegsminister Henry L Stimson und sein Generalstabschef schatzten dass die Sowjetunion nach ein bis 3 Monaten besiegt werden wurde General Dill der Chef des britischen Generalstabes meinte dass die Sowjetarmee wie Vieh zusammengetrieben werden wurde 88 Laut Ihno Krumpelt wurde bereits in den ersten Tagen des Feldzuges klar dass die Sowjetunion kein tonerner Koloss war sondern das der russische Soldat selbst in aussichtslosen Lagen zah und verbissen bis zum letzten Atemzug kampfte und dass die Bevolkerung treu zu ihrer Fuhrung stand 89 Alfred Rosenberg notierte am 1 September 1941 in seinem Tagebuch Der zahe Widerstand d Sowjetrussen ist Gesprach von uns allen Als der Fuhrer mich am 2 4 nach d Auftragserteilung fragte was die Russen wohl bei einem Zusammenstoss machen wurden sagte ich vermutlich was ganz anderes als was ein Europaer sich als logisch denken wurde Darin waren wir uns einig das nach einem Widerstand die Panik kommen wurde Nun hat er was anderes getan Die Sowjetrussen kampfen verbissen zah heimtuckisch und sind unvorstellbar grausam gegenuber d Gefangenen und zivilen Nichtbolschewiken 90 Eine Denkschrift des Generals Rudolf Schmidt vom 17 September 1941 an Hitler stellte fest dass der bolschewistische Widerstand an Harte und Verbissenheit die meisten Erwartungen bei weitem ubersteigt und fuhrte dies auf die hohe Zahl uberzeugter Kommunisten zuruck 91 Fur den Panzergeneral Hasso von Manteuffel lassen sich die grossartigen sowjetischen Leistungen nur darauf zuruckfuhren dass die Rote Armee eisenhart und wildentschlossen die Hitleristen samt und sonders niederzumachen gewesen sei 92 Der General Heinz Guderian schrieb nach dem Krieg Schon Friedrich der Grosse sagte von seinen russischen Gegnern man musse sie zweimal totschiessen und dann noch anstossen bis sie endlich umfielen Er hatte das Wesen dieser Soldaten richtig erkannt Wir haben 1941 die gleiche Erfahrung machen mussen 93 Verlauf Bearbeiten Nach dem Kriegsbeginn wurde am 30 Juni 1941 das Staatliche Verteidigungskomitee der UdSSR gegrundet um die UdSSR gegen den deutschen Angriff zu verteidigen In den ersten Kriegswochen verlor die Armee trotz ihres teilweise verzweifelten Widerstandes fast jedes Gefecht In der Panzerschlacht bei Dubno Luzk Riwne scheiterte das Konzept der Offensivverteidigung den Kampf auf das Territorium des Gegners zu tragen Die deutsche Strategie bestand darin mit Panzerkeilen die sowjetischen Truppen einzukesseln In den grossen Kesseln bei Minsk Smolensk Kiew und Brjansk gingen die Verluste an Gefangenen bald in die Millionen Grosse Teile der Ausrustung wurden von den Invasoren zerstort oder erbeutet Andererseits sahen die sowjetischen Gefechtsvorschriften den Kampf in der Einschliessung als selbstverstandliche Form des Kampfes 94 und die geringe Logistik der Roten Armee erhohte die Unempfindlichkeit gegenuber Einkesselungen Die Weite des Raumes und die absinkenden Mannschaftsstarken verhinderten ein festes Abschliessen der Kessel so dass grosse Teile der eingekesselten Truppen ausbrechen konnten 95 Am 6 November 1944 stellte Hitler im Fuhrerhauptquartier fest dass wenn jemals so eine Einschliessung gemacht wurde nichts drin gewesen ist das sei auch schon 1941 ausser bei ein paar ganz grossen Schlagen so gewesen 96 Begunstigt wurde die Rote Armee beim Kampf gegen die deutschen Panzerzangen durch die Unzulanglichkeit der sowjetischen Strassen und Wege Nach Einschatzung des Oberkommando der Luftwaffe wurde dieses passive Verteidigungsmittel des grossrussischen Raumes bewusst beibehalten 97 Der von Anfang an energische Widerstand der sowjetischen Einheiten fuhrte bereits 1941 bei der Wehrmacht zu erheblichen Verlusten Im Dezember 1941 waren fast alle seit Juni 1941 eingesetzten Panzer der Wehrmacht ebenso wie die gepanzerten Fahrzeuge der Roten Armee zerstort oder anderweitig ausgefallen Gegen die uberlegene deutsche Luftwaffe wandten die sowjetischen Flieger schon am ersten Tag des Uberfalls den Rammstoss an 98 Als sich Ende Juli abzeichnete das die Blitzkriegsstrategie gegen die Sowjetunion gescheitert war kam es zur sogenannten Augustkrise bei der sich Hitler und das OKH uber die nun zu befolgende Strategie stritten Zur nach den Worten Goebbels Erschutterung der feindlichen Widerstandskraft 99 begann die deutsche Luftwaffe am 21 Juli mit Luftangriffen auf Moskau traf aber auf eine gut vorbereitete Flugabwehr und konnte dort mit ihren Bomben und Brandbomben 70 der Wohnbebauung waren Holzbauten 100 keine grosseren Schaden anrichten Im Oktober traten beim Vorstoss nach Moskau immer mehr moderne Panzer Typs T 34 auf welche im Panzergefecht bei Mzensk ihre Uberlegenheit erstmals deutlich zeigen konnten War die Rote Armee zum Kriegsbeginn im Sommer 1941 teils schlecht ausgebildet was insbesondere auf die Sauberungen Stalins zuruckzufuhren war und mit veralteter Technik ausgerustet anderte sich das im Verlaufe der nachsten zwei Jahre Bis zum Herbst 1943 verwandelte sie sich in eine qualitativ und quantitativ deutlich uberlegene Angriffsarmee die in der Lage war die Initiative auf dem Schlachtfeld zu ergreifen aufwandige Offensiv Operationen durchzufuhren und erfolgreich abzuschliessen Der uberraschende Uberfall traf alle Verbande der Roten Armee in der Defensive sie erlitt vor allem in den ersten Kriegsmonaten verheerende Verluste an Menschen und Material Ausbildung kurzlich eingezogener Reservisten des Woroschilow Regiments in Moskau August 1941 Gemass den Front und Feldlazarett Berichten verloren die sowjetischen Streitkrafte Heer Marine und Luftstreitkrafte im Zeitraum 22 Juni bis 31 Dezember 1941 3 137 673 Soldaten und Offiziere als Gefallene Verstorbene Vermisste oder Gefangene und 1 336 147 als Verwundete und Kranke ohne Berucksichtigung der Verluste der Landwehr und Partisanen sowie 20 500 Panzer und 21 200 Flugzeuge aller Typen Der schnell vorstossende und durch die gute Ausstattung mit Funkgeraten zu weitreichender Kommunikation fahige Gegner errang in kurzer Zeit die Luftherrschaft Panzereinheiten durchbrachen schlecht verteidigte Stellungen und stiessen schnell in die Tiefe vor sodass die Rote Armee keine durchgehende Front errichten konnte Viele der veralteten Flugzeuge der Roten Armee wurden bereits in den ersten Tagen am Boden zerstort oder in kurzen Luftkampfen abgeschossen Verteidigende und zuruckweichende Einheiten sahen sich von Beginn an permanenten Luftangriffen vor allem durch die psychologisch wirkungsvoll mit Sirenen ausgestatteten Sturzkampfflugzeuge Stukas ausgesetzt die aber bald ziemlich unbeeindruckt hingenommen wurden 101 Mit Funkminen F 10 versuchte man deutsche Stabe auszuschalten die sich in wichtigen Gebauden in Stadten einquartierten Fehlgeleiteter Widerstand und kompromisslose Haltebefehle fuhrten zu katastrophalen Einkesselungen die regelmassig zur Vernichtung ganzer Divisionen und Armeen fuhrten aber den Vorstoss der Wehrmacht immerhin entscheidend verzogerten Erst kurz vor Moskau stabilisierte sich die Front NKWD Sperrverbande wurden hinter der kampfenden Truppe aufgestellt und drastische Massnahmen bis hin zur offentlichen Erschiessung von angeblichen Feiglingen taten ein Ubriges Gefangengenommene Rotarmisten galten auch schon vor dem Krieg als Verrater Eine Flugschrift aus dem Jahre 1940 hatte die Uberschrift Der Kampfer der Roten Armee wird kein Gefangener Es kam vor dass Kriegsgefangenenlager bombardiert wurden bei denen Flugblatter abgeworfen wurden mit Texten wie So wird es mit allen gehen die die Sache Lenins und Stalins verraten 102 Die Sowjetunion verwandelte sich in wenigen Monaten in ein gewaltiges Heer und Arbeitslager in dem nur ein Ziel galt Die Rote Armee in kurzester Zeit mit allem Notwendigen fur den Sieg zu versorgen Nahrungsmittel Treibstoff Panzer Flugzeuge Geschutze Soldaten Mit dieser gewaltigen Opferbereitschaft hatten Hitler und andere nicht gerechnet Sie hatten nach den Erfolgen Finnlands 1939 gegen die Sowjetunion und nach dem deutschen Teilsieg gegen das Russische Imperium im Ersten Weltkrieg angenommen die Sowjetunion sei ein Koloss auf tonernen Fussen Ab dem 30 August 1941 attackierten sowjetische Truppen in der Jelnja Offensive einen Frontvorsprung der Wehrmacht und eroberten bs zum 6 September die Stadt Jelnja zuruck Am 8 September 1941 raumte die Wehrmacht wie von Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte Fedor von Bock am 2 September 1941 beschlossen den Frontvorsprung Schlacht um Moskau Bearbeiten Hauptartikel Schlacht um Moskau Der sich verscharfende Widerstand an der Front und im Hinterland brachte in Verbindung mit dem Herbstschlamm und dem kalten Winter 1941 die angreifende Wehrmacht kurz vor Moskau zum Stehen Der im Dienst des sowjetischen GRU stehende deutsche Journalist Richard Sorge hatte Stalin von Tokio aus mitgeteilt dass das mit Deutschland verbundete Japan keinen Angriff auf die Sowjetunion plante Infolgedessen konnte Stalin die im Osten zur Abwehr gegen Japan stationierten Einheiten nach Moskau verlegen Diese leiteten zum 5 Dezember 1941 einen ersten erfolgreichen Gegenangriff ein der die Wehrmacht in der Schlacht um Moskau auf einer etwa 1000 km breiten Front bis zu 250 km zuruckwarf Die Rote Armee konnte zu diesem Zeitpunkt die Initiative im Krieg noch nicht ubernehmen die deutsche Wehrmacht musste sich 1942 jedoch infolge der Winteroffensive auf den Angriff in einer strategischen Richtung beschranken und tat dies in Sudrichtung Die Rote Armee wurde nun immer umfangreicher mit moderner Gefechtstechnik ausgerustet Teilte Stalin den Fronten und Armeen in der Anfangszeit die wenigen produzierten Panzer Flugzeuge und Geschutze noch personlich zu sorgten die aus den besetzten Landesteilen evakuierten und im Hinterland neu oder wieder errichteten Rustungsbetriebe fur eine standig steigende Anzahl an moderner Ausrustung Zu nennen sind hier vor allem der bekannte mittlere Kampfpanzer T 34 das Schlachtflugzeug Il 2 und die Jagdflugzeuge Jak 9 Jak 3 und La 5 7 Fast alle Kriegsgerate waren auf die Massenproduktion in riesigen Stuckzahlen mit ungelernten Arbeitern darunter sehr viele Frauen im Hinterland zugeschnitten Auf dem Gefechtsfeld sorgte ihre zunehmende Zahl und immer bessere Beherrschung fur einen allmahlichen Wandel 1942 Bearbeiten Ein erster Versuch die militarische Initiative durch eine grossangelegte Offensive zu gewinnen scheiterte in der Schlacht bei Charkow 12 28 Mai 1942 aufgrund zu schwacher und fur grossangelegte Offensivmassnahmen noch nicht fahiger Krafte sowie ungenugender Reserven und der Uberheblichkeit der Fuhrungskrafte Das Ziel der Operation unter Marschall Timoschenko mit starken Panzerkraften die deutsche 6 Armee unter Paulus einzuschliessen schlug fehl Die weit vorgestossenen sowjetischen Truppen sechs Armeen mit uber 30 Divisionen und Brigaden wurden nun ihrerseits in einer Zangenbewegung durch deutsche Verbande eingeschlossen und in einer Kesselschlacht vollstandig aufgerieben Verzweifelte Ausbruchsversuche schlugen fehl mehrere hunderttausend sowjetische Soldaten wurden getotet oder gingen in Gefangenschaft Beim Unternehmen Trappenjagd konnten ebenfalls bedeutende Krafte der Roten Armee eingekreist und vernichtet werden Die sowjetische Geschichtsschreibung gab zu dass die schweren Niederlagen des Jahres 1942 die sowjetischen Truppen demoralisierten Ende Juli befahl daher das ZK der KPdSU die politische Arbeit in der Armee zu verstarken 103 Der Befehl Nr 227 des Volkskommissars fur Verteidigung vom 28 Juli 1942 macht den Ernst der Situation in der es fur die Sowjetunion um das nackte Uberleben ging deutlich Der Befehl statuierte die Forderung Keinen Schritt zuruck und legte durchgreifende Bestimmungen zum Erhalt und zur Durchsetzung der Disziplin fest Er enthielt unter anderem die Anweisung zur Aufstellung von Strafbataillonen und Sondereinheiten die unmittelbar hinter unzuverlassigen Divisionen einzusetzen sind und die Aufgabe haben im Falle eines ungeordneten Ruckzugs der vor ihnen liegenden Divisionen jeden Fluchtenden und jeden Feigling zu erschiessen und damit dem ehrlichen Kampfer bei der Verteidigung seiner Heimat beizustehen Im August gelang es der Roten Armee die wenig bekannte durch die Schlacht um Stalingrad uberschattete deutsche Panzeroffensive Unternehmen Wirbelwind unter hohen deutschen Verlusten abzuwehren Der Kraftevorteil an der gesamten Front lag zu diesem Zeitpunkt immer noch auf Seiten der Wehrmacht Nachdem diese jedoch mit dem Unternehmen Edelweiss gegen die sudlichen Olvorkommen bei Baku und in den Kaukasus sowie gleichzeitig mit dem Unternehmen Braunschweig gegen Stalingrad vorstiess gewannen die sowjetischen Streitkrafte auch aufgrund der Verlegung eines Teils der deutschen Luftwaffe in den Mittelmeerraum und der steigenden US amerikanischen Materialunterstutzung weiter an Boden Im Raid auf Tazinskaja fuhrte die Rote Armee erstmals erfolgreich eine Tiefe Operation durch 1943 Bearbeiten Nach der Einkesselung und Vernichtung der deutschen 6 Armee in der Schlacht von Stalingrad und der folgenden Charkower Operation erlangte die Rote Armee 1943 immer mehr die Initiative und ging zu weitreichenden Angriffsoperationen uber Sie zwang der Wehrmacht immer mehr ihren Krieg auf und drangte sie mit schierer Masse und Feuerkraft zuruck 104 Heldentaten wurden von der sowjetischen Propaganda an der Front und im Hinterland ausgiebig gefeiert Ausgezeichnete Soldaten und Offiziere erhielten materielle Vorteile hohere Lebensmittelzuteilungen oder sogar Fronturlaub Parallel stattfindende Umstrukturierungen und die steigende Qualifikation von Kommandeuren und Mannschaften die aus Fehlern und Niederlagen lernten forderten das Bewusstsein der eigenen Kraft und die Motivation Neu geschaffene Panzer und Luftarmeen sowie die steigende Mobilitat durch motorisierte Verbande erlaubten Kraftekonzentration an entscheidenden Punkten des Gefechtsfeldes so dass die Wehrmacht immer starker in die Defensive gedrangt wurde In der Kursker Schlacht der grossten Landschlacht und einer der grossten Luftschlachten der Weltgeschichte fur die Deutschland seine gesamte verbliebene Angriffskraft einsetzte konnte sie die deutschen Angriffskeile in einem gut ausgebauten Stellungssystem abwehren und erfolgreich zur Gegenoffensive ubergehen und weite Teile des Landes befreien Zwar konnte die Wehrmacht dabei der Roten Armee hohe Verluste beibringen an einen Sieg gegen den ubermachtig werdenden Gegner war jedoch auch ohne die spatere Eroffnung der Westfront nicht mehr zu denken Das Scheitern der Aktion Silberstreif bei der mit einer Milliarde Flugblatter Rotarmisten zum Uberlaufen aufgerufen wurde bewies die hohe Kampfmoral der sowjetischen Verbande die bei Kursk eingesetzt wurden 105 1944 Bearbeiten 1944 fuhrte die Rote Armee 10 Grossoffensiven die in der Propaganda Die zehn stalinschen Schlage genannt wurden Konzentrierte Verbande mit hoher Panzerdichte durchstiessen nach stundenlanger Artillerievorbereitung mit tausenden Geschutzen die gegnerischen Linien und drangten weitraumig vorwarts Nachfolgende Verbande kesselten uberrollte Verbande der Wehrmacht sowie Stadte und Dorfer ein Am 22 Juni 1944 begann die Rote Armee unter dem Decknamen Operation Bagration eine Offensive auf dem Gebiet des heutigen Weissrusslands die die Eroberung der Stadt Minsk zum Ziel hatte Durch die Einkesselung von drei Armeen der Heeresgruppe Mitte wurde diese nahezu komplett aufgerieben Die Verbande der Roten Armee erzielten Gelandegewinne von 500 km in Richtung Westen und gelangten so bis an die Karpaten den Fluss Weichsel und die Ostgrenze Ostpreussens Nordlich von Ostpreussen wurde im Gebiet des heutigen Litauen die Ostseekuste erreicht Die Heeresgruppe Nord wurde infolge dieses Vordringens abgeschnitten und vollstandig im Kurland bis zum Kriegsende im Mai 1945 eingeschlossen Der organisierte Widerstand der stark angeschlagenen und personell wie materiell unterlegenen Wehrmacht die zeitgleich an der Westfront gegen uberlegene Krafte operieren musste wurde mit sicherem Hinterland und kontinuierlichem Nachschub der Roten Armee so entscheidend gebrochen So gelang es der Roten Armee im sudlichen Abschnitt der Ostfront infolge einer Offensive mit dem Namen Operation Jassy Kischinew bis Ende 1944 den Balkan nahezu komplett von der deutschen Besatzung zu befreien und bis nach Budapest vorzustossen Im August 1944 begann der von der slowakischen Armee und Partisanengruppen mit der Sowjetunion koordinierte Slowakische Nationalaufstand gegen Nazideutschland Ziel war es den Duklapass zu nehmen und fur die bereits in Sudpolen stehende Rote Armee zu offnen Bis zum Kriegsende operierten Partisanen mit materieller Unterstutzung der Sowjetunion und koordinierten ihre Operationen mit der Roten Armee Die Besetzung Bulgariens durch die Rote Armee begann am 8 und 9 September 1944 In den zwei Tagen wurde der Nordosten und Osten des Landes durch Truppen der 3 Ukrainischen Front und der Schwarzmeerflotte eingenommen und uber 21 000 bulgarische Soldaten und Offiziere in Gefangenschaft genommen In sowjetische Hand fielen wichtige Garnisons und Hafenstadte wie Schumen Rousse Warna und Burgas Am 9 September stoppte der Vormarsch um 21 Uhr bulgarischer Zeit 106 Mit Hilfe der Rotarmisten wurde am 9 September ein kommunistischer Staatsstreich inszeniert und die Rote Armee marschierte am 15 September in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ein Die Tage dazwischen gingen als die Tage des roten Terrors in der bulgarischen Geschichte ein 1945 Bearbeiten Marschall Iwan Stepanowitsch Konew bei der Befreiung von Prag Flagge der 150 Schutzendivision die an der Eroberung Berlins teilnahm Im Fruhjahr 1945 stand die Rote Armee vor Berlin in Ungarn Osterreich und der spateren Tschechoslowakei Ihre Mannschaftsbestande waren nicht erschopft Von 1942 an verfugte sie konstant uber 6 Millionen Soldaten an der Front 1943 erhielt sie 2 Millionen und 1944 45 3 Millionen neuer Rekruten Dem standen Verluste von 2 3 Millionen Mann 1943 1 8 Millionen 1944 und 0 8 Millionen 1945 gegenuber 107 In der letzten grossen Offensive der Berliner Operation beginnend mit der unter hohen eigenen Verlusten gefuhrten Schlacht um die Seelower Hohen bis zu den letzten Strassenkampfen in Berlin verlor die Rote Armee noch einmal mehr als 300 000 Mann bevor Deutschland am 8 Mai bedingungslos kapitulierte Uber Ungarn marschierte die Rote Armee zu Kriegsende in Osterreich ein und nahm nach der Wiener Operation im April 1945 Wien ein Sie besetzte dabei Niederosterreich und die nordlichen Teile Oberosterreichs Auch die Steiermark wurde zuerst von der Roten Armee besetzt Sie wurde nach kurzer Zeit von den Briten ubernommen Nach Abschluss des Staatsvertrages zog die Sowjetarmee bis zum Oktober 1955 aus diesen Gebieten ab 1945 besetzte die Rote Armee im Rahmen der heute sogenannten Operation Auguststurm die Mandschurei die Kurilen Sudsachalin sowie befristet Dalian und Lushunkou ehemals Port Arthur 108 109 Der sowjetische Abzug aus der Mandschurei erfolgte grosstenteils 1946 Sinkiang kam 1949 wieder unter chinesische Kontrolle und Lushunkou raumte die Rote Armee 1954 110 Denkmal fur die Rote Armee in Berlin Tiergarten Die historische Bewertung der Roten Armee in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist unterschiedlich Einerseits war die Sowjetunion in der Anti Hitler Koalition die starkste Kraft im Kampf gegen den deutschen Nationalsozialismus und befreite viele Konzentrationslager darunter das KZ Auschwitz Birkenau In der Endphase des Krieges und nach der deutschen Kapitulation leisteten sowjetische Truppen der deutschen Bevolkerung Hilfe beispielsweise durch offentliche Feldkuchen und durch die Reparatur der zerstorten Oderdamme wodurch die Uberflutung von agrarischen Nutzflachen verhindert wurde Andererseits werden ihr Gewaltexzesse vorgeworfen die von manchen als Rache fur die Verbrechen der deutschen Besatzer gesehen werden Lew Kopelew der als Offizier der Roten Armee die Gewaltexzesse kritisierte wurde deswegen zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt Ahnlich erging es Alexander Solschenizyn Wahrend des Zweiten Weltkrieges zog die Rote Armee 34 Millionen Manner ein von denen nach amtlichen Erhebungen der Sowjetunion 8 668 400 gefallen vermisst oder in Kriegsgefangenschaft gestorben waren Schatzungen von Militarhistorikern gehen von bis zu 13 Millionen Rotarmisten aus die ums Leben kamen 111 Weitere 939 700 Soldaten wurden im Laufe des Krieges als vermisst oder gefangen gemeldet aber spater am Leben gefunden und wieder in die Armee eingezogen Dazu kehrten etwa 1 8 Millionen sowjetische Kriegsgefangene nach dem Ende des Krieges zuruck in die Heimat Von etwa 5 5 Millionen sowjetischen Soldaten die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten gingen etwa drei Millionen durch Hunger und Krankheiten zugrunde oder wurden ermordet 112 Nach dem errungenen Sieg uber Deutschland und der Einnahme von Berlin 1945 unter Marschall Schukow stiegen das Prestige und der politische Einfluss der Roten Armee in der Sowjetunion immens Der Generalissimus Stalin als Oberbefehlshaber der Armee bemuhte sich jedoch bis zu seinem Tod 1953 Schukow und weitere namhafte Kommandeure von entscheidenden Machtpositionen fernzuhalten Kriegsverbrechen Bearbeiten Hauptartikel Verbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg Zeitgenossische Schilderungen berichten von Vergewaltigungen in erheblicher Zahl durch Soldaten der Roten Armee Schatzungen uber die Anzahl variieren Heinz Nawratil geht von mindestens zwei Millionen Vergewaltigungsopfern fur Deutschland in den Grenzen von 1937 aus 113 Die Fuhrung der Roten Armee versuchte das Problem seit Juni 1945 einzudammen dabei reichten die Strafen von Arrest bis zur Hinrichtung Erst durch die Einrichtung der Besatzungsregierung in Berlin konnte das Problem dort entscharft werden Seit Mitte 1947 wurden die Soldaten der Roten Armee raumlich von der Wohnbevolkerung getrennt Im Marz 1949 schliesslich erliess das Prasidium des Obersten Sowjets einen Erlass der das Strafmass vereinheitlichte und erhohte Eine Vergewaltigung zog zwingend eine Strafe von 10 bis 15 Jahren im Arbeitslager nach sich schwere Falle Strafen von bis zu 20 Jahren Das Thema wurde im Westen politisch instrumentalisiert sowohl zur Legitimation des Antikommunismus als auch um die Taten der Nationalsozialisten im Vergleich zu relativieren und zu verharmlosen 114 115 Ab 1944 spielte ein angeblicher Aufruf des sowjetischen Schriftstellers Ilja Ehrenburg zur Schandung deutscher Frauen eine wichtige Rolle in der NS Propaganda In der DDR war der Umgang mit diesem Thema problematisch da es das Bild des sowjetischen Soldaten als Befreier schmalerte Ehrung und Gedenken BearbeitenDer spater in der Sowjetunion als Tag der Roten Armee eingerichtete Feiertag am 23 Februar wurde auf den Tag gelegt an dem 1918 in Petrograd und Moskau erstmals in grosserem Umfang Soldaten rekrutiert wurden und an dem es auch zu Siegen bei Kampfen zwischen der Roten Armee und den Truppen des Deutschen Reiches bei Pskow und Narwa kam 1949 wurde der Feiertag in Tag der Sowjetischen Armee und Seestreitkrafte umbenannt Bis zum Ende der Sowjetunion war er einer der wichtigsten Feiertage und ist auch heute noch als Tag der Verteidiger des Vaterlandes ein gesetzlicher Feiertag Siehe auch BearbeitenListe der Militaroperationen der Roten Armee Ministerrat der UdSSR Liste der Volkskommissare und ab 1946 Minister fur Verteidigung Marschall der Sowjetunion Liste der Marschalle der Sowjetunion Strategische Raketentruppen der Sowjetunion Luftstreitkrafte der Sowjetunion Sowjetische Luftverteidigungsstreitkrafte Grenztruppen der UdSSR DOSAAF Sowjetische Generalstabskarte Verbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg Sowjetische Generalsrange Militarakademien der UdSSRLiteratur BearbeitenJohn Erickson The Soviet High Command A Military Political History 1918 1941 Routledge Chapman amp Hall London 2001 ISBN 0 7146 5178 8 Siegfried Fischer Otfried Nassauer Satansfaust Das nukleare Erbe der Sowjetunion Aufbau Verlag Berlin 1992 ISBN 3 351 02401 0 Raymond L Garthoff Die Sowjetarmee Wesen und Lehre Koln 1955 David M Glantz Jonathan House When Titans Clashed How the Red Army Stopped Hitler Lawrence University Press of Kansas 1998 ISBN 0 7006 0899 0 David M Glantz Stumbling Colossus 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Angelegenheiten Aussenminister dann Kriegskommissar Kriegsminister der UdSSR und hat die Rote Armee mit aufgebaut Das Buch ist online verfugbar Steven J Zaloga Ronald B Volstad The Red Army of the Great Patriotic War 1941 45 Osprey Oxford 1989 ISBN 0 85045 939 7 Steven J Zaloga Leland S Ness The Red Army Handbook 1939 1945 Haynes Sutton Books 2003 ISBN 0 7509 3209 0 Earl F Ziemke The Red Army 1918 1941 From Vanguard of World Revolution to Us Ally From Vanguard of World Revolution to America s Ally Routledge Chapman amp Hall 2004 ISBN 0 7146 5551 1 Kilian Graf Der Transnistrien Konflikt Produkt spatsowjetischer Verteilungskampfe und Zerfallskonflikt der implodierten Sowjetunion Disserta Verlag Hamburg 2010 ISBN 978 3 942109 30 7 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Rote Armee Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Rote Armee Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Sowjetisch stolz judisch und von Stalin verfolgt Die Welt 8 Mai 2013 Streitkrafte der Sowjetunion Heer Luftstreitkrafte Luftverteidigung Stratg Raketentruppen Marine Grenztruppen Innere TruppenSowjetunion Artillerie der Roten Armee im Zweiten WeltkriegFlugabwehrgeschutze 25 mm Flugabwehrkanone 72 K 37 mm Flugabwehrkanone 61 K 76 mm Flugabwehrkanone M1931 76 mm Flugabwehrkanone M1938 85 mm Flugabwehrkanone M1939 85 mm Flugabwehrkanone M1944Panzerabwehr 37 mm PaK 1 K 37 mm PaK M1944 45 mm PaK M1932 45 mm PaK 53 K 45 mm PaK M 42 57 mm PaK SiS 2 100 mm FK BS 3Bataillon und Regimentgeschutze 45 mm Haubitze M1929 76 mm Kanone M1927 76 mm Kanone M1943Gebirgsgeschutze 76 mm Gebirgskanone M1909 76 09 76 mm Kanone M1938Divisionsgeschutze 76 mm Kanone M1902 30 76 mm Kanone M1933 76 mm Kanone F 22 76 mm Kanone USW 76 mm Kanone SiS 3 85 mm Kanone D 44 107 mm Kanone M 60 122 mm Haubitze M1909 37 122 mm Haubitze M1910 30 122 mm Haubitze M 30 152 mm Morser NMKorps und Armeegeschutze 107 mm Kanone M1910 30 122 mm Kanone M1931 A 19 122 mm Kanone M1931 37 A 19 152 mm Haubitze M1909 30 152 mm Haubitze M1910 37 152 mm Haubitze M 10 152 mm Haubitze D 1 152 mm Kanone M1910 30 152 mm Kanone M1910 34 152 mm Kanonenhaubitze ML 20 160 mm Granatwerfer M1943Eisenbahngeschutze internationale Liste 130 mm 50 B13 Modell 1936 TM 1 180 TM 2 12 TM 3 12 TM 1 14Kustenartillerie internationale Liste 130 mm 50 B13 Modell 1936 152 mm L 45 Kanone M1892 305 mm L 52 Kanone M1907Schwerste Geschutze 152 mm Kanone Br 2 203 mm Haubitze M1929 203 mm Haubitze B 4 210 mm Kanone Br 17 280 mm Morser Br 5 305 mm Haubitze M1915 305 mm Haubitze Br 18Einzelnachweise Bearbeiten Friedrich Wiener Fremde Heere Der Warschauer Pakt 6 Aufl Wien 1974 S 57 Brian D Taylor Politics and the Russian army S 259 Programm der KPR B von 1919 Punkt 10 7 auf red channel de Bogdan Musial Kampfplatz Deutschland 2 Aufl Propylaen Berlin 2008 S 90 302 Wilfried Kopenhagen Sowjetische Panzerzuge und Eisenbahngeschutze 1917 1945 Waffen Arsenal Sonderband Wolfersheim Berstadt 1995 passim Steven J Zaloga Armored Trains Osprey 2008 S 31 ff Lew A 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Siehe dazu den Artikel Tank desant in der englischen Wikipedia Garthoff Die Sowjetarmee S 347 f Oberst a D Wolfgang Muller Die Sowjet Infanterie im II Weltkrieg In Liddell Hart Die Rote Armee Bonn o J S 346 ff Middeldorf Taktik im Russlandfeldzug S 13 und 210 Mellenthin Panzerschlachten S 256 ff Alexander Hill The Great Patriotic War of the Soviet Union 1941 45 A documentary reader Abingdon 2009 S 88 f Sowjetische Militarenzyklopadie Berlin 1983 Heft 4 S 103 f Garthoff Sowjetarmee S 263 Klaus Gerbet Hrsg Generalfeldmarschall Fedor von Bock Das Kriegstagebuch Berlin 1995 S 2o2 David Zabecki Dieter Biedekarken Order in Chaos The Memoirs of General of Panzer Troops Hermann Balck Kentucky 2015 S 367 eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche Mellenthin Panzerschlachten S 109 Muller Sowjet Infanterie S 347 Janusz Piekalkiewicz Krieg der Panzer 1939 1945 Augsburg 1999 S 246 Erhard Raus Die Panzerschlacht bei Rossinie In Allgemeine Schweizerische Militarzeitschrift Heft 2 1952 S 148 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Osten im 20 Jahrhundert Mittler Hamburg 2002 ISBN 3 8132 0702 1 S 121 123 Elizabeth Heineman The Hour of the Woman Memories of Germany s Crisis Years and West German National Identity In American Historical Review 101 1996 H 2 S 354 395 Klaus Korner Die rote Gefahr Antikommunistische Propaganda in der Bundesrepublik 1950 2000 Konkret Literatur Verlag Hamburg 2003 S 153 Normdaten Korperschaft GND 130443 4 OGND AKS LCCN n80126258 VIAF 164238356Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Rote Armee amp oldid 213897424, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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