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Stuttgart Landeshauptstadt von Baden Wurttemberg Deutschland Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt die Landeshauptstadt von Baden Wurttemberg Zu weiteren Bedeutungen siehe Stuttgart Begriffsklarung Stuttgart schwabisch Schduegerd ursprungliche Bedeutung Stutengarten 2 ist die Hauptstadt des deutschen Landes Baden Wurttemberg und mit 630 305 Einwohnern 31 Dezember 2020 dessen grosste Stadt Die sechstgrosste Stadt Deutschlands bildet das Zentrum der rund 2 8 Millionen Einwohner zahlenden Region Stuttgart einem der grossten Ballungsraume Deutschlands Zudem ist sie Kernstadt der europaischen Metropolregion Stuttgart etwa 5 3 Millionen Einwohner der funftgrossten in Deutschland Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist in 23 Stadtbezirke gegliedert Als Sitz der Landesregierung und des Landtags von Baden Wurttemberg sowie zahlreicher Landesbehorden ist Stuttgart das politische Zentrum des Landes Es ist Sitz des Regierungsprasidiums Stuttgart das den gleichnamigen Regierungsbezirk verwaltet In Stuttgart tagt das Regionalparlament der Region Stuttgart einer der drei Regionen im Regierungsbezirk Stuttgart Daruber hinaus ist Stuttgart Sitz des evangelischen Landesbischofs von Wurttemberg und Teil der katholischen Diozese Rottenburg Stuttgart Die Stadt ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort und Finanzplatz Sie ist bekannt als Heimat der deutschen Automobilfirmen Daimler und Porsche andererseits fur die deutschlandweit haufigste Uberschreitung des Feinstaubgrenzwertes und den staureichsten deutschen Ballungsraum Wappen Deutschlandkarte48 775555555556 9 1827777777778 247 Koordinaten 48 47 N 9 11 OBasisdatenBundesland Baden WurttembergRegierungsbezirk StuttgartHohe 247 m u NHNFlache 207 33 km2Einwohner 630 305 31 Dez 2020 1 Bevolkerungsdichte 3040 Einwohner je km2Postleitzahlen 70173 70619Vorwahl 0711Kfz Kennzeichen SGemeindeschlussel 08 1 11 000LOCODE DE STRNUTS DE111Stadtgliederung 23 Stadtbezirke 152 StadtteileAdresse der Stadtverwaltung Marktplatz 1 70173 StuttgartWebsite www stuttgart deOberburgermeister Frank Nopper CDU Lage der Stadt Stuttgart in Baden WurttembergDas fur Offentlichkeitsarbeit verwendete Logo der Landeshauptstadt Stuttgart Stuttgarter Schlossplatz am Morgen Arkadenhof im Alten Schloss Typisch hugeliges Stadtbild am Stuttgarter Talkessel Blick auf die Karlshohe Das Stuttgarter Stadtbild wird durch viele Anhohen teilweise Weinberge Taler wie den Stuttgarter Talkessel und das Neckartal Grunanlagen wie den Rosensteinpark Schlossgarten Hohenpark sowie eine dichte urbane Bebauung mit hohem Anteil von Nachkriegsbauten diversen Baudenkmalern Kirchbauten und einigen Hochhausern gepragt Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Geographische Lage 1 2 Raumplanung 1 3 Nachbargemeinden 1 4 Stadtgliederung 1 5 Klima 1 6 Natur 2 Bevolkerung 2 1 Einwohnerentwicklung 2 2 Wohnsituation 2 3 Sprache 3 Religionen und Weltanschauungen 3 1 Konfessionsstatistik 3 2 Evangelische Kirchen 3 3 Romisch katholische Kirche 3 4 Orthodoxe Kirchen 3 5 Weitere christliche Glaubensrichtungen 3 6 Judentum 3 7 Islam 3 8 Andere Weltanschauungen 4 Geschichte 4 1 Stuttgart in romischer Zeit 4 2 Stuttgart in der Volkerwanderungszeit und im fruhen Mittelalter 4 3 Grundung des Gestuts im 10 Jahrhundert 4 4 Erhebung zur Stadt um 1220 4 5 Residenz des Herzogtums Wurttemberg 4 6 Hauptstadt des Konigreichs Wurttemberg 4 7 Hauptstadt des Volksstaates Wurttemberg 4 8 Zentrum im NS Gau Wurttemberg Hohenzollern 4 9 Nachkriegsentwicklungen 4 10 Hauptstadt des Landes Baden Wurttemberg 4 11 Eingemeindungen 5 Politik 5 1 Gemeinderat 5 2 Stadtoberhaupter 5 3 Jugendrate 5 4 Wappen 5 5 Stadtepartnerschaften 6 Kultur und Sehenswurdigkeiten 6 1 Oper Theater und Ballett 6 2 Museen 6 3 Bibliotheken und Archive 6 4 Musik 6 5 Bauwerke 6 5 1 Brucken 6 5 2 Industriebauwerke 6 5 3 Kirchen 6 5 4 Schlosser 6 5 5 Staffele 6 5 6 Tunnel 6 5 6 1 Strassentunnel 6 5 6 2 Eisenbahntunnel 6 5 6 3 Stadtbahntunnel 6 5 7 Turme und Hochhauser 6 5 8 Weissenhofsiedlung und Kochenhofsiedlung 6 5 9 Weitere Bauwerke 6 5 10 Skulpturen 6 6 Parkanlagen und Gewasser 6 6 1 Parkanlagen 6 6 2 Friedhofe 6 6 3 Gewasser 6 6 4 Mineralbader stadtisch 6 7 Regelmassige Veranstaltungen 6 8 Andere Sehenswurdigkeiten 7 Sport 7 1 Sportstatten 7 2 Sportereignisse 7 3 Sportvereine 8 Wirtschaft und Infrastruktur 8 1 Ortsansassige Unternehmen 8 2 Strom und Gasversorgung 8 3 Wasserversorgung 9 Verkehr 9 1 Flugverkehr 9 2 Eisenbahn 9 3 Offentlicher Nahverkehr 9 4 Strassenverkehr 9 4 1 Autobahnen 9 4 2 Bundesstrassen 9 4 3 Historische Strassennamen 9 4 4 Luftverschmutzung und Massnahmen zur Luftreinhaltung 9 5 Schiffsverkehr 10 Medien 11 Bildung und Forschung 11 1 Hochschulen 11 1 1 Offentliche Hochschulen 11 1 2 Private Hochschulen 11 2 Ausseruniversitare Forschungsinstitute 11 3 Weitere Schulen 11 4 Standort der ersten Waldorfschule 12 Offentliche Einrichtungen 12 1 Militarische Einrichtungen 12 2 Behorden 12 3 Sonstige Einrichtungen 12 4 Soziale Einrichtungen 13 Personlichkeiten 13 1 Ehrenburger 13 2 Sohne und Tochter der Stadt 13 3 Bekannte Einwohner 14 Kulinarische Spezialitaten 15 Stuttgart als Namensgeber 16 Panoramafotos 17 Siehe auch 18 Literatur 19 Weblinks 20 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenGeographische Lage Bearbeiten Blick von der Weinsteige zum Hohenpark Killesberg Stuttgart im lokalen schwabischen Dialekt Schduagerd liegt im Zentrum des Landes Baden Wurttemberg Die Kernstadt befindet sich zwischen Wald und Reben im Stuttgarter Kessel einem vom nordostwarts dem Neckar zufliessenden Nesenbach und seinen Nebenbachen vor allem dem Vogelsangbach durchflossenen Talkessel Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken im Westen bis in den Glemswald und auf das Gau im Osten bis zu den Auslaufern des Schurwaldes und im Suden bis auf die Filderebene und zu den Auslaufern des Schonbuchs Im Sudosten fliesst der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen Oberturkheim von Esslingen am Neckar kommend in das Stadtgebiet und verlasst es im Stadtbezirk Muhlhausen im Nordosten wieder Das Stadtgebiet erstreckt sich ungewohnlich fur Grossstadte uber eine Hohendifferenz von fast 350 m Die Hohe reicht von 207 m u NN bei der Neckarschleuse Hofen bis 549 m auf der Bernhartshohe nahe dem Autobahnkreuz Stuttgart Zu den markantesten Erhebungen gehoren der Birkenkopf 511 m am Rand des Talkessels der Wurttemberg 411 m uber dem Neckartal und der Grune Heiner 395 m an der nordwestlichen Stadtgrenze Der Wurttemberg mit Grabkapelle Blick auf Stuttgart vom 511 m hohen Birkenkopf Neckar bei Hedelfingen und Oberturkheim Weinbau in Steillage am Cannstatter Zuckerle Luftaufnahme von 2018Siehe auch Historische Stuttgart Stadtplane Raumplanung Bearbeiten Region Stuttgart Die Stadt Stuttgart ist eines von 14 Oberzentren in Baden Wurttemberg Sie ist das Oberzentrum der Region Stuttgart die ihrerseits mit der Stadt Stuttgart und ihren funf Landkreisen insgesamt 2 67 Millionen Einwohner beherbergt Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart Region Stuttgart liegen folgende Mittelzentren Backnang Bietigheim Bissingen Besigheim Boblingen Sindelfingen Esslingen am Neckar Geislingen an der Steige Goppingen Herrenberg Kirchheim unter Teck Leonberg Ludwigsburg Kornwestheim Nurtingen Schorndorf Vaihingen an der Enz und Waiblingen Fellbach Die Stadt Stuttgart fungiert fur die Stadte Leinfelden Echterdingen und Filderstadt beide im Landkreis Esslingen gelegen sowie fur die Stadte Ditzingen Gerlingen und Korntal Munchingen alle drei im Landkreis Ludwigsburg gelegen als Mittelzentrum Die Stadt Stuttgart ist das Zentrum der Metropolregion Stuttgart und eines der drei Oberzentren innerhalb dieser Die Metropolregion Stuttgart beherbergt insgesamt 5 3 Millionen Einwohner Nachbargemeinden Bearbeiten Folgende Stadte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt Fellbach Kernen im Remstal alle Rems Murr Kreis Esslingen am Neckar Ostfildern Neuhausen auf den Fildern Filderstadt und Leinfelden Echterdingen alle Landkreis Esslingen Sindelfingen und Leonberg Landkreis Boblingen sowie Gerlingen Ditzingen Korntal Munchingen Moglingen Kornwestheim und Remseck am Neckar alle Landkreis Ludwigsburg Somit grenzen vier der funf Landkreise der Region Stuttgart an den Stadtkreis Stuttgart Stadtgliederung Bearbeiten Hauptartikel Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Stuttgart und Liste der Orte in Stuttgart Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmassig in funf innere und 18 aussere Stadtbezirke aufgeteilt Die Stadtbezirke haben einen Bezirksbeirat und einen Bezirksvorsteher der in den inneren Stadtbezirken nur ehrenamtlich tatig ist Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Anderung der Hauptsatzung vom 1 Juli 2007 und 1 Januar 2009 vergrossert Seitdem besteht das Stadtgebiet von Stuttgart aus 23 Stadtbezirken und 152 Stadtteilen Stadtbezirke auf der Stadtkarte sind anklickbar Die 23 Stadtbezirke mit Anzahl der zugehorigen StadtteileInnere StadtbezirkeStuttgart Mitte 10 Stuttgart Nord 11 Stuttgart Ost 8 Stuttgart Sud 7 Stuttgart West 9 Aussere StadtbezirkeBad Cannstatt 18 Birkach 3 Botnang 4 Degerloch 5 Feuerbach 8 Hedelfingen 4 Mohringen 9 Muhlhausen 5 Munster 1 Oberturkheim 2 Plieningen 5 Sillenbuch 3 Stammheim 2 Unterturkheim 8 Vaihingen 12 Wangen 1 Weilimdorf 6 Zuffenhausen 11 Die Flachenaufteilung der 20 735 ha zeigt folgendes Schema Nach Daten des Statistischen Landesamtes Stand 2015 3 Klima Bearbeiten Das milde Stadtklima und die Hanglagen ermoglichen Weinbau mitten in Stuttgart wie hier in Oberturkheim Durch die Lage im breiten Stuttgarter Talkessel und die dichte Bebauung gibt es ein vergleichsweise warmes und zuweilen schwules Klima Die Hohenzuge Schwarzwald Schwabische Alb Schurwald sowie der Schwabisch Frankische Wald schatten zusatzlich die gesamte Region von Winden ab Aufgrund dessen ist an den Hangen Stuttgarts sogar Weinbau moglich Der Weinbau in Stuttgart umfasst mit 423 Hektar Rebflache gut zwei Prozent der Stadtflache Die Jahresmitteltemperatur betragt in Stuttgart 9 3 C 4 Wetterstation Schnarrenberg in der Innenstadt und im Neckartal 10 6 C und auf den Fildern am Flughafen 8 5 C Im Winter bleibt die im Talkessel liegende Innenstadt meist schnee und eisfrei Auch starke gefuhlte Winde sind in der Innenstadt wegen der dichten Bebauung eher selten Um trotz der immer wieder auftretenden Inversionswetterlage dennoch genug Frischluft im Kessel zu haben sind viele Stellen an den Hanglagen vor allem in Stuttgart West unbebaut und dienen als Frischluftschneisen Auch das im Westen auf der Hohe liegende Waldstuck Rot und Schwarzwildpark dient der tiefer liegenden Innenstadt als Frischluftlieferant Um die Luftreinhaltung zu verbessern und die Feinstaubwerte zu reduzieren wurde 2005 ein Durchfahrtsverbot fur Lkw erlassen das jedoch im Zusammenhang mit der Einfuhrung der Feinstaub Verordnung am 1 Marz 2008 wieder aufgehoben werden musste Seit Marz 2010 ist ein neues Lkw Durchfahrtsverbot in Kraft Die Leelage der Region Stuttgart ist Ursache dafur dass sie zu den niederschlagsarmen Regionen in Deutschland zahlt Die Wolken regnen sich an der Schwabischen Alb und dem Schwarzwald ab sodass nur relativ trockene Luft nach Stuttgart gelangt Steigende Bevolkerungszahlen fuhrten Anfang des 20 Jahrhunderts zu Trinkwassermangel worauf 1917 die erste Fernleitung aus dem Donauried uber die Alb in Betrieb ging Landeswasserversorgung 1959 folgte die Bodensee Wasserversorgung StuttgartKlimadiagrammJFMAMJJASOND 50 5 0 35 8 1 41 11 3 33 16 6 68 20 10 93 24 14 54 27 16 65 26 15 41 21 11 39 16 7 36 10 3 38 7 1Temperatur in C Niederschlag in mmQuelle wetterdienst de Daten 2015 2020 5 wetterkontor de 1 Monatliche Durchschnittstemperaturen und niederschlage fur Stuttgart Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezMax Temperatur C 5 3 8 4 11 4 16 2 19 7 24 3 26 8 25 5 21 0 15 7 9 9 7 3 O 16Min Temperatur C 0 3 0 9 2 8 5 7 9 8 14 1 15 9 14 8 11 0 7 4 3 4 1 4 O 7 3Temperatur C 2 5 4 4 6 9 10 9 14 7 19 2 21 4 20 1 15 8 11 2 6 5 4 3 O 11 5Niederschlag mm 50 35 41 33 68 93 54 65 41 39 36 38 S 593Sonnenstunden h d 1 8 3 1 5 4 6 4 6 4 7 8 8 3 7 3 6 1 4 2 2 6 2 3 O 5 2Regentage d 17 12 14 12 14 12 12 10 11 12 14 15 S 155Luftfeuchtigkeit 83 78 72 69 69 70 69 72 76 80 82 82 O 75 2T e m p e r a t u r 5 3 0 3 8 4 0 9 11 4 2 8 16 2 5 7 19 7 9 8 24 3 14 1 26 8 15 9 25 5 14 8 21 0 11 0 15 7 7 4 9 9 3 4 7 3 1 4Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezN i e d e r s c h l a g 50 35 41 33 68 93 54 65 41 39 36 38 Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezQuelle wetterdienst de Daten 2015 2020 5 wetterkontor de 2 Natur Bearbeiten Auf der Markung der Landeshauptstadt Stuttgart befinden sich folgende Naturschutzgebiete 6 Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt fur Umwelt Messungen und Naturschutz Baden Wurttemberg LUBW 7 stehen 1353 19 Hektar der Stadtflache unter Naturschutz das sind 6 53 Prozent Busnauer Wiesental 27 8 ha Gemarkung Vaihingen Eichenhain 34 2 ha Gemarkungen Riedenberg und Sillenbuch Greutterwald 151 3 ha davon 149 4 ha in Stuttgart Gemarkungen Weilimdorf Zuffenhausen Feuerbach und Korntal Landkreis Ludwigsburg Haslachwald 53 6 ha davon 45 ha in Stuttgart Gemarkungen Plieningen und Kemnat Kreis Esslingen Rotwildpark bei Stuttgart Rot und Schwarzwildpark 830 5 ha Gemarkungen Stuttgart und Vaihingen Unteres Feuerbachtal mit Hangwaldern und Umgebung 47 5 ha Gemarkungen Muhlhausen und Zuffenhausen Weidach und Zettachwald 226 0 ha Gemarkungen Mohringen und Plieningen Stuttgart ist uberregional bekannt fur seine Gelbkopfamazonenpopulation die die einzige in freier Wildbahn ausserhalb Amerikas ist 8 Bevolkerung BearbeitenEinwohnerentwicklung Bearbeiten Hauptartikel Einwohnerentwicklung von Stuttgart und Stadtestatistik Stuttgart Einwohnerentwicklung Stuttgarts 1871 2018 Siehe auch Demografie Deutschlands Stuttgart hatte 1875 erstmals mehr als 100 000 Einwohner und wurde damit die erste Grossstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden Wurttemberg 1905 hatte die Stadt 250 000 Einwohner bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf 500 000 Im Jahr 1962 erreichte die Bevolkerungszahl mit 640 560 ihren historischen Hochststand Die Stadt ist gemessen an der Zahl der Einwohner die sechstgrosste Stadt in Deutschland und nach Munchen und vor Nurnberg die zweitgrosste Stadt Suddeutschlands Im eigenen Bundesland liegt Stuttgart mit einigem Abstand vor Karlsruhe und Mannheim Das Durchschnittsalter betrug Ende 2016 41 8 Jahre 9 Laut Zensus 2011 betrug der Anteil der Bevolkerung mit Migrationshintergrund 38 6 Stuttgart hatte den zweithochsten Anteil aller deutschen Grossstadte nach Frankfurt am Main mit 44 2 und vor Nurnberg mit 36 4 10 Der Auslanderanteil lag 2016 bei 25 2 44 der Einwohner Stuttgarts hatten einen Migrationshintergrund 9 Das Melderegister der Stadt Stuttgart verzeichnete zum 31 Dezember 2018 614 365 Einwohner mit Hauptwohnsitz und 6 926 Burger mit Nebenwohnsitz 11 2018 wurden insgesamt 6534 Kinder geboren 2017 6725 damit wurde der Hochststand aus dem Jahr 2016 um 239 Geburten unterschritten Die Geburtenzahlen stiegen zwischen 2012 und 2016 deutlich und gehen seitdem zuruck Die Zahl der jahrlichen Sterbefalle in Stuttgart schwankt seit zwei Jahrzehnten zwischen 5000 und 5700 2017 starben 5507 Menschen und 2018 5471 Menschen Die Zahl der Geburten uberstieg 2018 die der Sterbefalle um 1063 12 9 Wohnsituation Bearbeiten Die durchschnittliche Bestandsmiete in Stuttgart liegt bei 9 92 Euro je Quadratmeter und damit uber Frankfurt am Main 8 87 Euro und unter Munchen 10 22 Euro Stand Ende 2017 13 Das Mietpreisniveau des aktuellen Mietspiegels ist zwischen 2016 und 2018 um 7 2 Prozent auf 9 60 Euro pro Quadratmeter gestiegen Die durchschnittliche Angebotsmiete der am Markt angebotenen Wohnungen kletterte im ersten Halbjahr 2018 auf 14 15 Euro je Quadratmeter Bei Erstvermietungen im Neubau wurden durchschnittlich 17 Euro je Quadratmeter aufgerufen bei Wiedervermietungen im Schnitt 13 90 Euro pro Quadratmeter 14 Sprache Bearbeiten Stuttgart gehort zum niederschwabischen Sprachraum einer Dialektgruppe die im mittleren und sudostlichen Bereich Baden Wurttembergs gesprochen wird Linguistisch gehort Schwabisch zu den alemannischen Dialekten und damit zum Oberdeutschen Von den anderen alemannischen Dialekten hat es sich durch die vollstandige Durchfuhrung der neuhochdeutschen Diphthongierung abgetrennt Religionen und Weltanschauungen BearbeitenSiehe auch Runder Tisch der Religionen in Stuttgart und Kirchen in Stuttgart Konfessionsstatistik Bearbeiten Laut der Volkszahlung 2011 waren 28 6 der Einwohner evangelisch 24 7 romisch katholisch und 46 7 waren konfessionslos gehorten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe 15 Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken und mit fast 56 bilden die Personen die keiner offentlich rechtlich korperschaftlich verfassten Religionsgemeinschaft angehoren eine Mehrheit der Bevolkerung Derzeit Stand 31 Dezember 2020 sind von den Einwohnern 22 5 136 775 Protestanten 21 7 132 143 Katholiken und die verbleibenden 55 8 333 342 gehoren anderen Religionen an oder sind konfessionslos 16 17 18 Der Anteil der Mitglieder sonstiger Religionsgemeinschaften und ohne Zugehorigkeit zu einer offentlich rechtlichen Religionsgemeinschaft entwickelte sich von 13 2 Prozent 1970 auf 55 8 Prozent 2020 Zahlen zu weiteren Religionsgemeinschaften wurden beim Zensus von 2011 erhoben Damals waren 30 680 Einwohner 5 3 christlich orthodox 5 100 0 9 waren Mitglied einer evangelischen Freikirche 1 330 0 2 bekannten sich zum judischen Glauben und 30 340 5 2 gehorten sonstigen in Baden Wurttemberg anerkannten offentlich rechtlichen Religionsgemeinschaften an darunter die Alt Katholische Kirche und verschiedene christliche Sondergemeinschaften wie beispielsweise die Zeugen Jehovas 19 20 21 Gemass dem Statistischen Amt Stuttgart lag der Anteil der muslimischen Bevolkerung in Stuttgart im Jahr 2017 bei rund 10 22 Evangelische Kirchen Bearbeiten Stiftskirche Stuttgart Hauptkirche der Evangelischen Landeskirche 1534 wurde im Herzogtum Wurttemberg die Reformation eingefuhrt Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Wurttemberg die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat Zu dieser Landeskirche gehoren heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch reformierten Gemeinde Stuttgart sind Letztgenannte gehort zur Evangelisch reformierten Kirche die in Leer Ostfriesland ihren Sitz hat Die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehoren heute zum Kirchenkreis Stuttgart der am 1 Januar 2008 durch Vereinigung der Kirchenbezirke Stuttgart Bad Cannstatt Degerloch und Zuffenhausen entstanden ist Der Kirchenkreis Stuttgart ist Teil der Pralatur Sprengel Stuttgart die ebenfalls in Stuttgart ihren Sitz hat In Stuttgart sind auch viele Freikirchen vertreten von denen das Gospel Forum fruher Biblische Glaubensgemeinde die grosste ist Romisch katholische Kirche Bearbeiten Seit dem 18 Jahrhundert besiedelten auch wieder Katholiken die Stadt An der Wende vom 18 zum 19 Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche die heutige Domkirche St Eberhard die von 1808 bis 1811 durch Nikolaus Friedrich von Thouret erbaut wurde und heute in der 1955 wiedererrichteten Nachkriegsform Konkathedrale der Diozese Rottenburg Stuttgart ist In den Jahrzehnten nach Beginn des 19 Jahrhunderts zogen weitere Katholiken hauptsachlich aus den landlichen katholischen Gebieten Neuwurttembergs in die Hauptstadt und wurden von einer anfanglich sehr kleinen eine stetig wachsende Minderheit Durch den Baumeister Joseph von Egle entstand auch im Stuttgarter Suden eine neue katholische Kirche die von 1871 bis 1879 erbaute Kirche St Maria Sie wurde im Stil der Neugotik errichtet 1901 bis 1902 folgte der Bau der Kirche St Elisabeth unter Leitung von Joseph Cades im Stuttgarter Westen Im 20 Jahrhundert traten zahlreiche weitere Kirchen der katholischen Kirche in den Stuttgarter Stadtteilen hinzu so zum Beispiel die 1907 bis 1909 ebenfalls von Cades erbaute Liebfrauenkirche in Cannstatt 2006 wurden die bis dahin existierenden vier Stuttgarter Dekanate zu einem Stadtdekanat Stuttgart zusammengefasst Der Zensus 2011 zahlte 150 050 Katholiken in der Stadt 23 Orthodoxe Kirchen Bearbeiten In Stuttgart sind mehrere orthodoxe Kirchen ansassig Die Serbisch Orthodoxe Kirche Synaxe der serbischen Heiligen Hram Srba Svetitelja Hram Srba Svetiteљa befindet sich seit 1971 am Marienplatz Die Russisch Orthodoxe Kirche St Nikolai Cerkov sv Nikolaya wurde bereits 1895 geweiht Nachdem die Kirche 1944 bei einem Bombenangriff stark beschadigt wurde folgte ein Wiederaufbau 1972 wurde ein durch den beruhmten Ikonographen Nikolai Schelechow gestalteter Ikonostas in die Kirche eingebracht Die Griechisch Orthodoxe Kirche verfugt uber zwei Kirchen in Stuttgart Im Stuttgarter Westen befindet sich die Kirche Himmelfahrt Christi und in Feuerbach die Kirche der Heiligen Aposteln Petrus und Paulus Die Rumanisch Orthodoxe Kirchengemeinde in Stuttgart wurde im Jahre 1964 gegrundet und nutzt fur ihre Gottesdienste die Leonhardskirche Die Bulgarisch Orthodoxe Kirchengemeinde Stuttgarts halt ihre Gottesdienste in der Serbischen und Russischen Kirche ab Die Mazedonisch Orthodoxe Kirchengemeinde St Kiril und Metodij die seit Marz 1983 in Stuttgart existiert veranstaltet ihre Gottesdienste in der Johanneskirche in Zuffenhausen Es gibt noch weitere orthodoxe Kirchengemeinden die in der Regel die Gotteshauser anderer mitnutzen Seit dem 30 September 2012 existiert fur die derzeit etwa 50 000 Orthodoxen eine Pfarrkonferenz 24 Weitere christliche Glaubensrichtungen Bearbeiten Am Katharinenplatz befindet sich die neogotische Katharinenkirche der Alt Katholiken Hier feiert auch die anglikanische Gemeinde ihre Gottesdienste Zwischen beiden besteht seit 1931 volle Kirchengemeinschaft Seit dem 19 Jahrhundert ist die Neuapostolische Kirche in Stuttgart vertreten Im Oktober 1897 wurden erste Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche im Stadtgebiet durchgefuhrt und die heutige Gemeinde Stuttgart West gegrundet 25 In den folgenden Jahren wurden weitere Gemeinden im Stadtgebiet gegrundet und fur diese entsprechende Kirchengebaude erstellt Die grossten Kirchengebaude der Neuapostolischen Kirche in Stuttgart befinden sich in der Einkornstrasse Gemeinde Stuttgart Ost sowie in der Immenhofer Strasse Gemeinde Stuttgart Sud Bedingt durch einen Konzentrationsprozess der Kirchengemeinden schrumpft die Zahl der Gemeinden im Stadtgebiet trotz leichtem Zuwachs bei den Mitgliederzahlen insbesondere durch Zuzug Im Jahr 2008 bestanden 27 Gemeinden im Stadtgebiet derzeit sind es noch 19 Gemeinden Sie sind gemeinsam mit den Gemeinden in der Region in funf rechtlich unselbstandige Bezirke aufgeteilt Des Weiteren befindet sich in der Stuttgarter Heinestrasse die Verwaltung fur die Gebietskirche Suddeutschland die aus den beiden Bundeslandern Baden Wurttemberg und Bayern sowie weiteren rund 20 Missionslandern besteht 26 In Stuttgart sind ausser den bereits angefuhrten Konfessionen auch Gemeinden fast aller bekannten Freikirchen zu finden so die Siebenten Tags Adventisten die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Apostolische Gemeinschaft die Baptisten die Heilsarmee und die Methodisten Judentum Bearbeiten Die Anfange der mittelalterlichen judischen Gemeinde in Stuttgart liegen im Dunkeln In nahe gelegenen Stadten wie Esslingen und Heilbronn sowie im benachbarten Leonberg sind judische Gemeinden im 13 Jahrhundert belegt in Stuttgart wird dagegen erst im Jahre 1343 ein Jude namens Loew genannt der unter Graf Ulrich III eine bedeutende Stellung innehatte Damals hat bereits eine judische Gemeinde existiert die uberwiegend im Bereich der heutigen Dorotheenstrasse lebte Dort stand die erste Stuttgarter Synagoge Judenschule vermutlich auf dem Gelande Dorotheenstrasse 6 sowie eine 1350 erstmals erwahnte Judengasse 27 Diese Gemeinde wurde im November 1348 vernichtet weil man den Juden die Schuld an der Pestepidemie gab die zu diesem Zeitpunkt den Raum Stuttgart aber noch nicht erreicht hatte Wenige Jahrzehnte spater erwahnt ab 1393 lebten wieder Juden in Stuttgart nun in der St Leonhards Vorstadt Esslinger Vorstadt Dort gab es auch wieder eine Judengasse und im Anwesen Judengasse 12 befand sich die zweite Stuttgarter Synagoge sowie eine Mikwe Nach etwa hundert Jahren wurden die Stuttgarter Juden 1488 98 ausgewiesen die Judengasse behielt aber noch bis 1894 ihren Namen als sie in Brennerstrasse umbenannt wurde 28 In Stuttgart wie in ganz Wurttemberg durften von 1498 bis 1805 keine Juden dauerhaft wohnen und arbeiten nachdem Eberhard I ihre Vertreibung oder Gefangennahme testamentarisch verfugt hatte Allerdings wurde das Verbot immer wieder durchbrochen So unterhielt der wurttembergische Hof zur Finanzierung seines Staatshaushalts sogenannte Hoffaktoren darunter Joseph Suss Oppenheimer der 1738 Opfer eines antisemitischen Justizmords wurde Mardochai Schloss und Karoline Kaulla 1828 wurden die Lebensbedingungen der Juden durch das Gleichstellungsgesetz erheblich verbessert 1832 wurde offiziell die judische Gemeinde wieder gegrundet Die im Jahr 1837 eingeweihte dritte Synagoge wurde 1861 durch einen Neubau im orientalischen maurischen Stil in der Hospitalstrasse ersetzt Wahrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1938 die Synagoge wahrend der Novemberpogrome zerstort Viele Juden konnten vor der Verfolgung ins Ausland fliehen mindestens 1 200 Mitglieder der ursprunglich 4 500 Mitglieder zahlenden Gemeinde 1933 wurden jedoch im Holocaust ermordet 27 Die neue Synagoge am selben Standort entstand 1952 als einer der ersten Synagogenneubauten der Bundesrepublik nach dem Krieg Die Synagoge in der Hospitalstrasse 36 ist Zentrum der Israelitischen Religionsgemeinschaft Wurttembergs die das ganze Territorium der ehemaligen Staaten Wurttemberg und Hohenzollern umfasst Vor allem durch die Zuwanderung von Juden aus Osteuropa wuchs die Gemeinde seit 1990 stark an Heute hat die judische Gemeinde wieder etwa 4 000 Mitglieder von denen jedoch nur ein geringer Teil ihren Glauben praktiziert Islam Bearbeiten Vor allem durch die Einwanderung aus der Turkei Bosnien und Herzegowina und den arabischen Landern seit der Gastarbeiterzeit hat Stuttgart heute eine muslimische Bevolkerung von etwa 65 000 Menschen Bei der Volkszahlung 1987 deklarierten sich 22 599 Einwohner als Muslime Das Statistische Amt der Landeshauptstadt ging 2006 von rund 50 000 29 2009 von rund 60 000 Muslimen in Stuttgart aus 30 Eine Berechnung fur den 9 Mai 2011 auf Grundlage der Zensuszahlen zu Migranten ergab eine Zahl von rund 55 000 Muslimen 9 4 der Bevolkerung in der Stadt 31 Diesen stehen 21 Moscheen unterschiedlicher religioser Stromungen zur Verfugung Des Weiteren gibt es in Bad Cannstatt ein Cemevi der Aleviten Andere Weltanschauungen Bearbeiten Das Buddhistische Zentrum Stuttgart wurde unter diesem Namen 1986 gegrundet Praktiziert wird der Buddhismus im Stuttgarter Bohnenviertel gemass der Tradition des Diamantwegs der Karma Kagyu Linie Das Zentrum ist eines von uber 600 Zentren weltweit und steht unter der spirituellen Leitung des 17 Karmapa Trinley Thaye Dorje und Lama Ole Nydahl Der Verband Die Humanisten Baden Wurttemberg ist Mitglied im Humanistischen Verband Deutschlands Das Humanistische Zentrum Stuttgart bildet den Sitz des Landesverbandes und hat unter anderem eine Kindertagesstatte deren Trager der Landesverband ist Ausserdem organisieren die Humanisten eine Jugendgruppe fuhren Jugendfahrten sowie Kultur und Bildungsveranstaltungen durch und bieten Namens und Jugendfeiern sowie weltliche Hochzeits und Trauerfeiern an 32 Die Giordano Bruno Stiftung die den Evolutionaren Humanismus vertritt ist mit dem in Stuttgart 2011 gegrundeten gbs Stuttgart Mittlerer Neckar e V vertreten Er mochte ein Gegengewicht zu religiosen insbesondere fundamentalistischen Gruppierungen und Bewegungen bilden und setzt sich ein fur eine Leitkultur der Aufklarung und des Humanismus 33 Dem judisch christlichen Dialog widmet sich die Gesellschaft fur Christliche Judische Zusammenarbeit Stuttgart Stuttgart war bis 2007 der Sitz des Dachverbandes christlich islamischer Dialogorganisationen des Koordinierungsrats des christlich islamischen Dialogs KCID Auf ortlicher Ebene sind zwei seiner Mitgliedsorganisationen tatig 34 Geschichte Bearbeiten Stuttgart 1634 vorne Esslinger hinten Obere Vorstadt Merian Blick auf Stuttgart 1663 Radierung von Wenzel Hollar Historische Karte von Stuttgart 1888 Blick von der Alexanderstrasse uber die Stuttgarter Innenstadt um 1895 links die Rotebuhlkaserne rechts Stiftskirche und Altes Schloss Ehemaliges Stuttgarter Rathaus am Marktplatz um 1907 Stuttgart in romischer Zeit Bearbeiten Aufgrund ihrer Lage ursprunglich bedeutendster Ort auf heutigem Stuttgarter Stadtgebiet war die Altenburg oberhalb der Neckarfurt im heutigen Cannstatt Diese links des Neckars gelegene Anhohe war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und hier entstand um das Jahr 90 n Chr auch die alteste Siedlung in geschichtlicher Zeit auf heutigem Stuttgarter Stadtgebiet Ein zur Sicherung der hier zusammenlaufenden Verkehrswege angelegtes romisches Reiterkastell Kastell Cannstatt in dem ein rund 500 Mann starker Kavallerieverband stationiert war Um das Kastell herum sowie ostlich des Neckars im Bereich der heutigen Altstadt von Bad Cannstatt entstand eine unbefestigte zivile Siedlung vicus Sie blieb bestehen und wuchs weiter nachdem das Kastell 159 160 n Chr mit dem Limes ostwarts nach Welzheim Valentia verlegt wurde Streufunde belegen eine Grosse dieser Siedlung von mindestens 19 Hektar Forschungsstand von 1986 35 Damit war das romische Cannstatt weit grosser als das mittelalterliche Cannstatt ca 10 Hektar ummauerte Flache und zugleich eine der grossten romischen Stadte im heutigen Baden Wurttemberg nach Ladenburg Lopodunum und Rottenburg am Neckar Sumelocenna etwa gleichauf mit Wimpfen Rottweil Arae Flaviae und Heidenheim an der Brenz Aquileia In romischer Zeit passierte fast der gesamte Fernverkehr von Mainz und dem Rheinland nach Augsburg und Ratien das heutige Bad Cannstatt Auch wurden in romischer Zeit die ergiebigen Mineralquellen von Bad Cannstatt offenbar bereits genutzt 36 Allerdings sind romische Grossbauten Wasserleitungen Thermen Theater Stadtmauer Forumsbauten o a nicht nachgewiesen Offenbar ging die Bevolkerungszahl der Stadt im fruhen 3 Jahrhundert deutlich zuruck da seit jener Zeit die Belegung der romischen Graberfelder deutlich abnahm Zu dieser Kleinstadt gehorten eine so genannte Benefiziarierstation und eine grossere zivile Ziegelei die neben Topferwaren auch anspruchsvolle Baukeramik produzierte 37 Es ist durch Ausgrabungen gesichert dass spatestens die Romer im 1 Jahrhundert n Chr den Weinanbau an Rhein und Mosel einfuhrten und der Weinanbau dort die Volkerwanderungszeit uberdauert hat Ob dies auch fur den Raum Stuttgart gilt ist bisher nicht mit Sicherheit nachgewiesen Belegt ist der Weinanbau am Neckar in Ladenburg im Jahre 628 und in Bayern ebenfalls im 7 Jahrhundert Das Ende des romischen Cannstatt kam spatestens mit dem grossen Alemanneneinfall von 259 260 n Chr Der lateinische Name der Stadt ist unbekannt Im ursprunglichen Stadtgebiet von Stuttgart vor der Vereinigung mit Bad Cannstatt im Jahre 1905 sind zwei romische Gutshofe villae rusticae belegt eine im Heusteigviertel und eine am heutigen Hauptbahnhof ausserdem eine weitere Ziegelei nahe dem Hauptbahnhof deren Reste im Zuge der Arbeiten fur den neuen Bahnhof entdeckt worden sind Im heutigen Stadtgebiet von Stuttgart befanden sich mehrere weitere romische Gutshofe einer davon wurde bereits im Jahre 1843 entdeckt und lag im Ortskern von Stuttgart Munster gut einen Kilometer nordlich von Bad Cannstatt Stuttgart in der Volkerwanderungszeit und im fruhen Mittelalter Bearbeiten Bis ins spate 20 Jahrhundert existierten ausser vereinzelten alamannischen Funden insbesondere im 1904 entdeckten Graberfeld von Stuttgart Feuerbach mit Bestattungen ab dem 6 Jahrhundert keine direkten Belege menschlicher Prasenz im Gebiet des heutigen Stuttgarts aus der Volkerwanderungszeit Es galt dennoch als gesichert dass der gunstig gelegene Raum durchgehend besiedelt war Indirekte Belege fur Siedlungskontinuitat waren einige Ortsnamen mit keltischer Etymologie in und bei Stuttgart u a die Namen Wurttemberg lt Wirtenberg lt keltisch Virodunum Brag in Pragsattel Pragfriedhof Bopser Brie alter Brige lt keltisch briga Neckar wahrscheinlich auch Cannstatt lt Condistat u a m und Analogieschlusse mit anderen Regionen in Sudwestdeutschland Die heutigen Stuttgarter Stadtteile Mohringen Vaihingen Plieningen und Hedelfingen gehen wie die Namensform auf ingen erkennen lasst wenigstens auf das 6 Jahrhundert n Chr zuruck Das in romischer Zeit bedeutende Cannstatt wurde bereits um 700 n Chr vor bis 709 als erster Ort in der Gegend anlasslich einer Schenkung an das im Jahre 612 gegrundete Kloster St Gallen urkundlich erwahnt Besondere Bedeutung fur die Umgebung erlangte der Ort in dem ausweislich von Grabfunden bereits um das Jahr 500 auch Christen lebten durch die zwischen 650 und 700 auf dem Gelande des heutigen Steigfriedhofs errichtete Martinskirche Sie gehorte zum Bistum Konstanz und war Mutterkirche fur einen Grossteil des heutigen Stuttgarter Stadtgebietes Eine weitere solche Urkirche lag in Kornwestheim errichtet um 635 n Chr und knapp nordlich des heutigen Stadtgebietes gelegen eine dritte in Plieningen um 600 n Chr im Suden des Stadtgebietes Diese drei Kirchen waren alle dem frankischen Reichsheiligen Martin von Tours geweiht und sie waren die Ausgangspunkte der Christianisierung des Raums Stuttgart im 7 Jahrhundert Seit kurzem ist belegt dass auch das Gebiet der Stuttgarter Innenstadt in der Volkerwanderungszeit besiedelt war Beim Neubau des Hauptbahnhofes stiess man im Jahre 2014 im Baufeld 16 und in der nordlich benachbarten Bauflache des Dukers an der Cannstatter Strasse etwa vier Meter unter dem heutigen Bodenniveau auf die Reste einer fruhalemannischen Siedlung des 3 und 4 Jahrhunderts 38 Diese Entdeckung aus den Jahrzehnten unmittelbar nach dem Limesfall von 259 260 ist aussergewohnlich weil die wenigen alemannischen Funde dieser Zeit fast alle in Hohenburgen gemacht wurden Der Fund umfasst Baustrukturen von Holzhausern teilweise mit erhaltenen Pfostenstellungen aus gespaltenen Eichenstammen Sie sind so gut erhalten dass die Gebaude dendrochronologisch jahrgenau datiert werden konnen 38 was allerdings bis zum Jahr 2019 noch nicht geschehen ist Durch Ausgrabungen der Jahre 1998 bis 2005 ist ausserdem bekannt dass das Gebiet unter dem Alten Schloss seit dem 8 Jahrhundert besiedelt war Unter der Stiftskirche fanden sich Bestattungen bis ins 7 Jahrhundert zuruck der erste gesicherte Kirchenbau an dieser Stelle stammt aus dem 10 oder 11 Jahrhundert 39 Es handelte sich um eine in Stein errichtete einschiffige fruhromanische Kirche von 9 10 Metern Breite und einschliesslich halbrunder Apsis ca 25 10 Metern Lange Aussenmasse Innenmasse 6 30 15 75 m ohne Apsis 40 Da der Erhaltungszustand der Funde schlecht war und auch nur ein kleiner Teil der Flache unter der Stiftskirche untersucht worden ist kann sich an dieser Stelle eine noch altere Kirche befunden haben 41 Fur die Annahme eines solchen fruhen dann wahrscheinlich holzernen Kirchbaus spricht zum einen die Lage der Kirche uber einem merowingerzeitlichen Friedhof und zum anderen die Orientierung der Stiftskirche Ab spatestens dem 9 Jahrhundert wurden neugebaute Kirchen nordlich der Alpen stets mehr oder weniger genau in Ost West Richtung angelegt 42 es sei denn es gab zwingende Grunde dagegen oder anders orientierte Vorgangerbauten Die Stiftskirche ist mit allen ihren Vorgangerbauten fast genau in sudwestlich nordostlicher Richtung ausgerichtet Ebenfalls auf das 7 Jahrhundert gehen die Weiler Immenhofen im heutigen Heusteigviertel sudwestlich der Altstadt Tunzhofen in der Nahe des Hauptbahnhofs ostlich der Altstadt und das ungesicherte Frankenbach zuruck Womoglich war Frankenbach nichts anderes als der Name des spateren Stuttgarts vor der Grundung des namensgebenden Gestuts stuotgarten im Jahre 950 oder kurz zuvor 43 Grundung des Gestuts im 10 Jahrhundert Bearbeiten Stuttgart selbst wurde vermutlich wahrend der Ungarneinfalle als deren Ende die Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg im Jahr 955 gilt zwischen 926 und 948 im Nesenbachtal funf Kilometer sudwestlich der Altenburg als Gestut Stuotgarten gegrundet Archaologische Funde zeigen dass hier bereits seit der spaten Merowingerzeit eine bauerliche Siedlung bestanden hatte Gemeinhin wird die Grundung Herzog Liudolf von Schwaben zugeschrieben was eher fur einen Zeitraum nach 945 spricht Der gewahlte Standort war auf Grund der naturlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels fur die Pferdezucht ideal fur die Entwicklung zu einer grosseren Siedlung im Gegensatz zur Neckarfurt aber eher ungunstig Seine spater erreichte Bedeutung verdankt Stuttgart daher erst seiner Wahl als Residenzstandort Erhebung zur Stadt um 1220 Bearbeiten In der Form Stuokarten wird der Name Stuttgart erstmals um 1160 im Hirsauer Codex erwahnt als ein Hugo de Stuokarten dem Kloster Hirsau Stuttgarter Guter in Stammheim und Sasbach vermacht Diese Nennung wurde erst Mitte der 1950er Jahre von dem Archivar Karl Otto Muller entdeckt 44 und fuhrte zu einer Diskussion ob im Jahre 1960 das 800 jahrige Bestehen der Stadt Stuttgart gefeiert werden solle Man sah dann davon ab weil erst 1929 das vermeintlich 700 jahrige Bestehen der Stadt feierlich begangen worden war Die Siedlung nahe dem Gestut gelangte um 1200 in den Besitz der Markgrafen von Baden Die von Hansmartin Decker Hauff fur das Jahr 1219 ins Spiel gebrachte Stadterhebung durch Hermann V von Baden fand keine allgemeine Akzeptanz Das erste urkundlich gesicherte Datum dafur ist der 8 Marz 1229 an dem Stuttgart in einer Urkunde Papst Gregors IX fur das Kloster Bebenhausen genannt wurde 45 1251 kam Stuttgart als Mitgift fur Mechthild von Baden an die Grafen von Wurttemberg Spatestens um diese Zeit bestand an der Stelle des heutigen Alten Schlosses eine Burg deren Bau zwischen der 2 Halfte des 12 und der 1 Halfte des 13 Jahrhunderts begonnen hatte 1286 belagerte der Habsburger Konig Rudolf die Stadt Stuttgart und schleifte ihre Mauern 1287 ubernahm oder zerstorte er alle festen Platze in der Umgebung von Stuttgart Graf Eberhard I errichtete ab etwa 1302 an der Stelle des heutigen Alten Schlosses eine Wasserburg Im Konflikt mit Kaiser Heinrich VII der zum Reichskrieg unter massgeblicher Beteiligung der Reichsstadt Esslingen fuhrte verloren die Wurttemberger Stuttgart an das Reich weswegen es 1312 1315 von Esslingen verwaltet wurde Eberhard konnte die nach Heinrichs Tod entstandene politische Situation ausnutzen und die verlorenen Gebiete zuruckerhalten Da auch die Burg Wurttemberg 1311 durch Esslingen zerstort worden war baute er ab 1317 das gegenuber der anhaltenden Bedrohung durch Esslingen gunstiger gelegene Stuttgart unter Verstarkung der Befestigungen zur graflichen Residenz im entstehenden wurttembergischen Territorialstaat aus Um 1320 wurden aus Beutelsbach Chorherrenstift und Grablege der Wurttemberger mit papstlicher Genehmigung ebenfalls nach Stuttgart verlegt die bisherige der Altenburger Martinskirche inkorporierte d h unselbstandige Stadtkirche wurde als Stiftskirche erheblich erweitert Schliesslich unterstellte 1323 der Bischof von Konstanz auch die Martinskirche dem Stift das deren Dekanatsfunktion ubernahm Spatestens damit hatte Stuttgart Cannstatt und die Altenburg an Bedeutung uberflugelt Bereits Ende des 14 Jahrhunderts entstand sudostlich ausserhalb der Stuttgarter Stadtbefestigung eine erste Vorstadt die Esslinger oder Leonhardsvorstadt benannt nach der Leonhardskapelle um die sie sich bildete Ende des 15 Jahrhunderts wurde durch Ulrich V im Nordwesten die geplant angelegte Obere Vorstadt geschaffen in deren Zentrum ein Dominikanerkloster mit der heutigen Hospitalkirche errichtet wurde Infolge der vorubergehenden Teilung Wurttembergs war Stuttgart 1442 1482 nur Hauptstadt eines Landesteils Im Jahr 1457 fand in Stuttgart der erste nachweisbare Landtag der Wurttembergischen Landstande fur den Stuttgarter Landesteil statt wobei im selben Jahr in Leonberg ein Landtag fur den Uracher Landesteil stattfand Residenz des Herzogtums Wurttemberg Bearbeiten Mit der Erhebung Eberhards im Bart zum Herzog wurde Stuttgart 1495 Herzogsresidenz Infolge der von Ulrich gefuhrten Auseinandersetzungen mit Reutlingen und dem Schwabischen Bund war die Stadt 1520 1534 wie ganz Wurttemberg habsburgisch im Bauernkrieg war sie im Fruhjahr 1525 einige Tage von Bauern besetzt 1534 liess Ulrich bei seiner Ruckkehr durch Erhard Schnepf die Reformation einfuhren Unter Herzog Christoph wurde um 1565 eine neue Stadtbefestigung errichtet die die Vorstadte einschloss die Burg wurde 1553 1570 78 von Aberlin Tretsch zu einem reprasentativen Renaissanceschloss umgebaut und erweitert womit im Wesentlichen der Bauzustand des heutigen Alten Schlosses geschaffen wurde Der gestiegene Trinkwasserbedarf Stuttgarts machte mit der Errichtung des Pfaffensees im Glemstal oberhalb von Stuttgart und dem Bau des Christophstollens zur Uberleitung des Wassers ins Nesenbachtal 1566 1575 erhebliche wasserbauliche Massnahmen notwendig Zwischen 1584 und 1593 entstand das Neue Lusthaus Um 1595 legte Heinrich Schickhardt den Vorlaufer des heutigen Schillerplatzes an Der Dreissigjahrige Krieg hinterliess verheerende Spuren Nach der Schlacht bei Nordlingen flohen der junge Herzog Eberhard seine Rate und vier Mitglieder des Landschaftsausschusses ins Exil nach Strassburg Die vierjahrige direkte Herrschaft der Habsburger uber Wurttemberg von 1634 bis 1638 hatte auch fur Stuttgart standige Belastungen durch Einquartierungen feindlicher Truppen zur Folge Konig Ferdinand III kam 1634 und 1636 mehrmals nach Stuttgart und plante die Rekatholisierung Wurttembergs 46 1637 wutete die Pest in Stuttgart 47 Die Bevolkerung halbierte sich von einem Vorkriegsstand von etwa 10 000 Personen auf unter 5000 Personen im Jahre 1648 Darunter waren nur noch 600 Manner 47 1650 eroffnete eine erste Buchhandlung 48 1686 entstand das erste Gymnasium 48 1688 tauchten im Rahmen des Pfalzischen Erbfolgekriegs franzosische Truppen unter General Melac vor den Toren der Stadt auf Dank der Diplomatie der regierenden Herzoginwitwe Magdalena Sibylla blieb Stuttgart das Schicksal Heidelbergs erspart das in diesem Krieg zerstort wurde 48 Herzog Eberhard Ludwig verlegte 1718 seine Residenz nach Ludwigsburg wo das 1704 bis 1733 erbaute Barockschloss entstand Erst unter Herzog Karl Alexander erlangte Stuttgart wieder seine alte Stellung als Hauptresidenz zuruck Nach dem Tod des Herzogs Karl Alexander vollzog sich der antisemitische Justizmord an dessen Finanzberater Joseph Suss Oppenheimer 1744 wurde Herzog Carl Eugen fur mundig erklart 1746 legte dieser den Grundstein zur Errichtung des Neuen Schlosses Weitere Bauprojekte umfassten die Schlosser Solitude und Hohenheim Ausserdem wurde mit der Errichtung der Hohen Karlsschule Stuttgart am Ende des 18 Jahrhunderts kurzzeitig Universitatsstandort Ein beruhmter Zogling dieser Anstalt war Friedrich Schiller der dort Medizin studierte Dennoch war Stuttgart noch am Ende des 18 Jahrhunderts eine sehr provinzielle Stadt mit engen Gassen Viehhaltung ackerbautreibender Bevolkerung und etwa 20 000 Einwohnern wobei hierbei Bedienstete bei Hofe und das Militarpersonal der Wurttembergischen Armee nicht eingerechnet sind 49 Aus Grunden der Sparsamkeit und aus Angst vor der Entstehung revolutionaren Gedankenguts wurde die Hohe Karlsschule bereits 1794 unter Herzog Ludwig Eugen wieder aufgelost Hauptstadt des Konigreichs Wurttemberg Bearbeiten Westseite des Stuttgarter Marktplatz 1881 Westseite des Marktplatzes 2014 1806 erlangte Stuttgart im Zuge der Napoleonischen Kriege und der Grundung des Rheinbunds eine Rangerhohung Die bisherige Residenzstadt des altwurttembergischen Herzogtums stieg nun zur Hauptstadt des um die Gebiete Neuwurttembergs erweiterten Konigreichs Wurttemberg auf Nachdem die Existenz des neuen wurttembergischen Staates mit dem Abschluss des Wiener Kongresses 1815 endgultig bestatigt worden war erlebte Stuttgart im 19 Jahrhundert seinen allmahlichen Aufstieg von der bisherigen Enge einer vom evangelischen Pietismus gepragten Kleinstadt zur gemischtkonfessionellen Metropole Wurttembergs Das erste Cannstatter Volksfest fand 1818 statt und 1820 entstand die Grabkapelle auf dem Wurttemberg an der Stelle der alten wurttembergischen Stammburg Am Anfang des 19 Jahrhunderts entstanden Bauwerke wie das Schloss Rosenstein das Wilhelmspalais die Staatsgalerie und der Konigsbau Bildungseinrichtungen wie die 1818 gegrundete Ackerbauschule die 1829 gegrundete Vereinigte Real und Gewerbeschule sowie die 1857 gegrundete Stuttgarter Musikschule gehen auf das fruhe und mittlere 19 Jahrhundert zuruck Die Tradition Stuttgarts als Stadt der Literatur wurde im 19 Jahrhundert durch zahllose Schriftsteller reprasentiert die dort wohnten Namen wie Wilhelm Hauff Ludwig Uhland Gustav Schwab und Eduard Morike sind von uberregionaler Bedeutung Beim Landesfest zum 25 Regierungsjubilaum Konig Wilhelms I am 28 September 1841 wurde in Stuttgart der Festzug der Wurttemberger mit 10 390 Teilnehmern sowie 200 000 Zuschauern veranstaltet Die erst 1863 fertiggestellte Jubilaumssaule von Johann Michael Knapp erinnert noch heute an dieses Ereignis 50 Die als Sommerresidenz des wurttembergischen Konigspaares 1845 1853 errichtete Villa Berg gilt als Prototyp der sudwestdeutschen Villenarchitektur Abbildung um 1910 Am 22 Oktober 1845 fuhr die erste Wurttembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Unterturkheim ab 15 Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz Ende Mai 1849 nach der Ablehnung der Reichsdeputation durch den preussischen Konig Friedrich Wilhelm IV ubersiedelte die Frankfurter Nationalversammlung auf Einladung des wurttembergischen Justizministers Friedrich Romer nach Stuttgart Das sogenannte Rumpfparlament tagte allerdings nur bis zum 18 Juni als es gewaltsam aufgelost wurde Internationale Beachtung fand das im Jahre 1857 abgehaltene Zwei Kaiser Treffen Im Zuge der beginnenden Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl des heutigen Stuttgarts stetig an 1834 zahlte Stuttgart 35 200 Einwohner 1852 wurde die 50 000 Einwohner Marke uberschritten 1864 lebten in Stuttgart 69 084 Einwohner 51 und im Jahr der Reichsgrundung 1871 hatte die Stadt 91 000 Einwohner 1874 wurde Stuttgart mit der Uberschreitung der 100 000 Einwohner Marke zur Grossstadt Diese Zahl verdoppelte sich auch durch Eingemeindungen bis kurz nach der Jahrhundertwende 1901 etwa 185 000 1904 etwa 200 000 Ausmass und Tempo des Einwohnerwachstums in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts waren innerhalb des heutigen Stadtgebiets sehr unterschiedlich Enormes Wachstum war von 1851 bis 1900 in der Residenzstadt 248 nebst Gaisburg 428 und in Bad Cannstatt 298 zu verzeichnen Zu Wachstumsmagneten entwickelten sich auch die aufkommenden Industriestandorte entlang der neuen Eisenbahnlinien Cannstatt Unterturkheim Oberturkheim Esslingen und Cannstatt Stuttgart Feuerbach Zuffenhausen Ludwigsburg 1879 kam die Bahnstrecke Stuttgart Horb hinzu und in Vaihingen und Rohr setzte nun auch ein sprunghaftes Bevolkerungswachstum ein Schliesslich kam es mit der Bahnstrecke Stuttgart Unterturkheim Kornwestheim Schusterbahn auch in Munster Ende des 19 Jahrhunderts zu einem starken Wachstum der Einwohnerzahlen 51 Werk der Daimler Motoren Gesellschaft in Unterturkheim 1911 Stuttgart Unterturkheim heute Sitz der Daimler AG In den 1880er und 1890er Jahren legte Gottlieb Daimler 1834 1900 in Cannstatt bei Stuttgart die Grundlagen fur die ersten Automobile 1887 grundete er dort die Daimler Motoren Gesellschaft Nach einem Brand der Werksanlagen entstand ab 1903 auf Unterturkheimer Gemarkung das neue Motorenwerk wo jetzt auch wieder der Konzernsitz der heutigen Daimler AG ist Im Jahr 1907 fand in Stuttgart ein Internationaler Sozialistenkongress statt An der Eroffnung nahmen 60 000 Menschen teil Im Jahr 1914 wurde am nordlichen Ende der Innenstadt mit dem Bau des heutigen Bahnhofsgebaudes nach dem Entwurf des Architekten Paul Bonatz begonnen Im Ersten Weltkrieg kam es zu Luftangriffen auf die Stadt Am 22 September 1915 fielen die meisten Bomben namlich 29 im Bereich des Bahnhofs und der nahegelegenen Rotebuhlkaserne dabei wurden drei Soldaten getotet und 43 verletzt Ebenso starben vier Zivilisten Beim zweiten grossen Angriff am 15 September 1918 starben beim Einsturz eines Hauses in der Heusteigstrasse der durch vorangegangenen Pfusch am Bau mitverursacht wurde elf Menschen 52 Hauptstadt des Volksstaates Wurttemberg Bearbeiten 50 Pfennig Notgeldschein der wurttembergischen Landeshauptstadt Stuttgart 1921 Hauptartikel Volksstaat Wurttemberg Die Landeshauptstadt Stuttgart als Zentrum der Landeskultur Am 30 November 1918 wurde das Konigreich Wurttemberg im Zuge der Ereignisse der Novemberrevolution in den deutschen Landern nach dem Verzicht Konig Wilhelms II auf die Krone Revolutionare sturmten seine Residenz das Wilhelmspalais zum freien Volksstaat Wurttemberg innerhalb der Weimarer Republik Am 26 April 1919 gab sich das Land eine neue Verfassung die in uberarbeiteter Form endgultig am 25 September 1919 von der Verfassunggebenden Landesversammlung verabschiedet wurde 1920 war die Stadt fur wenige Tage Sitz der Reichsregierung siehe Kapp Putsch Wahrend der Weimarer Republik entwickelte sich Stuttgart zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum im deutschen Sudwesten und gehorte insbesondere in der Architektur der Moderne u a Tagblatt Turm Stadtbad Heslach Kaufhaus Schocken Weissenhofsiedlung zu den stadtischen Vorreitern 53 Zentrum im NS Gau Wurttemberg Hohenzollern Bearbeiten Durch die Gleichschaltung der wurttembergischen Verwaltung und die Zentralisierung Deutschlands zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus 1933 wurde Stuttgart in seiner Stellung als Landeshauptstadt politisch zwar bedeutungslos blieb aber das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum im mittleren Neckarraum Wurttemberg wurde mit den Hohenzollernschen Landen zum Gau der NSDAP Wurttemberg Hohenzollern zusammengefasst Wahrend der Zeit des Nationalsozialismus fuhrte die Stadt den Ehrentitel Stadt der Auslandsdeutschen siehe Stadt Ehrentitel der NS Zeit da sich in Stuttgart der Sitz des Deutschen Ausland Instituts befand Die Gestapo ubernahm das Hotel Silber in der Dorotheenstrasse in dem politische Gegner des Regimes inhaftiert und gefoltert wurden Das Silber wurde auch fur zahlreiche Prominente Durchgangslager in Konzentrationslager bzw zur Ermordung zum Beispiel fur Eugen Bolz Kurt Schumacher oder Lilo Herrmann Der Letzteren errichtete 1988 eine Studenten und Burgergruppe zwischen den Kollegiengebauden in der Keplerstrasse einen Gedenkstein Das NS Gewaltregime benutzte weiterhin das Landgericht in der Archivstrasse 12A als zentrale Hinrichtungsstatte im sudwestdeutschen Raum in dem mindestens 419 Menschen das Leben genommen wurde Daran erinnert ein Mahnmal im Lichthof 54 Kundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz beim Deutschen Wandertag 1938 Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Alte Synagoge niedergebrannt und die Friedhofskapelle der Judischen Gemeinde zerstort Der Grossteil der mannlichen judischen Burger Stuttgarts wurde unmittelbar danach von der Gestapo verhaftet und in das Polizeigefangnis Welzheim oder in das KZ Dachau verbracht 55 Seit dem Jahre 1947 erinnert auf dem israelitischen Teil des Pragfriedhofs an der Friedhofstrasse 44 ein Mahnmal von dem Bildhauer K Loffler an die 2498 in der Shoa umgekommenen Juden Wurttembergs 56 An die Deportation der Stuttgarter Juden nach 1939 erinnert das Mahnmal am Nordbahnhof Bis zum Verbot der Auswanderung am 1 Oktober 1941 konnten nur rund 60 Prozent der deutschen Juden fliehen Die dann noch in Wurttemberg und Hohenzollern lebenden Juden wurden wahrend des Krieges gezwungen in sogenannte Judenwohnungen bzw judische Zwangsaltersheime umzuziehen dann wurden sie von der Stapoleitstelle Stuttgart auf dem Messegelande Killesberg konzentriert Am 1 Dezember 1941 fuhr der erste Transportzug mit rund 1000 Menschen nach Riga wo sie ermordet wurden Bis in die letzten Kriegswochen folgten weitere Zuge mit rund 2500 Juden aus der Region Lediglich 180 dieser wurttembergischen KZ Haftlinge uberlebten Zerstorungen in der Stuttgarter Innenstadt nach den Luftangriffen Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden weite Teile der Stadt bei den anglo amerikanischen Luftangriffen auf Stuttgart zerstort Der schwerste Angriff erfolgte am 12 September 1944 durch die britische Royal Air Force auf die Stuttgarter Altstadt 57 Dabei wurden 75 schwere Luftminen 4300 Sprengbomben und 180 000 Brandbomben abgeworfen Dem anschliessend entstehenden Feuersturm fielen mehr als 1000 Menschen zum Opfer Insgesamt wurde Stuttgart 53 mal angegriffen Dabei wurden 68 aller Wohngebaude und 75 der industriellen Anlagen zerstort Insgesamt wurden in Stuttgart 4477 Menschen getotet und 8908 Menschen verletzt 58 Am 21 April 1945 besetzten franzosische Truppen Stuttgart 59 Nachkriegsentwicklungen Bearbeiten Im Anschluss an die Besetzung Stuttgarts durch franzosische Besatzungstruppen kam es zu mindestens 1389 Vergewaltigungen in Stuttgart 60 61 Am 8 Juli 1945 ubergaben die franzosischen Besatzungstruppen Stuttgart nach mehrfacher Aufforderung an US Soldaten ab dann gehorte die Stadt zur amerikanischen Besatzungszone Stuttgart war die Hauptstadt des von 1945 bis 1952 bestehenden Landes Wurttemberg Baden Infotafel zum DP Lager Die Militarverwaltung richtete in Stuttgart DP Lager zur Unterbringung sogenannter Displaced Persons DP ein Die meisten waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Mittel und Osteuropa in den Industriebetrieben der Region Das DP Lager Stuttgart West in der Reinsburgstrasse beherbergte ausschliesslich mehr als 1400 judische Uberlebende des Holocaust Wahrend einer Razzia am Morgen des 29 Marz 1946 wurde das Lager von etwa 130 Schutzpolizisten und 80 Beamten abgesperrt Grund dafur war laut Polizei der Kampf gegen den Schwarzmarkt Wahrend einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den Bewohnern des Lagers und der Polizei aufgrund der Festnahme eines Jungen kam es zu einer Schiesserei Samuel Danziger ein polnischer Jude der gerade erst das Konzentrationslager Auschwitz uberlebt hatte starb durch einen Kopfschuss aus einer Polizeipistole Dieses Ereignis hatte zur Folge dass die deutsche Polizei auf Anordnung von General Joseph T McNarney dem Oberbefehlshaber der US Truppen in Europa kein DP Lager in der US Zone mehr ohne Genehmigung der US Militarverwaltung betreten durfte 62 63 64 Das Lager wurde 1949 geschlossen die verbliebenen DPs wurden in ein DP Lager in Heidenheim an der Brenz verlegt Die Bewerbung der Stadt im Jahre 1948 als neue Hauptstadt der noch zu grundenden Bundesrepublik scheiterte in erster Linie an den finanziell hohen Belastungen eine Million DM jahrlich fur Mieten Neben Stuttgart hatten sich auch die Stadte Frankfurt am Main Kassel und Bonn beworben eine Kommission des Parlamentarischen Rates hatte zuvor alle Stadte auf ihre Eignung gepruft 65 In den Nachkriegsjahren wurde insbesondere auf ideologisches Betreiben des neuen Oberburgermeisters Arnulf Klett beim Wiederaufbau auf historische Rekonstruktionen vor allem am baukulturell bedeutsamen Stuttgarter Marktplatz weitgehend verzichtet Grosse Teile der Ruinen der Stadt kamen daher auf den Trummerberg Birkenkopf Der Wiederaufbau erfolgte uberwiegend nach modernistischen Idealen und der Charta von Athen mit funktionalen Trennungen nach Wohn Geschafts und Industriegebieten Die Idee war eine autogerechte Stadt zu schaffen So wurden auch ganze Strassenzuge und Platze abgerissen die nicht oder kaum beschadigt waren Im 150 Todesjahr von Friedrich Schiller wurden 1955 die letzten Reste seiner Alma Mater der Hohen Karlsschule in der Nahe des Neuen Schlosses abgetragen um fur die Verbreiterung der Bundesstrasse 14 Konrad Adenauer Strasse Platz zu schaffen Diese rigorose Baupolitik wurde bereits von Zeitgenossen teils scharf kritisiert Hauptstadt des Landes Baden Wurttemberg Bearbeiten Am 25 April 1952 wurde Wurttemberg Baden mit dem Land Baden und dem Land Wurttemberg Hohenzollern vereinigt Seither ist Stuttgart die Hauptstadt des Bundeslandes Baden Wurttemberg Die Bevolkerung die in den letzten Kriegsjahren vor allem durch Evakuierung Flucht und Luftangriffe um fast die Halfte zuruckgegangen war April 1942 etwa 498 000 April 1945 etwa 266 000 wuchs durch den Zustrom Heimatvertriebener aus den ehemals deutschen Ostgebieten in den spaten 1940er und den 1950er Jahren wieder massiv an 1962 erreichte die Stadt mit etwa 640 000 ihren bisher hochsten Einwohnerstand In den spaten 1950er und fruhen 1960er Jahren kamen als Folge des Arbeitskraftemangels und des Wirtschaftswunders im Nachkriegs Westdeutschland auch die ersten Gastarbeiter in die Region Stuttgart Diese stammten zunachst vorwiegend aus Italien spater auch aus Griechenland und ein Grossteil aus dem damaligen Jugoslawien ab den 1970er Jahren auch aus der Turkei 66 Grosse Medienereignisse waren die Staatsbesuche des franzosischen Staatsprasidenten Charles de Gaulle am 9 September 1962 sowie der britischen Konigin Elisabeth II am 24 Mai 1965 in Stuttgart 67 Die Konigstrasse mit Blick auf den Hauptbahnhof im August 1965 Die zwischen 1959 und 1963 in Stammheim errichtete Justizvollzugsanstalt Stuttgart wurde 1975 im Zuge des am Oberlandesgericht Stuttgart abgehaltenen Stammheim Prozesses gegen fuhrende Mitglieder der linksextremistischen Terrororganisation RAF um einen Hochsicherheitstrakt erweitert Andreas Baader Ulrike Meinhof Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe waren von 1975 bis zu ihren Suiziden am 9 Mai 1976 Meinhof bzw 18 Oktober 1977 Todesnacht von Stammheim in diesem Teil des Gefangnisses von Stuttgart Stammheim inhaftiert siehe auch Deutscher Herbst Am 1 Oktober 1978 begann die S Bahn in Stuttgart auf drei Strecken mit dem planmassigen Betrieb 1979 wurden 178 Millionen Fahrgaste befordert Die Zahl stieg bis 2018 auf etwa 374 Millionen an Siehe hierzu auch Verkehr Vom 17 bis zum 19 Juni 1983 versammelten sich in Stuttgart die Staats und Regierungschefs der EG zu einem Gipfeltreffen 68 Die Leichtathletik Europameisterschaften wurden 1986 im Neckarstadion ausgetragen Ein weiteres mediales Grossereignis war der Besuch Michael Gorbatschows am 14 Juni 1989 als dessen Hohepunkt ein grosser Empfang im Neuen Schloss stattfand 69 1993 war Stuttgart Gastgeber der Internationalen Gartenbauausstellung und der Leichtathletik Weltmeisterschaften Eine Bewerbung der Stadt um die Olympischen Spiele 2012 scheiterte 2003 bereits in der nationalen Vorauswahl als sich das NOK fur Leipzig entschied 2006 war Stuttgart wie auch schon 1974 einer der Austragungsorte der Fussballweltmeisterschaft unter anderem fand hier das Spiel um Platz 3 statt Im Sommer 2010 geriet die Stadt wegen der Proteste gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 ins Blickfeld einer breiten Offentlichkeit Eingemeindungen Bearbeiten Stuttgarts heutiger Gebietsstand ist das Ergebnis mehrerer Eingemeindungswellen Der Bereich des inneren Stadtgebiets war mit der Eingemeindung von Gaisburg 1901 zu Beginn des 20 Jahrhunderts im Wesentlichen abgeschlossen die spatere Eingemeindung Kaltentals 1922 und die Zuordnung des Frauenkopfs von Rohracker 1948 rundeten schliesslich die Gebietsflache des inneren Stadtgebiets ab Alle Eingemeindungen ab 1905 bildeten dann nach und nach die Gebietsflachen des ausseren Stadtgebiets Am 1 April 1942 waren die Eingemeindungen mit der zwangsweisen Zuordnung Stammheims und der sudlichen Fildervororte abgeschlossen In der Nachkriegszeit kamen auch wahrend der grossen Gebietsreform in Baden Wurttemberg Mitte der 1970er Jahre keine weiteren Eingemeindungen hinzu 70 Eingemeindungen in Stuttgart seit 1836 71 Datum oder Jahr Orte Zuwachs in ha1836 Berg1860 Heslach Ostheim Gablenberg1 Apr 1901 Gaisburg 253 81 Apr 1905 Cannstatt Vereinigung mit Stuttgart keine Eingemeindung ab 24 Juli 1933 Bad Cannstatt Unterturkheim Wangen 2568 11 Aug 1908 Degerloch 718 41 Apr 1922 Botnang Hedelfingen Kaltental Oberturkheim 2016 21 Apr 1923 Bruhl Ausgliederung nach Esslingen 28 21 Jul 1929 Hofen 280 11 Apr 1931 Zuffenhausen 921 31 Mai 1931 Rotenberg 163 31 Jul 1931 Munster 360 51 Mai 1933 Feuerbach Weil im Dorf ab 19 April 1955 Weilimdorf Muhlhausen einschliesslich Monchfeld Zazenhausen 3283 11 Apr 1937 Heumaden einschl Lederberg Rohracker einschl Frauenkopf Sillenbuch Uhlbach 1312 01 Apr 1942 Birkach einschl Riedenberg und Schonberg mit Kleinhohenheim Fasanenhof Hohenheim Mohringen einschl Sonnenberg Plieningen Solitude Stammheim Vaihingen einschl Busnau Durrlewang Rohr 5818 7Politik Bearbeiten Stuttgarter Rathaus In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Wurttemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem Vogt geleitet Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden Nach Aufteilung der Verwaltung in ein Stadtoberamt und ein Amtsoberamt fur das Umland wurden beide Behorden jeweils von einem Stadtoberamtmann beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung Stadtdirektor Nach Einfuhrung des Selbstverwaltungsrechts der Gemeinden im zum Konigreich erhobenen Wurttemberg im Jahre 1819 erhielten die Stadte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers der kunftig die Bezeichnung Schultheiss in Stadten Stadtschultheiss trug Oberburgermeister war seinerzeit in Wurttemberg lediglich eine besondere Bezeichnung die der Konig verleihen konnte Sie wurde nicht allen Stadtschultheissen in Stuttgart verliehen Erst mit Inkrafttreten der Wurttembergischen Gemeindeordnung von 1930 wurde der Titel Oberburgermeister offiziell fur alle Stadte mit mehr als 20 000 Einwohnern eingefuhrt Nach 1918 verlor die Stadt mit der Auflosung des Konigreichs Wurttemberg ihre Bedeutung als Residenzstadt sie wurde Hauptstadt des Volksstaates Wurttemberg innerhalb des als Weimarer Republik bezeichneten Deutschen Reiches Wahrend des Kapp Putsches im Marz 1920 war Stuttgart fur einige Tage Sitz der Reichsregierung Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stuttgart erst Hauptstadt des Landes Wurttemberg Baden und ist seit 1952 Hauptstadt Baden Wurttembergs Gemeinderat Bearbeiten Hauptartikel Wahlergebnisse in Stuttgart Gemeinderatswahl 2019 72 Wahlbeteiligung 57 5 3020100 26 319 411 67 97 16 15 34 411 9 GruneCDUSPDFDPFWAfDLinkeSOSSonst Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 p 8 6 4 2 0 2 4 6 8 10 2 3 8 9 2 7 2 0 0 0 1 4 0 8 1 0 6 2GruneCDUSPDFDPFWAfDLinkeSOSSonst Sitzverteilung nach der Gemeinderatswahl 2019 Insgesamt 60 Sitze FrAKTION 8SPD 7Grune 16PULS 4FDP 5FW 4CDU 12AfD 4Der Vertreter von Kein Fahrverbot fur Stuttgart hat sich der CDU Fraktion angeschlossen FrAKTION SOS Linke Piraten Tier PULS STAdT PARTEI Junge Liste Schon sehr fruhzeitig nach Kriegsende fanden in der amerikanisch besetzten Zone die ersten Gemeinderatswahlen statt In Stuttgart fiel der Wahltag auf den 26 Mai 1946 Noch vor Ablauf der zweijahrigen Wahlperiode fand am 7 Dezember 1947 die zweite Gemeinderatswahl mit einer sechsjahrigen Wahlperiode statt Von 1947 bis 1971 wurde jeweils im 3 Jahre Abstand die Halfte des Gemeinderats 30 gewahlt rollierendes System der Erneuerungswahlen Die Amtszeit der Gemeinderate betrug sechs Jahre Seit 1975 wird der gesamte Gemeinderat fur funf Jahre gewahlt Das Wahlsystem in Stuttgart ist ein Verhaltniswahlsystem bei dem der Wahler durch das Kumulieren Stimmenhaufung auf einen Kandidaten bis zu drei Stimmen und das Panaschieren Zusammenstellen der Namen aus verschiedenen Listen sehr weitreichende Einflussmoglichkeiten bei der Stimmabgabe hat Insgesamt stehen jedem Wahler so viele Stimmen zur Verfugung wie Gemeinderate zu wahlen sind 60 Bei der Sitzverteilung kommt seit 2014 das Sainte Lague Verfahren zum Einsatz Eine Sperrklausel existiert nicht Stadtoberhaupter Bearbeiten Hauptartikel Liste der Stadtoberhaupter von Stuttgart Nach dem Zweiten Weltkrieg war in Stuttgart der parteilose Jurist Arnulf Klett von 1945 bis 1974 Oberburgermeister anschliessend der Jurist Manfred Rommel CDU von 1974 bis 1997 und darauf der Jurist Wolfgang Schuster CDU von 1997 bis 2013 Am 21 Oktober 2012 wurde der Sprachwissenschaftler Fritz Kuhn Bundnis 90 Die Grunen zum Oberburgermeister gewahlt Er hat das Amt am 7 Januar 2013 ubernommen Am 29 November 2020 wurde der Backnanger Oberburgermeister Frank Nopper zum neuen Oberburgermeister von Stuttgart gewahlt Im ersten Wahlgang am 8 November 2020 hatte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht Amtsinhaber Kuhn trat nicht zur Wiederwahl an 73 Erster Burgermeister und somit Stellvertreter Noppers ist Fabian Mayer Jugendrate Bearbeiten Hauptartikel Jugendrat Stuttgart In allen 23 Stadtbezirken gibt es teilweise seit 1995 die Moglichkeit Jugendrate zu bilden Aktuell gibt es 12 Gremien in 15 Bezirken In Bezirken in denen sich zu wenige Kandidaten gemeldet hatten existieren Projektgruppen Wahlberechtigt und wahlbar sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren die seit mindestens drei Monaten im Stadtbezirk wohnen Die Anzahl der Sitze richtet sich nach der Einwohnerzahl Die Amtszeit betragt zwei Jahre die letzten Wahlen fanden vom 18 Januar bis 5 Februar 2016 statt Jedes der Jugendratsgremien entsendet drei jede der aktiven Projektgruppen einen Delegierten in den gesamtstadtischen Arbeitskreis Stuttgarter Jugendrat Er wahlt aus seinen Reihen drei gleichberechtigte Sprecher die ihn reprasentieren sowie weitere Vertreter in verschiedene Ausschusse der Stadt Wappen Bearbeiten Erstes Stuttgarter Wappen 1286 Aktuelles Wappen von Stuttgart Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt ein steigendes schwarzes Pferd das sogenannte Stuttgarter Rossle in goldenem Feld Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11 April 1938 im amtlichen Gebrauch Die Stadtfarben sind Schwarz Gelb Die Stadtflagge wurde am 10 Juli 1950 vom wurttemberg badischen Ministerrat verliehen Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312 Sie zeigt zwei ungleich grosse heraldisch nach rechts schreitende Pferde im fruh und hochgotischen Dreieckschild Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geandert Der Wappenschild zeigt ein heraldisch nach rechts galoppierendes Pferd im spatgotischen Rundschild Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19 Jahrhundert Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geandert Es wurde schreitend laufend galoppierend springend steigend und aufgerichtet dargestellt 1938 setzte sich die heutige Form durch Ursprunglich war seine Grundfarbe Silber erstmals 1699 nach einem Wappenbuch Gold Diese Farbe setzte sich allmahlich in Anlehnung an die wurttembergischen Hausfarben in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts durch Es ist ein redendes Wappen das heisst das ursprungliche Gestut auf das die Stadt zuruckgehen soll wird hier versinnbildlicht Der Sportwagenhersteller Porsche beheimatet in Stuttgart Zuffenhausen fuhrt das Stadtwappen in leicht abgeanderter Form in seinem Firmenlogo Die Ahnlichkeit des Wappens mit dem des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari ist hingegen zufallig Es geht zuruck auf Francesco Baracca den erfolgreichsten italienischen Jagdflieger im Ersten Weltkrieg Dieser schmuckte seinen Flieger mit einem aufbaumenden Pferd das er von dem Wappen des Kavallerieregiments in dem er zuvor gedient hatte dem Reggimento Piemonte Reale Cavalleria abgeleitet hatte Die Mutter Baraccas gab Enzo Ferrari die Anregung das Symbol als Glucksbringer auf seinen Autos zu verwenden Dies setzte Ferrari ab 1932 in die Tat um Das schwarz gehaltene Pferd unterlegte er dabei mit der gelben Wappenfarbe seiner Heimatstadt Modena In dieser Zusammensetzung entstand ein Wappen das mit jenem Stuttgarts grosse Ahnlichkeiten aufweist Siehe auch Liste der Wappen in Stuttgart Stadtepartnerschaften Bearbeiten Stuttgart gehorte zu den Pionieren beim Thema Stadtepartnerschaft im Nachkriegseuropa 74 Bereits drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schloss die Stadt eine Partnerschaft mit St Helen s im Land des ehemaligen Kriegsgegners Grossbritannien Heute unterhalt Stuttgart Stadtepartnerschaften mit folgenden zehn Stadten auf vier Kontinenten Vereinigtes Konigreich St Helens England Vereinigtes Konigreich seit 1948 Vereinigtes Konigreich Cardiff Wales Vereinigtes Konigreich seit 1955 Vereinigte Staaten St Louis Missouri Vereinigte Staaten seit 1960 Frankreich Strassburg Frankreich seit 1962 Indien Mumbai fruher Bombay Indien seit 1968 Tunesien Menzel Bourguiba Tunesien seit 1971 Agypten Kairo Agypten seit 1979 Polen Lodz Polen seit 1988 Tschechien Brunn Tschechien seit 1989 Russland Samara Russland seit 1992 Zusatzlich werden folgende Stadtefreundschaften unterhalten Japan Ōgaki Japan seit 1988 China Volksrepublik Nanjing Volksrepublik China Israel Shavei Zion Israel Diese Stadte finden sich in nach ihnen benannten Wegen oder Brucken wieder Mehrere Stadtbahnzuge der Stuttgarter Strassenbahnen sind nach Partnerstadten benannt siehe SSB DT 8 Namen Kultur und Sehenswurdigkeiten BearbeitenOper Theater und Ballett Bearbeiten Opernhaus im Schlossgarten Schauspielhaus im Schlossgarten Friedrichsbau ehemaliges Variete Theater Palladium Theater im SI Zentrum Komodie im Marquardt Marquardtbau Stuttgart Die Staatstheater Stuttgart sind mit ihren Sparten Oper Stuttgart Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart der grosste Drei Sparten Theaterbetrieb der Welt Die Hauptspielstatten befinden sich im Oberen Schlossgarten und wurden 1909 bis 1912 vom Munchner Architekten Max Littmann als Konigliche Hoftheater erbaut Weitgehend original erhalten ist das Opernhaus fruher Grosses Haus das Schauspielhaus fruher Kleines Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstort und 1959 bis 1962 durch einen Neubau nach Entwurfen von Hans Volkart an gleicher Stelle ersetzt Daruber hinaus gehoren das Kammertheater eroffnet 1983 und die Studiobuhne Nord eroffnet 2010 zu den Spielstatten der Staatstheater An den Staatstheatern finden pro Spielzeit insgesamt fast tausend Auffuhrungen statt Die Oper Stuttgart wurde insgesamt sechsmal zum Opernhaus des Jahres gewahlt Das Stuttgarter Ballett ist eine der weltweit fuhrenden Ballett Kompagnien Die Schauspielbuhnen Stuttgart bestehen aus den Spielstatten Das Alte Schauspielhaus sowie Komodie im Marquardt Das Alte Schauspielhaus wurde 1909 auf dem Gelande einer ehemaligen Kaserne errichtet und war bis zur Wiedereroffnung des Kleinen Hauses der Staatstheater 1962 das renommierteste Theater der Stadt Die Komodie im Marquardt wurde 1951 im ehemaligen Hotel Marquardt gegrundet und dient in erster Linie der komodiantischen Unterhaltung Die Schauspielbuhnen in Stuttgart sind die Sprechtheater mit den hochsten Zuschauerzahlen in Baden Wurttemberg und gehoren damit zu den Top funf der deutschen Sprechtheater Seit uber 20 Jahren besteht das FITZ Zentrum fur Figurentheater im Kulturareal Unterm Turm in dem sich seit 2003 auch das JES Junges Ensemble Stuttgart befindet Weiterhin findet man hier das Theater tri buhne Im Jugend und Kulturzentrum Forum 3 hat das freie Forum Theater seinen Sitz In erster Linie sind hier dramatisch theatralische Inhalte zu sehen Das Friedrichsbau Variete wurde 1994 in einer Rotunde im Neubau des Friedrichsbaus auf historischem Grund wieder ins Leben gerufen nachdem der prunkvolle Jugendstilbau im Zweiten Weltkrieg vollstandig ausgebrannt war Nach Kundigung durch den Eigentumer L Bank zog das Theater im Jahr 2014 an den Pragsattel 75 Einen bundesweit einzigartigen und besonderen Stellenwert hat in Stuttgart die Kunst der Pantomime Dieses begrundet sich durch das Pantomimetheater Makal City Theater GmbH das als Gastspiel und Tourneetheater zu sehen ist sowie das Internationale Pantomimetheater das mit ganzjahrigen Pantomime Veranstaltungen und Auffuhrungen mit Schwarzem Theater seine Heimat im Stuttgarter Osten hat Daruber hinaus bietet sich dort die Moglichkeit die Kunst des Pantomimespiels auf professionellem Niveau zu erlernen Begrunder der Pantomime in Deutschland ist der Meisterpantomime Peter Makal Ambassador of Art 76 Die Kabarettbuhne Rosenau im Stuttgarter Westen kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zuruckblicken Sie dient ausserdem als Nachwuchsbuhne im Bereich Kabarett Comedy und Kleinkunst Aufgrund der besonderen Verbindung von kulturellem und kulinarischem Angebot wird die Rosenau auch als Wohnzimmer des Westens bezeichnet Das uberregional bekannteste literarische Kabarett Stuttgarts ist das Renitenztheater Es wurde 1961 gegrundet und ist damit die alteste Kabarettbuhne der Stadt Die Puppenspieler im Theater am Faden lassen seit 1972 die Puppen und Marionetten tanzen die sie oft selbst hergestellt haben Weitere Figurentheater sind das Theater in der Badewanne im Hohenpark Killesberg sowie das Theater Tredeschin in der Haussmannstrasse Als Stabpuppentheater bezeichnet sich das Theater La Plapper Papp seit 1960 Das Theater der Altstadt im Westen ist in der Rotebuhlstrasse zu finden nachdem der erste Holzbau bereits 1969 und somit elf Jahre nach Bau ausgebrannt war Nellys Puppen Theater spielt mit Puppen und Marionetten fur Kinder ab drei Jahren Im selben Haus spielt das Theater am Olgaeck das einen Schwerpunkt auf den kulturellen Austausch mit Osteuropa setzt Das Theaterhaus Stuttgart fuhrte ab 1984 im Stadtteil Wangen sein Dasein seit 2000 am Pragsattel hier wird auch jahrlich der Stuttgarter Theaterpreis vergeben Seit 2008 hat das Theaterhaus mit Gauthier Dance eine feste Ballettkompanie Eine Plattform fur die freischaffende Tanz und Performancekunst in Stuttgart bietet das Produktionszentrum Tanz und Performance im alten Felsenkeller in Stuttgart Feuerbach Der Treffpunkt Rotebuhlplatz ist vorwiegend fur Tanz Theater das internationale Solo Tanz Theater Festival und Neue Musik bekannt Die Staatliche Hochschule fur Musik und Darstellende Kunst Stuttgart unterhalt in Bad Cannstatt das Wilhelma Theater Unweit des Wilhelma Theaters liegt seit 2008 das Theaterschiff an der Anlegestelle Muhlgrun in Bad Cannstatt Auf dem umgebauten Binnenfrachtschiff sind hauptsachlich Komodien und Kabarett zu sehen In der Werastrasse findet man das Wortkino Das alteste Amateurtheater Stuttgarts das ABV Zimmertheater gegrundet 1921 die Theaterabteilung des Allgemeinen Bildungsvereins 1863 e V Stuttgart spielt im Gebaude des ehemaligen Landtages in der Heusteigstrasse Schwabisches Volkstheater spielen neben anderen das Boulevarle das Stuttgarter Komodle d Scheureburzler und das Neugereuter Theaterle Im SI Centrum sind zwei Musical Theater untergebracht das Stage Palladium Theater und das Stage Apollo Theater Hier fanden unter anderem die Deutschland Premieren von Miss Saigon 1994 Die Schone und das Biest 1997 Tanz der Vampire 2000 42nd Street 2003 Wicked Die Hexen von Oz 2007 Rebecca 2011 Mary Poppins 2016 und Anastasia 2018 statt Das Kulturzentrum Merlin bietet Kulturprogramm in den Sparten Musik Kabarett Theater Performance Literatur Kurzfilm und Kindertheater Museen Bearbeiten Eingang der Neuen Staatsgalerie Kunstmuseum am Schlossplatz Mercedes Benz Museum Porsche Museum Staatliches Museum fur Naturkunde im Schloss Rosenstein Hauptartikel Liste der Museen in Stuttgart In Stuttgart befinden sich funf der elf staatlichen Museen Baden Wurttembergs so die Alte und Neue Staatsgalerie Eroffnet um 1843 und 1984 um den Neubau erweitert geniesst die Staatsgalerie europaische Aufmerksamkeit Kunst vom 14 Jahrhundert bis in die Moderne ist in den architektonisch interessanten Raumlichkeiten zu betrachten darunter Werke von Cranach dem Alteren Rubens Rembrandt Monet Renoir Cezanne Picasso und Beuys Im Alten Schloss ist das Landesmuseum Wurttemberg beherbergt 1862 von Wilhelm I Konig von Wurttemberg gegrundet reichen seine Wurzeln jedoch bis ins 16 Jahrhundert zuruck in dem die damaligen Herzoge alles was selten kostbar und ungewohnlich war sammelten Es wird die Landesgeschichte von der Steinzeit bis in die Neuzeit dargestellt Neben der Zentrale gibt es zwei weitere Zweigstellen in Stuttgart sowie acht Zweigstellen in Baden Wurttemberg Das Haus der Geschichte Baden Wurttemberg wurde 1987 gegrundet Es erhielt im Jahr 2002 auf der Stuttgarter Kulturmeile einen eigenen Museumsbau Landesgeschichte landestypische Gegenstande und ein Themenpark der Probleme der Gegenwart in einen historischen Kontext stellt sind die drei wichtigsten Themenbereiche Das Haus der Geschichte unterhalt funf Zweigstellen im Land Natur und Fossilkunde sind die Eckpfeiler des Staatlichen Museums fur Naturkunde Stuttgart das im Rosensteinpark zwei Zweigstellen unterhalt Das Museum am Lowentor und das Museum Schloss Rosenstein Ersteres widmet sich den zahlreichen Fossilfunden Baden Wurttembergs Ein grosser Teil der Ausstellung beinhaltet alles rund um Dinosaurier Das seit 1954 im Schloss Rosenstein untergebrachte Naturkundemuseum wurde 1791 als Naturaliensammlung gegrundet Die biologische Schausammlung ist ein Publikumsmagnet und die naturwissenschaftliche Sammlung eine der bedeutendsten Europas Das Linden Museum ist ein Museum fur Volkerkunde Seine Ursprunge sind im Jahr 1882 zu suchen seit 1911 besteht es in einem eigenen Bau Es ist eines der grossten Volkerkundemuseen Europas und informiert uber Afrika Orient Sudasien Ostasien Sudsee Nordamerika und Sudamerika Besondere Beachtung verdient die Dauerausstellungen zu den aussereuropaischen Ethnien Neben diesen staatlichen gibt es viele weitere Museen in der Landeshauptstadt Das stadtische Kunstmuseum Stuttgart wurde im Marz 2005 als Nachfolgemuseum der Galerie der Stadt Stuttgart eroffnet Bereits im ersten Jahr nach der Eroffnung des Hauses wurde es mit 330 000 Besuchern zu einem Anziehungspunkt Seine exponierte Lage in der Fussgangerzone Konigsstrasse tragt ebenso dazu bei wie die aussergewohnliche Architektur eines die Ausstellungsraume umhullenden strengen Glaskubus Im Wesentlichen zahlt Moderne Kunst zur Sammlung Es beherbergt die bedeutendste Sammlung von Werken Otto Dix Im zum StadtPalais umgebauten Wilhelmspalais befindet sich seit April 2018 das Stadtmuseum Mit knapp 550 000 Besuchern im Jahr 2009 ist das Mercedes Benz Museum das meistbesuchte Museum der Stadt 77 Seit 1923 besteht die Fahrzeugsammlung des Unternehmens Im Jahr 2006 wurde die Mercedes Benz Welt eroffnet Auf ihrem Weg durch das von UNStudio entworfene Museum erleben die Besucher eine Zeitreise durch die 120 jahrige Automobilgeschichte Historische Fahrzeuge vom ersten Auto der Welt uber die legendaren Silberpfeile bis zur Gegenwart der Marke Mercedes Benz sind zu betrachten Das im Jahr 1976 eroffnete Porsche Museum in Zuffenhausen zeigt etwa 80 Fahrzeuge Im Hegelhaus Geburtshaus von Georg Wilhelm Friedrich Hegel ist das Leben des in Stuttgart geborenen Philosophen dargestellt Mehrere Lapidarien sind in und um Stuttgart zu besuchen Das Strassenbahnmuseum dokumentiert mit historischen Fahrzeugen von 1868 bis 1986 sowie Gegenstanden aus Betrieb und Technik die Geschichte der Stuttgarter Strassenbahnen SSB Im Feuerwehrmuseum Stuttgart Munster wird die Entwicklung der Brandbekampfung in Stuttgart geschildert 2002 wurde das Theodor Heuss Haus auf dem Killesberg eroffnet und zeigt seitdem in seinem ehemaligen Wohnhaus das Leben des ersten Bundesprasidenten Theodor Heuss Die Gedenkstatte Zeichen der Erinnerung am Nordbahnhof erinnert daran dass von diesem Ort wahrend der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1941 und 1945 mehr als 2000 Juden aus Stuttgart und Wurttemberg deportiert wurden Bibliotheken und Archive Bearbeiten Wurttembergische Landesbibliothek Hauptartikel Liste von Bibliotheken in Stuttgart Die Wurttembergische Landesbibliothek ist mit der Badischen Landesbibliothek BLB in Karlsruhe die Regionalbibliothek fur Baden Wurttemberg Die WLB ist speziell fur die Regierungsbezirke Stuttgart und Tubingen zustandig Besonders widmet sich die Landesbibliothek der Beschaffung Erschliessung Archivierung und Bereitstellung des Schrifttums uber Wurttemberg den sogenannten Wurttembergica Zusammen mit der BLB hat sie auch das Pflichtexemplarrecht fur Baden Wurttemberg seit 1964 vorher nur fur Wurttemberg und ist damit Archivbibliothek Die Universitatsbibliothek Stuttgart UBS ist eine zentrale Einrichtung der Universitat Stuttgart Sie bildet den Mittelpunkt des Bibliothekssystems der Universitat und gewahrleistet die Versorgung von Forschung Lehre und Studium mit Literatur und anderen Informationsmitteln Sie steht neben den Angehorigen der Universitat auch Burgern der Stadt zu Verfugung Zusammen mit anderen wissenschaftlichen Bibliotheken und Dokumentationsstellen im Raum Stuttgart wie der Universitatsbibliothek Hohenheim bildet die UBS das Bibliotheksinformationssystem der Region Stuttgart BISS Die Stadtbibliothek Stuttgart befindet sich seit 2011 in einem Bau des sudkoreanischen Architekten Eun Young Yi am Mailander Platz Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart ist das fur die Ministerien des Landes Baden Wurttemberg zustandige Archiv Seit 1965 befindet es sich direkt neben der WLB und gehort seit 2005 als Abteilung dem Landesarchiv Baden Wurttemberg an Es enthalt die Bestande der Grafschaft bzw des Herzogtums Wurttemberg bis 1806 der wurttembergischen Zentralbehorden des 19 und 20 Jahrhunderts sowie der Anfang des 19 Jahrhunderts als Folge der Mediatisierung an Wurttemberg gefallenen Herrschaften und Reichsstadte in Sudwurttemberg Das Stadtarchiv Stuttgart ist das fur die Landeshauptstadt Stuttgart zustandige Archiv Es bewahrt das historisch wertvolle Schrift und Bildgut der stadtischen Behorden auf und sammelt die Nachlasse stadtgeschichtlich bedeutender Personen und Institutionen sowie Einzeldokumente und Bilder zur Stuttgarter Geschichte Das im Archiv verwahrte Material ist grundsatzlich offentlich zuganglich und kann im Lesesaal im Bellingweg 21 in Bad Cannstatt eingesehen werden Das Landeskirchliche Archiv verwahrt die Bestande der wurttembergischen Kirchenleitung und von sonstigen kirchlichen Stellen und Einrichtungen des herzoglich und koniglich wurttembergischen Konsistoriums des Evangelischen Oberkirchenrats Dekanats und Pfarrarchive der Bildungseinrichtungen der Werke und Vereine sowie Nachlasse und Sammlungen Ausserdem verfugt es uber die Mikrofilme samtlicher Kirchenbucher v a Tauf Ehe Toten und Familienregister aus dem Bereich der Evangelischen Landeskirche in Wurttemberg Diese werden uber das ebenfalls in Stuttgart beheimatete Archivportal Archion im Internet bereitgestellt Das Archiv der AnStifter widmet sich den Toten der Stadt Seit 2005 arbeiten die AnStifter an einem Erinnerungsbuch uber Die Toten der Stadt Bisher wurden etwa 5000 Namen von Opfern des Regimes des Nationalsozialismus erfasst Musik Bearbeiten Fruchtkasten mittig am Schillerplatz mit Musikinstrumentensammlung Orchester Staatsorchester Stuttgart Orchester der Wurttembergischen Staatstheater mit uber 400 jahriger Geschichte der Vorlaufer wurde 1589 als Wurttembergische Hofkapelle zum ersten Mal urkundlich erwahnt Generalmusikdirektor ist Sylvain Cambreling Stuttgarter Philharmoniker gegrundet 1924 SWR Symphonieorchester des Sudwestrundfunks SWR 2016 aus der Fusion des 1946 gegrundeten Radio Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und des SWR Sinfonieorchesters Baden Baden und Freiburg entstanden Stuttgarter Kammerorchester e V gegrundet 1945 von Karl Munchinger SWR Big Band Stuttgart gegrundet 1951 als Sudfunk Tanzorchester Junges Kammerorchester Stuttgart Leitung Alexander Scherf gegrundet 1960 als Jugendkammerorchester Stuttgart Daimler Sinfonieorchester Stuttgart gegrundet 1979 Christophorus Symphonie Orchester gegrundet 1969 Schuler Sinfonie Orchester Stuttgart gegrundet 1990 Chore Stuttgarter Liederkranz gegrundet 1824 Stuttgarter Hymnus Chorknaben Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart Domkapelle St Eberhard Madchenkantorei an der Domkirche St Eberhard gegrundet 1994 von Martin Ducker Kolping Chor Stuttgart gegrundet 1872 als Gesangsabteilung des Kath Gesellenverein Stuttgart heute der zweitgrosste Mannerchor in Stuttgart SWR Vokalensemble Stuttgart gegrundet 1946 als Sudfunk Chor Stuttgart Bachchor Stuttgart Gachinger Kantorei gegrundet 1954 von Helmuth Rilling benannt nach dem Grundungsort Gachingen auf der Schwabischen Alb Kammerchor Stuttgart gegrundet 1968 von Frieder Bernius Wurttembergischer Kammerchor gegrundet 1970 von Dieter Kurz Stuttgarter Kantorei gegrundet 1994 gegrundet von Kay Johannsen Unterturkheimer Kantorei gegrundet 1892 als Evangelischer Kirchenchor Unterturkheim Kammerchor Cantus Stuttgart gegrundet 1996 als Cantus Cannstatt Neuer Chor Stuttgart gegrundet 1985 Singakademie Stuttgart gegrundet 2002 als Ensemble ad libitum Stuttgart Akademischer Chor der Universitat Stuttgart Philharmonia Chor Stuttgart entstand 1986 aus dem Philharmonia Vocalensemble und dem Philharmonischem Chor Stuttgarter Oratorienchor Sonstige Internationale Bachakademie StuttgartBauwerke Bearbeiten Brucken Bearbeiten Eisenbahnviadukt Stuttgart Munster Der Neckartalviadukt Unterturkheim ist eine 1400 Meter lange Kombination aus mehreren Brucken im Zuge der Bundesstrasse 14 im Neckartal bei Stuttgart Unterturkheim Die Planungen fur eine Verbindungsstrasse vom Remstal ins Neckartal gehen bis ins Jahr 1932 zuruck jedoch wurde erst im Jahr 1986 mit dem Bau begonnen Das Nesenbachtal bei Stuttgart Vaihingen wird durch den Nesenbachviadukt uberbruckt Der ursprungliche Bau wurde 1945 zerstort und erst 1946 wieder aufgebaut Im Rahmen des Ausbaus der S Bahn Strecke nach Vaihingen wurde das Viadukt 1982 1983 durch eine neue viergleisige Brucke ersetzt die dem ehemaligen Viadukt optisch entspricht Uber das Neckartal fuhrt der Eisenbahnviadukt Stuttgart Munster und verbindet Unterturkheim mit Kornwestheim Die Umgehungsbahnstrecke wurde 1896 in Betrieb genommen die 855 Meter lange Brucke wurde 1985 durch eine Beton Stahl Konstruktion ersetzt Industriebauwerke Bearbeiten Gaskessel Stuttgart Ost Vorwiegend als Mullverbrennungsanlage dient das Kraftwerk Stuttgart Munster Das seit 1908 bestehende direkt am Neckar gelegene Kraftwerk kann auch als Heiz und Kohlekraftwerk sowie mit Gasturbinen betrieben werden 1964 wurde der 182 Meter hohe Schornstein hinzugefugt Das Heizkraftwerk Stuttgart Gaisburg ist ein steinkohlebefeuertes Kraftwerk am Neckarufer in Stuttgart Gaisburg Es dient ausschliesslich der Fernwarmebereitstellung Ebenfalls in Gaisburg findet sich das 1874 75 erbaute Gaswerk Stuttgart Gaisburg das bis 1972 zur Gaserzeugung durch Kohlevergasung und seitdem zur Gasspeicherung dient 1928 1929 wurde der 100 Meter hohe Gaskessel gebaut der als Wahrzeichen des Stadtteils gilt Im Zublin Haus in Stuttgart Mohringen ist der Firmensitz der Ed Zublin AG Der markante Burobau in Stahlbeton Fertigteilbauweise wurde 1983 1984 erbaut Der glasuberdachte Innenhof dient mehrmals jahrlich als Ort fur Musikveranstaltungen und Schauspielauffuhrungen Kirchen Bearbeiten Evangelische Stadtkirche Bad Cannstatt Hauptartikel Kirchen in Stuttgart Im Zentrum von Stuttgart liegt die Stiftskirche Hauptkirche der Evangelischen Landeskirche in Wurttemberg Erstmals datiert wurde sie 1170 danach mehrfach erweitert zerstort und wiederaufgebaut Sie gilt als ein Wahrzeichen der Innenstadt Leonhardskirche Stuttgart Die evangelische Leonhardskirche ist die zweitalteste Kirchengrundung in der Altstadt Stuttgarts Ihren Ursprung fand die heutige Kirche in einer dem heiligen Leonhard geweihten Kapelle um 1337 die zunachst wahrscheinlich als Station fur Pilger des Jakobswegs diente Bei der evangelischen Hospitalkirche handelte es sich um eine spatgotische Hallenkirche die zwischen 1471 und 1493 fur den Dominikanerorden errichtet wurde 1478 wurde die evangelische Stadtkirche St Germanus in Unterturkheim gebaut urkundlich aber bereits 1289 erwahnt Einem Chronisten nach wurde die Kirche moglicherweise als Dank fur einige sehr fruchtbare Jahre erbaut und fuhrte dazu dass Unterturkheim ein selbstandiger Pfarrort wurde Die Domkirche St Eberhard fruher Stadtpfarrkirche St Eberhard ist seit 1978 die zweite Kathedralkirche der Diozese Rottenburg Stuttgart 1808 wurde der Grundstein zu diesem ersten katholischen Kirchenneubau in Stuttgart seit der Reformation gelegt Die Kirche erhielt ihre Weihe am 1 Oktober 1811 St Barbara wurde 1783 1784 als katholische Kirche in Hofen erbaut Seit 1954 werden Wallfahrten zur Stuttgarter Madonna veranstaltet die der letzte katholische Pfarrer der Stuttgarter Stiftskirche 1535 nach Hofen gebracht hatte In Muhlhausen steht die 1380 erbaute evangelische Veitskapelle Kunsthistorisch bedeutend sind Wandmalereien aus dem 15 Jahrhundert mit Szenen aus der Bibel und der Veits Legende Als alteste Kirche Stuttgarts gilt die Martinskirche in Plieningen Die aus Holz bestehende Urkirche wurde um 600 nach Christus erbaut Der Ursprung des romanischen Steinbaus liegt in der St Martinuskirche die im 12 Jahrhundert im Monchhof erbaut wurde Die grosste Kirche Stuttgarts ist das Gospel Forum der gleichnamigen Freikirche 2200 Besucher haben hier Platz Schlosser Bearbeiten Nachtlicher Blick auf Jubilaumssaule und Neues Schloss Schloss Hohenheim Schloss Solitude Das Alte Schloss liegt im Zentrum Stuttgarts am Schlossplatz und geht auf eine Wasserburg aus dem 10 Jahrhundert zuruck Die erste Burganlage gab es bereits um 950 zum Schutz des Stutengartens In direkter Nachbarschaft befindet sich das Neue Schloss Die Grundsteinlegung fur die barocke Residenz von Herzog Carl Eugen erfolgte am 3 September 1746 fertiggestellt wurde es erst 1807 Nach dem Ende der Monarchie ging das Neue Schloss 1918 in den Besitz des Landes Wurttemberg uber Im Stadtteil Hohenheim liegt das gleichnamige Schloss Hohenheim Es wurde zwischen 1772 und 1793 von Herzog Carl Eugen fur seine spatere Frau Franziska von Leutrum gebaut Heute wird das Schloss hauptsachlich von der Universitat Hohenheim genutzt und ist von den Hohenheimer Garten umgeben Ebenfalls unter Herzog Carl Eugen wurde von 1764 bis 1769 das Schloss Solitude franzosisch Einsamkeit als Jagd und Reprasentationsschloss erbaut Auf einem langgezogenen Hohenrucken zwischen den Stadten Leonberg Gerlingen und den Stuttgarter Stadtbezirken Weilimdorf und Botnang gelegen bietet es einen freien Blick nach Norden ins wurttembergische Unterland Richtung Ludwigsburg Die Akademie Schloss Solitude ist eine Stiftung des offentlichen Rechts die Aufenthaltsstipendien fur sechs oder zwolf Monate an Kunstler vergibt Die Kunstler wohnen und arbeiten wahrend der Stipendiumszeit in 45 moblierten Studios die sich in den beiden ehemaligen Officen und Kavaliersbauten des Schlosses befinden Das Naturkundemuseum ist im Schloss Rosenstein untergebracht Es wurde 1822 bis 1830 unter Konig Wilhelm I in klassizistischem Stil erbaut Es liegt am Rande des Neckartals inmitten des zeitgleich angelegten Rosensteinparks Vom Schloss hat man einen freien Blick auf das Mausoleum der Grabkapelle auf dem Wurttemberg die fur Konig Wilhelms zweite Frau Katharina Pawlowna erbaut wurde Im Stuttgarter Osten entstand im Auftrag des wurttembergischen Kronprinzen Karl von 1845 bis 1893 die Villa Berg und die darum liegende Parkanlage Die im Stil der italienischen Neorenaissance erbaute Villa wirkte als Initialbau der sudwestdeutschen Villenarchitektur des 19 Jahrhunderts Ursprunglich als Badhaus gedacht wurde 1842 mit dem Bau des ersten Gebaudes der auf Anweisung des Konigs sogenannten Wilhelma begonnen Dem Architekten Ludwig von Zanth gelang es das was man unter maurischem Stil verstand mit den Fahigkeiten deutscher Handwerker den Wohnbedurfnissen eines schwabischen Monarchen und dem mitteleuropaischen Klima zu verbinden Als die Wilhelma 1846 anlasslich der Hochzeit von Kronprinz Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht wurde gab es einen Festsaal zwei Hauptgebaude mit mehreren hofischen Raumen verschiedene Pavillons Gewachshauser und grosszugige Parkanlagen Das Wilhelmspalais am Charlottenplatz war ein Wohnsitz des letzten wurttembergischen Konigs Wilhelm II Erbaut wurde es zwischen 1834 und 1840 in erster Linie als Wohnsitz seiner beiden altesten Tochter Marie und Sophie Lange Jahre befand sich in dem Bau die Stuttgarter Zentralbucherei und beherbergt nach einem Umbau nun das Stadtmuseum Staffele Bearbeiten Die Staffele Treppen pragen die Hanglagen hier die Oscar Heiler Staffel Die Stuttgarter Staffele sind die bekannten Treppenanlagen der Stadt Es gibt mehr als 400 mit einer Gesamtlange von uber 20 Kilometern Die meisten stammen noch aus der Zeit des Weinbaus in der Stadt bis Anfang des 19 Jahrhunderts Um die steilen Terrassen uberhaupt kultivieren zu konnen mussten Treppen und Wege angelegt werden Spater als die Stadt immer weiter die Hange hinaufwuchs und die Weinberge teilweise durch Hauser und Strassen verdrangt wurden nutzte man die Staffeln als Fusswege zu den neu gebauten Wohngebieten Einige wurden kunstvoll ausgebaut und mit Bepflanzungen und Brunnen erganzt Bekannte Staffele sind beispielsweise die Wachterstaffel die Eugenstaffel die Sangerstaffel Buchenhofstaffel oder die Sunderstaffel Die Staffele haben den Einwohnern der Stadt im Volksmund den Spitznamen Staffelesrutscher eingebracht Tunnel Bearbeiten Wegen der hugeligen Topografie ist Stuttgart auch eine Stadt der Tunnel Darunter befinden sich Strassen Eisenbahn S Bahn und Stadtbahntunnel Strassentunnel Bearbeiten Sudostportal des Pragsatteltunnels der B 10 Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen beispielsweise Einzelnachweisen ausgestattet Angaben ohne ausreichenden Beleg konnten demnachst entfernt werden Bitte hilf Wikipedia indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfugst Der Wagenburgtunnel von 1941 diente ursprunglich als Luftschutzkeller 78 Die 824 Meter lange Sudrohre wurde bis 1958 ausgebaut und war bei ihrer Eroffnung der langste Strassentunnel Deutschlands Der Heslacher Tunnel mit 2300 Meter Lange wurde von 1980 bis 1991 gebaut Es folgen auf der B 14 der Viereichenhautunnel 290 Meter und der Gaubahntunnel 450 Meter bis zum Schattenring Bei seinem Bau war der 124 Meter lange und 10 5 Meter breite Schwabtunnel der breiteste Tunnel Europas Gebaut wurde er von 1894 bis 1896 und war damit nach dem Salzburger Sigmundstor der zweite innerstadtische Tunnel Europas Bis 1972 fuhr auch die Strassenbahnlinie 8 durch diesen Tunnel Weitere Tunnel sind der Johannesgrabentunnel ca 200 Meter an der Bundesautobahn 831 in Stuttgart Vaihingen 79 Hengstacker 780 Meter und Osterfeldtunnel 370 Meter auf der Nord Sud Strasse an der Zusammenfuhrung von B 10 und B 14 der Berger Tunnel der Leuze und der Schwanenplatz Tunnel 500 Meter in Stuttgart Berg bei den Mineralbadern Pragsatteltunnel 720 Meter der B 10 am Lowentor und der Feuerbacher Tunnel etwa 1200 Meter der Feuerbach von der B 295 entlastet Eisenbahntunnel Bearbeiten Der alteste Eisenbahntunnel Stuttgarts ist der viergleisige Pragtunnel nach Feuerbach Die erste der beiden Rohren wurde 1846 fertiggestellt Der Kriegsbergtunnel und der Hasenbergtunnel liegen auf der Strecke nach Boblingen und sind Teil der Bahnstrecke Stuttgart Horb Der Rosensteintunnel an der Strecke nach Bad Cannstatt war bereits 1844 begonnen und 1846 fertiggestellt worden Er ist allerdings langst ausser Betrieb jedoch zugemauert noch vorhanden weil etwa ab 1912 ostlich davon zwei neue Rohren angelegt wurden die heute als Vorortbahntunnel und Fernbahntunnel in Betrieb stehen Die Innenstadt wird durch den 8788 Meter langen S Bahn Tunnel der Verbindungsbahn zwischen den Stationen Hauptbahnhof und Osterfeld durchquert Ein Teil dieses Tunnels heisst ebenfalls Hasenbergtunnel Im Rahmen von Stuttgart 21 entsteht eine Reihe von Tunneln darunter der 9 5 km lange Fildertunnel Stadtbahntunnel Bearbeiten Beginnend Mitte der 1960er Jahre wurde die Stuttgarter Strassenbahn zur Stadtbahn ausgebaut wobei zahlreiche innerstadtische Strecken in den Untergrund verlegt wurden Die Tunnel wurden dabei gleich mit einem fur die Stadtbahnfahrzeuge erforderlichen erweiterten Lichtraumprofil ausgestattet so dass die Umspurung von Meter auf Normalspur moglich war Bis 1983 war der komplette Innenstadt Bereich untertunnelt es folgten der Weinsteigtunnel 1987 Degerloch 1990 Feuerbach Siemensstrasse 1984 Feuerbach Wiener Strasse 1990 Weilimdorf 1992 Killesberg 1993 Botnanger Sattel 1994 Gerlingen 1997 Waldau 1998 Sillenbuch 1999 Ruit 2000 Steinhaldenfeld 2005 Fasanenhof mit Unterquerung der B27 2010 sowie Zuffenhausen 2011 Im Rahmen der Bauarbeiten von Stuttgart 21 wurde der Tunnel Hauptbahnhof Stadtbibliothek verlegt und beide Fahrtrichtungen in verschiedene Rohren aufgeteilt sowie ein unterirdischer Abzweig vom Tunnel Heilbronner Strasse zum Budapester Platz erbaut 2017 Im Bau befindet sich das Verzweigungsbauwerk mit der Haltestelle Staatsgalerie Inbetriebnahme vsl 2019 Turme und Hochhauser Bearbeiten Stuttgarter Fernsehturm bei Nacht Juli 2013 Mit lediglich 79 Metern ist das 2005 errichtete LBBW Hochhaus das hochste Hochhaus Stuttgarts Killesbergturm Ein Wahrzeichen und das hochste Bauwerk der Stadt ist der Stuttgarter Fernsehturm der sudlich des stadtischen Talkessels im Stadtbezirk Degerloch errichtet wurde Er steht etwas unterhalb der hochsten Stelle des Bopsers auch Hoher Bopser genannt 485 2 m u NN Als weltweit erster Fernsehturm in Stahlbetonbauweise wurde er von 1954 bis 1955 erbaut und ist 216 61 m hoch Ursprunglich war als Trager fur Radio und Fernsehantennen ein damals ublicher etwa 200 Meter hoher Stahlgittermast vorgesehen Die Idee den Turmkorb auch touristisch nutzbar zu machen zahlte sich bereits funf Jahre nach dem Bau aus Die Baukosten von 4 2 Millionen DM waren durch die Eintrittspreise amortisiert Damit wurde der Fernsehturm das Vorbild fur diverse Konstruktionen weltweit Nach einer sanierungsbedingten Schliessung in den Jahren 2013 2016 ist der Fernsehturm seitdem wieder mit seiner Aussichtsplattform offentlich zuganglich Auf dem Frauenkopf steht 462 3 m u NN der Stuttgarter Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG Ebenfalls aus Stahlbeton erbaut ist er 192 m hoch Erbaut zwischen 1970 und 1972 kostete er rund 9 5 Millionen DM Neben diesen beiden gehoren der 1966 auf dem Raichberg erbaute Stuttgarter Funkturm sowie der Funkturm Stuttgart Burgholzhof 1989 beim Pragsattel zu den bekannteren Funkturmen der Stadt Der 61 Meter hohe Tagblatt Turm in Stuttgart Mitte wurde in den Jahren 1924 1928 gebaut und war somit das erste Sichtbetonhochhaus Deutschlands Auch er gilt als Wahrzeichen des Stadtbilds Der Name ruhrt von der ursprunglichen Nutzung durch die Tageszeitung Stuttgarter Neues Tagblatt her Der 42 Meter hohe Killesbergturm als Aussichtsturm errichtet liegt im Hohenpark Killesberg 1993 wurde im Park die Internationale Gartenbauausstellung ausgestellt Um einen weiten Uberblick uber das Gelande zu ermoglichen bedurfte es einer kunstlichen Erhohung Die Form kam dadurch zustande dass die Erbauer einerseits die Vorgabe hatten einen filigranen sich in die Landschaft einpassenden Turm zu schaffen und andererseits der eigentlichen Aufgabe Ubersicht zu gewahren gerecht werden mussten Heraus kam die Seilnetzkonstruktion Weitere Aussichtsturme sind der Bismarckturm in Stuttgart Nord und der Aussichtsturm Burgholzhof in Bad Cannstatt Ersterer steht auf dem Gahkopf 409 m und bietet eine gute Aussicht auf das Stuttgarter Stadtgebiet sowie Fernsicht in alle Himmelsrichtungen Erbaut wurde er zwischen 1902 und 1904 Der 1891 erbaute Aussichtsturm Burgholzhof ermoglicht eine gute Sicht auf Stuttgart Ost Bad Cannstatt und ins Neckartal bis Esslingen am Neckar Der Kriegsbergturm im Stuttgarter Stadtteil Relenberg ist ein 1895 erbauter Aussichtsturm auf dem 353 Meter u NN hohen Kriegsberg Dieser ist nur fur besondere Anlasse der Offentlichkeit zugangig In Stuttgart Degerloch steht ein 400 Kubikmeter fassender Wasserturm der 1911 1912 erbaut wurde Der Turm des Hauptbahnhofs ragt im Zentrum der Stadt 56 Meter in die Hohe Der Bau des Bahnhofs dauerte von der Grundsteinlegung 1914 bis zur Eroffnung 1922 durch den Ersten Weltkrieg verzogert fast acht Jahre Auf der Aussichtsterrasse rotiert ein Mercedes Stern mit funf Metern Durchmesser Siehe auch Liste der hochsten Bauwerke in Stuttgart Liste der Hochhauser in Stuttgart Sendeturme in Stuttgart Liste der Turme der Stadtbefestigung von Stuttgart Weissenhofsiedlung und Kochenhofsiedlung Bearbeiten Die Weissenhofsiedlung wurde 1927 als Teil einer Ausstellung vom Deutschen Werkbund initiiert und unter der Leitung von Mies van der Rohe am Stuttgarter Killesberg errichtet Die Siedlung gilt als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen der Neuzeit In Holzbauweise und als bewusst traditionalistisches Gegenmodell zur nahe gelegenen Weissenhofsiedlung wurde 1933 auf dem Killesberg vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Machtubernahme eine weitere Siedlung die Kochenhofsiedlung als Modellsiedlung unter der Leitung des Architekten Paul Schmitthenner und von Vertretern der Stuttgarter Schule gebaut Weitere Bauwerke Bearbeiten Hauptbahnhof von Stuttgart Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist der grosste Fernbahnhof in Stuttgart und Zentrum des Stuttgarter S Bahn Verkehrs sowie zusammen mit der Haltestelle Charlottenplatz wichtigster Knotenpunkt der Stuttgarter Stadtbahn Die Architekten Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer begannen 1914 mit den Erdarbeiten Die Fertigstellung wurde durch den Ersten Weltkrieg verzogert Im Jahr 1922 wurde er offiziell eroffnet jedoch erst 1927 endgultig fertiggestellt 1987 wurde der Stuttgarter Hauptbahnhof als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung ins Denkmalbuch eingetragen In den Jahren 2010 und 2012 wurden Nord und Sudflugel des Bahnhofs wegen des Bahnprojekts Stuttgart 21 abgebrochen Mercedes Benz Arena Die Mercedes Benz Arena ehemaliges Gottlieb Daimler Stadion und Neckarstadion wurde 1929 bis 1933 ebenfalls von Paul Bonatz erbaut und 1933 unter dem Namen Adolf Hitler Kampfbahn in Betrieb genommen 1935 wurde es von 35 000 auf 70 000 Platze erweitert Nach dem Krieg wurde das Stadion von der US Besatzung zunachst in Century Stadium und spater in Kampfbahn umbenannt und fur Baseballspiele genutzt 1949 erhielt es den Namen Neckarstadion Zwischen 1949 und 1951 wurde das Stadion nochmals auf 97 500 Platze erweitert Im Zuge der Fussball Weltmeisterschaft 1974 wurden die Tribunen neu gebaut Das Stadion fasste nunmehr 72 000 Zuschauer 1986 erhielt die Arena fur die Leichtathletik Europameisterschaften als erstes deutsches Stadion eine Farbanzeigetafel Im Rahmen des Umbaus fur die Leichtathletik Weltmeisterschaften 1993 wurde es in Gottlieb Daimler Stadion umbenannt seit 2008 heisst es Mercedes Benz Arena Zwischen 1999 und 2005 gab es weitere Baumassnahmen 2009 2011 erfolgte der Umbau zum reinen Fussballstadion ohne eine das Spielfeld umgebende Laufbahn Jugendstil Krematorium im Stuttgarter Pragfriedhof Direkt neben der Mercedes Benz Arena steht die grosste Mehrzweckhalle Stuttgarts die Hanns Martin Schleyer Halle Sie wurde 1983 erbaut und nach dem ermordeten Arbeitgeberprasident Hanns Martin Schleyer benannt Seit der Modernisierung 2005 2006 fasst die Halle 15 500 Sitz und Stehplatze Durch ein gemeinsames Forum ist die Schleyer Halle mit der 2006 eroffneten Porsche Arena verbunden Diese wird hauptsachlich fur Sportveranstaltungen genutzt In direkter Nachbarschaft liegt das Carl Benz Center Das 2006 eroffnete Veranstaltungszentrum bietet rund 20 000 Quadratmeter Nutzflache Im Pragfriedhof wurde von 1905 bis 1907 die im Jugendstil erbaute Feierhalle und das einzige Krematorium Stuttgarts errichtet Die Markthalle Stuttgart wurde 1911 14 im Jugendstil errichtet Die Markthalle ist ein Jugendstilgebaude im Stadtzentrum Sie wurde 1911 bis 1914 an der Stelle errichtet an der sich seit 1864 ein Gemusemarkt befunden hatte Zunachst diente sie als Nahrungsmittelborse mit uber 400 Verkaufsstanden Nach schweren Zerstorungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Markthalle wieder aufgebaut und steht seit 1974 unter Denkmalschutz Heute ist sie ein Verbrauchermarkt Ganz in der Nahe steht das ehemalige Hotel Silber am Karlsplatz es war einst auch Sitz einer Gestapozentrale Ebenfalls im Stadtzentrum liegt das Stuttgarter Rathaus der Sitz der Stuttgarter Stadtverwaltung Der 1901 1905 im Stil der flamischen Spatgotik erbaute prachtvolle Vorgangerbau brannte nach Bombenangriffen 1944 vollstandig aus Trotz der Zerstorung konnten Teile der beiden Seitenflugel beim Wiederaufbau erhalten werden In seiner heutigen Form existiert das Rathaus seit 1956 Der 60 5 Meter hohe Uhrenturm uberragt den Stuttgarter Marktplatz Im Jahre 2004 wurde das Rathaus unter der Leitung von Professor Walter Belz fur 26 Millionen Euro saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht Das Kino Metropol an der Stelle des alten Stuttgarter Bahnhofs beherbergte von 1926 bis 1944 einen grossen Saal mit 1221 Platzen Es war nach dem Wiederaufbau nach dem Krieg mit 1400 Platzen Veranstaltungsort fur eine Vielzahl an Unterhaltungsauffuhrungen bevor es von 1960 bis 2020 wieder als Kino betrieben wurde Carl Zeiss Planetarium Das Carl Zeiss Planetarium befindet sich im Mittleren Schlossgarten Den Grundstein legte der 1969 von der Carl Zeiss Stiftung an die Stadt Stuttgart gestiftete Projektor Zeiss VI A Der Bau des Planetariums konnte jedoch erst 1975 durch die Unterstutzung zahlreicher Spenden beginnen und 1977 abgeschlossen werden Das Stuttgarter Funkhaus wurde von 1972 bis 1976 vom Architekten Rolf Gutbrod erbaut und galt bei Inbetriebnahme als das modernste Funkhaus Europas Es steht auf dem Gebiet der ehemaligen Stuttgarter Stadthalle im Stadtteil Berg Es ist seit 1998 Sitz des Intendanten des Sudwestrundfunks und damit Hauptsitz der Zweilanderanstalt sowie Landesfunkhaus fur Baden Wurttemberg Im Jahr 2000 wurde das Stuttgarter Funkhaus vom Landesdenkmalamt Baden Wurttemberg in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen Der dreigliedrige Gebaudekomplex in blau silberner Fassadenverkleidung gilt noch immer als ein einzigartiges Bauwerk in der Rundfunklandschaft Die bereits genannte Villa Berg in unmittelbarer Nahe diente von 1950 bis 2004 als Sendestudio des Sudwestrundfunks Als Amtssitz des Staatsministeriums und des jeweiligen Ministerprasidenten dient die zwischen 1910 und 1913 erbaute Villa Reitzenstein im Stadtbezirk Stuttgart Ost Im Weissenburgpark stehen das Teehaus und der Marmorsaal Beim 1913 fertiggestellten Teehaus der fruheren Villa handelt es sich um einen Jugendstil Pavillon Hervorhebenswert ist das farbenprachtige Deckengemalde mit Musikantenszenen Heute ist das Teehaus mit einer angrenzenden grossen Gartenterrasse im Sommer ein beliebtes Ausflugslokal Der ebenfalls 1913 von Heinrich Henes fertiggestellte Marmorsaal liegt am Hang unterhalb des Teehauses Der Marmorsaal wurde ursprunglich schon als festlicher Gartensaal genutzt und steht nach einer Renovierung Anfang der 1990er Jahre seit 1994 wieder fur Veranstaltungen zur Verfugung Das Alte Steinhaus an der ehemaligen Grabenstrasse 11 in Stuttgart war ein wehrhafter Wohnbau und neben dem Stuthaus einer der altesten Profanbauten der Stadt Es stammt wohl aus der Zeit der Belagerung Stuttgarts durch Rudolf von Habsburg im Jahr 1286 erstmals urkundlich erwahnt wurde es 1393 Im Mohringen stehen zwei markante Wohnhochhauser Das Fasan 2 zeichnet sich dadurch aus dass zwei Gebaudekomplexe in mehreren Ebenen durch begehbare Brucken miteinander verbunden sind Fasan 2 wurde zwischen 1964 und 1965 errichtet und ist 64 Meter hoch In direkter Nachbarschaft steht das zwischen 1961 und 1962 mit 70 Metern und 20 Stockwerken Hohe errichtete Salute Hochhaus das 1967 den Paul Bonatz Preis erhielt Die Wohnsiedlung Hannibal in Asemwald wurde 1968 bis 1972 erbaut und besteht aus drei Wohnblocks mit bis zu 70 Meter Hohe und 22 Stockwerken Ursprunglich war nach Corbusiers Vorbild der Wohnmaschine ein einziger Komplex geplant der jedoch aufgrund seiner gigantischen Dimension nicht genehmigt wurde Ein weiteres nennenswertes Kulturdenkmal ist das Wohnhaus Arminstrasse 4 Es wurde von der Denkmalstiftung Baden Wurttemberg zum Denkmal des Monats Februar 2005 ernannt In Stuttgart Mohringen befindet sich das SI Centrum Bestehend aus zwei Musicaltheatern der Spielbank Stuttgart 19 Restaurants und Bars einem Filmpalast mit sechs Kinosalen 17 Konferenzraumen fur bis zu 1000 Personen dem Millennium Hotel den SI Suites und den VitaParc SchwabenQuellen Wellness ist das Erlebniscenter eine der grossten Stuttgarter Freizeiteinrichtungen Seit 1960 steht dort das Hotel Stuttgart International in dessen Umgebung uber die Jahre standig neue Gebaude hinzukamen Weitere nennenswerte Gebaude sind die Liederhalle die Villa Gemmingen Hornberg sowie das Verwaltungsgebaude der Wurttembergischen Sparkasse Skulpturen Bearbeiten Von Max Bill und Heinz Mack im Jahr 1989 erschaffen ist die Bildsaulen Dreiergruppe eine 32 Meter hohe dreiteilige Skulptur aus Email auf Stahl Bis Ende April 2006 stand sie vor der ehemaligen DaimlerChrysler Konzernzentrale in Mohringen seitdem vor dem Mercedes Benz Museum im NeckarPark Die Gedenkstatte Zeichen der Erinnerung am Stuttgarter Nordbahnhof erinnert daran dass von diesem Ort wahrend der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1941 und 1945 mehr als 2000 Juden aus Stuttgart und Wurttemberg deportiert und ermordet wurden Mit Hilfe des Vereins Zeichen der Erinnerung e V wurde die Gedenkstatte gebaut und am 14 Juni 2006 offiziell eingeweiht Auf der 70 Meter langen Mauer entlang der Gleise sind die Namen der deportierten Juden zu lesen Parkanlagen und Gewasser Bearbeiten Parkanlagen Bearbeiten Grunes U Ausschnitt sechs verbundene Parkanlagen in Stuttgart Direkt im Zentrum beginnt am Alten Schloss der 600 Jahre alte Schlossgarten 1350 wird ein graflicher Garten nahe dem Alten Schloss erstmals erwahnt Der etwa 61 Hektar grosse Schlossgarten folgt dem Lauf des kanalisierten Nesenbachs bis zum Neckar Er wird in drei grosse Bereiche aufgeteilt den Oberen Schlossgarten etwa 14 Hektar den Mittleren Schlossgarten etwa 19 Hektar und den Unteren Schlossgarten etwa 28 Hektar Der Obere Schlossgarten erstreckt sich vom Alten Schloss bis zur Hohe des Hauptbahnhofs und beinhaltet unter anderem die Staatstheater und das Landtagsgebaude Uber den Ferdinand Leitner Steg geht er in den Mittleren Schlossgarten uber der im nordlichen Bereich von der Strasse Am Schlossgarten begrenzt wird Hier befinden sich zum Beispiel das Planetarium und der Landespavillon Uber die Grune Brucke gelangt man in den Unteren Schlossgarten der sich bis zu den Mineralbadern in Stuttgart Berg nahe dem Cannstatter Neckarufer zieht Hier geht der Schlossgarten nahtlos in den etwa 65 Hektar umfassenden Rosensteinpark uber der im Sudwesten durch Bahngleise nordlich durch den zoologisch botanischen Garten Wilhelma und die Pragstrasse und im Nordwesten durch das Lowentor begrenzt wird Durch den alten Baumbestand und die grossflachigen Wiesen gilt der Rosensteinpark als grosster englischer Landschaftspark im Sudwesten Deutschlands Konig Wilhelm I liess den Garten zwischen 1824 und 1840 anlegen was den Bau des klassizistischen Schlosses das heutige Rosensteinmuseum beinhaltete Uber den Lodzer Steg den Brunner Steg und den Bombaystegen gelangt man in den sich anschliessenden etwa 50 Hektar umfassenden Hohenpark Killesberg im Stadtbezirk Stuttgart Nord Die Anlage geht auf die Reichsgartenschau 1939 zuruck fur die das vorher als Steinbruch genutzte Gelande zum Park und Ausstellungsgelande umgestaltet wurde 1939 bis 1945 war das Gelande Sammlungsort der wurttembergischen Juden fur die Transporte in die Konzentrationslager Seit den 1950er Jahren war der Hohenpark mehrfach Schauplatz von Gartenbauausstellungen wie der Deutschen Gartenschau 1950 der Bundesgartenschau 1961 und der Internationalen Gartenbauausstellung 1993 Alle drei Anlagen der Schlossgarten der Rosensteinpark und der Killesbergpark bilden gemeinsam das beruhmte Stuttgarter Grune U Wilhelma um 1900 Maurisches Landhaus Teil des artenreichen Zoos und botanischen Gartens Wilhelma Nordlich des Rosensteinparks liegt der landeseigene zoologisch botanische Garten die Wilhelma Sie existiert in heutiger Form seit dem Jahr 1953 In der historischen Schlossanlage von 1846 werden auf etwa 28 Hektar rund 8000 Tiere in 1050 Arten und etwa 5000 Pflanzenarten gezeigt Damit ist die Wilhelma nach dem Berliner Zoo der zweitartenreichste Zoo Deutschlands Wegen der im Jahr 1829 gefundenen Mineralquellen wollte der damalige Konig Wilhelm I ein Badhaus im Schlosspark als ein Nebengebaude errichten lassen Im Jahr 1837 wurde mit der Planung der Anlage 1842 mit dem Bau des ersten Gebaudes begonnen Im Verlauf der Planungen war aus dem Badhaus ein komfortables Wohngebaude mit mehreren Raumen geworden darunter ein Kuppelsaal mit zwei angrenzenden Gewachshausern mit je einem Eckpavillon Als die Wilhelma 1846 eingeweiht wurde gab es einen Festsaal zwei Hauptgebaude mit mehreren hofischen Raumen verschiedene Pavillons Gewachshauser und grosszugige Parkanlagen Zum Schloss Hohenheim gehoren die Hohenheimer Garten 1776 liess der wurttembergische Herzog Carl Eugen eine englische Anlage errichten um die bis ins 20 Jahrhundert mehr als 35 Hektar Parkflache entstanden Weite Teile des Ensembles werden heute von der Universitat Hohenheim zu Forschungszwecken genutzt Bedeutendste Teile sind das Landesarboretum mit dem Exotischen Garten sowie der Botanische Garten Die Garten werden erganzt durch einen Weinberg und eine Schafweide die weitere 2 2 Hektar umfassen Sternwarte Uhlandshohe Die Uhlandshohe ist eine Erhebung am ostlichen Rand des Stadtzentrums Sie liegt etwa im Dreieck zwischen der Stadtmitte Bad Cannstatt und dem Frauenkopf Bis ins spate Mittelalter diente sie als Steinbruch Der Verschonerungsverein Stuttgart kaufte zwischen den Jahren 1861 und 1896 Teile des Gelandes und gestaltete eine weitlaufige Parkanlage mit Aussichtsterrassen sowie ein Denkmal des Dichters Ludwig Uhland Hier befindet sich auch die Sternwarte Uhlandshohe 1919 vom Verein Schwabische Sternwarte e V gegrundet Der Weissenburgpark ist eine etwa funf Hektar grosse Grunanlage in Stuttgart Sud auf dem Bopser genannten Hugel Dort in Hanglage befinden sich das sogenannte Teehaus und der Marmorsaal die heute als Ausflugslokal beziehungsweise als Veranstaltungsort genutzt werden Angelegt wurden Gebaude und Park in den Jahren 1843 44 bis 1912 13 verandert zur Bundesgartenschau 1961 80 Der Birkenkopf ist ein 511 Meter hoher Berg und damit der hochste Punkt im inneren Stadtgebiet Die obersten 40 Meter wurden aus Trummern der Ruinen des Zweiten Weltkriegs angehauft Im Stadtteil Sillenbuch liegt der Stuttgarter Eichenhain seit 1958 Naturschutzgebiet Etwa 200 Eichen stehen dort in einer parkahnlichen Landschaft Die altesten unter ihnen sind 300 bis 400 Jahre alt und haben Stamme mit vier bis sechs Meter Umfang Der chinesische Qingyin Garten liegt an der Birkenwaldstrasse und bietet einen Blick uber den Stadtkern Richtung Suden Er wurde 1993 fur die Internationale Gartenbauausstellung angelegt Friedhofe Bearbeiten Als altester noch erhaltener Friedhof Stuttgarts gilt der Hoppenlaufriedhof in Stuttgart Mitte Gegrundet wurde er im Jahre 1626 als Spitalfriedhof nach einer Grundstucksschenkung durch Johann Kercher der als erster dort beerdigt wurde Die letzte Erdbestattung fand 1880 die letzte Urnenbestattung 1951 statt Im Stadtbezirk Degerloch liegt der grosste Friedhof der Stadt mit etwa 31 ha Der Waldfriedhof Stuttgart wurde 1913 angelegt Durch eine Standseilbahn wird der 100 Meter hoher gelegene Friedhof mit dem Sudheimer Platz verbunden Hier sind viele Prominente beigesetzt Im Bad Cannstatter Stadtteil Muckensturm liegt der 1918 eroffnete Hauptfriedhof Er ist mit 29 6 Hektar der zweitgrosste Stuttgarter Friedhof Seit 1944 hat er ein armenisches und seit 1985 ein muslimisches Graberfeld Ein grosses judisches Graberfeld wurde 1937 38 angelegt da im Pragfriedhof die Platze knapp wurden Auf dem Pragfriedhof Der drittgrosste Friedhof ist der Pragfriedhof von 1873 mit einem Jugendstil Krematorium Die inzwischen etwa 20 Hektar grosse Anlage beherbergt das einzige Krematorium Stuttgarts das zwischen 1905 und 1907 gebaut wurde Der Friedhof gilt als Sachgesamtheit als Kulturdenkmal 1874 wurde der Friedhof um einen Teil fur Angehorige des israelitischen Glaubens erweitert Auf dem Gelande des Pragfriedhofs befindet sich auch die russisch orthodoxe Heilige Alexander Nevskij Kirche Der Uff Kirchhof in Bad Cannstatt gehort zu den altesten Friedhofen in Stuttgart Er ist im 8 oder 9 Jahrhundert an der Kreuzung einer romischen Strasse entstanden und diente seit dem Mittelalter als Kirchhof fur den Weiler Uffkirchen und seine Pfarrgemeinde Nachdem der Ort Uffkirchen abgegangen war nutzte Cannstatt Kirche und Friedhof Die spatgotische Marienkirche heute Uffkirche genannt steht unter Denkmalschutz und wird als Friedhofskapelle genutzt Gewasser Bearbeiten Kugelsee am Wartberg im Hintergrund der 56 m hohe Bulow Turm Der Max Eyth See ist ein kunstlich angelegter See direkt am Neckar am Fusse von Weinbergen zwischen Stuttgart Muhlhausen und Stuttgart Hofen gelegen 1920 entstand durch intensiven Kiesabbau eine Grube die 1935 im Zuge der Kanalisierung des Neckars zum grossten See Stuttgarts wurde 1961 wurden das Gelande und der See unter Landschaftsschutz gestellt Der Max Eyth See gilt als Naherholungsgebiet sowie als Naturraum Barensee einer der Parkseen im Stuttgarter Wildpark Die Parkseen im Rot und Schwarzwildpark in Stuttgart West sind hauptsachlich im Sommer ein stark frequentiertes Ausflugsziel von Spaziergangern und Sportlern Barensee Neuer See und Pfaffensee bilden das etwas uber drei Kilometer lange Stauseen Trio Kunstlich aufgestaut entstanden die Seen zwischen 1566 und 1826 zur Verbesserung der Wasserversorgung Stuttgarts Am Wartberg im Stuttgarter Norden liegt der Egelsee Dieser wurde fur die Internationale Gartenbauausstellung IGA 1993 kunstlich erschaffen Zwei Feuerseen befinden sich einmal zentral im gleichnamigen Stadtteil in Stuttgart West sowie in Vaihingen An Ersterem liegt die Johanneskirche sowie die S Bahn Haltestelle Feuersee Weitere Seen im Stadtgebiet sind der Rohrer See in Rohr der Probstsee in Mohringen sowie der Riedsee zwischen Mohringen und Sonnenberg An den Seen lassen sich seltene Wasservogel beobachten Teilweise durch Stuttgarter Stadtgebiet fliessen der Neckar die Korsch der Feuerbach und der Nesenbach zwischen Vaihingen und Stuttgart Ost Mineralbader stadtisch Bearbeiten Mineral Thermalbad Cannstatt Mineralbad Thermalsolebad Bad Cannstatt Mineralbad Leuze Stuttgart Ost Mineralbad Berg Stuttgart Ost Regelmassige Veranstaltungen Bearbeiten CMT Messe fur Caravan Motor und Touristik Januar Stuttgarter Filmwinter von Wand 5 organisiert Januar DTB Pokal Marz Lange Nacht der Museen Marz Retro Classics Messe fur Oldtimer Marz Stuttgarter Fruhlingsfest auf dem Cannstatter Wasen April Mai Internationales Trickfilmfestival April Mai Stuttgart Lauf Stuttgarter Zeitung Lauf Halbmarathon und mehrere andere Laufe Juni Allmand Open Air grosstes Freiluft Studentenfest Stuttgarts im Wohnheimgelande der Universitat Stuttgart Vaihingen Juni Mercedes Cup fruher Internationales Weissenhofturnier internationales Tennisturnier Juni Hamburger Fischmarkt auf dem Karlsplatz Juli Stuttgarter Lichterfest auf dem Killesberg Juli Sommerfestival der Kulturen auf dem Marktplatz Juli Christopher Street Day Juli Umsonst und draussen 3 Tages Musik Polit Kulturspektakel Anfang August Stuttgarter Sommerfest im Schlossgarten und auf dem Schlossplatz August Stuttgarter Weindorf in der Innenstadt August September Europaisches Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie Stuttgart in der Liederhalle September Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen alle vier Jahre verbunden mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest LWH Ende September Oktober Porsche Tennis Grand Prix in der Porsche Arena September Oktober Stuttgartnacht fruher Stuttgarter Kulturnacht Oktober Stuttgart German Masters grosses Hallen Reitturnier in der Hanns Martin Schleyer Halle Oktober November Stuttgarter Messeherbst November Flohmarkt Fruhjahr und Herbstflohmarkt in der ganzen Innenstadt Stuttgarter Buchwochen November Dezember Filmschau Baden Wurttemberg November Dezember Media Tasting Fachkongress Stuttgarter Weihnachtsmarkt fruher Weihnachtsmesse genannt in der Innenstadt Adventszeit Weltweihnachtscircus auf dem Cannstatter Wasen Dezember Januar Dragon Days Festival der FantastikAndere Sehenswurdigkeiten Bearbeiten Fussgangerzone Konigstrasse Konigstrasse Hauptachse der Fussgangerzone Calwer Strasse Fussgangerzone in Stuttgart Mitte Calwer Passage uberdachte Fussgangerzone in Stuttgart Mitte Hauptstatter Strasse zentrale Verkehrsachse Breuninger am Marktplatz Deutschlands viertgrosstes Kaufhaus Zahnradbahn Stuttgart Standseilbahn Stuttgart Historische Strassenbahnlinien 21 und 23 Killesbergbahn Stuttgart Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshohe Aussichtsrestaurant im Hochhaus Hannibal Schlossplatz Skulptur StuttgardiaSport Bearbeiten Fussball Stadtpokal von 1945 Sportstatten Bearbeiten Stuttgart verfugt uber mehrere Stadien und Arenen fur Spitzensport Veranstaltungen Das bedeutendste Sportzentrum der Stadt liegt am Cannstatter Wasen im Neckarpark Dort finden sich unter anderem das Fussballstadion Mercedes Benz Arena und die vier Multifunktionshallen Hanns Martin Schleyer Halle Porsche Arena Scharrena und Carl Benz Center Ein weiteres grosses Sportgebiet liegt auf der Waldau in Degerloch Dort befinden sich neben einer Vielzahl von Breitensportanlagen das Gazi Stadion auf der Waldau und das Eissportzentrum Waldau Sportereignisse Bearbeiten Stuttgart war jeweils einer der Spielorte der Fussball Weltmeisterschaften 1974 und 2006 sowie der Austragungsort der Leichtathletik Europameisterschaften 1986 und Weltmeisterschaften 1993 Daneben wurden zahlreiche weitere internationale Sportveranstaltungen in Stuttgart durchgefuhrt z B 1977 Weltmeisterschaft im Gewichtheben 1983 Weltmeisterschaft im Formationstanzen 1985 Endrunde der Manner Basketball Europameisterschaft 1986 Leichtathletik Europameisterschaften 1987 Etappenziel der Tour de France 1989 Turn Weltmeisterschaften 1989 Finale im Davis Cup 1989 Endrunde der Frauen Volleyball Europameisterschaft 1991 Strassen Rad Weltmeisterschaften 1991 Ringer Europameisterschaften 1992 Europameisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik 1992 Tischtennis Europameisterschaften 1993 Leichtathletik Weltmeisterschaften 2006 2008 Leichtathletik Weltfinale 2007 Turn Weltmeisterschaften 2007 Strassen Rad Weltmeisterschaften 2007 Spiele der Handball Weltmeisterschaft 2009 Tischtennis Europameisterschaften 2019 Turn Weltmeisterschaften Jahrlich werden die Tennisturniere Mercedes Cup und Porsche Grand Prix das Reitturnier German Masters die Turn Weltcup Veranstaltung DTB Pokal die German Open Championships im Tanzsport und der Stuttgart Lauf veranstaltet Bis zum Jahr 2008 wurde in der Schleyer Halle jahrlich ein Sechstagerennen durchgefuhrt Zudem verfugt Stuttgart uber eine lange Motorsporttradition Das Solitude Rennen fur Motorrader und Automobile in der Nahe des Schlosses Solitude wurde erstmals 1903 durchgefuhrt und zahlte als Grosse Preis von Deutschland fur Motorrader zwischen 1952 und 1964 mehrmals zur Motorrad Weltmeisterschaft Auch die Automobilrennen waren besonders Anfang der 1960er Jahre ausserst hochkaratig besetzt und hatten zwischen 1961 und 1964 den Status von Formel 1 Rennen zahlten aber nicht zur Weltmeisterschaft U a waren Grossen wie Wolfgang Graf Berghe von Trips Hans Herrmann Innes Ireland Jim Clark Dan Gurney John Surtees und Jack Brabham am Start Das Ende des Solitude Rennens kam Mitte der 1960er Jahre Die Solitude Rennstrecke galt ihren scharfen Kurven der Nahe zu den Zuschauern und die fehlenden Auslaufzonen als zu gefahrlich und wurde nach 1965 nicht mehr genutzt Heute findet regelmassig das Solitude Revival als Oldtimerrennen statt Sportvereine Bearbeiten Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fussballvereine Der VfB Stuttgart gehort mit rund 71 500 Mitgliedern 81 zu den grossten Sportvereinen Deutschlands Der Verein wurde bisher funfmal deutscher Meister und dreimal deutscher Pokalsieger Er tragt seine Heimspiele in der Mercedes Benz Arena im Neckarpark aus Die Stuttgarter Kickers die in den 1980ern und 1990ern in zwei Spielzeiten auch der Bundesliga angehorten spielen seit 2018 19 in der Oberliga Baden Wurttemberg ihre Heimspiele finden im Gazi Stadion auf der Waldau in Degerloch statt Weitere fruher uberregional bekannte Fussballvereine sind die Sportfreunde Stuttgart und der FV Zuffenhausen Der TV Bittenfeld spielt seit der Saison 2015 16 unter dem Namen TVB 1898 Stuttgart in der Handball Bundesliga der Manner Heimspielstatte ist die Scharrena ein Teil der Heimspiele findet aus Kapazitatsgrunden auch in der Porsche Arena statt Der VfL Pfullingen Stuttgart spielte von 2001 bis 2006 in der Bundesliga wo er seine Heimspiele in der Hanns Martin Schleyer Halle austrug In der Saison 1990 91 spielte auch die SG Stuttgart Scharnhausen in der Bundesliga Seit 2008 spielt die Frauen Volleyballmannschaft Allianz MTV Stuttgart bis 2010 Allianz Volley Stuttgart bis 2012 Smart Allianz Stuttgart in der Bundesliga Sie wurde 2019 Deutscher Meister nachdem sie zuvor von 2015 bis 2018 viermal in Folge Vizemeister war und gewann zudem dreimal den DVV Pokal Drei Mal Deutscher Meister im Frauen Volleyball wurde CJD Feuerbach Der Verein zog seine erste Mannschaft 1996 aus finanziellen Grunden aus der Bundesliga zuruck Im Eishockey wird Stuttgart von den Stuttgart Rebels in der Regionalliga und im Nachwuchsbereich vertreten Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen Im American Football sind die Stuttgart Scorpions in der German Football League aktiv Sie tragen ihre Spiele im Gazi Stadion auf der Waldau aus 2007 wurden sie deutscher Vizemeister Im Wasserball wurde der SV Cannstatt 2006 Deutscher Meister Im Damen Tennis ist der TC Weissenhof vierfacher Deutscher Meister und der TEC Waldau Deutscher Meister 2006 Der Hockeyklub HTC Stuttgarter Kickers gewann unter anderem 2005 die deutsche Meisterschaft und 2006 den Europapokal der Landesmeister Der zweitgrosste traditionelle Sportverein ist der MTV Stuttgart mit rund 9000 Mitgliedern Im Kunstturnen wurde das Frauenteam 2010 und von 2012 bis 2018 Deutscher Meister die Manner schafften dies 2014 Der MTV war auch in der Saison 2005 06 als letzter Stuttgarter Verein mit einer Basketballmannschaft in einer Profiliga vertreten bevor er sich aus der 2 Bundesliga zuruckzog Der letzte grosse Erfolg einer Basketballmannschaft aus Stuttgart war 1950 die deutsche Meisterschaft des BC Stuttgart Degerloch Der Billardverein BC Stuttgart 1891 spielt seit 2013 in der 1 Snooker Bundesliga und wurde 2014 sowie 2017 Deutscher Meister Zudem spielte der Verein mehrere Jahre in der 2 Dreiband Bundesliga und in der 2 Poolbillard Bundesliga Der TSV Weilimdorf wurde 2019 im Futsal Deutscher Meister Die zwei mitgliederstarksten Sportvereine in Stuttgart nach dem VfB Stuttgart sind die zwei Alpenvereinssektionen Schwaben mit knapp 36 600 Mitgliedern und Stuttgart mit knapp 28 200 Mitgliedern Die dritte DAV Sektion die Sektion Breslau mit rund 650 Mitgliedern wurde ursprunglich 1877 in Breslau gegrundet Wirtschaft und Infrastruktur Bearbeiten Gebaude der Stuttgarter Borse Konzernsitz der Daimler AG in Unterturkheim Porsche 935 78 Moby Dick im Porsche Museum Ortsansassige Unternehmen Bearbeiten Im Zukunftsatlas 2019 belegte die kreisfreie Stadt Stuttgart Platz 5 von 401 Landkreisen und kreisfreien Stadten in Deutschland und zahlt damit zu den Orten mit Top Zukunftschancen 82 Der Neckarpark aus der Luft gesehen Im Jahr 2016 erbrachte Stuttgart ein Bruttoinlandsprodukt BIP von 51 571 Milliarden und belegte damit Platz sechs in der Rangliste der deutschen Stadte nach Wirtschaftsleistung Der Anteil an der Wirtschaftsleistung von Baden Wurttemberg betrug damit 11 3 Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 82 397 Baden Wurttemberg 43 632 Deutschland 38 180 und ist das achthochste unter allen kreisfreien Stadten in Deutschland 2016 verzeichnete die Wirtschaftsleistung der Stadt ein nominelles Wachstum von 1 5 In der Stadt gab es 2016 ca 519 300 erwerbstatige Personen 83 Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 3 9 und damit uber dem Durchschnitt von Baden Wurttemberg mit 3 0 jedoch unter dem deutschen Durchschnitt 84 Stuttgart ist Zentrum der Metropolregion Stuttgart die im Jahr 2014 ein Bruttoinlandsprodukt von etwa 226 Milliarden erwirtschaftete 85 Stuttgart zahlt zu den einkommensstarksten und wirtschaftlich bedeutendsten Stadten Deutschlands und Europas Die Region Stuttgart ist mit etwa 1500 ansassigen kleinen und mittelgrossen Unternehmen eines der Zentren des deutschen Mittelstandes Dabei handelt es sich in erster Linie um Zulieferer fur die grossen global agierenden Automobil und Maschinenbau Firmen In der Stadt und ihrer Umgebung haben sich unter anderem viele Hightech Unternehmen angesiedelt darunter Daimler Porsche Bosch die hier ihr weltweites Hauptquartier haben aber auch Siemens Kodak oder Lenovo Aufgrund dieser wirtschaftlichen Situation nicht nur der Stadt sondern der gesamten Region wird diese umgangssprachlich oder scherzhaft oft als Stuttgarter Speckgurtel bezeichnet Stuttgart gehort laut GaWC Studie im Jahr 2016 zu den mit Beta kategorisierten Stadten 86 Personlichkeiten wie Fritz Leonhardt Frei Otto oder Jorg Schlaich gelten als Beispiele bedeutender Ingenieure der Stadt Ingenieurburos wie SBP Leonhardt Andra und Partner sowie Knippers Helbig planten Bauwerke wie die Expo Achse in Shanghai oder den Flughafen in Shenzhen Bekannte Architekturburos sind unter anderem Behnisch amp Partner Olympiagelande Munchen Bundestagsgebaude und Behnisch Architekten NordLB Ozeaneum Stralsund Der Finanzplatz Stuttgart ist mit der Borse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Borsenplatz in Deutschland Die Landesbank Baden Wurttemberg LBBW zahlt zu den grossten deutschen Kreditinstituten und ist Deutschlands grosste Landesbank Ihre Tochter BW Bank ist zugleich Sparkasse der Stadt Stuttgart Privatwirtschaftlich organisiert sind die Sudwestbank AG die Schwabische Bank und das Bankhaus Ellwanger amp Geiger Mit der Wurttembergischen Versicherung Wurttembergischen Lebensversicherung beide Tochter der Wustenrot amp Wurttembergische SV SparkassenVersicherung WGV und Allianz Lebensversicherung haben mehrere Versicherungsunternehmen ihren Sitz in Stuttgart Mit Wolff amp Muller Zublin und Gottlob Rommel sind in Stuttgart auch drei grosse nationale Bauunternehmen angesiedelt Die in Stuttgart ansassige mateco GmbH ist ein grosser Vermieter von Arbeitsbuhnen Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank Sie ist die dritte Spielbank des Landes Baden Wurttemberg nach Baden Baden und Konstanz Alle drei werden seit 2003 unter der Regie der Baden Wurttembergischen Spielbanken GmbH amp Co KG mit Sitz in Baden Baden betrieben In Stuttgart gibt es 175 Beherbergungsbetriebe mit insgesamt 18 900 Betten 2014 wurden 3 47 Millionen Ubernachtungen von 1 82 Millionen Gasten gezahlt 8 2 Prozent mehr als im Vorjahr Die Auslastung lag bei 71 Prozent 87 88 Mit rund 400 Hektar Rebflache zahlt Stuttgart zu den grossten Weinbaugemeinden Deutschlands Bekannt sind die in der Innenstadt gelegene Stuttgarter Monchhalde das Cannstatter Zuckerle sowie die Lagen von Unterturkheim Rotenberg und Uhlbach siehe hierzu den Hauptartikel Weinbau in Stuttgart Strom und Gasversorgung Bearbeiten Kraftwerk Stuttgart Munster Umspannwerk Seewiesen in Feuerbach Neben eigener Stromerzeugung in den Kraftwerken Munster Gaisburg und den Laufwasserkraftwerken am Neckar wird Stuttgart hauptsachlich uber drei Freileitungen versorgt die von den uberregional wichtigen EnBW Umspannwerken in Pulverdingen Wendlingen und Hoheneck zu Umspannwerken im Stuttgarter Stadtgebiet Weilimdorf Seewiesen Mohringen fuhren Sie wurden allesamt mit einer Betriebsspannung von 220 kV ausgefuhrt seit Ende der 2000er Jahre werden sie jedoch nur mit 110 kV betrieben Im Stuttgarter Stadtgebiet gibt es insgesamt 25 Umspannwerke der 110 kV Ebene der EnBW bzw heute Netze BW In Muhlhausen wurde ein neues 380 kV Umspannwerk errichtet Daneben existieren rund 1400 km 10 kV Mittelspannungskabel der Stuttgart Netze die nahezu komplett unterirdisch verlegt sind und 7700 Trafostationen anbinden 89 90 Vom Umspannwerk Mohringen existiert noch eine 110 kV Leitung zum Umspannwerk Sindelfingen in Oberturkheim gibt es ein weiteres 110 kV Umspannwerk das von einem Leitungsabzweig der ehemaligen Anlage 9461 einer Freileitung von Hoheneck nach Altbach fruher bis nach Niederstotzingen gespeist wird Alle weiteren 110 kV Leitungen des offentlichen Stromnetzes in Stuttgart sind aufgrund der Bebauung als Erdkabel ausgefuhrt Im Jahr 2011 beschloss der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart die Grundung eigener 100 Prozent kommunaler Stadtwerke Die seit Juli 2012 operativ tatigen Stadtwerke Stuttgart sind die zweite Grundung eines grossstadtischen Stadtwerks in Deutschland seit der Marktliberalisierung von 1998 Es bietet seit Februar 2013 Okostrom und Erdgas fur alle Stuttgarter Privat und Gewerbekunden an In zunehmendem Masse betreiben die Stadtwerke dazu auch eigene Wind und Solarstromanlagen und sind Contractor fur Energiesysteme zur Warme und Stromerzeugung Im Oktober 2014 entschied zudem der Stuttgarter Gemeinderat mehrheitlich den Betrieb des 5000 km langen Strom und des 1700 km langen Gasnetzes in der Landeshauptstadt ruckwirkend zum 1 Januar 2014 an eine Kooperation der Stadtwerke Stuttgart und der EnBW Tochter Netze BW zu vergeben Das Kooperationsmodell hatte bei der Vergabe der Konzession fur die Energieversorgungsnetze in den nachsten 20 Jahren die hochste Punktzahl erhalten Nach einer Ubergangsphase ist das Gemeinschaftsunternehmen ab 2016 zunachst fur das Strom und ab 2019 fur das Gasnetz verantwortlich Fruher gab es auch zahlreiche Mittelspannungs Freileitungen im Stadtgebiet die jedoch durch weniger storungsanfallige unterirdische Kabel ersetzt wurden Der letzte oberirdische Abschnitt verlief bis 2017 am Knappenweg in Dachswald uber die Gleise der Bahnstrecke nach Horb 89 91 Die Versorgung der elektrischen Bahnstrecken der Deutschen Bahn im Stadtgebiet erfolgt uber die Zentraleinspeisstelle Zazenhausen im Norden der Stadt Fur die S Bahnen nach Bernhausen und Herrenberg existiert in Rohr ein Unterwerk das uber eine von der Bahnstromleitung Zazenhausen Eutingen bei Ehningen abzweigende Bahnstromleitung versorgt wird und zum grossten Teil parallel zur Bahnlinie Herrenberg Stuttgart verlauft Daneben existieren fur die Einspeisungen weiterer S Bahn Strecken weitere Unterwerke im Umland etwa in Leonberg oder Waiblingen Wasserversorgung Bearbeiten Der Barensee der Neue See und der Pfaffensee im Westen der Stadt dienten fruher der Trinkwasserversorgung Stuttgarts Seit 1917 wird Stuttgart unter anderem von der Landeswasserversorgung mit Trinkwasser aus dem Donautal bei Langenau versorgt Die Leitung erreicht uber Goppingen in Rotenberg das ostliche Stadtgebiet Seit 1958 kommt zusatzlich uber die Bodensee Wasserversorgung Trinkwasser aus dem Bodensee Die Einspeisstelle liegt in Rohr im Sudwesten der Stadt Wasserturme stehen in Degerloch und auf dem Gahkopf Bismarckturm Verkehr BearbeitenFlugverkehr Bearbeiten Flughafen Stuttgart An der sudlichen Stadtgrenze liegt der Flughafen Stuttgart der grosste Flughafen des Landes Baden Wurttemberg Das Areal befindet sich uberwiegend auf der Gemarkung Filderstadt 92 Seit der Eroffnung des neuen Terminals 3 im Marz 2004 hat der Stuttgarter Flughafen eine Kapazitat von 12 Millionen Passagieren 2003 flogen etwa 7 6 Millionen Gaste 2004 bereits 8 8 Millionen 2005 flogen 9 5 Millionen Passagiere von und nach Stuttgart Aktuell sind es mehr als 11 Millionen 93 An der nordlichen Gemarkungsgrenze von Stuttgart liegt der Sonderlandeplatz Flugplatz Pattonville der ausschliesslich von Sport und Segelfliegern genutzt wird Am Grunen Heiner in Weilimdorf ist Segelflug moglich 94 Eisenbahn Bearbeiten Stuttgarter Hauptbahnhof S Bahn Haltestelle Osterfeld in Stuttgart Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten Vom Stuttgarter Hauptbahnhof fuhren Verbindungen nach Vaihingen Enz Pforzheim Karlsruhe Strassburg Paris seit Sommer 2007 mit TGV Verbindungen siehe LGV Est europeenne nach Heilbronn Heidelberg Mannheim Frankfurt am Main Mainz Koln Dusseldorf Dortmund Hannover Hamburg Berlin nach Plochingen Goppingen Ulm Munchen Salzburg Linz St Polten Wien Bratislava oder Gyor Budapest nach Memmingen Kempten Allgau Oberstdorf uber Ulm nach Ravensburg Friedrichshafen Lindau uber Ulm nach Freudenstadt Rottweil Zugteilung in Eutingen im Gau nach Horb Rottweil Singen am Hohentwiel Schaffhausen Zurich nach Waiblingen Schwabisch Hall Hessental Ansbach Nurnberg nach Rottenburg Horb und Hechingen Balingen Sigmaringen Aulendorf uber Plochingen Reutlingen und Tubingen dort Zugteilung nach Ludwigsburg Heilbronn Bad Friedrichshall Wurzburg Mosbach Neckarelz und nach Schwabisch Gmund Aalen Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehoren auch das Containerterminal in Oberturkheim und der Rangierbahnhof Kornwestheim der uber eines der modernsten Container Terminals im Bereich der DB verfugt Beide Terminals sind der DUSS Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene Strasse zugehorig Im Jahr 1991 begann der ICE Schnellverkehr auf der Linie Hamburg Frankfurt am Main Stuttgart Munchen Im Zuge dessen wurde die neue Schnellfahrstrecke von Stuttgart nach Mannheim eingeweiht Im Zuge des umstrittenen Projekts Stuttgart 21 wird der Eisenbahnknoten Stuttgart grundlegend neu geordnet Dabei entstehen unter anderem rund 60 km neue Eisenbahnstrecken und vier neue Bahnhofe neuer Hauptbahnhof neuer Flughafenbahnhof S Bahnhof Mittnachtstrasse und der Abstellbahnhof Unterturkheim Parallel soll die Neubaustrecke Wendlingen Ulm entstehen 1997 verabschiedete der Stuttgarter Gemeinderat den stadtebaulichen Rahmenplan des Projekts kurz darauf begann die Bebauung erster Teilgebiete Offentlicher Nahverkehr Bearbeiten Elektrisch betriebener OPNV Bahnen und O Bus Stadtbahnlinie U1 am Stockach Pragsattel Oberleitungsbus in Oberturkheim Den offentlichen Personennahverkehr OPNV bedienen sieben S Bahn Linien der DB Regio siehe S Bahn Stuttgart sowie 17 Stadtbahn Linien darunter zwei Bedarfslinien eine Zahnradbahnlinie eine Standseilbahnlinie und 56 Buslinien der Stuttgarter Strassenbahnen AG SSB die Linie 101 des Oberleitungsbusses Esslingen am Neckar vom Stadtischen Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar betrieben und mehrere Buslinien privater Verkehrsunternehmen Ausserdem ubernehmen einige Regionalbahnlinien Nahverkehrsaufgaben innerhalb der Stadt zum Beispiel die Schusterbahn Alle diese Nahverkehrsmittel auch die Zahnradbahn und die Standseilbahn sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs und Tarifverbunds Stuttgart VVS nutzbar Strassenverkehr Bearbeiten Bei einer Zahlung am 21 Oktober 2014 passierten im Strassenverkehr taglich rund 827 000 Strassenfahrzeuge bis 3 5 Tonnen die Stadtgrenze Stuttgarts 95 Die Zahl der in Stuttgart zugelassenen Fahrzeuge erreichte mit 348 103 Ende 2014 einen neuen Rekord 96 Auch in der Unfallstatistik nahm die Zahl der registrierten Verkehrsunfalle seit dem Jahr 2015 kontinuierlich zu und hat mit 26 824 Unfallen 2017 den hochsten Wert seit 1979 erreicht 97 98 Die Stadt liegt nach einer Steigerung auf 73 Stunden pro Jahr auf Platz eins der staureichsten Ballungsraume in Deutschland Dabei wird die Zunahme der Stauzeit um 8 5 Stunden im Vergleich zum Jahr 2014 uberwiegend auf die Rekordzahl von 50 000 mehr zugelassenen Fahrzeugen in Stuttgart zuruckgefuhrt 99 100 Trotz der deutschlandweit hochsten Verkehrsbelastung und Staugefahr uberhaupt 101 hat Stuttgart kaum Moglichkeiten zur Ortsumgehung und keinen eigenen Autobahnring wie zahlreiche andere deutsche Stadte siehe auch Nordostring Stuttgart sodass zum intensiven lokalen Verkehr ein extremer Durchgangsverkehr den Stadtkern im Talkessel belastet 102 Dieses uberhohte Verkehrsaufkommen bringt eine starke Belastung der Luftqualitat und ein hohes CO2 und Stickoxide Aufkommen mit sich die Stadt Stuttgart sah sich deshalb bereits mehrfach gezwungen einen Feinstaubalarm zu verhangen 103 Autobahnen Bearbeiten Die Autobahn A 8 Karlsruhe S Ulm Munchen bildet die sudliche Stadtgrenze und die A 81 Singen S Heilbronn Wurzburg fuhrt westlich der Stadt vorbei Ab dem Autobahnkreuz Stuttgart laufen beide Autobahnen dann gemeinsam bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck an dem die A 81 dann wieder in nordlicher Richtung abzweigt Dieser Abschnitt hat drei bis funf Fahrspuren pro Richtung bei einem enorm hohen Verkehrsaufkommen und einem erheblichen Gefalle Am Autobahnkreuz Stuttgart fruher auch Kreuz Stuttgart Vaihingen genannt ist die Geradeaus Richtung der A 81 ein kurzes Autobahnstuck das als A 831 zur Ausfahrt Stuttgart Vaihingen und weiter als B14 uber den Schattenring Richtung Innenstadt fuhrt Dieses Autobahnkreuz liegt auf der Sindelfinger Markung auf Stuttgarter Gebiet im Wald befindet sich dort die ehemalige Hauptverwaltung der IBM Deutschland 104 und der hochste Punkt von Stuttgart die Bernhartshohe Bundesstrassen Bearbeiten Quer durch die Stuttgarter Innenstadt verlaufen die Bundesstrassen B 14 Stockach Herrenberg Stuttgart Schwabisch Hall Nurnberg Waidhaus und B 27 Blankenburg Heilbronn Stuttgart Tubingen Lottstetten sowie durch das Stadtgebiet die B 10 Eppelborn Pforzheim Stuttgart Ulm Neusass und B 295 Stuttgart Leonberg Calw Bis auf die B 14 fuhren alle auf dem Pragsattel zusammen dem grossten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt Die B 10 Richtung Goppingen Ulm die B 14 Richtung Schwabisch Hall die B 27 Richtung Tubingen und die B 29 ab Fellbach Richtung Aalen sind jeweils autobahnahnlich ausgebaut und bilden eine sternformige Struktur von Schnellstrassen um die Stadt Insgesamt fuhren elf Schnellstrassen vom Stuttgarter Hinterland in Richtung Stuttgarter Stadtzentrum Diese sind Richtung Karlsruhe Richtung Ulm Richtung Heilbronn Richtung Singen Richtung Vaihingen Enz Richtung Goppingen Richtung Schwabisch Hall Richtung Ludwigsburg Bietigheim Bissingen Richtung Tubingen Richtung Aalen L 1180 Richtung Gerlingen LeonbergHistorische Strassennamen Bearbeiten Hauptartikel Liste von historischen Strassennamen in Stuttgart Die Stuttgarter Strassennamen wurden 1811 grundsatzlich umgestellt und auch spater ofter wieder geandert In der alteren Literatur und in alten Zeitungen und Zeitschriften werden zwangslaufig auch altere Strassennamen angegeben Luftverschmutzung und Massnahmen zur Luftreinhaltung Bearbeiten Entwicklung der Uberschreitung des Feinstaubgrenzwertes an der Messstation Am Neckartor in Tagen pro Jahr 105 106 107 Die Messstation Am Neckartor in Stuttgart hat deutschlandweit jahrlich die meisten Uberschreitungen des taglich zugelassenen Feinstaubgrenzwerts 2005 bis 2017 zahlte die Station jahrlich 41 bis 187 Uberschreitungen des PM10 Tagesgrenzwertes 108 Zudem wurde durch die Messstation uber mehrere Jahre hinweg die hochste Stickoxidbelastung in Deutschland gemessen 109 der Grenzwert wurde in Stuttgart regelmassig um das Doppelte uberschritten 110 Auch deshalb wurde 2008 in Stuttgart eine Umweltzone eingerichtet in der Fahrverbote gelten Sie ist in Stuttgart auf das gesamte Stadtgebiet inklusive aller 23 Stadtbezirke festgelegt Ausgenommen sind lediglich einige Strassenabschnitte darunter die A 8 und ein Teil der A 831 sowie Abschnitte zweier Bundesstrassen 111 Die Feinstaubplakettenpflicht fur Fahrzeuge gilt seit dem 1 Marz 2008 Seit diesem Zeitpunkt mussten Fahrzeuge in der Umweltzone mindestens der Schadstoffgruppe 2 angehoren Zum 1 Juli 2010 wurde das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 rote Plakette ausgeweitet 112 Seit 1 Januar 2012 ist die grune Plakette Pflicht und es gilt ein Fahrverbot fur Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 3 gelbe Plakette Wahrend sich das baden wurttembergische Verkehrsministerium fur eine blaue Plakette einsetzt lehnte das Bundesverkehrsministerium diese im Marz 2018 ab 113 114 Im Januar 2016 fuhrte die Stadt Stuttgart den sogenannten Feinstaubalarm ein Bei entsprechender Wetterlage wurden die Burger aufgerufen ihr Kraftfahrzeug nicht zu benutzen und Komfortofen ausgeschaltet zu lassen 115 116 Seither wurde der Feinstaubalarm jedes Jahr an bestimmten Tagen zwischen Oktober und April ausgerufen In dieser Zeit gab es Rabatte fur den offentlichen Nahverkehr Nachdem sich die Luftwerte verbessert hatten endete am 15 April 2020 der letzte Feinstaubalarm All diese Massnahmen waren jedoch nicht ausreichend um eine Einhaltung der Immissionsgrenzwerte sicherzustellen Das Verwaltungsgericht Stuttgart verurteilte deshalb das Land Baden Wurttemberg am 26 Juli 2017 den Luftreinhalteplan fur Stuttgart so zu erganzen dass dieser die erforderlichen Massnahmen zur schnellstmoglichen Einhaltung des Grenzwerts fur NO2 enthalt Laut Gericht sei der Dieselverkehr mit einem Verursachungsbeitrag von ca 85 der Hauptverursacher der Luftverschmutzung mit Stickstoffdioxid in Ballungsgebieten Fur eine spurbare Senkung der Stickoxidbelastung sei eine deutliche Reduzierung der Verkehrsmengen insbesondere in Bezug auf Dieselfahrzeuge erforderlich Da keine ebenso geeigneten milderen Massnahmen als Fahrverbote fur Dieselfahrzeuge dafur aber alternative Fortbewegungsmittel zur Verfugung stehen wurden seien Fahrverbote auch verhaltnismassig 117 Im Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht im sogenannten Diesel Urteil die Sprungrevision gegen diese erstinstanzliche Gerichtsentscheidung des Verwaltungsgerichts uberwiegend zuruckgewiesen und entschieden dass Stadte grundsatzlich Fahrverbote fur Diesel Autos zur Luftreinhaltung verhangen durfen 118 119 Laut einem Beschluss des Stuttgarter Verwaltungsgerichtes vom 21 September 2018 musste die Landesregierung von Baden Wurttemberg 2018 10 000 Euro Zwangsgeld zahlen da sie sich weigerte das Fahrverbot auch fur Dieselfahrzeuge mit der Euro 5 Norm umzusetzen 120 Der Verwaltungsgerichtshof Baden Wurttemberg VGH bestatigte am 12 November 2018 die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes dass Stuttgart umgehend mit der Planung von Fahrverboten auch fur Fahrzeuge der Euronorm 5 beginnen muss 121 Seit dem 1 Januar 2019 durfen im gesamten Stadtgebiet grundsatzlich nur noch Dieselfahrzeuge ab Euro 5 Norm fahren Fur die Bewohner Stuttgarts galt eine dreimonatige Ubergangsfrist 122 Eine ebenfalls beschlossene Einbeziehung von Fahrzeugen mit Ottomotor die nicht wenigstens die Euro 3 Norm erfullen scheiterte am Widerstand des Bundes gegenuber der blauen Plakette 113 Per 1 Januar 2020 wurde das Dieselfahrverbot fur einzelne Streckenabschnitte auf Fahrzeuge der Euro 5 Norm ausgeweitet 123 Schiffsverkehr Bearbeiten Am 31 Marz 1958 wurde der Stuttgarter Hafen durch Bundesprasident Theodor Heuss eroffnet Die vier Neckarvororte Wangen Hedelfingen Oberturkheim und Unterturkheim liegen am zweitgrossten Binnenhafen des Neckars Nach der Erweiterung 1968 wurde er zum wichtigsten trimodalen Verkehrsknotenpunkt Wasser Schiene Strasse in der Region Stuttgart Medien Bearbeiten Funkhaus Stuttgart Stuttgart gilt als bedeutende Medienstadt Im Stuttgarter Funkhaus hat der Intendant des offentlich rechtlichen Sudwestrundfunks seinen Sitz Dort werden zwei Horfunkprogramme fur Baden Wurttemberg produziert SWR1 und SWR4 In den Fernsehstudios werden neben aktuellen Magazinen z B Sport vor allem die Nachrichtensendungen fur das Dritte Programm und die Landesschau live hergestellt Abgestrahlt werden die Horfunkprogramme des SWR vom Stuttgarter Fernsehturm und fur das Stadtgebiet auch vom Stuttgarter Funkhaus die Fernsehprogramme seit der Einfuhrung von DVB T vom Stuttgarter Fernmeldeturm Ebenso verfugt Stuttgart mit Regio TV uber einen zusatzlichen regionalen Fernsehsender Weitere audiovisuelle Medien zum Beispiel Antenne 1 bigFM Die Neue 107 7 Freies Radio fur Stuttgart sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet Ihre Programme werden vom Stuttgarter Fernmeldeturm und vom Kamin des Kraftwerks Munster verbreitet Wegen des in der Region Stuttgart stationierten US Militars ist auch der AFN prasent Stuttgart ist neben Karlsruhe einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden Wurttemberg das dem Ministerium fur Kultus Jugend und Sport Baden Wurttemberg untersteht Daruber hinaus gilt die Stadt als einer der bundesweit fuhrenden Standorte fur Fachverlage Uberregional bekannt sind unter anderem Deutscher Sparkassenverlag Ernst Klett Verlag Kohlhammer Verlag Metzler Verlag Motor Presse Stuttgart und Georg Thieme Verlag Mit der Deutschen Bibelgesellschaft und dem Katholischen Bibelwerk sind in Stuttgart die mit Abstand grossten Bibelverlage ansassig Schliesslich erscheinen hier die Stuttgarter Zeitung die als eine der grossten Regionalzeitungen Deutschlands gilt und die Stuttgarter Nachrichten sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen wie etwa die Cannstatter Zeitung Unter den Stadtmagazinen erscheint Lift einmal im Monat wahrend man Prinz Stuttgart im Internet abrufen kann 124 und Moritz Das Stadtmagazin das auflagenstarkste Stadtmagazin in Baden Wurttemberg ist Bildung und Forschung Bearbeiten Staatl Hochschule fur Musik und Darstellende Kunst Postmodernes Gebaude nach dem Entwurf von James Stirling Hochschule fur Technik Stuttgart Hochschule der Medien Stuttgart Hauptartikel Liste der Bildungseinrichtungen in Stuttgart Rund 11 aller Gelder fur Forschung und Entwicklung in Deutschland werden in Stuttgart ausgegeben Neben den beiden Universitaten Stuttgart und Hohenheim bestehen in Stuttgart funf Institute der Fraunhofer Gesellschaft der zweitgrosste Standort in Deutschland mehrere Max Planck Institute sowie andere Einrichtungen Grosse Teile der Stuttgarter Forschungslandschaft sind inzwischen auf dem Forschungscampus in Vaihingen konzentriert worden Hochschulen Bearbeiten Offentliche Hochschulen Bearbeiten Die Karlsschule seit Dezember 1781 als Universitat Hohe Karlsschule wurde 1770 von Herzog Carl Eugen gegrundet und befand sich anfangs im herzoglichen Schloss Solitude Sie diente als Militarakademie Kunstakademie und spater als Allgemeine Hochschule und wurde 1794 aufgelost Universitat Stuttgart gegrundet 1829 1876 Polytechnikum 1890 Technische Hochschule seit 1967 Universitat Universitat Hohenheim gegrundet 1818 als Lehranstalt fur Land und Forstwirtschaft 1847 Akademie 1904 Landwirtschaftliche Hochschule seit 1967 Universitat Hochschule fur Musik und Darstellende Kunst Stuttgart HMDK gegrundet 1857 Staatliche Akademie der Bildenden Kunste Stuttgart ABK die Einrichtung geht zuruck auf die 1761 von Herzog Carl Eugen von Wurttemberg gegrundete Academie des arts aus der spater die Konigliche Akademie der Bildenden Kunste und schliesslich die heutige Einrichtung wird Hochschule der Medien HdM gegrundet 2001 durch Vereinigung der Fachhochschule Stuttgart Hochschule fur Druck und Medien HDM mit der Fachhochschule Stuttgart Hochschule fur Bibliotheks und Informationswesen HBI gegrundet 1942 seit 2005 Hochschule der Medien Hochschule fur Technik Stuttgart HFT gegrundet 1832 als Wurttembergische Winterbauschule spater Konigliche Baugewerkeschule dann Staatsbauschule Stuttgart ab 1995 Fachhochschule Stuttgart Hochschule fur Technik und seit 2005 Hochschule fur Technik Stuttgart Duale Hochschule Baden Wurttemberg Stuttgart DHBW gegrundet 1974 als BerufsakademiePrivate Hochschulen Bearbeiten AKAD University Stuttgart gegrundet 1959 Freie Hochschule Stuttgart Seminar fur Waldorfpadagogik gegrundet 1928 FOM Hochschule fur Oekonomie und Management gegrundet 1991 nicht Hauptsitz Hamburger Fern Hochschule gegrundet 1997 nicht Hauptsitz Hochschule fur Kommunikation und Gestaltung gegrundet 2012 Hochschule Macromedia gegrundet 2006 IB Hochschule fur Gesundheit und Soziales International School of Management gegrundet 1990 nicht Hauptsitz IUBH Fernstudium Stuttgart gegrundet 1998 nicht Hauptsitz media Akademie Hochschule Stuttgart gegrundet 2015 Merz Akademie gegrundet 1918 SRH Fernhochschule gegrundet 1918 nicht Hauptsitz Steinbeis Business Academy gegrundet 2001 nicht Hauptsitz VWA Hochschule gegrundet 2013Ausseruniversitare Forschungsinstitute Bearbeiten Max Planck Institut fur Festkorperforschung Stuttgart Max Planck Institut fur Festkorperforschung MPI FKF Max Planck Institut fur Intelligente Systeme ehemals Max Planck Institut fur Metallforschung MPI MF Fraunhofer Institut fur Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Fraunhofer Institut fur Bauphysik IBP Fraunhofer Institut fur Grenzflachen und Bioverfahrenstechnik IGB Fraunhofer Institut fur Produktionstechnik und Automatisierung IPA Fraunhofer Informationszentrum Raum und Bau IRB Forschungsinstitut fur Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart FKFS Deutsches Zentrum fur Luft und Raumfahrt e V Standort Stuttgart DLR Die Landeshauptstadt Stuttgart ist ausserdem Korporativ Forderndes Mitglied der Max Planck Gesellschaft 125 Weitere Schulen Bearbeiten Technische Oberschule Stuttgart Volkshochschule Stuttgart Vielfaltiges Kursangebot in den Bereichen Politik Gesellschaft Kultur Kreativitat Gesundheit Umwelt Sprachen Berufliche Qualifizierung Informations und Kommunikationstechnik Wirtschaftsoberschule StuttgartStandort der ersten Waldorfschule Bearbeiten 1919 wurde in Stuttgart von Emil Molt dem Direktor der Waldorf Astoria Zigarettenfabrik und von Rudolf Steiner auf der Uhlandshohe die erste Waldorfschule gegrundet eine der von Steiner begrundeten Anthroposophie sowie humanistischen Bildungsidealen folgenden Gesamtschulform die heute in vielen Landern der Welt besteht Offentliche Einrichtungen BearbeitenMilitarische Einrichtungen Bearbeiten United States Africa Command in den Kelley Barracks In Stuttgart befinden sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehrere US amerikanische Kasernen in Vaihingen die Patch Barracks mit dem United States European Command EUCOM in Mohringen die Kelley Barracks mit dem United States Africa Command AFRICOM in Burgholzhof die Robinson Barracks und ehemalige Grenadierkaserne Die Reiterkaserne in Cannstatt wurde als Dragonerkaserne Anfang des 20 Jahrhunderts uber den Resten eines romischen Kastells erbaut und zuletzt von den US Streitkraften als Wallace and McGee Barracks genutzt Nach der Freigabe der amerikanischen Militarareale endete die militarische Nutzung Die Bundeswehr unterhalt im Stadtbezirk Bad Cannstatt die Theodor Heuss Kaserne vormals Funkerkaserne In dieser liegen unter anderem das Karrierecenter der Bundeswehr Stuttgart die MAD Stelle 5 und eine Aussenstelle des Bundesamtes fur das Personalmanagement der Bundeswehr BAPersBw V Sz Sud sowie das Landeskommando Baden Wurttemberg Siehe auch Auslandische Militarbasen in Deutschland Behorden Bearbeiten Siehe auch Liste der Behorden und Einrichtungen in Stuttgart Sonstige Einrichtungen Bearbeiten Stuttgart ist Sitz des THW Landesverbandes Baden Wurttemberg der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ausserdem befindet sich hier eine Geschaftsstelle der Sozialversicherung fur Landwirtschaft Forsten und Gartenbau SVLFG Soziale Einrichtungen Bearbeiten Seit 1874 besteht die Stiftung Evangelische Altenheimat Der Korperbehinderten Verein Stuttgart e V kummert sich mit Veranstaltungen Tagesstatten sowie einem Fahrdienst fur Behinderte um die Eingliederung von korperlich behinderten Menschen in den Alltag Personlichkeiten BearbeitenEhrenburger Bearbeiten Hauptartikel Liste der Ehrenburger von Stuttgart Seit 2012 ist Wolfgang Schuster 1949 der zwischen 1996 und 2012 Oberburgermeister der Stadt war Ehrenburger Sohne und Tochter der Stadt Bearbeiten Hauptartikel In Stuttgart geborene Personlichkeiten Bekannte Einwohner Bearbeiten Hauptartikel Bekannte Einwohner von StuttgartKulinarische Spezialitaten BearbeitenGaisburger Marsch ein Eintopf der in Stuttgarts Stadtteil Gaisburg erfunden wurdeStuttgart als Namensgeber BearbeitenDer von Erwin Schwab am 17 August 2009 entdeckte Hauptgurtelasteroid 264020 Stuttgart wurde nach der Stadt benannt Panoramafotos Bearbeiten vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Panoramablick Stuttgart bei Nacht vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Panoramablick auf die Innenstadt Stuttgarts vom Kraherwald vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Panorama des Oberen SchlossgartensSiehe auch Bearbeiten Portal Stuttgart Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema StuttgartLiteratur BearbeitenKlaus Garber unter Mitwirkung von Stefan Anders und Thomas Elsmann Hrsg Stadt und Literatur im deutschen Sprachraum der Fruhen Neuzeit Niemeyer Tubingen 1998 S 308 383 Reinhard Breymayer Stadtisches und literarisches Leben in Stuttgart im 17 Jahrhundert ISBN 3 484 36539 0 Jurgen Hagel Mensch und Natur im Stuttgarter Raum Silberburg Verlag Tubingen 2001 ISBN 3 87407 385 8 Jurgen Hagel Das Paradies des Neckars Bad Cannstatt In Wolfgang Niess Sonke Lorenz Hrsg Kult Bader und Baderkultur in Baden Wurttemberg Markstein Verlag Filderstadt 2004 ISBN 3 935129 16 5 Timo John Die koniglichen Garten des 19 Jahrhunderts in Stuttgart Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 2000 ISBN 978 3 88462 156 1 Erich Keyser Hrsg Wurttembergisches Stadtebuch Band IV Teilband Baden Wurttemberg Band 2 In Deutsches Stadtebuch Handbuch stadtischer Geschichte Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstutzung des Deutschen Stadtetages des Deutschen Stadtebundes und des Deutschen Gemeindetages Stuttgart 1961 Daniel Kirn Stuttgart Eine kleine Stadtgeschichte Sutton Erfurt 2007 ISBN 978 3 86680 137 0 Ulrike Kreh Naturdenkmale Stuttgart Naturschatze vor der Hausture Hrsg v Amt fur Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart verlag regionalkultur Ubstadt Weiher 2005 ISBN 3 89735 405 5 Hermann Lenz Stuttgart Portrait einer Stadt Insel Verlag Frankfurt am Main Leipzig 2003 ISBN 3 458 17158 4 Roland Muller Stuttgart zur Zeit des Nationalsozialismus Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1988 ISBN 3 8062 0541 8 Roland Ostertag Hrsg Das Bosch Areal Verlag Karl Kramer Stuttgart 2004 ISBN 3 7828 1613 7 Reihe Stuttgarter Beitrage Roland Ostertag Christoph Bohmer Hrsg Stuttgart wohin Band 1 mit Beitragen von Jurgen Baumuller Helmut Bohme Otto Borst Daniel Cohn Bendit Hermann Glaser Hans Luz Roland Ostertag Paul Sauer Thomas Sieverts Roland Wick Bernhard Winkler Thomas Valena Karl Kramer Verlag Stuttgart 1996 ISBN 3 7828 4027 5 Roland Ostertag Hrsg Stuttgart wohin Band 2 mit Beitragen von Max Bacher Helmut Bohme Otto Borst Hermann Hesse Timo John Wolfgang Kil Arno Lederer Roland Ostertag Frei Otto Hannelore Schlaffer Walter Siebel Klaus Topfer Karl Kramer Verlag Stuttgart 2004 ISBN 3 7828 4042 9 Paul Sauer Erinnerungen an Stuttgart Flechsig Wurzburg 1999 ISBN 3 88189 245 1 Albert T Schaefer Stuttgart Panorama Mit Texten von Manfred Rommel edition braus Heidelberg 2006 ISBN 3 89904 224 7 Fotoband Hartmut Schafer Befunde aus der Archaologischen Wuste Die Stiftskirche und das Alte Schloss in Stuttgart Denkmalpflege in Baden Wurttemberg 31 2002 S 249 258 Jorg Schweigard Stuttgart in den Roaring Twenties Politik Gesellschaft Kunst und Kultur in Stuttgart 1919 1933 Braun Verlag Karlsruhe 2012 ISBN 978 3765086090 Erwin Teufel Hrsg Grosse Stuttgarter Gestalten aus funf Jahrhunderten DVA Stuttgart 1996 ISBN 3 421 05054 6 Maria Zelzer Hrsg Stuttgart unterm Hakenkreuz Chronik 1933 1945 Cordeliers Stuttgart 1983 ISBN 3 608 91931 7 Weblinks BearbeitenWeitere Inhalte in den Schwesterprojekten der Wikipedia Commons Medieninhalte Kategorie Wiktionary Worterbucheintrage Wikinews Nachrichten Wikiquote Zitate Wikisource Quellen und Volltexte Wikivoyage Reisefuhrerstuttgart de Offizielle Website der Stadt Stuttgart Literatur von und uber Stuttgart im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Linkkatalog zum Thema Stuttgart bei curlie org ehemals DMOZ Stadtlexikon vom Stadtarchiv Stuttgart und Stadtmessungsamt Stuttgart entwickelte WebsiteEinzelnachweise Bearbeiten Statistisches Landesamt Baden Wurttemberg Bevolkerung nach Nationalitat und Geschlecht am 31 Dezember 2020 CSV Datei Hilfe dazu Gundolf Keil Habent suos locos libelli In Willem Piet Gerritsen Annelies van Gijsen Orlanda S H Lie Hrsg Een school 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